CH214622A - Einrichtung zur Steuerung von elektrisch betriebenen Aufwickelvorrichtungen. - Google Patents
Einrichtung zur Steuerung von elektrisch betriebenen Aufwickelvorrichtungen.Info
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- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
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Description
Einrichtung zur Steuerung von elektrisch betriebenen Aufwickelvorrichtungen. Bei elektrisch betriebenen Aufwickelvor- riehtungen, die man kurz als Elektrowickler bezeichnet, muss die Drehzahl des Wickel motors entsprechend dem zunehmenden Wickeldurchmesser gesenkt werden, damit der Zug der aufzuwickelnden Stoffbahn konstant bleibt. Ändert sich bei gleichblei bender Drehzahl der Wickeldurchmesser, so ändert sich in gleichem Mass der Zug der Stoffbahn und die Leistungsaufnahme des Wickelmotors oder, bei konstanter Spannung, seine Stromaufnahme.
Man hat daher Lei stung bezw. Strom des Wickelmotors als 1elass für den Papierzug und als Grundlage für die Drehzahlregelung des Motors be nutzt. Der mit wachsendem Rollendurch messer wachsende Strom beeinflusst einen Regler, der die Motordrehzahl entsprechend herabsetzt, so dass Strom und Papierzug un verändert bleiben.
Im allgemeinen genügt diese Regelungs art, wenn es sich um das Aufwickeln kräfti ger Stoffbahnen, Karton, Schreibpapier oder dergl. handelt; dagegen lässt sie zu wünschen übrig, wenn sehr leichte Stoffbahnen bezw. dünne Papiere aufzuwickeln sind.
Der vom selbsttätigen Regler konstantzuhaltende Strom .setzt sich nämlich aus zwei Kompo nenten zusammen; einmal aus dem Leerlauf- Strom, der für die Überwindung der Mo torverluste, die Getriebereibung und die Drehung der Rollstange bezw. Wickeltrom mel benötigt wird, wenn nichts aufgewickelt wird, und ferner aus dem Nutzstrom, der für das Aufwickeln unter einem bestimmten Zug der Stoffbahn benötigt wird. Die Arbeits weise der Wickelvorrichtung mit Strom- oder Leistungsregelung ist um so genauer, je grösser der Anteil des Nutzstromes am Ge samtstrom des Motors ist.
Beim Aufwickeln von dickem Papier ist er gross, beim Auf wickeln von dünnem Papier kann er .auf einen Bruchteil herabsinken, und in diesem Fall kann der Papierzug ziemlich stark variieren. Dazu kommt noch, dass der Leer laufstrom auch von der Motordrehzahl ab hängt, also für volle Rollen anders ist als für leere Rollen. Es gibt aber bisher kein Mittel, um diese Ungenauigkeiten auf elektrischem Wege genügend genau zu kompensieren.
Nach der Erfindung wird daher der Zug des Stoffes unmittelbar zur Steuerung des Reglers herangezogen. Danach wird eine Schwebewalze, über welche die Stoffbahn geführt ist, auf einem entsprechend dem ge wünschten Stoffzug belasteten Hebel ge lagert, der mit einem Kontakt zur Betäti gung des Geschwindigkeitsreglers des @V'ik- kelmotors versehen ist und so bei wachsen dem Stoffzug die Verstellung dieses Reglers im Sinne einer Drehzahlminderung des Wik- kelmotors veranlasst.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel für die Erfindung schematisch dar gestellt, und zwar der Aufroller einer Pa- piermaschine.
Der Wickelmotor <I>a</I> treibt die Rolle<I>b</I> zum Aufwickeln der von der Papiermaschine mit einer bestimmten Geschwindigkeit ge lieferten Papierbahn c mit einer Drehzahl an, die durch Feldregelung verändert. werden kann. Die Papierbahn wird zwischen den Leitwalzen d und e über eine Schwebewalze <I>f</I> geführt, die auf dem Waagebalken 1a <I>ge-</I> lagert ist.
Dieser ist mit dem Gewicht g ver sehen, das entsprechend dem jeweils ge wünschten Wert des konstantzuhaltenden Papierzuges durch Zufügen oder Abnehmen von Platten vergrössert oder verkleinert und ausserdem mittels der Spindel i auf dem Waagebalken la verschoben werden kann. Wächst der Papierzug, so wird der elek trische Kontakt 1c geschlossen, der im Strom kreis des Reglerznotors in liegt.
Dieser ist, ebenso wie die Feldwicklung des Wickel motors a, an das Hilfsnetz n angeschlossen und verstellt den Feldregler o im Sinne einer Verlangsamung der Drehzahl des Motors a, wenn der Papierzug die Tendenz hat, zu wachsen.
Weil es sich eigentlich nicht um eine Ge- schwindigkeits-, sondern um Wegregulierung handelt, wirken sich die Wegdifferenzen nur allmählich im Verlauf einer gewissen Zeit aus, so dass die Gefahr einer Überregulierung besteht, und die Walze mit dem Hebelsystem und dem Gewicht auf- und abpendelt, was besonders bei der Aufwicklung von dünnem Papier gefährlich wäre. Aus diesem Grunde erfolgt die Regulierung impulsweise, z. B. folgendermassen.
Im Stromkreis des Hilfs motors in liegt noch ein Zeitrelais<I>p,</I> das nach einer verhältnismässig kurzen Zeit den Motor in wieder abschaltet. Der Hilfsmotor in erhält auf diese Weise nur einen Strom impuls und verstellt den Schiebewiderstand o momentan nur ganz wenig. War die Verstel lung ausreichend, dann bewegt sich der Waagebalken f nach abwärts und öffnet den Kontakt k.
Ist der Papierzug aber noch zu gross, dann bleibt der Kontakt k geschlossen, und der Hilfsmotor iia erhält einen zweiten Impuls, sobald auch das Zeitrelais p seinen Kontakt wieder geschlossen hat. Das Zeit werk wird zweckmässig so eingerichtet, dass es nach oben weniger verzögert als nach unten, was z. B. leicht. durch entsprechende Ventile in der 0lbremse q erreicht werden kann.
Bei einem grossen Unterschied der Durch messer von leerer und voller Rolle c muss die Motorgeschwindigkeit entsprechend dem Ver hältnis der Durchmesser in sehr weiten Gren zen geregelt werden. Da man mit der Feld regelung nicht gern über das Verhältnis 1 : 4 geht, kann man den Motor zusätzlich durch Änderung der seinem Anker zugeführten Spannung regeln. Entweder kann man ihn in Leonardsehaltunb speisen oder in einen Ankerkreis eine Zu- und Gegenschaltdynamo einschalten. Der hierfür benötigte Regel widerstand wird dann ebenfalls vom Hilfs motor m betätigt.
Die Erregung der Zu- und Gegensehaltdynamo wird zweckmässig an die gleiche Spannung gelegt, an der der Motor a liegt, um den. Einfluss dieser Dynamo stets verhältnisgleich der Ankerspannung des Mo- iors a zu halten.
Die Genauigkeit der Regelung lässt sieh vergrössern, wenn man ausser dem Kontakt l,: noch einen zweiten Kontakt anbringt, der bei etwas grösserem Anschlag des Hebels h, also nach dem Kontakt k geschlossen wird. Durch diesen zweiten Kontakt können in Verbindung mit einem zweiten Zeitrelais dem Hilfsmotor m längere und häufigere Impulse gegeben werden, wodurch die Verstellung des Widerstandes o schneller erfolgt.
Wird nach Vollbewicklung einer Rolle das Papier auf eine leere Rolle umgeleitet, die von einem zweiten Motor angetrieben wird, so wird gleichzeitig die Einrichtung auf den Regelwiderstand dieses zweiten Mo tors umgeschaltet; man braucht also für mehrere Aufrollmotoren der gleichen Papier maschine die Regelvorrichtung<I>(f, g, h,</I> i., <I>k,</I> <I>p,</I> q) - abgesehen vom Widerstand o und gegebenenfalls vom Motor m - nur einmal.
Die Steuereinrichtung ist für Gleich- und Wechselstrom geeignet. Bei Wechselstrom- Kollektormotoren kann der Hilfsmotor m die Bürstenbrücke des Motors verstellen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Steuerung von elektrisch betriebenen Aufwickelvorrichtungen in un mittelbarer Abhängigkeit vom Zug der auf zuwickelnden Stoffbahn, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Schwebewalze, um welche die Stoffbahn geführt ist, auf einem entspre chend dem gewünschten Stoffzug einstellbar belasteten Hebel gelagert ist, der mit einem Kontakt zur Betätigung des Geschwindig keitsreglers des Wickelmotors versehen ist und so bei wachsendem Stoffzug die Verstel lung dieses Reglers im Sinne einer Drehzahl minderung des Wickelmotors veranlasst. UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die Regelung impulsweise erfolgt. 2.Einrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler je- weils nur kurzzeitige Betätigungsströme er hält. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Betäti gungsstromkreis des Reglers ein zweiter von einem Zeitrelais bedienter Kontakt liegt, der nach einer einstellbaren Zeit geöffnet wird, sobald der Hebelkontakt sich schliesst, und sich nach einer weiteren einstellbaren Zeit wieder schliesst.4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei Speisung des Wickelmotors in Leonardschaltung vom Regler das Feld der Leonarddynamo mit geregelt wird. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei zusätzlicher Speisung des Wickelmotors durch eine Zu- und Gegenschaltdynamo der hierfür be nötigte Widerstand vom Regler mitbetätigt wird.6. Einrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregung der Zu- und CTegenschaltdynamo an der glei chen Spannung liegt wie der Wickelmotor. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Betätigungs stromkreis des Reglers ein weiterer Kontakt liegt, der etwas .später als der Hebelkontakt geschlossen wird. B. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei Vorhandensein mehrerer zeitlich nacheinander betriebener Wickelmotoren für die Stoffbahn die Regel vorrichtung - abgesehen vom Regelwider stand - nur einmal vorhanden und auf die verschiedenen Motoren umschaltbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH214622T | 1940-10-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH214622A true CH214622A (de) | 1941-05-15 |
Family
ID=4448779
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH214622D CH214622A (de) | 1940-10-28 | 1940-10-28 | Einrichtung zur Steuerung von elektrisch betriebenen Aufwickelvorrichtungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH214622A (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE944005C (de) * | 1950-07-18 | 1956-06-07 | Monforts Fa A | Maschine zum Krumpffreimachen von Textilgeweben |
| DE1084568B (de) * | 1954-07-01 | 1960-06-30 | Gen Aniline & Film Corp | Geraet zum Aufwickeln von bandfoermigem Material, insbesondere von Fotofilmen |
| DE1141506B (de) * | 1956-02-09 | 1962-12-20 | Sucker Moenchengladbach Geb | Wickelvorrichtung fuer Faserstoffe |
| DE1143072B (de) * | 1954-07-01 | 1963-01-31 | Gen Aniline & Film Corp | Vorrichtung zum Regeln der Spannung beim Aufspulen von bandfoermigem Material |
| DE1231993B (de) * | 1963-06-26 | 1967-01-05 | Windmoeller & Hoelscher | Vorrichtung zum Aufrechterhalten einer gleichbleibenden Zugspannung fuer mittels eines Achswicklers aufzuwickelnde Werkstoffbahnen |
| DE1268675B (de) * | 1963-05-24 | 1968-05-22 | Telefunken Patent | Regeleinrichtung fuer einen Wickelantriebsmotor in Magnetbandgeraeten |
| DE1272072B (de) * | 1955-12-22 | 1968-07-04 | Sucker Geb | Vorrichtung zur kombinierten Steuerung und Regelung der Drehzahl von Wickelbaeumen |
-
1940
- 1940-10-28 CH CH214622D patent/CH214622A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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