CH214676A - Verfahren zum homogenen Verbinden von Stoffen aller Art mit Lackfilmen. - Google Patents

Verfahren zum homogenen Verbinden von Stoffen aller Art mit Lackfilmen.

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CH214676A
CH214676A CH214676DA CH214676A CH 214676 A CH214676 A CH 214676A CH 214676D A CH214676D A CH 214676DA CH 214676 A CH214676 A CH 214676A
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Robitschek Max
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Robitschek Max
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J5/00Adhesive processes in general; Adhesive processes not provided for elsewhere, e.g. relating to primers
    • C09J5/06Adhesive processes in general; Adhesive processes not provided for elsewhere, e.g. relating to primers involving heating of the applied adhesive

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description


  Verfahren zum homogenen Verbinden von Stoffen aller Art mit Lackfilmen.    Die dekorative Oberflächengestaltung von  Platten, Tafeln und Körpern aus Naturholz,       Sperrholz,        Faserpressmassen    verschiedenartiger  Aufbereitung und Herstellungsmethoden,     Press-          span,        bitumierte    Pappe, Hartpappe u. a. ähn  liche     Kunststoffe    erfolgt unter Verwendung  von     Farb-    oder     Lackfilmen    in einem oder  mehreren Arbeitsgängen, und zwar je nach  Erzielung des gewünschten Dekors in ein  und mehrfarbiger Tönung, wie auch in profi  lierter Auflösung der sonst planen Oberfläche,  ähnlich den Ledernarben usw.

   Diese ver  schiedenartigen Verfahren leiden unter dem  Mangel, dass die aufgetragenen     Farb-    oder       Lackfilme    nach den bekannten Verfahren zwar  eine gute Haftfähigkeit haben, jedoch     mit    dem  Grundstoff in keine     innige    Verbindung ein  treten und somit als Fremdkörper über dem  Grundstoff stets durch mechanische, chemische  und atmosphärische Einflüsse lösbar sind.  



  Bei fettgetränkten oder     bitumierten    oder  aus Kunstharzen hergestellten     Grundstoffen     stellt die notwendige Aufbereitung einen sehr    teuren     Arbeitsprozess    dar, der die Wirtschaft  lichkeit häufig in Frage stellt. ,  Bei der vorliegenden Erfindung     wird    von  der Überlegung ausgegangen, dass     Grundstoff     und     Oberflächenüberzug    dauernd verschieden  artigen Volumenänderungen     unterliegen.    Für  den aufzutragenden     Farb-        bezw.        Lackfilm    ist ;

    ein Annäherungsstoff     bezw.    Ausgleichsstoff       gefunden,    der sich dem Grundstoff in jeder  dimensionalen Körperveränderung anpasst.  Dieses Verfahren gewährleistet die homogene       Verbindung    von Grundstoff und     Farb-        bezw.    ;       Lackfilm.     



  Gemäss der     Erfindung    besteht das Ver  fahren zum homogenen Verbinden von     Stoffen     aller Art mit     Lackfilmen        darin,    dass auf den       Stoff    eine als Bindemittel dienende Kolloid  lösung aufgebracht und auf diese dann nach  dem Trocknen ein     Lackfilm    aufgetragen     wird          und    dass     anschliessend    der mit den Schichten  versehene Stoff einer Warmpressung unter  worfen wird.

   Die     Kolloidlösung,    die aus einer       Schellack-    oder     Gelatinelösung    bestehen     kann,              wird    zweckmässig dünn aufgetragen. Hierdurch  wird erreicht, dass der Lackfilm, der auch  aus einem farbigen Lackfarbfilm bestehen  kann, eine innige Verbindung mit dem Grund  5     stoff    eingeht, wodurch eine Trennung des       Farb-        bezw.    Lackfilms vom Grundstoff durch  mechanische oder chemische und atmo  sphärische Einflüsse ausgeschlossen ist.

   Die  Bindeschicht ist so dünn aufgetragen, dass  3 sie nach der     Verflüssigung    in dem     Grundstoff     und     Nitrolack-        bezw.    Farbfilm oder     Kunst-          barzfilm        völlig    aufgeht, wodurch dieser eine       völlig    unlösbare Verbindung mit dem Grund  stoff erhält.

   Der Bindeschicht kann je nach  Beschaffenheit des     Grundstoffes    ein     "@V        eich-          machungs-    oder Härtemittel beigegeben wer  den, welches dem     Grundstoff    die gewünschte       Flexibilität    oder Stabilität gibt. Auf diese  Weise     kann    dem Produkt eine lederartige  Flexibilität, Rill- und     Falzfestigkeit,    wie auch  eine völlige Flächenstabilität gegeben werden.

    Letztere ist für bestimmte Verwendungs  zwecke, zu welchen bisher     kauritverleimtes          Holz    verwendet wird, besonders wichtig und       wirtschaftlich.    Die Bindeschicht kann aus  einer farblosen oder beliebig gefärbten Gela  tine bestehen. Ausserdem kann der     Grundstoff     mit der Bindeschicht auf einer oder auf bei  den Seiten, je nach dem Verwendungszweck,  überzogen sein.  



  Nachstehend     wird    ein     beispielsweises    Aus  führungsverfahren angeführt  Der     Grundstoff,    gleich welcher Art und  Zusammensetzung, wird zunächst ein- oder  zweiseitig mit der eingangs erwähnten Binde  schicht, bestehend z. B. aus     einer    zwanzig  prozentigen Gelatine- oder zehnprozentigen       Schellacklösung,    versehen. Die Austrocknung  des für die Bindeschicht verwendeten Ver  dünnungsmittels erfolgt bei etwa     70-80"    C  und     einer    Dauer von 1-2 Stunden.

   Dieser  mittels     Walze,        Spritz-Tauchverfahren    oder  in sonstiger Art aufgebrachte Gelatine- oder       Schellackfilm    unter Beigabe bekannter Weich  machungs- oder Härtemittel stellt sozusagen  eine künstliche Epidermis dar und dient zu  nächst zur Verankerung der rückseitig auf  zubringenden     Schutzfilms    und vorderseitigen    Farbenfilms aus feinpigmentiertem     Nitrozellu-          loselack.    Die Stärke des vorderseitigen Narben  films ist je nach den Erfordernissen des Grund  stoffes und der Beanspruchung des Fertig  fabrikates in beliebiger Dicke von 0,1-0,5 mm  und mehr zu gestalten.  



  Durch den nun folgenden Arbeitsgang     unter     Anwendung eines bestimmten Druckes und  bestimmter Wärmestufen, je nach den Vor  bedingungen des     Grundstoffes,    erfolgt die       rmbildung    der     Epidermisschicht    zum den       Grundstoff    mit dem     Farb-        bezw.    Lackfilm,

    innig verbindenden     Flussmittel.    Im gleichen  Arbeitsgang kann die     Oberfläche    des Narben  films in glatter oder beliebig     ornamentaler     Form durch Verwendung glatter oder ent  sprechend gravierter     Pressplatten    oder     Walzen        E     aufgeteilt werden, und zwar in ein- oder mehr  farbiger Gestaltung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum homogenen Verbinden von Stoffen aller Art mit Lackfilmen, dadurch gekennzeichnet, dar> auf den Stoff eine als Bindemittel dienende Kolloidlösung aufge bracht und auf diese dann nach dem Trocknen ein Lackfilm aufgetragen wird und dass an schliessend der mit den Schichten versehene Stoff einer Warmpressung unterworfen wird. UNTERAN SPRttCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kolloidlösung dünn aufgetragen wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Stoff ein- oder beiderseitig mit der Kolloidlösung überzogen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine mit einem Weichmachungsmittel versetzte Kolloidlösung aufgetragen wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit einem Härte mittel versetzte Kolloidlösung aufgetragen wird.
CH214676D 1938-08-23 1939-08-22 Verfahren zum homogenen Verbinden von Stoffen aller Art mit Lackfilmen. CH214676A (de)

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