CH216807A - Schlitzmagnetronröhre mit vier oder mehr Anodensegmenten für ultrakurze Wellen. - Google Patents
Schlitzmagnetronröhre mit vier oder mehr Anodensegmenten für ultrakurze Wellen.Info
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Description
Schlitzmagnetronröhre mit vier odermehr Anodensegmenten für ultrakurze Wellen. Die Erfindung betrifft eine Schlitz magnetronröhre mit vier oder mehr Anoden- segmenten für ultrakurze Wellen, bei der durch unmittelbare Verbindung gleichphasig schwingender Segmente je an einem Ende des agialsymmetrschen Anodensystems zwei Gruppen gebildet sind, zwischen denen ein Schwinggebilde liegt.
Bei Magnetronröhren mit mehmfach unterteilter Anode ist es all gemein üblich, einzelne Segmente unmittel bar über Verbindungsbügel miteinander zu verbinden. Diese Verbindungsbügel hatten jedoch bisher stets den Nachteil, dass durch ihre Ausbildung .eine Unsymmetrie in das Elektrodensystem gebracht wurde und die gegenseitige Segmeutkapazität vergrössert wurde.
Es ergab sich .daher zumeist eine gegenüber den Erwartungen unerwünschte Vergrösserung der Wellenlänge. Gegenstand der Erfindung ist eine besonders vorteilhafte Ausbildung des die gegenphasigen Segment gruppen verbindenden: Schwingkreises; durch die bei normalen Grössenverhältnissen we- sentlich kürzere Wellen erzielt werden kön nen.
Die Erfindung besteht darin, dass das Schwingsystem,das ganze Anodensystem als rotationssymmetrischer Mantel umgibt.
Ein Ausführungsbeispiel der erfiädungs- gemässen Röhre zeigt die Fig. 1. Hierbei kann vorzugsweise der Raum zwischen Anodensegmenten und Kathode, der durch das Schwinggebilde S nicht abgeschlossen wird, durch besondere Abdeckplatten A ab geschlossen sein. Diese Abdeckplatten sind kapazitiv mit der auf Erdpotential liegenden Aussenseite,
des Schwinggebildes S gekoppelt, so dass das ganze System keinerlei Strahlung von sich gibt und daher dämpfungsfrei arbeitet. Die Kathodenzuleitungen können ebenfalls direkt kapazitiv mit den Platten A öder dem Schwinggebilde S gekoppelt, das heisst hochfrequenzmässig auf Erdpotential gehalten sein.
Das in Fig: 1 dargestellte Ausführungs beispiel bezieht sich der einfacheren zeieh- nerischen Wiedergabe, wegen lediglich auf ein Vierschlitzmagnetron. Von besonderem Vorteil wird die Erfindung jedoch bei. hoch unterteilten Anodensystemen mit zum Bei spiel acht oder mehr Segmenten, da hierbei das Problem bisher ungelöst war, die stö renden Kapazitäten und den sonstigen stö- renden. Einfluss der Segmentverbindungs- bügel zu vermeiden.
Ausserdem war bisher noch keine konstruktiv günstige Lösung für hoch unterteilte Röhren bekannt. Die Erfin dung eignet sich selbstverständlich auch für solche Röhrenarten,, bei denen jeweils zwi schen zwei Schwingsystemen ein neutrales Segment angeordnet ist. Die neutralen Seg mente können dann untereinander durch einen das System umgebenden Ring mitein ander verbunden werden.
Bei ,der beschriebenen Röhre nach Fig. 1 ist die Energieabnahme zum Beispiel so durchzuführen, dass die Schwingenergie durch eine Öffnung im Schwingsystem 8 oder in einer der Platten A hindurch kapazi- tiv, induktiv oder galvanisch ausgekoppelt wird.
Diese Ausführungsform eines Schlitz- magnetrons hat den Vorteil, dass die Induk- tivität des Schwinggebildes so klein gehal ten werden kann, dass für eine gegebene Welle die Anode und damit die wirksame Länge der Kathode hinreichend gross werden darf.
Es besteht aber der Nachteil, dass die Abstimmung von aussen praktisch nicht merklich verändert werden kann. Diesem Übelstand abzuhelfen ist Gegenstand der weiteren Ausführungsbeispiele der Erfin dung.
Dazu wird,das kreistopfähnlich geformte rotationssymmetrische Schwinggebilde am Umfang nicht völlig geschlossen und an die schwingenden, die Anodensegmente tragen den Seitenwände je ein Leiter eines Parallel leitersystems angeschlossen. Durch Verschie bung einer Kurzs.chlussbrücke längs des Parallelleitersystems ist es möglich, die Eigenfrequenz des Schwinggebildes in ge wissen für die Praxis ausreichenden Gren zen zu ändern; ausserdem ist ein derartiges System imstande, eine verhältnismässig grosse Schwingleistung abzugeben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel einer solchen Röhre dargestellt, und zwar zeigt Fig. 2 einen Aufriss und Fig. 3 einen Grundriss des teilweise geschnittenen Systems. Das kreistopfähnliche Schwing system T besteht aus zwei in ihrer Grund form kreisförmigen ebenen Metallplatten D, die am grössten Teil ihres. Umfanges durch einen Metallzylinder Z verbunden sind. An den ebenen Platten ist je ein Paar von Ano densegmenten a und b befestigt.
Die Kathode k ist in der Mitte zwischen, den Anodenseg menten angeordnet und durch Öffnungen ,der Stirnflächen D hindurchgeführt. Der Entladungsraum wird von einem zur Ka thode parallelen Magnetfeld durchsetzt. Im Betriebszustand schwingen benachbarte Ano densegmente a und b in Gegenphase.
Ein Teil des Wechselspannungsabfalles tritt be reits längs der Anodensegmente auf, wäh rend sieh der Rest auf die kreisförmigen Deckplatten D und den Zylinderumfang Z verteilt. Um die Kapazität der Anodenseg mente gegen die ihnen gegenüberstehende Deckplatte D möglichst klein zu halten. sind die freien Enden der Anodensegmente, wie aus Fig. 2 ersichtlich, abgeschrägt. Der längs der kreisförmigen Deckplatten auftre tende Wechselspannungsabfall soll zur An kopplung einer Energieleitung verwendet werden.
Zu diesem Zweck ist ein Teil des Zylindermantels Z weggeschnitten und an dieser Stelle je ein Leiter eines Parallel,lei- tersystems <I>L</I> mit den Deckplatten <I>D</I> ver bunden. Da, wie bereits erwähnt, nur ein Teil des Wechselspannungsabfalles. auf die Anodensegmente .entfällt, muss das Parallel- leitersystem einen kleinen Wellenwiderstand haben, um gut angepasst zu sein.
Zu diesem Zweck besteht das Parallelleitersystem nicht aus Drähten, sondern 'aus flachen Metallbä,n- dern. Fig. 4 zeigt den Übergang von Bän dern auf Stäbe unmittelbar hinter dem Topf kreis.
Die Anpassung kann dadurch erleich tert werden, dass die Deckplatten D an ihrer Verbindungsstelle mit dem Parallelleiter system L nicht, wie in Fig. 4 gestrichelt eingetragen, in ihrer Grundform (Kreis) wei- tergeführt sind, sondern dbrt mit sektorför- migen Ausschnitten S versehen sind. Der Winkel -dieses Sektors fliegt zum Beispiel zwischen 8 und 20', ist also sehr spitz.
Es ist nicht notwendig, .den Deckplatten D Kreisform zu geben, sondern diese können auch quadratisch, rechteckig oder vieleckig geformt sein; in entsprechender Weise iss dann auch der Verbändungsteil Z auszu führen.
Wenn man -an dem Parallelleitersystem eine Kurzschlussbrüeke vorsieht, die zweck mässig ausserhalb des Vakuumgefässes ange ordnet wird, kann man durch Verschiebung derselben Änderungen in der Eigenfrequenz des. Schwinggebildes von beispielsweise 15 erzielen.
Da derartige Schwinggebilde in erster Linie für Zentimeterwellen in Frage kommen, äst die erzielbare Frequenzänderung völlig ausreichend, um das System auf eine vorgeschriebene Betriebswelle abzustimmen oder Ungenauigkeiten bei der Herstellung des Systems, soweit sie sich auf die Be triebsfrequenz auswirken, auszugleichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schditzmagnetronröhre mit vier odermehr Anodensegmenten für ultrakurze Wellen, bei der durch unmittelbare Verbindung gleich- phasiger Segmente je an einem Ende des agialsymmetrischen Anodensystems zwei Gruppen gebildet werden, zwischen denen ein Schwinggebilde liegt, dadurch gekenn zeichnet, dass das Schwinggebilde das ganze Anodensystem als rotationssymmetrischer Mantel mindestens grösstenteils umgibt.UNTERANSPRÜCHE 1. Schlitzmagnetronröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathodenzuleitungen kapazitiv mit der Aussenseite des Schwinggebildes verbunden sind. 2.Schlitzmagnetronröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das kreistopfähnlich geformte Schwinggebilde am Umfang nicht völlig geschlossen und dort an die schwingenden, die Anodenseg mente tragenden Seitenwände je ein Leiter eines Parallelleitersystems angeschlossen äst.ä. Sahditzmagnetronröhre nach Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet; dass die Leiter des Parallelleitersystems aus flachen Metallbändern bestehen. 4.Schlitzmagnetro#nröhre nach Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwinggebilde aus zwei ebenen, je die Hälfte der Anodensegmente tragenden Plat ten besteht, die auf einem Teil ihres Umfan ges durch eine zu ihnen senkrecht stehende kreiszylindrische Metaallfläche verbunden sind.5. Schlitzmagnetronröhre nach Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ebenen Platten in der Nähe ihrer Verbin dungsstelle mit dem Parallelleitersystem sek torförmig ausgeschnitten sind.
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