CH215749A - Wärmekraftanlage, in welcher ein gasförmiges Arbeitsmittel, vorzugsweise Luft, dauernd einen geschlossenen Kreislauf beschreibt. - Google Patents
Wärmekraftanlage, in welcher ein gasförmiges Arbeitsmittel, vorzugsweise Luft, dauernd einen geschlossenen Kreislauf beschreibt.Info
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Description
Wärmekraftanlage, in welcher ein gasförmiges Arbeitsmittel, vorzugsweise Luft, dauernd einen geschlossenen Kreislauf beschreibt. Die Erfindung betrifft eine Wärmekraft anlage, in welcher ein gasförmiges Arbeits mittel, vorzugsweise Luft, dauernd einen ge schlossenen Kreislauf beschreibt, wobei der durch äussere Wärmezufuhr erhitzte Teil des Arbeitsmittelstromes unter äusserer Arbeits abgabe expandieren gelassen und hierauf wie der verdichtet wird.
In Anlagen dieser Art ist es häufig erwünscht, über ein erhitztes Neben medium, beispielsweise Dampf, zu verfügen, um damit heizen, kochen oder chemische Pro zesse durchführen zu können. Mit Hilfe eines solchen geheizten Mediums, vor allem Wasser dampf, lassen sich, wenn gewünscht, auch Dampfturbinen betätigen. Das Speicherver- mögen der Anlage kann damit vergrössert werden, indem bei in einem Dampfkessel aufgespeichertem Dampf vorübergehend rasch grössere Energiemengen zur Verfügung stehen.
Um solchen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, wird bei einer Anlage der ein gangs erwähnten Art gemäss vorliegender Er- findung mindestens ein Teil der Wärme, die im expandierten Teil des Arbeitsmittel- Stromes enthalten ist, vor der Wiederverdich tung des letzteren an ein Nebenmedium ab gegeben und der Wärmeinhalt dieses Neben mediums dann weiter ausgenützt.
Zweck mässig kann der gesamte expandierte Arbeits- mittelstrom oder ein Teil davon durch Heiz rohre eines Dampfkessels treten, die in den geschlossenen Kreislauf des Arbeitsmittels der Anlage eingeschaltet sind.
Auf der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegen standes in vereinfachter Darstellungsweise veranschaulicht, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Wärmekraftanlage, in wel cher der gesamte expandierte Arbeitsmittel.
strom durch in den Kreislauf des Arbeits- mittels eingeschaltete Heizrohre eines Dampf kessels geht, der Dampf zum Betrieb einer Turbine liefert, Fig. 2 eine Anlage, in welcher ein Teil des expandierten Arbeitsmittelstromes durch in den Kreislauf des Arbeitsmittels einge schaltete Heizrohre eines Dampfkessels und der übrige Teil durch einen ebenfalls in diesen Kreislauf eingeschalteten Wärmeaus- tauscher geht, wo dieser zweite Teil des ArbeitsmittelstromesWärme an den bereits wieder verdichteten, aber noch nicht von aussenerhitzten Teil des Arbeitsmittelstromes abgibt, und Fig.
3 zeigt eine Anlage, in welcher der gesamte expandierte Arbeitsmittelstrom zu erst durch in den Kreislauf des Arbeitsmit tels der Anlage eingeschaltete Heizrohre eines Dampfkessels und dann durch einen ebenfalls in diesen Kreislauf eingeschalteten Wärmeaustauscher geht, wo er Wärme an den bereits wieder verdichteten, aber noch nicht von aussen erhitzten Teil des Arbeits mittelstromes abgibt.
In den verschiedenen Figuren bezeichnet. 1 einen Erhitzer, in welchem ein einen ge schlossenen Kreislauf unter Überdruck be schreibendes Arbeitsmittel, vorzugsweise Luft, einer Wärmekraftanlage zu erhitzen ist. Die eigentliche Erhitzung des Arbeits mittels erfolgt in einem Röhrenwärmeaus- tauscher 2. Das so erhitzte Arbeitsmittel ge langt durch eine Leitung 3 in eine Turbine 4, wo es unter Arbeitsabgabe an eine Ma schine 5, die zum Beispiel als Generator aus gebildet sein kann, expandiert. Die Turbine 4 treibt gleichzeitig einen Kreiselverdichter 6 an.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungs form strömt alles aus der Turbine 4 austre tende, expandierte Arbeitsmittel durch eine Leitung 7 in die in den Kreislauf des Ar beitsmittels eingeschalteten Heizrohre 8 eines Dampfkessels 9, wo es Wärme an das in letzterem enthaltene Wasser abgibt. Von den Heizrohren 8 gelangt dann das Arbeitsmittel durch eine Leitung 10, einen Vorkühler 11 und eine Leitung 12 in den Verdichter 6, um hier wieder verdichtet zu werden. Der Austritts stutzen des Verdichters 6 ist durch eine Leitung 13 an den Röhrenerhitzer 2 ange- schlossen. 14 bezeichnet eine Speisepumpe, die Speisewasser aus einem Behälter 15 durch eine Leitung 16 in den Vorkühler 11 fördert.
Das hier erwärmte Wasser gelangt durch eine Leitung 17 in einen Zwischen kühler 18 des Verdichters 6. wo es weiter erwärmt wird und dann durch eine Leitung 19 dein Dampfkessel 8 zufliesst. Die im Vor kühler 1l und im Zwischenkühler 18 dem Arbeitsmittel entzogene Wärme wird also zum Vorwärmen des Speisewassers für den Dampfkessel 9 ausgenutzt. Der in letzterem erzeugte Dampf dient zum Antrieb einer Turbine 40, die ihrerseits einen Generator 41 treibt. Der Dampfturbine 40 ist ein Kon densator 42 zugeordnet; das in diesem sich bildende Kondensat wird von einer Punpe 43 wieder in den Speisewasserbehälter 15 gefördert.
Bei der in Fig. ? gezeigten Ausführungs- form strömt das in der Turbine 4 expan dierte Arbeitsmittel in eine Leitung 20, von wo ein Teil desselben durch eine Leitung 21 in die in den Kreislauf des Arbeitsmittels eingeschalteten Heizrohre 22 eines Dampf kessels 23 und der iibrige Teil durch eine Leitung 24 meinen ebenfalls in diesen Kreislauf eingeschalteten Wärmeaustausüher 25 gelangt.
In letzterem gibt der betreffende Teil des Arbeitsmittels vor dessen Wieder v erdichtung im Verdichter 6 'N\'ärme an den verdichteten, noch nicht von aussen im Er hitzer 1 erwärmten Teil des Arbeitsmittel- stromes ab.
Der Teil des Arbeitsmittelstro- mes, der durch die Heizrohre 22 des Kessels 23 strömt, gelangt, nachdem er Wärme in diesen Rohren abgegeben hat, durch eine Lei tung 26 in eine Leitung 27, in die auch der Teil des Arbeifsmittelstromes tritt, welcher im Wärmeaustauscher 25 Wärme abgegeben hast. Die Leitung 27 ist an einen Vorkühler 28 für das im Verdichter 6 zu verdichtende Arbeitsmittel angeschlossen, und dieser Vor kühler 28 ist seinerseits durch eine Leitung 29 an den Verdichter 6 angeschlossen.
30' bezeichnet eine Pumpe, die Speisewasser für den Dampfkessel 23 durch eine Leitung 302 in den Vorkühier 28 fördert, von wo dieses vorgewärmte Wasser durch eine Leitung 31 in den Dampfkessel 23 gelangt. Der Voll ständigkeit halber sei noch erwähnt, dass 32 eine Leitung bezeichnet, durch die das im Verdichter 6 verdichtete Arbeitsmittel in den Wärmeaustauscher 25 gelangt, und 33 be zeichnet eine Leitung, durch die das im Wärmeaustauscher 25 vorgewärmte Arbeits mittel dem Röhrenwärmeaustauscher 2 zu strömt.
Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der soeben beschrie benen dadurch, dass der gesamte Arbeits mittelstrom nach erfolgter Expansion in der Turbine 4 durch die Heizrohre eines Dampf kessels 34 und dann durch einen Wärmeaus- tauscher 35 tritt, wo er Wärme an den be reits wieder verdichteten, diesem Wärmeaus- tauscher 35 durch eine Leitung 36 zuströ menden, aber noch nicht von aussen im Röh- renwärmeaustauscher 2 erhitzten Teil des Arbeitsmittelstromes abgibt, um hierauf durch eine Leitung 37 und einen Vorkühler 38 in den Verdichter 6 zu gelangen.
Der gesamte Arbeitsmittelstrom kann nach der erfolgten Expansion in einer Tur bine auch zuerst durch einen in den Kreis lauf des Arbeitsmittels eingeschalteten Wärmeaustauseher strömen, wo er Wärme an den bereits wieder verdichteten, aber noch nicht durch äussere Wärmezufuhr erhitzten Teil des Arbeitsmittels abgibt, und erst dar nach durch die Heizrohre eines Dampfkessels gehen, um hierauf, allenfalls noch durch einen Vorkühler hindurch, in den Verdichter zu gelangen.
Die beschriebenen Anordnungen mit Dampfkessel bieten den Vorteil, dass das Wärme an das Wasser abgebende Medium sich unter einem Druck von mindestens mehreren Atmosphären befindet, was einen guten Wärmeaustausch gewährleistet, so dass sich die Wärmeaustauschflächen solcher Kes sel verhältnismässig klein bemessen lassen.
Als Nebenmedien, an welche der expan dierte Arbeitsmittelstrom Wärme abgibt, können auch Gase oder feste Stoffe in Frage kommen, und die von solchen Medien auf- genommene Wärme kann nicht nur zur Krafterzeugung, sondern zu irgendwelchen Zwecken verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Wärmekraftanlage, in welcher ein gas förmiges Arbeitsmittel, vorzugsweise Luft, dauernd einen geschlossenen Kreislauf be schreibt, wobei der durch äussere Wärmezu fuhr erhitzte Teil des Arbeitsmittelstromes unter äusserer expandieren gelassen und hierauf wieder verdichtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Wärme, die im expandierten Teil des Arbeitsmittelstromes enthalten ist, vor der Wiederverdichtung des letztern an ein Nebenmedium abgegeben und der Wä-rme- inhalt dieses Nebenmediums weiter ausge nützt wird.UNTERANSPRÜCHE: 1. Wärmekraftanlage nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens ein Teil des expandierten Arbeitsmit- telstromes vor seiner Wiederverdichtung durch in den Kreislauf des Arbeitsmittels eingeschaltete Heizrohre eines Dampfkessels tritt. 2.Wärmekraftanlage nach dem Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der gesamte expandierte Arbeitsmittelstrom durch die Heizrohre des Dampfkessels und nach deren Verlassen durch einen ebenfalls in den Kreislauf des Arbeitsmittels eingeschalteten, Wärmeaus- tauscher geht, wo er Wärme an den bereits wieder verdichteten, aber noch nicht von aussen erhitzten Teil des Arbeitsmittel stromes abgibt. 3.Wärmekraftanlage nach dem Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der nicht durch Heizrohre des Dampfkessels, strömende Teil des Ar beitsmittels vor dessen Wiederverdichtung durch einen ebenfalls in den, Kreisläuf des Arbeitsmittels eingeschalteten Wärmeaus tausGher geht, wo er Wärme an den wieder verdichteten, aber noch nicht von aussen er hitzten Teil des Arbeitsmittelstromes abgibt. 4.Wärmekraftanlage nach dem Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass das Speisewasser für den Dampfkessel als Kühlwasser für einen dem Verdichter der Anlage vorgeschalteten Vor kühler und auch für den Verdichter dient. so dass es vorgewärmt dem Kessel zufliesst. 5.Wärmekraftanlage nach dem Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der gesamte expandierte Arbeitsmittelstrom vorerst durch einen in den Kreislauf des Arbeitsmittels eingeschal teten Wärmeaustauscher geht, wo er Wärme an den bereits wieder verdichteten Teil des Arbeiismittelstromes abgibt, und nach Ver- las:en dieses Wärmeaustauschers durch die Heizrohre des Dampfkessels fliesst.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH215749T | 1940-10-18 |
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| CH (1) | CH215749A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1209811B (de) * | 1961-03-30 | 1966-01-27 | Bbc Brown Boveri & Cie | Kombinierte Gasturbinen-Dampfkraft-Anlage |
-
1940
- 1940-10-18 CH CH215749D patent/CH215749A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1209811B (de) * | 1961-03-30 | 1966-01-27 | Bbc Brown Boveri & Cie | Kombinierte Gasturbinen-Dampfkraft-Anlage |
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