<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 199402. Vorriebtung zum Befestigen und Verstellen von Armlehnen an Sitz- und Liegemöbeln. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Befestigen und Ver stellen von Armlehnen an Sitz- und Liege möbeln .mit einem zur Befestigung an der Armlehne eingerichteten stabförmigen Hal ter mit einem an seinem untern Ende ange ordneten Schnepper sowie einer zur Befesti- gung am Möbel eingerichteten Hülse mit einem dem Querschnitt <RTI
ID="0001.0012"> des Halterstabes ent sprechenden und eine achsiale Verschiebung desselben in der Hülse ermöglichenden Innenraum, wobei die Hülse am obern Ende mit einer seitlichen Öffnung für den Durch tritt des in der Schwenkstellung des Halter stabes ausladenden einen Endes desselben und auf der dieser Durchtrittsöffnung gegen überliegenden Seite mit einem Sattel für die Auflage und Abstützung des ausgeschwenk ten Halterstabes versehen
ist. Die Verbesse rung :gegenüber dem Hauptpatent besteht darin, dass .der stabförmige Halter aus min destens zwei teleskopartig ineinander ver schiebbaren Teilen besteht, wobei der hül- senartige Teleskopteil von dem am äussern Ende mit einer Eintreibspitze versehenen Befestigungsteil gebildet ist.
Durch diese Verbesserung wird erreicht, dass die Befestigungs- und Verstellvorrich- tung in .der Normallage der Armlehne von dieser vollständig verdeckt wird und da durch einen formschönen Abschluss ermög licht, so dass auch teuerste und schönste Möbel ohne Beeinträchtigung des ästheti schen Eindruckes mit dem Verstellmechanis- mus ausgerüstet werden können.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan- des dargestellt, und zwar zeigt:
F ,g. 1 die Befestigungs- und Verstell- vorrichtung im .Schnitt, mit der Armlehne in herabgeklappter Lage, Fig. 2 einen Schnitt durch die Vorrich tung bei hochgeklappter Armlehne,
Fig. .3 einen @Schnitt durch die teilweise ineinandergesehobene Vorrichtung nach der Linie III III in Fig. 5,
Fig. 4 einen .der Fig. 3 analogen Schnitt bei vollständig ineinandergesehobener Vor- richturig mit der Armlehne in der Normal stellung und Fig. 5 einen .Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 3.
In dem dargestellten Beispiel bezeichnet 1 die Schmalseite eines Sitz- und Liege mö.bels. An dieser ist mittels zweier Schrau- ben 2 mit versenkten Köpfen eine im Quer schnitt, quadratische Hülse 3 befestigt..der art, dass das obere Hülsenende etwas über die Möhelschmalseite 1 vorsteht. An ihrem obern Ende ist die Hülse 3 auf der der Schmal- seite 1 zugekehrten Seite mit einer recht eckigen Öffnung 3b versehen.
In der Hülse 3 ist ein stabförmi.ger Halter aehsial ver schiebbar angeordnet. Dieser Halter besitzt einen Fussteil 4a von U-för migem Quer schnitt, einen Kopfteil 4b in Form eines Vierkantrohrstüekes und einen Verbindungs- teil 4c von quadratischem Querschnitt. Der Verbindungsteil 4c ist mittels zweier Nie ten 4d starr mit dem Halterfuss 4a verbun den und im Halterkopf 4b teleskopartig
ver schiebbar. Durch einen im Verbindungsteil 4c verankerten Stift 4e, der in einen im Halterkopf 4b ausgenommenen Schlitz 4 f hineinragt, ist der aehsiale Verschiebungs weg .der Teile 4b und 4c nach beiden Rieb- tun,-en hin begrenzt.
Der Halterkopf 1b be sitzt eine in seiner Achsenrichtung verlau fende, keilförmige Spitze 4g, welche in das Holz der Armlehne 7 hineingetrieben ist und zusammen mit zwei Holzschrauben 5 und G dem Halterkopf 4b an der Armlehne 7 einen soliden Halt vermittelt.
Zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der Verbindung ist zwischen diesen Teilen 4b und 7 noch eine Verleimung vorgesehen (auf der Zeichnung nicht ersichtlich).
An seinem untern Ende weist der Hal- terfuss 4a einen Sehnepper auf. Dieser be steht aus einer um eine Drehachse 41a kipp- bare Falle 8 mit zwei ungleich schweren Armen. Die Anordnung ist dabei so getrof fen, dass die Falle unter der Wirkung der Gravitation eine Lage einzunehmen trachtet, in welcher der längere Arm aus dem Halter fuss 4a vorsteht, wie dies Fig. 1 und 2 er- kennen lassen.
Der kürzere Arm der Falle stützt; sieh dabei gegen den Halterfuss. 4i, 4k und 41 bezeichneen drei im Halterfuss ausgenommene Rasterkerben.
Fig. 4 zeigt die Armlehne in ihrer Nor mallage. Ein in der Hülse .3 angebrachter Stift 3a dient dabei als Anseh.la.g für den Halterfuss 4a. Dieser stösst in der aus Fig. 4 ersichtlichen Stellung an den Stift 3a, wel eher ein weiteres Hinabgleiten des Halt.er- fusses 4a in der Hülse 3 verhindert.
Soll die Armlehne, zum Beispiel während des Transportes des Möbels oder aus andern beliebigen Gründen, entfernt werden, so wird der Haltenstab durch entsprechenden Zug aa der Armlehne einfacb aus der Hülse heraus gehoben. In der Regel sind pro Armlehne zwei solcher Hülsen und Halterstäbe ange ordnet.
Soll dagegen die Armlehne zum Bei spiel in die aus Fig. 1 ersichtliche Lage versch-,venkt werden, :so wird die Armlehne in Richtung des in Fig. 4 eingezeichneten Pfeils A hochgezogen, wobei der Halterkopf 4b teleskopa.rtig ausgezogen wird bezw. sich über dem zunächst noch in Ruhe verbleiben den Verbindungsteil 4c verschiebt, bis der Stift 4e an der untern Begrenzungskante des Schlitzes 4f anschlägt (Fig. 3).
Beim wei teren Hochziehen der Armlehne wird nun auch der Verb in.dun.gsteil 4c samt dem Hal- terfuss 4a gehoben. Gelangt die Falle 8 in den Bereich der Hülsenöffnung 3b, so fällt ; die Falle in die aus Fig. 2 ersichtliche Stel lung herab und stösst beim weiteren Hoch ziehen der Armlehne schliesslich gegen die die Durchtrittsöffnung 3b begrenzende Ober kante 3e. An dieser Stelle angelangt, setzt ;
die Falle 8 dem weiteren Herausziehen des Haltersta.hes aus der Hülse Widerstand ent gegen. ,Sobald sieh dieser Widerstand fühl bar macht, wird die Armlehne im Sinne des in Fig. 2 eingezeichneten Pfeils B ver- i schwenkt.
Der Halterfuss 4a kommt dabei einerseits gegen den Sattel 3d zu liegen (Fi.g. 1), während er sich anderseits .mit der Rasterkerbe. 4i gegen die Oberkante 3c der Öffnung 3b stützt und dabei gleichzeitig durch diese Öffnung hindurchtritt. Das Zurückbringen der Armlehne in ihre Normalstellung erfolgt .durch einfaches Ver- schwenken .der Lehne in Richtung des Pfeils C und Hineinschieben des
Halterfusses in die Hülse 3, sowie anschliessendes Ineinander schieben der Teile 4b und 4e. Hierbei stösst die Falle 8 gegen die untere Kante der in der Hülse 3 ausgenommenen Öffnung 3b und wird beim weiteren Hinunterschieben des Halterfusses widerstandslos in denselben hineingedrückt, so dass die Falle nieht mehr aus dem Halterfuss herausragt.
Umgekehrt fällt die Falle unter der Wirkung der Gra vitation aus dem Halterfuss heraus, sobald sie sich beim Herausziehen des Fusses 4a im Bereiche der Öffnung 3.b befindet und wirkt so als Arretierung. Soll die Armlehne Samt dem Halter<I>4a, 4b, 4c</I> ganz aus- der Hülse 3 herausgezogen werden, so wird die Falle 8 während des Vorbeigleitens an -der Öffnung 3b mit einem Finger usw. in dem Halterfuss gehalten oder aber dieser letztere sehr schnell aus der Hülse 3 herausgezogen, dermassen, dass die Falle 8 nicht Zeit findet, in die Öffnung 3b einzufallen.
In Fig. 3, befindet sich der Halterfuss 4a in seiner untern Grenzstellung, in der er an den Stift 3a anstösst, währendidem sich die Halterteile 3b und 3c noch im ausgezogenen Zustand befinden. In dieser ,Stellung ragt die Hülse 3 unten aus der Armlehne 7 her aus.
Werden nun die Halterteile 4b und 4c teleskopartig ineinandergeschoben (Fig. 4), so kommt die untere Stirnseite der Arm lehne mit der untern Stirnseite der Hülse 3 auf gleiche Höhe zu liegen, wobei die Hülse vollständig von der Armlehne verdeckt wird.