CH215010A - Hochfrequenzinduktionsofen mit bei Betrieb vorhandenem Unterdruck im Ofeninnern. - Google Patents
Hochfrequenzinduktionsofen mit bei Betrieb vorhandenem Unterdruck im Ofeninnern.Info
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Description
Hochfrequenzinduktionsofen mit bei Betrieb vorhandenem Unterdruck im Ofeninnern. Die Erfindung betrifft einen Hochfre- quenzinduktionsofen, der bei Unterdruck im Ofeninnern betrieben werden soll und der mit einem primär induzierenden Leiter (im folgenden Primärleiter genannt) zur Erzie lung des Hochfrequenzinduktionsfeldes in der Ofenladung und mit einer Kondensator batterie versehen ist.
Bei solchen Öfen besteht die Bedingung, dass die Ofenwand auch dann vakuumdicht bleiben soll, wenn sie von der Wärmeaus strahlung der Ladung erhitzt wird. Da die Erregerwicklung sich nicht im Vakuum selbst befinden kann, weil sonst die Gefahr eines Überschlages zwischen den Windungen erhöht würde, muss sie ausserhalb der Ofen wand angeordnet sein. Diese Anordnung bringt aber zwangsläufig mit sich, dass die Ofenwand, damit sie durch die Ilochfre- quenzströme nicht erhitzt wird, aus nicht leitendem und dennoch feuerfestem und gas dichtem Werkstoff hergestellt sein soll.
Diese Bedingungen lassen sich bei den bekannten Bauarten nur schwierig voreinigen. Üblicher weise werden Wände aus keramischen Werk stoffen, wie Schamotte, Porzellan und der gleichen verwendet. Wände mit grösseren Abmessungen aus diesen Werkstoffen sind aber sehr empfindlich gegen Stösse und Tem peraturschwankungen.
Die Erfindung ermöglicht eine zufrieden stellende Lösung für sämtliche oben gestell ten Aufgaben dadurch, dass der Primärleiter aus wenigstens einem sich in Richtung der Ofenachse ununterbrochen erstreckenden Teil besteht, dessen Enden durch elektrisch iso lierenden Stoff verbunden sind, dass zwischen je zwei benachbarten Enden der Primärleiter teile ein Teil der Kondensatorbatterie ange schlossen ist, und dass dieser Primärleiter einen Teil der vakuumdichten Wandung des Ofens bildet.
Weil der Primärleiter zwangsläufig aus Metall, zweckmässig Kupfer besteht, kann der Bedingung der Vakuumdichtheit auch bei höheren Temperaturen Genüge getan wer- den. Der teilweise Ersatz des empfindlichen keramischen Baustoffes durch Metall ermög licht weiter einen einfachen Aufbau des Ofens. Zwischen dem Tiegel und dem metal lischen Primärleiter können noch Wärmeiso- liermittel aus keramischen Stoffen vorhanden sein; diese brauchen aber nicht vakuumfest zu sein.
Die Ofenwand kann entweder mehrere oder eine einzige Windung des Primärleiters aus Metall aufweisen. Eine vakuumdichte und elektrisch isolierende Verbindung zwi schen Windungsteilen ist dann beiderseitig von Metall begrenzt, so dass sie leicht künst lich zu kühlen ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in beiliegender Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 einen Längsschnitt des Ofens, Fig. 2 einen Querschnitt in der Höhe des Primärleiters mit Schaltbild und Fig. 3 einen gleichen Querschnitt mit einer andern Ausführungsform des Primär leiters, ebenfalls mit Schaltbild.
In den Figuren ist 1- der Tiegel, der mit tels einer Stütze 2 aus keramischem Werk stoff auf eine steinerne Unterlage 3 gestellt ist. Diese Unterlage ist mit einem flach geschliffenen Rand 4 versehen, auf dem unter Zwischenfügung einer Packung 5 die untere, ebenfalls flach bearbeitete Stirnfläche des hohlen kupfernen Primärleiters 6 durch den äussern Überdruck vakuumdicht ab schliesst. Auf gleiche Weise ist die Verbin dung des elektrischen isolierenden, z. B. por- zellanenen Zwischenringes 7 mit der obern Stirnfläche des Leiters 6 und der kupfernen Haube 8 zustande gebracht. Dieser Zwischen ring 7 dient nur dazu, den primären Hoch frequenzstrom des Leiters 6 von der metal lenen Haube 8 fernzuhalten.
Ein verhältnis mässig schmaler Ring mit einer Breite von zum Beispiel 20 cm genügt schon, so dass die Gefahr des Reissens dieses Ringes infolge ungleichmässiger Erhitzung nicht so gross ist. Überdies befindet sich dieser Ring 7 schon ausserhalb der Zone der höchsten Tempera- euren. Der Zwischenraum zwischen dem Tie gel 1 und dem Ofenteil 6 ist zwecks @,#Täi-me- isolierung noch mit einer keramischen Nasse 10 ausgefüllt. Zum Anschliessen an die Va kuumpumpe ist die Haube R mit einem Stift zen 9 versehen.
Zur Erregung des 1lochfrequenzfeldes be dient man sich bekanntlich einer Mehrelek- trodenröhre oder eines Motorgenerators, ge- lr.uppelt mit einem abgestimmten Schwin gungskreis. Der Leiter 6 des Ofens bildet die Selbstinduktion dieses Kreises; eine Kon- densatorbatterie 12 ist zum Leiter 6 parallel geschaltet. Besteht nun dieser Leiter, der gleichzeitig einen Teil der Ofenwand bildet.
aus nur einer Windung, wie in Fig. 2 dar gestellt ist. so steht die volle Spannung im Kreis zwischen den benachbarten, durch eine dünne Isolierschicht 1l getrennten Enden des Leiters, was unter Fmständen zu einem Überschlag führen kann. Durch geeignete Dimensionierung der Spule und der Konden- satorbatterie kann man die Spannung an den Spulenenden herabsetzen, ohne die zugeführte Leistung zu erniedrigen.
Gegebenenfalls rnuss durch an sich bekannte Mittel der ab gestimmte Kreis elektrisch an den Generator angepasst werden. Zwecks künstlicher Küh lung des Leiters 6 ist dieser als Hohlkörper ausgebildet. Ini Hohlraum fliesst ein Kühl wasserstrom, der durch den Stutzen 13 ein geführt und mittels des Stutzens 14 wieder abgeleitet wird.
In der in Fig. 3 dargestellten Ausfüh rungsform ist der Leiter in zwei Halbwin dungen 15 und 1.6 geteilt; zwischen jedem der beiden benachbarten Enden der Halb windungen liegt die halbe Kondensatorbatte- rie 23 bezw. 24. Zwischen zwei benachbar ten Enden der Halbwindungen liegt nach Abstinitnuttg mir di.e Hälfte der Kreisspan- nung, so dass die Isolierschichten 17 und 18 dünner gewählt werden können und sich bes ser kühlen lassen.
Jede der Halbwindungen bildet einen ge schlossenen Hohlkörper, der von Kühlflüssig keit durchströmt wird. Jede der 1:1albwiit- dungen ist daher mit einem Eintrittsstutzen 19 bezw. 22 und einem Austrittsstutzen<B>20</B> bezw. 21 versehen. Das Kühlwasser ist des halb gezwungen, jede Halbwindung von dem einen bis zum andern Ende zu durchfliessen. Zwecks: Führung des Wassierstromes@ innerhalb der Halbwindungen können noch Führungs rippen oder -flächen vorhanden sein.
Der Primärleiter kann auch aus mehr als zwei sich in Richtung der Ofenachse ununter brochen erstreckenden Teilen bestehen, an deren benachbarten Enden jeweils ein Teil der Kondensatorbatterie angeschlossen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: IHochfrequenzinduktionsofen mit im Be trieb im Ofeninnern vorhandenem Unter druck mit einem primär induzierenden Leiter zur Erregung des Hochfrequenzfeldes und mit einer hondensatorbatterie, welche zusam men den abgestimmten Kreis der Ilochfre- quenzerregung bilden, dadurch gekennzeich net, dass der Primärleiter aus wenigstens einem sich in Richtung der Ofenachse uxt- unterbroehen erstreckenden Teil besteht, des sen Enden durch elektrisch isolierenden Stoff verbunden sind,dass zwischen je zwei be nachbarten Enden der Primärleiterteile ein Teil der Kondensatorbatterie angeschlossen ist, und dass dieser Primärleiter einen Teil der vakuumdichten Wandung des Ofens bildet. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärleiterteile flüssigkeitsgekühlt sind. 2. Ofen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Primärleiter aus mehreren sich in Richtung der Ofenachse ununterbrochen erstreckenden Teilen besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE215010X | 1939-05-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH215010A true CH215010A (de) | 1941-05-31 |
Family
ID=5821748
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH215010D CH215010A (de) | 1939-05-05 | 1940-05-03 | Hochfrequenzinduktionsofen mit bei Betrieb vorhandenem Unterdruck im Ofeninnern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH215010A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0208066A1 (de) * | 1985-07-11 | 1987-01-14 | Marx GmbH & Co. KG | Vakuuminduktionsofen |
-
1940
- 1940-05-03 CH CH215010D patent/CH215010A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0208066A1 (de) * | 1985-07-11 | 1987-01-14 | Marx GmbH & Co. KG | Vakuuminduktionsofen |
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