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Schaltkammer für elektrische Stromunterbrecher, insbesondere Gasschalter. Das Schaltvermögen von elektrischen Gasschaltern, bei denen bekanntlich das für die Lichtbogenlöschung erforderliche Druckgas durch den Abschaltlichtbogen selbst aus festen, die Löschrohrwandungen bildenden Stoffen frei gemacht wird, hängt in erster Linie von der Schnelligkeit ab, mit welcher beträchtliche Löschgasmengen unter dem Einfluss des Lichtbogens auch bei kleineren Abschaltströmen entstehen, und ferner auch von der Art des gebildeten Löschgases.
In letzterer Hinsicht ist es 'bekannt, dass Kohlensäure als Löschmittel für die Lichtbogenlöschung von elektrischen Schaltern viele Vorteile besitzt. In der Praxis aber hat es sich deshalb nicht durchsetzen können, weil die Bereitstellung von Kohlensäure die Schaltanlage kompliziert und den Betrieb verteuert.
Bezüglich der Schnelligkeit einer beträchtlichen Löschgasentwicklung unter dem Einfluss des Abschaltlichtbogens hat sich Fiber gut bewährt. Jedoch weisen daraus hergestellte Löschrohre infolge der starken Hygro- skopizität des Fibers den Nachteil einer man- gelnden Formbeständigkeit auf. Daneben ist noch bekannt, Löschrohre aus festen Stoffen, wie Borsäure, zu verfertigen, in denen Wasser chemisch gebunden enthalten ist. Beim Abschaltvorgang wird dann das Wasser frei und verdampft zu Löschgas.
Es erfolgt hierbei jedoch keine rückstandsfreie Verdampfung, so dass die Eigenschaften der vom Lichtbogen getroffenen Oberfläche sich nicht erneuern. Schliesslich ist auch bereits vorgeschlagen worden, die Löschrohre aus mit Harnstoffkunstharzen getränkten Faserstoffen herzustellen. Bei derartigen Löschrohren, bei denen als Löschgas in der Hauptsache Stickstoff wirkt, müssen die als Gerüstsubstanz dienenden Faserstoffe so ausgewählt werden, dass sie selbst ebenfalls leicht unter der Einwirkung des Lichtbogens zerfallen, ohne schädliche Rückstände zu hinterlassen. Dadurch ergibt sich eine gewisse Verteuerung der Löschrohre.
Man hat auch versucht, die Vorteile der Verwendung von Kohlensäure als Löschmittel und einer sehr raschen Gasentwicklung durch den Abschaltlichtbogen ohne nachteilige Be-
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gleiterscheinungen für Gasschalter dadurch nutzbar zu machen, dass als Aufbaustoff für das Löschrohr wasserhaltige oder wasserfreie Oxalsäure verwendet wird. Unter der Einwirkung des Abschaltlichtbogens zerfällt die Oxalsäure in Kohlensäure und Wasser.
Des weiteren wurde bereits vorgeschlagen, an Stelle von reiner Oxalsäure Oxamid als gasabgebende Substanz zu benutzen. Oxamid hat die für den vorliegenden Verwendungszweck erwünschte Eigenschaft, nämlich, dass es noch weniger wasseraufnehmend ist als Oxalsäure. Bei Benutzung von Oxamid als Aufbaustoff für Löschrohre wird z. B. neben ;Kohlensäure auch noch zusätzlich Stickstoff als Löschgas entwickelt.
Dieser Stoff, der allein oder mit Zusätzen mit Hilfe eines Bindemittels zu den in der Regel die Form von Röhren und Stiften aufweisenden Sclialtkam- i merteilen verformt und verpresst wird, hat sich für die Löschgaserzeugung bei Gasschaltern als sehr geeignet erwiesen.
Gemäss der Erfindung wird nun eine wesentliche Verbesserung der Löschgasverhä,lt- nisse gegenüber Gasschalter mit gasabgebenden Schaltkammerwandungen aus Oxamid erzielt, und zwar dadurch, dass als Aufbaustoff für die Schaltkammerteile Abkömmlinge des Oxamids verwendet werden. Insbesondere i kommen hierfür in Betracht solche Oxamid- abkömmlinge, bei denen im Oxamid-llolelkül Wasserstoffatome durch andere Gruppen, vorzugsweise Alkylreste wie z. B. Äthyl- bezw. Diäthylgruppen ersetzt werden.
Derartige i Stoffe sind beispielsweise Diäthyloxamid oder Äthylenoxa.mid. Dabei erweisen sich ringförmige Abkömmlinge des Oxamids infolge der geringeren Stabilität des Kohlenstoff-Stick- stoffringes als besonders günstig.
Eine Erklärung für die durch Versuche festgestellte Verbesserung in der Schalthäufigkeit der aus diesen Stoffen hergestellten Schaltkammerteile (Löschrohre und Füllstücke) ist wohl darin zu erblicken, da.ss die vorerwähnte 11Iolekül- vergrösserung einen leichteren und weitgehenderen Zerfall der so entstandenen Moleküle in der Lichtbogenhitze begünstigt. Die Verformung der erfindungsgemäss verwendeten Abkömmlinge des Oxamids zu den Scha.ltkammerteilen kann in beliebiger, dem Fachmann geläufiger Weise erfolgen. Besonders zweckmässig ist es, Bindemittel zu benutzen, wofür z.
B. Polyacrylsäurederivate und -Verbindungen und auch Alky ldal- bezw. Harnstoffharze als geeignet in Betracht kommen.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf elektrische Gasschalter beschränkt, sondern kann mit gleich gutem Erfolg auch zur Lichtbogenlöschung bei andern elektrischen Stromunterbrechern, wie z. B. bei elektrischen Hochspannungssicherungen, Anwendung finden.
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Switching chamber for electric circuit breakers, in particular gas switches. The switching capacity of electric gas switches, in which, as is well known, the pressurized gas required for extinguishing the arc is released from solid substances that form the walls of the extinguishing tube, depends primarily on the speed with which considerable amounts of extinguishing gas are also released under the influence of the arc smaller cut-off currents arise, and also from the type of extinguishing gas formed.
In the latter respect, it is known that carbonic acid has many advantages as an extinguishing agent for extinguishing arcs in electrical switches. In practice, however, it has not been able to gain acceptance because the provision of carbonic acid complicates the switchgear and makes operation more expensive.
With regard to the speed with which a considerable amount of extinguishing gas develops under the influence of the switch-off arc, Fiber has proven itself well. However, due to the strong hygroscopicity of the fiber, extinguishing pipes made from them have the disadvantage of a lack of dimensional stability. It is also known to manufacture extinguishing pipes from solid materials such as boric acid, in which water is chemically bound. When the system is switched off, the water is then released and evaporates into extinguishing gas.
However, there is no residue-free evaporation, so that the properties of the surface hit by the arc are not renewed. Finally, it has also already been proposed to manufacture the extinguishing pipes from fibrous materials impregnated with urea synthetic resins. In extinguishing pipes of this type, which mainly use nitrogen as the extinguishing gas, the fibrous materials used as the structural substance must be selected in such a way that they themselves also easily disintegrate under the action of the arc without leaving harmful residues. This results in a certain increase in the price of the extinguishing pipes.
Attempts have also been made to take advantage of the use of carbon dioxide as an extinguishing agent and a very rapid evolution of gas due to the switch-off arc without disadvantageous consequences.
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To make sliding phenomena usable for gas switches by using water-containing or water-free oxalic acid as a building material for the extinguishing pipe. Under the influence of the switch-off arc, the oxalic acid breaks down into carbonic acid and water.
Furthermore, it has already been proposed to use oxamide as the gas-emitting substance instead of pure oxalic acid. Oxamide has the property desired for the present application, namely that it is even less water-absorbing than oxalic acid. When using Oxamid as a building material for extinguishing pipes z. B. In addition to carbon dioxide, nitrogen is also developed as an extinguishing gas.
This substance, which is deformed and pressed alone or with additives with the help of a binding agent to the sliding chamber parts, which are usually in the form of tubes and pins, has proven to be very suitable for generating extinguishing gas in gas switches.
According to the invention, a significant improvement in the extinguishing gas ratios compared to gas switches with gas-emitting switching chamber walls made of oxamide is achieved by using derivatives of the oxamide as the building material for the switching chamber parts. In particular, those oxamide derivatives come into consideration for this purpose in which hydrogen atoms in the oxamide-IIolelkül are replaced by other groups, preferably alkyl radicals such as, for. B. Ethyl respectively. Diethyl groups are replaced.
Such substances are, for example, diethyloxamide or Äthylenoxa.mid. Here, ring-shaped derivatives of the oxamide prove to be particularly favorable due to the lower stability of the carbon-nitrogen ring.
An explanation for the improvement in the switching frequency of the switching chamber parts made from these substances (extinguishing tubes and fillers) can be seen in the fact that the above-mentioned enlargement of the molecules favors an easier and more extensive disintegration of the resulting molecules in the heat of the arc. The deformation of the derivatives of the oxamide used according to the invention to give the shell chamber parts can take place in any manner familiar to the person skilled in the art. It is particularly useful to use binders, for which z.
B. polyacrylic acid derivatives and compounds and also Alky ldal- bezw. Urea resins come into consideration as suitable.
The invention is of course not limited to electrical gas switches, but can also be used with equal success to extinguish arcs in other electrical circuit breakers, such as. B. in electrical high-voltage fuses, application.