CH214271A - Piezoelektrische Vorrichtung. - Google Patents
Piezoelektrische Vorrichtung.Info
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- H03H9/17—Constructional features of resonators consisting of piezoelectric or electrostrictive material having a single resonator
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Description
Piezoelektriscbe Vorrichtung. Zur Erzeugung kurzer Wellen benutzt man bekanntlich die Dickenschwingungen piezoelektrischer'Quarzplatten, das heisst sol che Eigenschwingungen, deren Frequenz von der Dicke des gristalles abhängt, für längere Wellen dagegen die Querschwingungen der artiger Platten, das heisst solche Eigen schwingungen, deren Frequenz von den Quer dimensionen abhängt.
Es gibt ein Übergangs gebiet, etwa im Bereich von 800 bis 1600 m, in dem die Platten bei Ausnutzung der Dik- kenschwingungen eine grosse und ungünstige Dicke, bei Ausnutzung von Querschwingun gen dagegen kleine Querdimensionen besitzen. Sie eignen sich zu einer exakten Halterung nicht mehr. Es wurde früher allgemein an genommen, dass bei Dickenschwingungen das Verhältnis des Plattendurchmessers zur Plat tendicke gross, mindestens aber grösser als 10 : 1 sein muss.
Bei Verwendung von Dik- kenschwingimgen in dem Übergangsgebiet kommt man unter Verwendung dieser Dimen- sionierungsregel zu sehr grossen Platten, die kostspielig werden und die auch wegen ihrer grossen Masse bei der Halterung Schwierig keiten machen. Bei scharfkantigen Platten, oder selbst bei Platten, die, wie beispielsweise vorgeschlagen, abgerundete Ecken besitzen, treten erhebliche Störungen bei der Dicken schwingung auf.
Die eigentliche Dicken- schwingung besteht nicht aus: einer einzigen Resonanzstelle, sondern besitzt meist mehrere unmittelbar benachbarte Resonanzstellen. Die Erklärung dafür ergibt sich anschaulich un mittelbar daraus, dass, solange die Platte un endlich gross ist, der Schwingungszustand da durch zustande kommt, dass eine ebene Welle in der Platte hin- und herläuft, die jeweils an den Begrenzungsflächen reflektiert wird.
Bei Platten, deren Verhältnis Durchmesser zu Dicke nicht mehr sehr gross ist, kann von ebenen Wellen, die sich innerhalb der Platte fortpflanzen, auch nicht annähernd mehr die Rede sein. Es tritt ein kompli- zierten Ausbreitungsmechanismus in der Platte auf, der durch die scharfkantige Be grenzung ein Frequenzspektrum hervorruft.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine piezoelektrische Vorrichtung mit in Dik- kenschwingungen erregtem Schwingkristall, bei dem das Verhältnis des Durchmessers zur grössten Dicke kleiner als 10 : 1 ist. Erfin dungsgemäss besitzt der Schwingkristall wenigstens angenähert die Form eines ab geplatteten Rotationsellipsoids.
Im folgenden sind an Hand der beilie genden Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert.
Ein Kristall von der Form eines abgeplat teten Rotationsellipsoids hat, wie die mathe matische Theorie ergibt, eine eindeutige Eigenschwingung. Versuche haben ergeben, dass es nicht unbedingt notwendig ist, dem Kristall die schwer herstellbare strenge Form eines Rotationsellipsoids zu geben. Der Schwingungsvorgang wird bereits dann ein deutig, wenn die Form auch nur angenähert der eines Rotationsellipsoids gleicht, wie dies Fig. 1 beispielsweise zeigt.
Beim Schwing kristall nach Fig. 1 ist die Begrenzungsfläche aus mehreren Rotationsflächen mit kreis bogenförmigen Erzeugenden, denen verschie dene Halbmesser zukommen, zusammenge setzt, und zwar von zwei Kugelhauben mit den Kugelradien R1, R@ und den Kugelmittel punkten Ml, M_ und von einem Flächenteil eines Toroids mit dem Radius r- der kreis förmigen Erzeugenden.
Der mittlere Teil des Kristalles nach Fig. 1, der -,veniger als die Hälfte des Durchmessers beträgt, kann, wie Fig. 2 zeigt, planparallel geschliffen sein. Auch die Form nach Fig. 2 gibt, wie es der Versuch zeigt, einen einwelligen Schwing kristall. Erfahrungsgemäss kann die Mittel kante des Kristalles, wie es Fig. 3 zeigt, zu einer Schneide zugeschliffen werden. Dies ist besonders wichtig, da sich die Kristalle in der Mittelebene dämpfungsfrei unter Aus nutzung der schneidenartigen Kristallkante haltern lassen.
Auch im Fall der Eigen schwingungen des Rotationsellipsoids stellt die Mittelebene eine Knotenlinie des Schwin gungsvorganges dar.
Die Dickenschwingungen können durch, Scherungsvorgänge bestimmt sein, das heisst die Quarzkristalle sind vom Typ des Y- Schnittes, oder solchen, die um die X-Achse gegen die F- Achse geneigt sind oder die einen kleinen Winkel mit der X-Achse be sitzen. Vorzugsweise werden solche Orien tierungen gegenüber dem normalen Y-Schnitt gewählt, dass der Temperaturkoeffizient der Eigenschwingung kleiner als 5. 10-6 pro Grad Celsius ist. Die Dickenschwingun gen können aber auch durch longitudinale Vorgänge gegeben sein, vor allem Dicken schwingungen des sogenannten X-Schnittes.
Bei der vorgeschlagenen Formgebung ge lingt es, Quarzoszillatoren unter Verwendung der Dickenschwingungen bis zu Zellen von 1600 m herzustellen, mit verhältnismässig kleinem Quarzdurchmesser. Während bisher für das Wellenbereich bei etwa 1000 m Quarzplatten bei einer ungefähren Dicke von 6 mm von<B>50</B> mm Durchmesser und mehr verwendet wurden, gelingt es nunmehr, Quarzkristalle zu verwenden, die einen Durchmesser von beispielsweise 30 mm be sitzen. Man gelangt daher zu einer erheb lichen Ersparung an Quarzrohmaterial, wei terhin zu einer Verringerung des Fassungs volumens und indirekt auch zu einer Ver kleinerung der Thermostate bei hochwertigen Sendern.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Piezoelektrische Vorrichtung mit in Dik- kenschwingungen erregtem Schwingkristall, bei dem das Verhältnis des Durchmessers zur grössten Dicke kleiner als 10 : 1 ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingkristall wenigstens angenähert die Form eines ab geplatteten Rotationsellipsoids besitzt.UN TERA ,-SPRüCHE 1. Piezoelektrische Vorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungsfläche des Schwingkristalles aus mehreren Rotationsflächen mit kreis bogenförmigen Erzeugenden, denen ver- schiedene Halbmesser zukommen, zusammen gesetzt ist. 2. Piezoelektrische Vorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Teil des Schwingkristalles, der weniger als die Hälfte des Durchmessers be trägt, planparallel geschliffen ist.3. Piezoelektrische Vorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingkristall in der Mittelebene zu einer schneidenartigen gante geschliffen ist und längs dieser gante gehaltert ist.4. Piezoelektrische Vorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenschwingung des Quarzkristalles durch Scherungsvorgänge gegeben ist. 5. Piezoelektrische Vorrichtung nach Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine derartige Orientierung vorgesehen ist, dass der Wert des Temperaturkoeffizienten der Eigenschwingung kleiner als 5 . 10-6 pro Grad Celsius ist.6. Piezoelektrische Vorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenschwingung des Quarzkristalles durch longitudinale Vorgänge gegeben ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE214271X | 1938-08-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH214271A true CH214271A (de) | 1941-04-15 |
Family
ID=5817815
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH214271D CH214271A (de) | 1938-08-31 | 1939-08-25 | Piezoelektrische Vorrichtung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH214271A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2339893A1 (fr) * | 1976-01-29 | 1977-08-26 | Seiko Instr & Electronics | Vibreur piezo-electrique |
-
1939
- 1939-08-25 CH CH214271D patent/CH214271A/de unknown
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