CH215753A - Transformator für hohe Spannungen. - Google Patents
Transformator für hohe Spannungen.Info
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Description
Transformator für hohe Spannungen. Beim Bau von Leistungstransformatoren in Ö<B>l</B> für hohe Spannungen mit fester Isola tion aus hochwertigem Isolierstoff zwischen Ober- und U nterspannungswicklung in Form 5 eines Zylinders, bietet das Isolierproblem be sondere Schnvierigkeiton. Es handelt sich näm lich nicht nur darum, Überschläge zwischen aktiven Teilen verschiedenen Potentials zu verhindern, sondern es muss auch das elek trische Feld,
das sich an der Durchtrittsstelle des Isolierzylinders durch die aktiven Teile (Wicklung, Eisen) aufbaut, so beeinflusst werden, dass ein höchstzulässiger Spannungs,- längsgradient in ,den verbleibenden Ölschich ten zwischen den festen Isolationen nicht überschritten wird.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Transformator für hohe Spannungen mit fester Isolation zwischen Ober- und Unter- spannungwicklung in Formeines Zylinders.
Die Kennzeichen der Erfindung bestehen darin, dass der Isolierzylinder über die Stirn flächen der an ihn grenzenden aktiven Teile des Transformators hinaus vorsteht, dass ak tive Teile an :den Austrittsstellen. des Isolier- zylinders divergierdn,
sowie dass die durch die Divergenz der aktiven Teile gebildeten Räume zwischen ersteren und dem Isolier- zylinder durch Isolierkörper aus geschichte- tem Stoffausgefüllt sind, deren Schichtrich- tung mindestens annähernd senkrecht zu den Feldlinien verläuft, das ganze zum Zwecke,
an den Austrittsstellen des Isolierzylinders aus den aktiven Teilen ein elektrisches Feld zu erzeugen, welches Gleitentladungen oder Überschläge zu geerdeten Teilen von den aktiven Teilen entlang .der Ölspalte an den Austrittsstellen des Isolierzylinders nicht hervorruft.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele :der Erfindung schematisch in Fig. 1 bis 3 im Längsschnitt dargestellt. Fig. 1 zeigt die Isolierung von Teilen des Eisenkernes ge geneinander und gegen das Gehäuse, wäh rend Fis. 2 und 3 die Isolierung der Ober und Unterspannungswicklung gegeneinander und gegen das Joch de Eisenkernes behan deln.
Fig. 1 zeigt die Anwendung von das Feld an den Enden des Isolierzylinders 1 steuern den Elektroden 5, 6 sowie von Isoliereinlagen 7, 8 zur Isolierung von Teilen des Joches 4 gegeneinander und gegen das nicht gezeich nete Gehäuse des Transformators. Die Ober spannungswicklung 2 ist hier vom Isolier- zylinder 1 umschlossen. Das Joch ist aus ein zelnen Teilen zusammengesetzt, nämlich dem am Kern sitzenden Teil 4 mit hohem Poten tial und dem Teil 4a mit niedrigem oder Erdpotential.
Zwischen dem Joch und der Unterspannungswicklung 3 liegt ein mit Iso lation überzogener metallischer Abstandsring 9. Die Jochteile 4, 4a sind gegen ihre Stirn flächen hin abgestuft, und haben mit den gegeneinander divergierenden Elektroden 5, 6 eine solche Form, dass ,der Längsgradient iin Spalt zwischen dem Isolierzylinder 1 und den Isoliereinlagen 7, 8 stets einen bestimm ten Höchstwert nicht überschreitet, so dass Gleitfunken und Öldurchschläge nicht mehr entstehen können.
Die Isoliereinlagen 7, 8 zwischen Zylinder und Elektroden besitzen die Form von Winkelringen, deren am Iso lierzylinder anliegende Schenkel angeschärft und in axialer Richtung keilförmig zwischen die abgestuften Jochteile bezw. die Elektro den und den Isolierzylinder hineingezogen sind, während ihre andern Schenkel die Stirn flächen der Jochteile bedecken und solche Abmessungen erhalten, dass das von den Joch- teilen aus sich aufbauende Feld eine gleich mässige Entlastung der Isolierteile herbei führt.
Die Winkelringe bestehen aus ge schichtetem Isolierstoff (Papier), dessen Schichtrichtung wenigstens annähernd senk recht zur Richtung des elektrischen Feldes verläuft.
Fig. 2 zeigt die Anwendung von das Feld steuernden Elektroden 5, 6 sowie von Isolier- einlagen 7, 8 zur Isolierung der Ober- und Unterspannungswicklungen \3, 3 gegeneinan der und gegen das Joch 4. Hier ist die U nter- spannungswicklung 3 vom Isolierzylinder 1 umschlossen. Die Stirnenden der Wicklungen sind der Elektrodenform entsprechend abge stuft. Die Ausbildung des Isolierzylinders, der Elektroden und der Isoliereinlagen ist gleich wie bei Fig. 1. ebenso die Wirkungs weise.
Die Elektroden 5, 6 werden vorteilhaft an ihren die Wicklungen 2, 3 überragenden Enden mit Wulsten 10 versehen, um Sprüh entladungen zu verhüten. Zur Ergänzung der Isolation können Isolierringe 11 aus hoch- wertigeni Isolierstoff in beliebiger Anzahl vorgesehen sein, die gegeneinander und gegen die Isoliereinlagen 7, 8 sowie das Joch 4 durch Abstandhalter 1.2 abgestützt werden. Gleichartige Stücke 13 können auch zwischen den Wicklungen und den Elektroden bezw. den Isoliereinlagen vorgesehen sein.
Die Ober- und rnterspannungswicklung \?, 3 sind mit axial durchgehenden Längskanälen für die Kühlung versehen.
Anstatt wie bei den Ausführungsbeispie len nach Fig. 1 und 2 besondere Elektroden zu verwenden, ist es ohne weiteres möglich, die aktiven Teile des Transformators selbst an ihren Stirnflächen so auszubilden, dass sie als Elektroden zur Entlastung des an den Austrittsstellen des Isolierzylinders aus den aktiven Teilen sich aufbauenden elektrischen Feldes wirken. Es ist weiter möglich, als Elektroden oder Elektrodenteile die Schutz ringe aus Metall oder metallisiertem Isolier stoff zu verwenden, die vielfach auf die akti ven Teile aufgelegt werden.
Werden der >trtige Elektroden in Verbindung mit Isolier- einlagen i , 8 nach den Beispielen Fig. 1 und 2 verwendet, so werden vorteilhaft zwischen den Elektroden und den winkelförmigen Iso- liereinlageli zusätzliche Isolationen aus ge schichtetem Isolierstoff eingelegt.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der letzteren Art. Der Isolierzylinder 1 liegt wie der zwischen Ober- und Unterspannungs- wieklung ?, 3. Die Elektroden werden gebil det durch die auf die Stirnflächen der Wick lungen aufgelegten Schutzringe 14, 15 aus Isolierstoff mit metallisierter Oberfläche und die dem Isolierzylinder benachbarten Win dungen der Wicklungen 2, 3, welche gegen die Stirnflächen zu abgestuft sind. Mit 16 und 17 sind zusätzliche Isolationen zwischen den Elektroden und den Isoliereinlagen 7, 8 bezeichnet.
Die Isoliereinlagen 7, 8 ragen hier nicht mehr in die Wicklungen 2, 3 hinein, dafür sind die zusätzlichen Isolationen 16, 17 in der Achsenrichtung in die Wicklungen hinein verlängert und treppenförmig abge setzt, wobei die Enden dieser abgestuften Schichten um die den Stirnflächen der Wick lungen abgekehrten Flächen der Spulen um gelegt sind.
Dabei muss beachtet werden, dass die die Wicklungen durchsetzenden Längs kanäle für die Kühlung freibleiben. Die zwi schen den Elektroden und den Isoliereinlagen 7, 8 liegenden zusätzlichen Isolationen 16, 17 können die Elektroden radial überragen, oder aber es können ihre Ränder über die Elektroden abgebogen sein.
Die Wirkung ist wieder die gleiche, wie bei Fig. 1 und 2 beschrieben. Das Umlegen der .stufenförmig abgesetzten Schichten der zusätzlichen Isolationen 16, 17 um die Spulen dem Wicklungen hat den Zweck, die Ent stehung von Teilentladungen von den Spulen her zu verhindern. Um den Kriechweg zwi schen den einen Spalt bildenden, einander ge genüberliegenden Flächen des Isolierzylin- ders und den Isoliereinlagen 7, 8 zu verlän gern, können die Flächen zum Beispiel durch Wellung, Faltung oder Rauhung vergrössert werden.
Der Isolierzylinder 1 kann an seinen Enden, die aus den Wicklungen 2), 3 heraus ragen, über die Länge der Isoliereinlagen und der in die Wicklungen hineinragenden zu sätzlichen Isolationen 16, 17 verjüngt sein.
Es steht nichts im Wege, die an Hand der Fig. I bis 3 beschriebenen Tsolationsmöglich- keiten und die Elektrodenformen auszutau schen oder miteinander zu kombinieren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Transformator für hohe Spannung mit fester Isolation zwischen Ober- und Unter spannungswicklung in Form eines Zylinders, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolier- zylinder über die Stirnflächen der an ihn grenzenden aktiven Teile .des Transformators hinaus vorsteht, dass aktive Teile an den Aus trittsstellen des Isolierzylinders divergieren,sowie dass die durch die Diveigenz .der akti- ven Teile gebildeten Räume zwischen ersteren und dem Isolierzylinder durch Isolierkörper aus geschichtetem Stoff ausgefüllt sind, deren Schichtrichtung mindestens annähernd senk recht zu den Feldlinien verläuft, !das ganze zum Zwecke, an den Austrittsstellen des Iso- lierzylinders aus den aktiven Teilen ein elek trisches Feld zu erzeugen,welches Gleitent ladungen oder LTbersehläge zu geerdeten Tei len von den aktiven Teilen entlang der Öl- spalte an den Austrittsstellen des Isolier zylinders nicht hervorruft. LTN TERAN SPRÜCHE 1. Transformator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den durch die divergierenden aktiven Teile und den Isolier- zylinder begrenzten Räumen besondere Elek troden angeordnet sind.2. Transformator nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden dadurch gebildet sind, dass die den aktiven Teilen zugekehrten Flächen von im Agial- sehnitt winkelförmigen Isoliereinlagen me- tallisiert sind. 3.Transformator nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden zum Teil durch Schutzringe aus AZeta11 oder metallisiertem Isolierstoff gebildet werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE215753X | 1939-05-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH215753A true CH215753A (de) | 1941-07-15 |
Family
ID=5825603
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH215753D CH215753A (de) | 1939-05-15 | 1940-05-01 | Transformator für hohe Spannungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH215753A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE972108C (de) * | 1943-11-07 | 1959-05-21 | Aeg | Isolationsanordnung fuer fluessigkeits- oder gasisolierte Hochspannungsapparate |
| DE1089877B (de) * | 1958-04-11 | 1960-09-29 | Licentia Gmbh | Isolieranordnung fuer oelisolierte Transformatoren oder Drosselspulen hoechster Spannung |
| DE1091225B (de) * | 1958-02-06 | 1960-10-20 | Licentia Gmbh | Isolationsanordnung zwischen aus Scheibenspulen aufgebauten Wicklungen verschiedener Spannung fuer Hochspannungstransformatoren u. dgl. |
-
1940
- 1940-05-01 CH CH215753D patent/CH215753A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE972108C (de) * | 1943-11-07 | 1959-05-21 | Aeg | Isolationsanordnung fuer fluessigkeits- oder gasisolierte Hochspannungsapparate |
| DE1091225B (de) * | 1958-02-06 | 1960-10-20 | Licentia Gmbh | Isolationsanordnung zwischen aus Scheibenspulen aufgebauten Wicklungen verschiedener Spannung fuer Hochspannungstransformatoren u. dgl. |
| DE1089877B (de) * | 1958-04-11 | 1960-09-29 | Licentia Gmbh | Isolieranordnung fuer oelisolierte Transformatoren oder Drosselspulen hoechster Spannung |
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