CH214930A - Einrichtung zum Messen und Aussortieren von Glashohlkörpern. - Google Patents

Einrichtung zum Messen und Aussortieren von Glashohlkörpern.

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CH214930A
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Description


  Einrichtung zum     11Zessen    und Aussortieren von Glashohlkörpern.    Glasgefässe, die durch Forken, Schraub  kappen oder     dergl.    verschlossen werden, er  fordern besonders dann eine genaue Mass  haltigkeit, wenn das Verschliessen maschinell  erfolgt.  



  Das Messen und Aussortieren derartiger  Gefässe, die z. B. für das Verschliessen durch  eine     Schraubkapsel    mit einem Gewindehals  versehen sind, geschah bisher mit der Hand  mittels einer Rachenlehre oder     dergl.,    und  stellte eine starke Belastung der Fabrikation  dar, denn es handelt sich fast ausnahmslos  um grosse Mengen von zu messenden Ge  fässen.  



  Bei der Herstellung     sogenannter        Car-          pulen,    das sind zylindrische     Rohrstücke,    die  z. B. an zwei Enden glatt     verschmolzen    sind  und nach der Füllung an den beiden andern  Enden durch Gummipfropfen verschlossen  werden, von denen der eine ähnlich wie bei  einer Spritze als Treibkolben     benutzt    wird,  ist die genaue     Sortierung    nach dem. Innen  durchmesser besonders wichtig, damit ein         leichtes    Vortreiben des Kolbens bei Injek  tionen     gewährleistet    ist.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist eine Einrichtung, die das Messen und  Aussortieren selbsttätig ausführt, wobei diese  Einrichtung sowohl als selbständige     Ma-          schine    ausgebildet oder mit einer selbsttätig  arbeitenden     Gefässformungsmaschine    zusam  mengebaut sein kann.  



  Besonders die letzte Anordnung bietet  grosse Vorteile, denn abgesehen davon, dass  die Gefässe von der     Gefässformungsmaschine     her ohne     weiteren    Arbeitsaufwand bereits  gerichtet in die     Mess-    und     Sortiereinrichtung     befördert werden können, ist durch das an  die Formung anschliessende Messen eine gute  und zweckmässige Kontrolle der Fabrikation  und die     112öglichkeit    zur sofortigen     Regulie-          rung    der Formungsmaschine gegeben, wenn  Abweichungen von den vorgeschriebenen  Massen     auftreten.     



  Ausserdem bietet diese Anordnung neben  andern     Vorteilen    noch den der einfachen      Bauweise und der Verwendung der Trans  portvorrichtung der Formungsmaschine auch  zum Transport der Glasgefässe innerhalb der       Mess-    und     Sortiereinrichtung.     



  Die Einrichtung gemäss der Erfindung  kennzeichnet sich durch eine     Fördervorrich-          tung,    die die Hohlkörper zu einer     'i#lessvor-          richtung    mit     aufeinanderfolgenden,    gegen  einander abgestuften Lehren bewegt, wo sie  ihren Abmessungen entsprechend     aussortiert     werden.  



  Bei Verwendung einer ein Gefässaussen  mass kontrollierenden     Messlehre    ist neben der       Messlehre    vorteilhaft eine     Unterlage    für den  Gefässkörper angeordnet, und zwar zweck  mässig neben dem     Schwerge-#viehtspunlzt,    so  dass der     CTefässkörper    auf der     Unterlage    und  z.

   B. der Gewindehals auf der     Messlehre     liegt, wenn dieser wegen grösseren     Dureh-          m-essers    nicht durch die     -Iesslehre    gleiten  kann.     -'(renn    der Gewindehals aber durch die       Messlehre    hindurchgeht, so kann er auf der       'Unterlage    aus der     Messeinrichtung    in einen  Behälter gleiten, sobald er die     nötige    Schräg  lage erreicht hat, die sich deshalb einstellen  kann, weil eine Stützung nur an einem Ende  vorhanden ist.  



  Diese Anordnung ist zweckmässig     hei     waagrechter Förderung und Lage der Gefässe  in der     l"lesseinrichtung    und wenn die Gefässe  auf die     Messlehre    abgelegt werden, letztere  also fest angeordnet sind.

   Die Gefässe könn  ten aber auch senkrecht stehen oder in waag  rechter Lage     l.ediglieh         -eitertransportiert     werden, während die     -Tessl-ehre    von unten,  von oben, oder von der     Seite    her gegen den  zu messenden     Gefässteil    bewegt wird und das  Gefäss aus der Förderbahn herausbringt,  wenn die     Messgrösse    des zu     messenden    Teils  grösser oder kleiner ist als die     14Tessgrösse    der       Messlehre.     



  Da Umformungen an Glasgefässen, wie  z. B. die     Anbringung    von     Gewindehälsen,     nicht immer genau kreisrund sind und be  sonders bei Gewindehälsen die Gewindegänge  leicht verschieden hoch sein können, kann es  bei     Verwendung        entsprechender        Messlehren     vorkommen, dass die Gefässe nicht einwand-    frei durch die     -Iesslehre        hindurchgleiten,     wenn das Eigengericht des Gefässes nur     sehr     gering ist. Deshalb ist es zweckmässig, etwa  durch ein leicht federndes Mittel einen leich  ten Druck auf das Gefäss auszuüben.  



  Der Erfindungsgegenstand     isst    in der       Zeächnung        beispielsweise    dargestellt, und  zwar zeigen     Abb.    I und ? eine liess- und       Sortiereinrichtung    an einer Formungsma  schine, bei der zuerst an den beiden Enden  eines für zwei Gefässe bemessenen     Glasrol-ir-          stückes    Gewindehälse     angeformt    "-erden und  dieses dann durch     Durchschmelzen    in zwei  Gefässe zerlegt wird,     wobei          Abb.    1 eine Vorderansicht,

   und       Abb.    ? eine     Seiteiian=icht    ist:       Abb.    3 zeigt. eine Vorrichtung,     bei    der  das Sortieren von Glasrohren auf Grund des  Innendurchmessers derselben erfolgt;       Abb.    4 und 5 zeigen eine V     orriehtung,     bei der die     -lesslelire    zum Ausheben von Ge  fässen aus der     Förderbahn    der Transportvor  richtung dient.  



  Die in der     sogenannten        Gefäss-Boden-          schmelzmaschine    aus einem Doppelstück     her-          gestelliten    zwei Gefässe 1, l' werden durch  eine motorisch     angetriebene    Transportvor  richtung aus der durch Rollenpaare     \?,          \?'    gebildeten Drehvorrichtung in die     Mess-          ein.richtung        befördert.    Die Transportvor  richtung     besitzt    bei     derartigen    Maschinen  in bekannter Weise verwendete, mit Ein  kerbungen versehene Tragleisten 3,

   die  von zwei auf beiden Enden der Maschine  angeordneten Hebelwerken 4, 5, 6, 8 ge  tragen sind und von an dem rechten Ende  der Maschine angeordneten     hurvenseheiben     gehoben und gesenkt und entsprechend dem  Abstand der     Arbeitsstellen    verschoben wer  den. Das in     Abb.    2 ersichtliche     Hebehverk     wird dabei von den Zugtangen 7 und 9 be  tätigt.

   Die     Leisten    3 heben dabei die um  geformten     C-refässbälften    von den     Arbeits-          oder        Ablegestellen    1, Il,     11I,    IV, V und     VI     der     -Maschine,    und zwar im Gleichtakt mit  den Arbeitsvorgängen für die Umformung  an den vorhergehenden Arbeitsstellen der  Maschine, und legen sie auf die verstellbaren           Messbacken    10 der     Messeinrichtung        (Mess-          lehre),

      so     d@ass    der Gewindehals auf der     Mess-          lehre    und das andere Ende der Gefässe auf       Unterlagen    ruhen. Diese     Unterlagen    bestehen  aus ebenfalls mit. Einkerbungen     versehenen     Leisten<B>11,</B> die an Armen 12 angebracht sind.  Die Arme 12 sind seitlich verschiebbar auf  Stangen 13, 14, die in Lagern 15 befestigt  sind. Die Lager 15 sind auf der     gem@ein-          sam,en    Maschinenplatte 16 befestigt.

   Die       Messeinrichtung    besitzt bei jeder     Messstelle    an  gemeinsamen Leisten 17     befestigte,    verstell  bare     Messbacken    10. Die Leisten 17 sind so  hoch,     da.ss    sie beim Durchgang der Glas  gefässe durch die     Messstelle    als Anschlag für  die Gefässmündungen dienen, während die  entgegengesetzten     Bodenenden    der Gefässe  durch den     zwischen    diesen angeordneten An  schlag 18 geführt. werden.  



  Die Tragleisten 3, legen das Glasgefäss  auf die Unterlage 11 und die     Messbacken    10.  Wenn der Gewindehals kleiner ist als der  Zwischenraum der     Messbacken,    gleitet der  Hals zwischen diesen hindurch, wobei das       Gefässbodenende    vorerst noch auf der Un  terlage 11 gestützt wird. Sobald aber das  Glasgefäss eine genügende Schräglage er  reicht hat, gleitet es durch die Aussparung  19 der Leiste 17 hindurch auf eine bei jeder       M.essstelle        angeordnete        Auslaufrinne    20     bezw.     21 in     bereitstehende        Sammelkästen.     



  War aber der Durchmesser des Gefäss  gewind-ehalses grösser als der Zwischenraum  der     Messbacken,    so bleibt das Gefäss mit dem  Gewindehals auf den     Messbacken    10 und mit  dem andern Ende auf der     Unterlage    11  liegen und wird beim nächsten Arbeitstakt  durch die Tragleisten 3 entweder zu der  nachfolgenden "abgestuften"     Messstelle    oder  aber auf an dieser Stelle für beide Gefäss  enden angeordnete Unterlagen 11     :abgelegt,     von denen sie dann in einen     Sammelkasten     abrollen können     bezw.    gegebenenfalls noch  durch die Enden der Tragleisten 3 abgescho  ben werden.  



  An einer durch eine nicht gezeichnete  Kurvenscheibe über Zuglaschen 22, Winkel  hebel: 23 mit Lasche 23' in     einem    Führungs-         lager    24     hebbaren    Stange 215 sind an den  Tragarmen 2,6 über den     Messstellen    IV, V  federnde     bezw.    nachgiebige Bolzen 27 ange  bracht, die dazu     bestimmt    sind, leicht gegen  das Gefäss zu drücken und dieses bei ge  ringen Ungleichmässigkeiten und Gewicht  zum Durchgleiten durch die     Messbaeken    zu       veranlassen.    Dies hat den     Vorteil,

      dass ein       Festklemmen    des Gefässes und damit Störun  gen beim Weitertransport innerhalb der       Messbacken    überwunden werden.  



  Bei der Einrichtung nach     Abb.    3 wird  ein Glasrohr 28 durch eine     bekannte,    schritt  weise schaltbare     Fördervorrichtung,    die Ket  ten 29 mit     Mitnehmerstiften    29'     besitzt,    aus  einem     Vorratsbehälter        entnommen    und an       einer        Messvorrichtung    vorbeigeführt. Wäh  rend des Transportes liegt das Glasrohr 28  zweckmässig auf grösstenteils an seinen En  den angreifenden Unterlagen 30, 3,1, die auf  der Maschinenplatte befestigt sind.

   An der       M.essstelle    ist die Unterlage 31 so breit     bezw.     die Unterlage 30 so weit nach dem Mittel  punkt des Glasrohres zurück eingerückt, dass  dieses in seinem Schwerpunkt     unterstützt          wird    und sich selbst überlassen liegen bleibt.  



       Achsial    zur     Glasrohrachse    verschiebbar  ist in einem in der Höhe verstellbaren Lager  32 die Stange 33 gelagert, die an dem     linken          Ende    einen     auswechselbaren        Messdorn    34  trägt, der entweder kreisrund oder abgeflacht  sein kann. Die Stange 3.3 wird durch einen  bei 36 gelagerten     Doppelhebel    35 über die  Kurvenscheibe 37 gegen das Glasrohr 28 be  wegt und durch die Feder 318     zurückgezogen.     



  Wenn die Öffnung des Rohres. 28 grösser  ist als der     Messdorn    34, geht dieser nur in  das Glasrohr hinein, dieses bleibt auf der  Unterlage liegen und wird beim nächsten  Arbeitstakt an die nächste Arbeitsstelle be  fördert. Ist sie aber kleiner als der     Messdorn,     so verschiebt der Dorn 34 das Glasrohr auf  der Unterlage, und da nun die     Unterstützung     fehlt, kippt es ab und gleitet über eine  schräge Bahn 39 in einen     Kasten    40.  



  An der Stange 33 können nebeneinander  auch mehrere     Messdorne    gleichzeitig angeord  net werden; ebenso kann die     Messvorrichtung         auch von beiden Enden des Glasrohres her  wirken. Ferner kann auch     sowohl    die     Stange     33 federnd nachgiebig sein, oder es kann  gegenüber der     llesseinrichtung    ein leicht  federnder Gegenhalter angeordnet     sein.     



  Gemäss     Abb.    4 und 5 kann in einem  Lager 41 eine gabelförmige     Jlesslehre    4?  gegen das Glasgefäss 28'     bewegt         -erden.     Auch hier wird, wenn der zu messende Ge  fässkopf zu gross ist, das Gefäss von der Un  terlage 31 abgekippt und gleitet dann über  die schräge Bahn 39 in einen Kasten.

Claims (1)

  1. PATENTA@TSPRUCE: Einrichtung zum Messen und Aussortie ren von Glashohlkörpern, gekennzeichnet durch eine Fördervorrichtung, die die Hohl körper zu einer Messvorriclitung mit aufein- anderfolgenden, gegeneinander abgestuften Lehren bewegt, wo sie ihren Abmessungen entsprechend aussortiert werden. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch. mit mehreren Messlehren, dadurch gekenn7eieh- net, dass den Messlehren für den zu messenden Hohlkörperteil: den Schwerpunkt des Hohl körpers nicht unterstützende Auflagen für den Hohlkörper zugeordnet sind, so dass der Hohlkörper auf der Auflage und der 1Tess- lehre gestützt wird, wenn der zu messende Hohlkörperteil nicht durch die Messlehre EMI0004.0025 itüt,
    <SEP> andernfalls <SEP> aber <SEP> aus <SEP> der <SEP> Reihe <SEP> ent ffi <SEP> <B>C</B> <SEP> e <tb> fernt <SEP> wird. <tb> \?. <SEP> Einri < slitung <SEP> nach <SEP> Patentanspruch. <SEP> da durch <SEP> gck(@nuzeicl:net. <SEP> dass <SEP> der <SEP> Hohlkörper <tb> bei <SEP> der <SEP> 1Ie13telle <SEP> auf <SEP> eine <SEP> den <SEP> Schwerpunkt <tb> stützende <SEP> Unterlage <SEP> gefördert <SEP> wird, <SEP> wobei <tb> Mittel <SEP> vorgesehen¯ <SEP> sind, <SEP> um <SEP> zwischen <SEP> der <tb> Messlehrt <SEP> und <SEP> dein <SEP> zu <SEP> messenden <SEP> Hohlkörper teil <SEP> eine <SEP> Rela.tivliewegung <SEP> derart. <SEP> hervorzu bringen. <SEP> dass <SEP> der <SEP> Hohlkörper <SEP> von <SEP> der <SEP> Unter lage <SEP> entfernt <SEP> wird.
    <SEP> wenn <SEP> die <SEP> 3Iessgrösse <SEP> der <tb> zu <SEP> m#-,ssenden <SEP> Holilzi')r1>erteile <SEP> in <SEP> unerwünsch ter <SEP> Wise <SEP> von <SEP> der <SEP> --Messgrösse <SEP> der <SEP> Messlehre <tb> abweicht. <tb> 3. <SEP> Einr:elituiig <SEP> nach <SEP> Patentanspruch. <SEP> da durch <SEP> gekcunzeichuet, <SEP> dass <SEP> in <SEP> der <SEP> Messvor riclitung <SEP> Mittel <SEP> angeordnet <SEP> sind. <SEP> die <SEP> während <tb> des <SEP> Messens <SEP> einen <SEP> "nachgiebigen" <SEP> Druck <SEP> auf <tb> den <SEP> Hohlkörper <SEP> auszuüben <SEP> vermögen. <tb> 4. <SEP> Einrichtung <SEP> iiacli <SEP> Patentanspruch, <SEP> da durch <SEP> gelcenuzeiclinei:
    , <SEP> dass <SEP> die <SEP> Transportvor richtung <SEP> zugleich <SEP> einer <SEP> Maschine <SEP> zum <SEP> Um formen <SEP> von <SEP> CTlashohlkörpern <SEP> angehört. <tb> 5. <SEP> Einrichtung <SEP> nach <SEP> Patentansprncb <SEP> und <tb> Unteranspruch <SEP> 4. <SEP> dadurch <SEP> gekennzeichnet, <tb> dass <SEP> die <SEP> 11.essvori@icbtiing <SEP> doppelt <SEP> ausgebildet <tb> ist, <SEP> derart, <SEP> dass <SEP> die <SEP> je <SEP> durch <SEP> Durchschmelzen <tb> eines <SEP> Itoppelsti@ches <SEP> entstehenden <SEP> zwei <SEP> Ge fässe <SEP> gltichze:fig <SEP> gem,,.ssen <SEP> werden <SEP> können.
CH214930D 1939-04-01 1940-03-29 Einrichtung zum Messen und Aussortieren von Glashohlkörpern. CH214930A (de)

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