Periodisch durch einen Synchronkleinmotor gerichtete Uhr. Die Erfindung bezieht sich auf eine Uhr, die periodisch durch einen Synchronklein motor gerichtet wird. Bei einer solchen Uhr ist der Synchronkleinmotor an ein Netz mit geregelter Frequenz angeschlossen und übt über eine von ihm angetriebene Richtvorrich- tung beispielsweise alle 10 Sekunden oder in längeren Zeitabständen einen Richtimpuls auf die Anzeige.- oder Schaltvorrichtung der Uhr aus.
Die Richtperioden kann mann so kurz machen, dass die maximal durch den Richt- impuls herbeiführbare Zeigerverstellung äusserlich nicht wahrnehmbar ist, weil :dann auch bei vorübergehendem Ausfall und Wie dereinsetzen der Speisespannung des Syn- ehronkleinmotors praktisch ein Falschrichten vermieden wird.
Es ist bekannt, während der Durchfüh rung des Richtimpulses das Uhrwerksgetriebe jedesmal durch eine von der Richtvorrich tung gesteuerte Sperre zu sperren, :den Gang regler aber weiterschwingen zu lassen, da man ein Wiederranlaufen der Unruhe bezw, des Pendels nach jedesmaliger Sperrung ver meiden will. Beim Weiterschwingen des Gangreglers bei gesperrtem Werk schleifen aber die Ankerzähne auf den Zahnflanken des Steigrades und führen eine frühzeitige Abnützung herbei. Der Gang der Uhr wird ungenau.
Auch kann bei Sperrung in un- günstiger Stellung der Gangregler stehen bleiben, Ferner kann es vorkommen, dass die Ankerzähne beim Abbremsen des Uhrwerks getriebes und bei dem geschilderten Weiter schwingen der Gangreglerteile auf die Zahn flanken des Steigrades aufschlagen. Bei sol chem Aufprall können dann Teile des Gang reglers leicht beschädigt werden.
Die Erfindung hat die Aufgabe, diese Mängel zu verhüten. Erfindungsgemäss wird bei einer periodisch. durch einen Synchron kleinmotor gerichteten Uhr mit einer von der Richtvorrichtung bei der Durchführung des Richtimpulses gesteuerten Sperre für das Uhrwerksgetriebe zwischen dem von der I@ichtvoxrichtung betätigten Teil und @dvm gesperrten Teil des Uhrwerksgetriebes eine Rutschkupplung und zwischen dem Gang regler und dem gesperrten Teil ein
Hilfs- spa.nn-,verk eingeschaltet. Die Sperre hält dann den beim Richten auftretenden Stoss vom Gangregler fern, ohne dass dabei der Gangreglerantrieb, den in diesem Augenblick das Hilfsspannwerk übernimmt, aussezt. Bei dem Richtimpuls werden mit Vorteil unter gleichzeitigem Gleiten der Rutschkupplung die Zeiger oder die Schaltvorrichtung der Uhr entsprechend verstellt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung dargestellt, Die durch 1 schematisch angedeutete An zeigevorrichtung oder Schaltvorrichtung der Uhr wird mittels der Welle 2 von der durch 3 angedeuteten, vorzugsweise elektrisch durch den Synchronmotor aufgezogenen Uhrwerks feder angetrieben. Auf der folgenden Welle 4 sitzt fest. ein Sternrad 5, das zwangsläufig mit der Welle 2 verbunden ist. Zwischen der Welle 4 und dem Rad 6, !das fest auf der Welle 7 sitzt, ist eine Rutschkupplung 8 ein geschaltet. Auf der Welle 7 sitzt ausserdem fest noch ein Sperrad 9 und lose ein Zahnrad 10, das mit einem Stift 11 in einen Schlitz 12 des Rades 6 greift. An dem Stift 11 ist das eine Ende, an dem am Rad 6 befestigten Stift 13 das andere Ende einer Feder 14 an gebracht, die das Hilfsspannwerk bildet.
Das Zahnrad 10 treibt den durch 15 angedeuteten Gangregler an. 1.6 ist der in bekannter Weise durch einen Synchronmotor schlagartig be tätigte Richtarm, der mit dem Sternrad 5 zusammenarbeitet. Da ,die Bauform und Wirkungsweise solcher Richtvorrichtungen an sich bekannt ist, soll sie hier nicht näher dargestellt und erläutert werden. Wesentlich ist, dass mit dem Richtarm ein Sperrteil (Feder 17) verbunden ist, der im Augenblick des Richtimpulses das Rad 9 festhält und da durch die Fortleitung des beim Richten auf tretenden Stosses auf den Gangregler 15 verhütet. Während dieses Augenblicks hält die Feder 14 den Gangreglerantrieb aufrecht.
Wenn der Richtarm 16 bei Gangdifferenz der Uhr nicht mitten in die Zahnlücke, sondern auf eine Zahnflanke,des Sternrades 5 schlägt, wird dieses Rad vorwärts oder rückwärts ge richtet, unter gleichzeitiger Mitnahme der An7,eigevorrichtung oder Schaltvorrichtung 1 der Uhr und unter gleichzeitigem Gleiten der Rutschkupplung B.
Die beschriebene Uhr bietet den Vorteil, dass auch dann, wenn die Uhr häufig in kurzen Zeitabständen um maximale Beträge gerichtet wird, der Gangregler keinen Scha den leidet. Dadurch wird die Lebensdauer der Uhr erhöht. Beim Ausfall der den Syn- ehronmotor speisenden Spannung kann das Uhrwerk ungehindert weiterlaufen.