CH217626A - Verfahren zur Herstellung von Prothesen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Prothesen.

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CH217626A
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W C Heraeus Gesellscha Haftung
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Heraeus Gmbh W C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C33/00Moulds or cores; Details thereof or accessories therefor
    • B29C33/56Coatings, e.g. enameled or galvanised; Releasing, lubricating or separating agents
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29KINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES B29B, B29C OR B29D, RELATING TO MOULDING MATERIALS OR TO MATERIALS FOR MOULDS, REINFORCEMENTS, FILLERS OR PREFORMED PARTS, e.g. INSERTS
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Description


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 Verfahren zur Herstellung von    Prothesen.   Zur Herstellung von Prothesen    verwendet   man an Stelle von Kautschuk neuerdings    polymerisierbare   Stoffe, zum Beispiel    Vinyl-      und      Acrylverbindungen.   Zweckmässig verwendet man als Ausgangsmaterial ein Gemisch eines festen    polymerisierten   Stoffes mit einem flüssigen, jedoch bis zum festen Zustand    polymerisierbaren   Stoff. Bei dieser Arbeitsweise wird das    plastische   Gemisch aus dem festen und flüssigen Material in eine Form aus Gips gegeben und durch Erhitzen auf Temperaturen, die bis zu 150' liegen können, in das gewünschte    Formstück   umgewandelt.

   Hierbei besteht bei den in der Praxis angewandten Bedingungen die Gefahr, dass das    Kunstharzformstück   durch Zutritt von Wasser stellenweise Trübungen und Verfärbungen aufweist. Um diese Fleckenbildung mit Sicherheit auszuschliessen, hat man ein Auskleiden der Form mit Zinnfolie vorgeschlagen; diese Arbeitsweise brachte jedoch andere Nachteile, vor allem einen zusätzlichen Zeit- und Materialaufwand. Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von Prothesen,    insbesondere   für zahn- ärztliche Zwecke, aus Kunststoffen gefunden, bei dem mit    einfachen      Mitteln   die genannten Nachteile vermieden werden und bei dem jede Verfärbung des    Formstückes   mit Sicherheit ausgeschlossen wird.

   Vor allem findet dieses Verfahren bei der beschriebenen Arbeitsweise Anwendung, bei der ein    plastisches   Gemisch aus einem festen polymerisierten mit einem flüssigen polt'    merisierbaren   Stoff mit den hierbei üblichen Zusatzstoffen durch    Wärmebehandlung   in das gewünschte Formstück umgewandelt wird. 



     Erfindungsgemäss   wird hierbei der die Form bildende Stoff vor dem Einfüllen des    plastischen   Gemisches mit Stoffen, die einen Zutritt des Wassers an das    Kunstharz   verhindern, behandelt; nach dem Einfüllen des Gemisches in die Form wird dann durch Erwärmen die    Polymerisation,   die das gewünschte Formstück ergibt, durchgeführt. 



  Als Stoffe, die einen    Zutritt   des Wassers 

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 an das Kunstharz verhindern, kommen einerseits wasserbindende Stoffe und anderseits Stoffe, die nach dem Auftragen einen wasserundurchlässigen oder wasserabstossenden Film bilden, in Betracht. 



  Als Stoffe, aus denen die Formen für die    Kunstharzprothesen   hergestellt werden, werden in üblicher Weise Gips und ähnliche Stoffe verwandt. 



  In manchen Fällen genügt es, die in der    Küvette   befindliche Gipsform, die in der beschriebenen Weise behandelt ist, während einer halben Stunde in Wasser von 90 bis 100'    einzustellen.   Hierdurch wird eine Trübung, Verfärbung oder Fleckenbildung der    Kunstharzformstücke   mit Sicherheit vermieden. 



  Als Stoffe, mit denen die Gipsform behandelt wird, kommen zweckmässig Flüssigkeiten oder Lösungen zur Anwendung. Die Gipsform lässt sich dann bequem mit diesen    Stoffen      auspinseln,   wodurch eine gleichmässige Verteilung über die gesamte Oberfläche der Form gewährleistet ist. Natürlich werden alle Teile der Form    ausgepinselt,   und zwar an allen Stellen, die mit dem Kunstharz    in   Berührung kommen. Gegebenenfalls wird das    Auspinseln   einmal oder mehrmals wiederholt. Oft ist es zweckmässig, vor dem Eingeben des plastischen Gemisches kurze Zeit zu warten, bis die    aufgepinselte   Flüssigkeit etwas in die Gipsform eingedrungen ist oder einen zusammenhängenden Film gebildet hat. 



  Als wasserbindende Stoffe zum Aufbringen auf die Gipsform haben sich besonders wasserbindende Salze bewährt: die Form wird vorteilhaft mit einer konzentrierten Lösung dieser Salze in Wasser, Alkohol oder dergleichen    ausgepinselt.   Gute Ergebnisse wurden    beispielsweise   mit Natriumsulfat, Chlorkalzium und Alaun erzielt. Man hat hier entsprechend der benutzten    Polymerisa-      tionstemperatur   die Auswahl unter Salzen mit verschieden starkem    @a.sserbindungs-      vermögen.   



  Es wurde weiterhin gefunden, dass unter den zur Ausübung dieses Verfahrens geeigneten Stoffen Alkali- und    Ammoniumsalze   von Säuren des Schwefels eine auffällige Vorzugsstellung einnehmen. Die Lösungen dieser Salze verhindern in hervorragendem Masse    eine   Verfärbung des Kunstharzes. Bereits durch ein einmaliges Aufstreichen von Lösungen der Alkali- und    Ammoniumsalze   von anorganischen Säuren des Schwefels wird die Verfärbung des Formstückes ausgeschlossen. Ausserdem ist es hierbei nicht erforderlich, besonders konzentrierte Lösungen zu    verwenden,   vielmehr ist für die in der Lösung vorhandene Salzmenge ein Spielraum gegeben. Als Lösungsmittel werden beispielsweise Wasser oder Alkohole, vorzugsweise Glyzerin. verwendet. 



  Mit    Schwermetallsalzen   anorganischer Säuren des Schwefels ist die Ausführung des Verfahrens grundsätzlich ebenfalls möglich. So lassen sich bei Verwendung von Eisensulfat oder Kupfersulfat vollkommen    unver-      färbte      Kunstharzprothesen   erhalten. Die farbigen    Schwermetallsalze.   wie Eisen- und Kupfersulfat, haben jedoch den Nachteil, dass verhältnismässig grosse Mühe aufgewandt werden muss, die durch das Salz gefärbte Grenzschicht zwischen Gips und    Kunstharz   nach dem Polymerisieren durch    Abpolieren   zu entfernen.

   Andere    Schwermetallsalze   anorganischer Säuren des Schwefels zeigen gegenüber den entsprechenden Alkali- und Ammoniumsalzen den Nachteil. dass sie erheblich schwerer löslich sind und ihre Lösungen infolge der geringeren Konzentration eine weniger wirksame Schicht auf der Gipsform bilden. 



  Die Prothesen aus Kunstharz lassen sich nach Beendigung des    Polymerisationsvorgan-      ges   leicht aus der Gipsform ausbetten. 



  Die Gipsverunreinigungen an der Oberfläche der Prothese können durch    Abpolieren   entfernt werden. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, auf der fertig vorbereiteten Gipsform - also nach Auftragen der Salzlösungen - noch    einen   Anstrich von Wasserglas auszuführen. Vorzugsweise wirrt hierbei eine besonders alkalische Wasserglaslösung verwendet, wie sie zum Beispiel aus einer Lösung von 100    Gewichtsteilen   Na- 

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    tronwasserglas   32      B6,   8 Gewichtsteilen    Ätzkali   und 20 Gewichtsteilen Wasser erhalten wird.

   Dieser    Wasserglasanstrich   trocknet rasch und bildet dann eine glatte Oberflächenschicht auf der Gipsform; diese erleichtert sehr die Polierarbeit an der ausgebetteten Prothese    und   gewährleistet eine besonders genaue    und   modelltreue Wiedergabe. 



  An Stelle der wasserbindenden Stoffe lassen sich auch Stoffe in die Gipsform einpinseln, die nach dem Auftragen einen wasserundurchlässigen oder    wasserabweisenden   Film bilden. Vor allem kommen hier    organische   Stoffe in Betracht,    wie   sie in der    Technik   der    Anstrichmittel   und Lacke als Ausgangsstoffe Verwendung    finden,   beispielsweise    ver-      seifbare   Fette und 01e, wie Leinöl und    Kno-      chenöl,   Wachse,    Emulsionsbildner   der verschiedensten Art, hochsiedende Kohlenwa.sserstoffe, hochmolekulare Äther und Ester, Harze und Kunstharze. 



  Bei den zuletzt genannten Mitteln hat es sich bewährt, in die Gipsform zuerst eine Flüssigkeit einzupinseln, die zum mindesten begrenzt mit Wasser mischbar ist, und dann erst den Stoff aufzutragen, der mit Wasser praktisch nicht mischbar ist und einen wasserundurchlässigen oder wasserabstossenden Film bildet. Es ist empfehlenswert, solche Flüssigkeiten zu nehmen, deren Siedepunkt über dem des Wassers liegt, oder solche, die in Wasser gelöst eine    Siedepunkterhöhung   bewirken. Gute Ergebnisse wurden erzielt, wenn die Gipsform zuerst mit Glyzerin und dann mit Ölen, wie Leinöl oder    Knochenöl,   eingepinselt wurde.

   Gegebenenfalls wird hierbei die Form zwischendurch noch    mit   einem flüssigen, jedoch zu einem festen Stoff    poly-      merisierbaren   Material, beispielsweise    einem      Acrylsäureester,   bepinselt. Auch bei der Verwendung wasseraufnehmender Salze    ist   unter Umständen eine    Kombination   mit wassermischbaren Flüssigkeiten, z. B. Glyzerin, zweckmässig. 



  Die Gipsform    wird   erfindungsgemäss beispielsweise auf eine der folgenden Weisen behandelt: 1. Anstrich mit einer Lösung, die durch Zugabe von 20    Gewichtsteilen      Ätznatron   zu 60 Gewichtsteilen    Glyzerin   erhalten wird. 



  2. Anstrich mit einer gesättigten Lösung von    Eisenchlorid   oder    -sulfat   in Wasser. 



  3. Anstrich mit einer Lösung von 10 Gewichtsteilen    galiumkarbonat      in   60 Gewichtsteilen Glyzerin unter Zugabe einiger Gewichtsteile Wasser zur Erhöhung der Löslichkeit. 



  4. Anstrich mit    einer      konzentrierten      wäss-      rigen   Lösung von    Kalziumohlorid.   



  5. Anstrich mit    einer   konzentrierten    wäss-      rigen   Lösung von Alaun. 



  6.    Anstrich   mit einem handelsüblichen    Glyzerinphthalsäureesterlack,   der zur Erzielung einer leichten    Streichbarkeit   gegebenenfalls mit Benzin verdünnt wird. 



  7. Anstrich mit Alkoholen, z. B. mit    Amylalkohol.   



  B. 1. Anstrich mit Glyzerin, 2.    Anstrich   mit    monomerem      Acrylsäureester,   3. Anstrich mit    Knochenöl.   



  9. Anstrich mit einer    Lösung   von 50 Gewichtsteilen    Ammoniumpersulfat   in 50 Gewichtsteilen Wasser und 60 Gewichtsteilen    Glyzerin..   



  10. Anstrich mit einer konzentrierten    wässrigen   Lösung von    Natriumsulfat.   



  11. Anstrich mit einer Lösung von 12 Gewichtsteilen    Natriumthiosulfat   in 90 Gewichtsteilen Glyzerin und 10 Gewichtsteilen Wasser. 



  12. Anstrich mit einer Lösung von 5 Gewichtsteilen Natriumsulfat und 10 Gewichtsteilen    Ätzkali   in 60    Gewichtsteilen      CDrlyzerin.   



  Das    in   die Gipsform eingefüllte plastische Gemisch aus einem festen    Polymerisat   mit einem flüssigen    polymerisierbaren   Stoff wird dann durch Erwärmen auf beispielsweise 100   zu dem gewünschten Formstück umgewandelt. 



  Es    wurde   weiterhin gefunden, dass die Behandlung des Gipses mit    wasserbindenden   Stoffen mit besonderem Vorteil so erfolgt, dass man dem Gips oder dergleichen oder dem damit zu    vermischenden   Wasser schon vor oder beim    Anrühren   wasserbindende 

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 Stoffe zusetzt und dann das plastische Gemisch aus dem    Polvmerisat   und dem flüssigen,    polymerisierbaren   Stoff in die so gewonnene Gipsform einfüllt und durch Erwärmen in das gewünschte Formstück umwandelt. 



  Bei diesem Verfahren werden dem Gips oder dem Wasser. mit dem er angerührt wird, wasserbindende Substanzen anorganischer und/oder    organischer   Natur zugemischt, z. B.    Kz      lziumchlorid,      Bariumchlorid,   Natriumsulfat, Kupfersulfat, weiterhin wasserlösliche Alkohole,    Glykol,   Glyzerin und andere Stoffe, die mit Wasser mischbar sind und den Dampfdruck der Lösung herabsetzen. Die Mengen dieser Zusatzstoffe werden    zweckmässig   zwischen 1 und 30%.    vorzli,"s-      weise   zwischen 3 und 10% gewählt.

   Beispielsweise benutzt man bei Stoffen wie Chlorkalzium eine 6 bis    8%i--e      wässrige   Lösung, mit der das Gipspulver angerührt wird, während bei Stoffen wie Glyzerin und    Gly-      kol   vorteilhaft ein geringerer Zusatz, etwa 3 bis 5 %. gewählt wird. 



  Auch diese Ausführung sei an Hand einiger Beispiele erläutert: 13. Eine 8 %    ige      Kalziumehloridlösung   oder eine 8%ige    Zinkchloridlösung   wird mit Gipspulver zu Gipsbrei angerührt und hieraus die geforderte zweiteilige Form hergestellt. In diese Form wird ein zäher Teig, der durch Vermischen des festen polymerisierten    -Nlethaervlsäuremethylesters   und des flüssigen,    monomeren      3ifethacrylsä.uremethyl-      esters   gewonnen wird. gestopft; die Formhälften werden zusammengepresst und anschliessend in an sich bekannter Weise durch Erhitzen zu dem festen Formstück polymerisiert. Dieses zeigt die natürliche Farbe des Kunstharzes ohne Verfärbung oder Fleckenbildung. 



  14.    Feinstgepulvertes      Bariumehlorid   wird mit Gips trocken vermischt und mit Wasser zu einem Brei verrührt, aus dem die Form hergestellt wird. In dieser wird wie im Beispiel 13 die    Polymerisation   des Kunstharzes durchgeführt. 15. Gips wird mit einer Lösung von 5 Gewichtsteilen Glyzerin in 95 Gewichtsteilen    Wasser   zu einem Brei verrührt, aus dem die Form gegossen wird. In dieser wird wie im Beispiel 13 die    Polymerisation   des Kunstharzes durchgeführt. 



  Besondere Fortschritte bringt das zuletzt beschriebene Verfahren bei der Ausführung    ton   Reparaturen. Prothesen, die Risse oder Bruchstellen haben, werden in der bekannten Weise repariert, indem man die    zerstörten   Teile in eine    C,ripsform      einbettet   und die Bruchstelle selbst mit dem Kunstharz ausfüllt. Durch eine Wärmebehandlung wird Glas Kunstharz polymerisiert und die Prothesenteile innig miteinander verbunden.

   Meistens werden die Bruchstellen für die Verbindung etwas vorbereitet, etwa indem man    sehwalbenschwanzförmige   Unterschnitte anbringt oder die Bruchstellen    aufrauht.   Dabei war es bisher nötig, die gebrochenen Teile der Prothese mit Zinnfolie zu umkleiden und die Prothese so einzubetten, dass nur die mit Wachs verklebte Bruchstelle von Gips frei war. Wenn man jedoch ohne Zinnfolie arbeiten will, kann man nach dem neuen Verfahren die Prothese durch Einpinseln der    fertigen      CTipsform   mit einer    Kalziumchlorid-      lösung   auf ihrer gesamten Oberfläche vor dem die Verfärbungen verursachenden Angriff des Wassers bei der anschliessenden    Polymerisation   schützen.

   Man muss hierbei allerdings eine mehrteilige Form aus Gips anfertigen. um den Anstrich mit der Chlorkalziumlösimg zu ermöglichen. Die zuletzt beschriebene Ausführung der Erfindung gestattet nun in dieser Richtung eine weitere Vereinfachung: Die zerstörte Prothese wird einfach in einen wasserbindende Stoffe, wie    Kalziumchlorid,   enthaltenden Gipsbrei in einer    Küvette   eingebettet und nach dem Abbinden und Erhärten des Gipses erhitzt. 



  Selbstverständlich werden unter den genannten Zusatzstoffen solche ausgewählt, die für den in Frage kommenden Verwendungszweck physiologisch unschädlich sind. 



  Mit den genannten Mitteln wird eine Trübung. Verfärbung oder Fleckenbildung der 

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    Kunstharzformstücke   mit Sicherheit vermieden. Die Anwendung der Mittel erfordert weder besonderen Zeitaufwand noch Kunstfertigkeit. Ausserdem lassen sich    unter   den genannten Mitteln solche auswählen, bei denen von einem nennenswerten Kostenaufwand in der Praxis nicht die Rede sein kann.

Claims (1)

  1. PATENTAN SPRITC H Verfahren zur Herstellung von Prothesen, bei dem ein plastisches Gemisch aus einem festen Polymerisat mit einem flüssigen, poly- merisierbaren Stoff durch Wärmebehandlung zu dem gewünschten Formstück umgewandelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der die Form bildende Stoff mit Stoffen, die einen Zutritt des Wassers an das Kunstharz verhindern, behandelt und dann mit dem plastischen Gemisch gefüllt wird, das durch Erwärmen zu dem gewünschten Formstück umgewandelt wird. UNTERAS CPPe tt"IIE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss als Stoffe, die einen Zutritt des Wassers an das Kunstharz verhindern, wasserbindende Stoffe benutzt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da,ss als Stoffe, die einen Zutritt des Wassers an das Kunstharz verhindern, Stoffe, die nach dem Auftragen einen wasserundurchlässigen Film bilden, benutzt werden. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Form vor der Einfüllung des zu polymerisierenden Materials mit der Lösung eines wasserbindenden Salzes behandelt wird. 4.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Form vor der Einfüllung des zu polymerisierenden Materials mit der konzentrierten Lösung eines wasserbindenden Salzes behandelt wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Form vor der Einfüllung des zu polymerisierenden Ma- terials mit der Lösung eines wasserbindenden Salzes eingepinselt wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Form vor der Einfüllung des zu polymerisierenden Materials mit einer Lösung von Alkalisalzen von Säuren des Schwefels behandelt wird. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Form vor der Einfüllung des zu polymerisierenden Materials mit einer Lösung von Ammoniumsalzen von Säuren des Schwefels behandelt wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Form vor der Einfüllung des zu polymerisierenden Materials mit Stoffen, die nach dem Auftragen einen wasserabstossenden Film bilden, eingepinselt wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Form vor der Einfüllung des zu polymerisierenden Materials zuerst mit einer wassermischbaren Flüssigkeit und dann anschliessend mit einer Flüssigkeit, die einen wasserundurchlässigen Film bildet, behandelt wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem die Form bildenden Stoff schon vor dem Anrühren mit Wasser wasserbindende Stoffe zusetzt, dann das plastische Gemisch in die Form einfüllt und durch Erwärmen in das gewünschte Formstück umwandelt. 11. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem die Form bildenden Stoff beim Anrühren mit Wasser wasserbindende Stoffe zusetzt, dann das plastische Gemisch in die Form einfüllt und durch Erwärmen in das gewünschte Formstück umwandelt. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Wasser, das mit dem die Form bildenden Stoff gemischt wird, schon vor dem Anrühren wasserbindende Stoffe zusetzt, dann das plastische Gemisch in die Form einfüllt und durch Erwärmen in das gewünschte Formstück umwandelt. <Desc/Clms Page number 6> 13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB man dem Wasser, das mit dem die Form bildenden Stoff gemischt wird, beim Anrühren wasserbindende Stoffe zusetzt, dann das plastische Gemisch in die Form einfüllt und durch Erwärmen in das gewünschte Formstück umwandelt. 14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB als Stoff zur Herstellung der Form Gips benutzt wird. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet., daB Prothesen für zahnärztliche Zwecke hergestellt werden.
CH217626D 1939-02-28 1940-02-14 Verfahren zur Herstellung von Prothesen. CH217626A (de)

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