In eine Schuhputz- und Schuhschnürbank umwandelbares Sitzmöbel. Gegenstand der Erfindung ist ein in eine Sehuhputz- und Sehuhschnürbank umwan delbares Sitzmöbel mit einem in eine schräg geneigte Lage zum Aufsetzen des Schuhes hochklappbaren Sitzbrett oder Sitzbretteil.
Bereits bekannte Schuhputzbänke, bei denen die eine Hälfte des Sitzbrettes um 180 schwenkbar angeordnet und an der Unter- fläche mit einer der Schuhform angepassten, fest angebrachten Fussstütze versehen ist, sind für unterschiedlich grosse Personen nicht gleich gut geeignet, weil die Auftrittstelle eng umgrenzt ist und in der zurückgeklappten Stellung des Sitzbretteils ganz in der glei chen waagrechten Ebene liegt.
Ferner ist es auch wenig vorteilhaft, dass der beim Schuh putzen auf die Aufstellfläche niederfallende Schmutz bei Rückverwandlung des Möbels in einen Sitzhocker in den kastenförmig aus gebildeten Unterteil des Möbels fällt, der ge wöhnlich zur Aufbewahrung des Schuh- putzzeuges bestimmt ist.
Die Erfindung will diese Mängel beheben. Dieses Ziel wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass das Sitzbrett oder der Sitzbrett- teil mit der einen Schmalkante an einen Bügel angelenkt ist, welcher auf einem Zwi- schenbrett des Möbels zwischen festen An- schlägen hin und her schwenkbar gelagert ist, und dass für das Hochstellen der andern Schmalkante des beweglichen Sitzbrettes oder Sitzbretteils,,
ein ebenfalls an dem Zwischen- brett gelagerter Stützbügel vorgesehen ist, ,der beim Gebrauch des Möbels als Sitzmöbel nach dem Zwischenbrett hin schwenkbar ist und beim Gebrauch also Fussstütze in einer über die Senkrechte hinaus bewegten Steil lage mit seinen Schenkeln an einer Quer- schiene liegt und mit seinem Steg das Auf lager für das an seiner Unterfläche mit einem Stützbügelanschlage versehene Sitzbrett oder den Sitzbretteil
bildet.
Da bei einer solchen Anordung der schräggestellte Sitzbretteil eine ansteigende Auftrittfläche für den zu putzenden oder zu schnürenden Schuh bildet, kann jeder mann entsprechend seiner Körper- und Bein- länge den Fuss einfach auf eine höher oder tiefer gelegene Stelle des Sitzbretteils so auf stellen,
dass er den Schuh mit grösster Be quemlichkeit erreichen kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine schaubildliche Ansieht des für das Schuhputzen hergerichteten Möbels, Fig. 2 das Möbel als Sitzhocker mit heruntergeklapptem Sitzbretteil im senkrech ten Längsschnitt nach der Linie A-A der Fig. 4, F'ig. 3 einen senkrechten, mittleren Längsschnitt durch das als Schuhputz- und -schnürbank hergerichtete Möbel,
und Fig. 4 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie B-B der Fig. 2.
Das die vier Beine 2 des in der Form einer kleinen. Sizbank mit vorzugsweise rechteckigem Clrundriss hergestellten -Möbels zusammenhaltende Brett 1. ist in waagrech- ter Lage in einiger Entfernung unterhalb der obern Enden der Beine 2 an diesen befest'ibt. Die Sitzfläche der Bank bestellt aus drei längsverlaufenden Einzelbrettern 3, 4, von denen die mit geringerer Breite ausgeführ ten beiden äussern Brettier 3 auf je zwei Beinen 2 und den Zargen des Möbels be festigt sind.
Sie ragen, wie üblich, an den Länäs- und Schmalseiten der Bank ein wenig über die Beine hinaus. Zwischen den beiden Brettern 3 ist symmetrisch zur Längsmittel ebene der Bank ein breiteres Brett 4 an gebracht, welches in einer weiter unten noch beschriebenen Weise schwenk- und in schräger Lage feststellbar angeordnet ist, welches aber im herumgeklappten Zustande auf gleicher Höhe liegt wie die beiden festen äussern Bretter 3 und an den Schmalseiten der Bank um das gleiche Mass die Beine 2 überragt wie die beiden äussern Bretter.
Über dem Zwischenbrett 1 sind zwischen den vier Beinen 2 je zwei senkrechte Zargenwände 5 bezw. 6 in üblicher Art eingesetzt, die einen von oben her zugänglichen Kastenraum zur Aufnahme von Putzzeug abgrenzen. Ausser dem ist zwischen den vier Beinen 2 auf zwei in der Nähe der untern Beinenden befestig- ten Querleisten 7 ein als Abstellfläche be nutzbares unteres Brett 8 angebracht.
Schliesslich ist auf zwei weiteren Querleisten 9 an den Beinen noch ein bis an das Zwi schenbrett 1 heranreichender, nach der einen Breitseite der Bank herausziehbarer Schub kasten 10 angeordnet.
Das bewegliche mittlere Brett 4 der drei teiligen Sitzfläche 3, 4 ist mit einem Ende mittels zweier aus Blechstreifen gebogener Lager 14 am Steg eines U-förmigen Eisen bügels 15 angelenkt, dessen abwärts gerich tete Schenkel mit seitlich umgebogenen Enden drehbar in Lagern 16 gehalten sind, welche in gleicher Weise wie die Lager 14 aus Blechstreifen gefertigt und auf der Ober fläche des Zwischenbrettes 1 befestigt sind.
Die Schenkal des schwenkbaren Lagerbügels 15 sind, wie es insbesondere aus den Fig. 2 und 3 der Zeichnung ersichtlich ist, dicht unterhalb des Steges nach der benachbarten Zargenwand hin derart abgebogen, dass die abgewinkelten kürzeren, obern Abschnitte der Schenkel, für deren Eintritt in der Zargenwand 6 zwei kleine, oben offene Schlitze 17 gebildet sind, eine waagrechte oder annähernd waagrechte Lage einnehmen,
wenn das Brett 4 in seine Normalstellung heruntergeklappt ist. Der Bügelsteg liegt da bei ausserhalb der Zargenwand 6, während (las Brett 4 selbst auf den Oberkanten der beiden Zargenwände 6 sowie auf zwei Eisen schienen 18, 19 ruht, die in bestimmten Ent fernungen von den 7@argenwänden 6 in Aus schnitten an den Oberkanten der beiden an dern Zargenwände 5 befestigt sind.
Das Brett 4 kann aus der in der Fig. 2 dargestell ten Schiesslage in die Offenstellung gemäss der Fig. 3 gebracht werden, indem der Bügel 15 von der Zargenwaad 6 zurückgeschwenkt und gegen die Eisenschiene 18 herumgelegt wird.
Das mit dem Bügel 15 verbundene Ende des Brettes 4 wird dadurch ein wenig über die festen äussern Bretter 3 empor- gehol:wen (.siehe Fig. 1 und 3) und findet schliesslich in der Endstellung durch An- sehla.gen der Bügelschenkel 15 gegen die Schiene 18 einen festen Halt. Mit dem andern Ende liegt das mittlere Brett 4 in der waagrechten Lage nur lose auf der Oberkante der Zargenivand 6 bezw. auf der Eisenschiene 19.
Man kann das Brett 4 also aus dieser Lage hochschwenken und es sogar noch etwas über die senkrechte Stel lung hinaus bewegen, wenn man den von den vier Zargenwänden 5, 6 und dem Zwischen brett 1 abgegrenzten Kastenraum um die Brettfläche 4 offen (legen will. Um das.
Brett 4 gegen die Waagrechte unter einem spitzen Winkel feststellen und es dann als Auftritt fläche für den zu putzenden Schuh benutzen zu können, ist auf dem Zwischenbrett 1 ein Stützbügel 20 gelagert, der ähnlich wie der bereits erwäbntg Bügel 15 aus einen starken Eisendraht in U-Form gebogen und an den Enden der Bügelschenkel rechtwinklig nach aussen zu Lagerzapfen umgebogen ist, die in Lagern 21 an der Oberfläche des Zwischen brettes 1 drehbar eingefügt sind.
Der Stütz bügel. 20 ist so angeordnet und sein Steg so lang bemessen, @d ass die Bügelschenkel im Grundriss unmittelbar neben den Längsseiten rändern des mittleren Brettes 4 liegen (siehe Fig. 4). Die äussern Bretter 3, die ohne grö sseren Zwischenraum an den in die waag rechte Lage heruntergeklappten beweglichen Sitzbretteil 4 heranreichen, sind dabei im Schwenkbereiche tdes Stützbügels 20 an ihren Innenkanten mit Aussparungen 22 versehen.
Der Stützbügel 20 kann also ungehindert aus der in der Fig. 2 gezeichneten Gebraucbs- stelllung, in welcher er auf einer auf dem Zwischenbrett 1 in einiger Entfernung von der Quermittelebene der Bank angeordneten, an der Oberkante mit einer Eisenschiene be wehrte Querleiste 24 ruht,
in die in der Fig. 3 dargestellte Gebrauchsstellung hoch geschwenkt werden, in :der er, an der Eisen schiene 19 liegend, etwa die g!leich:e Schräg lage einnimmt wie der hochgeschwenkte La gerbügel 15. An der Unterseite des beweg lichen Brettes 4 ist ein gekröpfter Eisen anschlag 25 angebracht.
Beim Hochschwen- ken des Stützbügels 20 tritt der Bügelsteg in den Raum zwischen den abgekröpften An schlagteil und der Brettunterseite ein, so dass mit dem Hochschwenken .des Stützbügels 20 zwangsläufig auch der Sitzbretteil 4 in eine Stellung geschoben wird, wie sie in der Fig. 3 dargestellt ist und wobei das Brett 4 eine schräg geneigte Auftrittfläche für den zu putzenden oder zu schnürenden Schuh bil det.
Damit das Brett 4 beim Hochschwenken ; des Bügels 20 keinem Verschleiss unterworfen ist und keinen grossen Reibungswiderstand bietet, können an der Unterseite des Brettes zwei parallel laufende (auf der Zeichnung nicht mit dargestellte) Metallschienen an-, gebracht sein, an denen der Bügelsteg ent lang gleitet.
Eine bequeme Handhabung des Stütz bügels 20 ist dadurch ermöglicht, 4ass der eine Lagerzapfen durch die benachbarte Zargenwand 5 hindurchgeführt und ausser halb der Wand mit einer kleinen Handkurbel 27 ausgerüstet ist.
Um eine seitliche Ver schiebung des hochgeschwenkten Brettes 4 mit Sicherheit auszuschliessen und den Hallt des Brettes 4 in der angehobenen Lage noch zu verbessern, sind an den Schenkeln :des Stützbügels 20 über den Bügelsteg vor stehende Fortsätze 28 angeschweisst oder an gelötet, welche bei hochgestelltem Stüzbügel die beiden Seitenkanten des Brettes 4 um fassen.
In der Mitte des beweglichen Sitzbretteils 4 ist ein Griffausschnitt 29 gebildet, der ein bequemes Tragen des Möbels gestattet. Be vor man jedoch diesen Griffausschnitt 29 be nutzen kann, ist es erforderlich, das herunter geklappte Brett in seiner Schliesslage fest zulegen. Diesem Zwecke dienen zwei an der Brettunterseite, und zwar an den über die Zangenwände 6 vorstehenden Enden des Brettes 4 angebrachte Ösen 30, mit denen zwei Haken 31 in Eingriff gebracht werden können, die an den Aussenflächen der Wände 6 angebracht sind.
Da der bewegliche Sitzbretteil 4 beim Ge brauch als: Fussstütze und, beim Schuhputzen leicht beschmutzt werden kann, empfiehlt es sich, an der einen Längsseite des Möbels an einer ausschwenkbaren Stange 35 mittels Ringen oder Schlaufen vorhangartig ein Stoff- oder Gewebestück 33 anzubringen (siehe insbesondere Fig. 4). Das Stoff- oder Gewebestück 33 kann beim Gebrauch des Möbels als Sitzhocker über die Sitzfläche 3, 4 herumgeschlagen werden und bildet dann gleichzeitig eine angenehme, weiche Sitz unterlage.
Der Schubkasten 10 dient zweckmässig zur Aufbewahrung von Putzlappen und Wichsdosen. Für letztere sind im Schub kasten 10 kastenartige Behälter 40 gebildet, die mit beim Zurückschieben des Schub kastens in das Schubkastenfach sich selbst tätig schliessenden und die ohne Abschluss- deckel zu belassenden Wichsdosen abdichten den Klappdeckeln ausgerüstet sind.
Das Möbel könnte abweichend von dem gezeichneten Ausführungsbeispiel selbstver ständlich auch so ausgebildet werden, dass nicht nur ein beweglicher mittlerer Sitz bretteil vorhanden ist, sondern dass die ganze Sitzfläche aus einem Brett hergestellt. ist, .das mittels zweier Bügel 15 und 20 in eine als Fussstütze dienende Schräglage hochgestellt werden kann.