CH215655A - Verfahren zur Herstellung von Pentachlorbutadien. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Pentachlorbutadien.Info
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- C07C17/00—Preparation of halogenated hydrocarbons
- C07C17/26—Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton
- C07C17/263—Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton by condensation reactions
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Description
Verfahren zur Herstellung von Pentachlorbutadien. Nach der italienischen Patentschrift Nr. 347564 entsteht beim Erhitzen von Tri- chloräthylen auf 200-250' unter Druck dimeres Trichloräthylen C4H,C16. Es wurde gefunden, dass man beim Erhitzen von Tri- chloräthylen an Stelle des dimeren Trichlor- äthylens Pentachlorbutadien gewinnen kann,
wenn man die Druckerhitzung des Trichlor- äthylens in Gegenwart geringer Mengen eines eisenhaltigen Stoffes, z. B. einer Eisen verbindung, wie Eisenchlorür oder Eisen chlorid, vornimmt.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung von Penta- chlorbutadien durch Erhitzen von Trichlor- äthylen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass Trichloräthylen in Anwesenheit ge ringer, die Chlorwasserstoffabspaltung be fördernder, die Polymerisation des Trichlor- äthylens aber noch nicht zu stark hemmen der Mengen eines eisenhaltigen Stoffes, vor- zugsweise einer Eisenverbindung, unter Druck auf 150-300 erhitzt wird.
Das primär gebildete Polymerisationspro- dukt zerfällt hierbei durch die katalytische Wirkung der Eisenverbindung bei den oben angegebenen Reaktionstemperaturen nach der Gleichung CQH,Cle = C4HC1, -J- HCl. Ein Überschuss an Eisenverbindung wird vorteil- haft vermieden,
weil durch ihn der Poly- merisationsvorgang selbst gehemmt wird. Die günstigste gatalysatorkonzentration schwankt mit der Beschaffenheit des Tri- chloräthylens. Man gibt deshalb zweckmässig zunächst nur soviel Eisenverbindung zum Trichloräthylen, wie sich für eine rasche Pentachlorbutadienbildung als erforderlich erweist, und fügt erst nach dem Erlahmen der Chlorwasserstoffabspaltung eine neue geringe Menge hinzu,
worauf man zweck mässig die Operation so lange wiederholt, bis die Gasentwicklung aufhört. An (Stelle der bereits erwähnten Chloreisenverbindungen können als Katalysatoren auch solche eisen haltige Stoffe verwendet werden, die unter den Reaktionsbedingungen in Chloreisenver- bindungen übergehen. Solche Stoffe sind z. B. Eisen, Eisenoxyd, Eisenacetat, Eisen- carbonyl und andere Eisenverbindungen.
Das Endprodukt des Verfahrens ist bereits bekannt, vergleiche die Veröffent lichungen in Liebigs Annalen 433/48 (Kauf i ler) und 296, S. 143, sowie Berichte der Deutschen chemischen Gesellschaft Bd. 26, S.2113.
Es ist zur Verwendung als Lösungsmittel und COlersatz, insbesondere aber als Zwi schenprodukt für die Herstellung des als Isoliermittel wichtigen Hexachlorbutadiens bestimmt.
Beispiel: 12 kg Trichloräthylen wurden mit 0,02 g i Eisenchlorid versetzt und im verbleiten Autoklaven auf 225-230 erhitzt. Nach 10 Minuten setzte reichliche Chlorwasser- stoffentwicklung ein. Nach 30 Minuten wurde nochmals die gleiche .Eisenchlorid- ; menge zugegeben und bei der gleichen Tem peratur 45 Minuten weiter erhitzt. Die ge samte abgespaltene Chlorwasserstoffmenge betrug 0,618 kg.
Darauf wurde das unver änderte Trichloräthylen abdestilliert. Es > verblieben 4 kg rohes Pentachlorbutadien. Die abgespaltene HCl-Menge würde theore tisch 3,85 kg Pentaehlorhutadien entspre chen. Das durch Fraktionierung im Vakuum aus dem Rohprodukt in einer Menge von 3,6 kg erhaltene Pentachlorbutadien siedet bei 202 (72<B>2</B> mm). Schmelzpunkt -31 .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Penta- chlorbutadien durch Erhitzen von Trichlor- äthylen, dadurch gekennzeichnet, dass Tri- chloräthylen in Anwesenheit geringer, die Chlorwasserstoffabspaltung befördernden, die Polymerisation des Trichloräthylens aber noch nicht zu stark hemmenden Mengen eines eisenhaltigen Stoffes unter Druck auf 150-300 erhitzt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da.durch gekennzeichnet, dass man als eisen haltigen Stoff eine Eisenverbindung ver wendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Eisenverbindung eine Chlor eisenverbindung verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Katalysa tor einen solchen eisenhaltigen Stoff ver wendet, der unter den Reaktionsbedingungen in eine Chloreisenverbindung übergeht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE215655X | 1938-10-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH215655A true CH215655A (de) | 1941-07-15 |
Family
ID=5825103
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH215655D CH215655A (de) | 1938-10-19 | 1939-09-30 | Verfahren zur Herstellung von Pentachlorbutadien. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH215655A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2725411A (en) * | 1948-04-30 | 1955-11-29 | Us Rubber Co | Vapor phase dehydrohalogenation of polyhalogenomethyl compounds |
-
1939
- 1939-09-30 CH CH215655D patent/CH215655A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2725411A (en) * | 1948-04-30 | 1955-11-29 | Us Rubber Co | Vapor phase dehydrohalogenation of polyhalogenomethyl compounds |
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