CH217774A - Procédé pour préparer un produit pour l'usage agricole. - Google Patents

Procédé pour préparer un produit pour l'usage agricole.

Info

Publication number
CH217774A
CH217774A CH217774DA CH217774A CH 217774 A CH217774 A CH 217774A CH 217774D A CH217774D A CH 217774DA CH 217774 A CH217774 A CH 217774A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
dyeing
dye
liquor
container
dyes
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
French (fr)
Inventor
Ernesto Dr Alberizzi
Ulrico Dr Hoepli
Original Assignee
Ernesto Dr Alberizzi
Ulrico Dr Hoepli
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ernesto Dr Alberizzi, Ulrico Dr Hoepli filed Critical Ernesto Dr Alberizzi
Publication of CH217774A publication Critical patent/CH217774A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F1/00Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof
    • C05F1/007Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof from derived products of animal origin or their wastes, e.g. leather, dairy products
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/141Feedstock
    • Y02P20/145Feedstock the feedstock being materials of biological origin

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


  Ausziehverfahren zum Färben von Synthesefasern unter       Hochtemperatur(HT)-Bedingungen    sind auf entsprechenden  druckdichten Anlagen, wie     HT-Jet-Färbeanlagen,        -Jigger,          -Haspelkufen,        -Baumfärbeapparaten        od.    ä. hinlänglich be  kannt. Im allgemeinen werden dabei, je nach Anlage, Faserart  und     Farbstoffklasse,    Färbezeiten von 60 bis 180 Minuten be  nötigt, um das Ausziehen der Farbstoffe so zu steuern, dass  egale Färbungen erzielt werden.

   Unter den thermischen Be  dingungen dieser Verfahren ist die Affinität der Farbstoffe  stark erhöht, so dass man für das     Ausegalisieren    diese langen  Färbezeiten in Anspruch nehmen muss.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren  zum Färben von synthetische Fasern enthaltenden textilen  Wickelkörpern mit wasserlöslichen     kationischen    oder     anioni-          schen    Farbstoffen nach der Ausziehmethode bei Temperaturen  von 100 bis 120  C, bei welchem die Wickelkörper in einem  Färbebehälter vor dem Färben erhitzt und entlüftet sowie     an-          schliessend    mit     dex    in einem Ansatzbehälter separat auf etwa  Färbetemperatur erhitzten und unter einem relativen Über  druck von 2.9 bis 9.8 bar gesetzten gesamten Färbeflotte  durch Überführung der Färbeflotte aus dem Ansatzbehälter in  den Färbebehälter in Kontakt gebracht werden,

   worauf die  Färbebehandlung durch Zirkulation der Färbeflotte zu Ende  geführt wird, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Wickel  körper unmittelbar vor der Überführung der Färbeflotte einer  etwa Färbetemperatur aufweisenden     Heissdampfatmosphäre     ausgesetzt werden, und dass die Färbeflotte gegen den Druck  der luftfreien     Heissdampfatmosphäre    gleichzeitig von innen  und aussen in den Wickelkörper eingeleitet wird.  



  Nach dem oben bezeichneten     Hochdruckausziehverfahren     lassen sich besonders egale Färbungen auf den synthetischen  Fasermaterialien mit ionischen Farbstoffen auch bei sonst  schwierig zu färbenden Kombinationen mehrerer Farbstoffe  sowie bei gleichzeitiger wesentlicher     Färbezeitverkürzung    er  zielen.  



  Das Prinzip der vorliegenden Erfindung besteht darin,  dass in einem     HT-Behälter    eine Färbeflotte mit den gewählten  Druck- und Temperaturbedingungen angesetzt und von dort  mittels Druck (Druckdampf, Pressluft,     Pumpdruck)    in einen  anderen, dampfgefüllten sowie mit den Wickelkörpern aus den  genannten Synthesefasern, z. B. aufgespulten Fäden oder       Stückwarenwickeln    auf Färbebäumen, beschickten     Autoklav     übergeleitet wird.

   Dies geschieht im allgemeinen derartig, dass  man über entsprechend gross dimensionierte Rohrleitungen,  Pumpen und ein Verteilerventil die Flotte gleichzeitig sowohl  von innen als auch von aussen in die Wickelkörper     ein-          presst.    Auf diese Weise gelingt es, selbst bei stark gekräuselten       Polyacrylnitrilfasern    bzw. bei texturierten     Polyamidfasern     ohne Deformation von Wickel und Fäden die Flotte in extrem  kurzer Zeit gleichmässig im Färbegut zu verteilen. Es werden  dafür im allgemeinen Zeiten von weniger als 60 Sekunden,  meistens sogar weniger als 30 Sekunden in Anspruch genom  men.

   Dieses schnelle  Einschiessen  der Färbeflotte erreicht  man durch einen hohen Pressdruck auf der Seite des Ansatz  behälters (Druckdifferenz 3-l0     at).    Der Färbebehälter wird  durch Heissdampf vorher entlüftet und gleichzeitig die Ware  vorgewärmt. Das textile Material kann trocken oder vorge  waschen sein, was sich im Färbebehälter selbst durchführen  lässt.  



  Der Färbebehälter ist druckdicht, gut isoliert und mit einem       Wärmeaustauscher    von hoher Kapazität versehen, um die  Färbetemperatur konstant halten zu können.  



  Die Flotte selbst wird im Ansatzbehälter auf Temperatu  ren zwischen 100 und 120  C (beim Färben von Polyacryl  nitril- und     Polyurethanfasern    nicht höher als<B>110'</B> C) erhitzt,  und sodann in den dampfgefüllten Färbebehälter eingepresst.  Im Rahmen dieses Vorganges kann der Färbebehälter, sofern  der entsprechende Differenzdruck herrscht, auch bei geschlos-         senem    Ventil vollständig gefüllt werden, da mit steigendem  Druck der vorher vorhandene Dampf kondensiert.  



  Eine Abwandlung dieses Verfahrens nach der vorliegen  den Erfindung besteht darin, dass der mit Druckdampf ge  füllte Färbebehälter an eine absperrbare Kondensationsanlage  angeschlossen wird. Dadurch bildet sich ebenfalls eine relative  Druckdifferenz aus, wodurch es wiederum möglich ist, bei  geschlossenem Entlüftungsventil den Färbebehälter ganz mit  der     Farbstoffzubereitung    zu füllen.  



  Nachdem sich die gesamte     Färbeflotte    im Färbebehälter  befindet, also nach abgeschlossenem Einschiessen, kann mit  Hilfe einer     Zirkulationspumpe    das Färbebad abwechselnd von  innen nach aussen und von aussen nach innen durch den Ma  terialwickel gepumpt werden. Die gewählte Färbetemperatur  wird dabei aufrechterhalten. Nunmehr erfolgt in kurzer Zeit  das endgültige Fixieren des Farbstoffes. Von Vorteil ist es,  bei den unter diesen Temperaturbedingungen hohen Ziehge  schwindigkeiten mit genügend hohen Förderleistungen der  Pumpe zu arbeiten. Bei     40-601/kg.    min ergeben sich gute  Färbeergebnisse.

   Bei schwieriger egal zu färbenden Farbstof  fen oder     Farbstoffkombinationen    muss mit einer Förderleistung  von mehr als     601/kg.    min gearbeitet werden.  



  Durch das Kennzeichen der Zuführung der gesamten Färbe  flotte in das Färbegefäss mit grosser Geschwindigkeit auf und  in das mehr oder weniger trockene Material in Form von  Wickelkörpern unterscheidet sich das Verfahren von den bis  her durchgeführten     HT-Färbeprozessen,    die einschliesslich  ihrer Verfahrensvarianten in der     Liteiatur    ausgiebig disku  tiert worden sind. Es wird also erfindungsgemäss nicht etwa  nur ein Teil der Färbeflotte oder eine konzentrierte Farbstoff  lösung in den Färbebehälter eingebracht, sondern die gesamte       Färbeflotte    nahezu schlagartig eingepresst.

   Dass unter diesen  Bedingungen egale Färbungen zu erzielen sind, ist nicht vor  aussehbar gewesen, da alle     kationischen    Farbstoffe und auch  die Säurefarbstoffe bei diesen Temperaturen ein     ausseror-          dentlich    hohes Ziehvermögen besitzen.  



  Es konnte ausserdem nicht erwartet werden, dass die     Farb-          stofflösungen    bei so hohen Temperaturen und Druckdifferen  zen wegen der thermischen Eigenschaften der Fasern noch  für das Eindringen in Wickelkörper geeignet sind.  



  Als wesentlicher Vorteil wirkt sich bei dem     erfindungsge-          mässen    Verfahren die Tatsache aus, dass bei den angewandten  hohen Temperaturen das Ziehvermögen der Farbstoffe voll  ausgenützt werden kann.  



  Die gute Egalität der Färbungen wird dadurch erreicht,  dass es nach dem erfindungsgemässen Verfahren gelingt, das  Einschiessen der Flotte extrem schnell zu vollziehen und da  durch die Ware sofort und an jeder Stelle in Kontakt damit  zu bringen und dann unmittelbar mit hoher Flottenumwäl  zung     weiterzufärben.     



  Als Farbstoffe kommen die üblichen Handelsmarken von  kanonischen Farbstoffen und     anionischen    Farbstoffen in Pul  verform oder in flüssiger Einstellung zur Anwendung. Der  artige Farbstoffe sind im     Colour    Index, 3. Auflage, unter der  Klassenbezeichnung      Basic        Dyes ,         Acid-Dyes     bzw.      Reac-          tive        Dyes     beschrieben.  



  Für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens  sind sämtliche Faserarten synthetischer Herkunft in jeder  Verarbeitungsform geeignet, die nach der     HT-Färbemethode     mit ionischen Farbstoffen gefärbt werden können.  



  Hierunter sind auf der einen Seite Polyamid-,     Polyurethan,          basisch-modifizierte    Polyester- oder     Polyolefinfasern    zu ver  stehen, die mit     anionischen    Farbstoffen wie Säure-, Chrom-,  Metallkomplex- und     Reaktivfarbstoffen        anfärbbar    sind.  



  Auf der anderen Seite handelt es sich hierbei auch um       Polyacrylnitril-    bzw. sauer modifizierte Polyester- oder andere       Polyrrerfasern,    die mit     kationischen    (basischen) Farbstoffen       anfärbbar    sind. Vorzugsweise wird das neue Verfahren je-      doch für texturierte Fasern aus Polyamid, Polyacryl und modi  fiziertem Polyester angewendet, da solche     Fasern    infolge ihrer  thermischen     Vorbehandlung    beim Texturieren wie auch we  gen der hohen     Farbstoffaffinität    besonders zu     unegalem    Fär  ben neigen.  



  Beim Färben von     Polyacrylnitrilfasern    und     Polyamidfasern     sind ausser     Egalisiermitteln    und den Chemikalien zur     pH-Ein-          stellung    keine weiteren Zusätze erforderlich. Die     pH-Kon-          stanz    des Färbebades zwischen     pH    4,5 und 5,5 ermöglicht die  Reproduzierbarkeit der Färbungen und wird durch bekannte,  geeignete Puffersysteme erreicht. Es kann sowohl trockenes als  auch nasses Material behandelt werden.  



  Wichtig für ein egales Färben ist, dass die Flottenzirku  lation beim Umschalten nicht unterbrochen wird, was, wie  allgemein bekannt, durch eine     Vierwegeschaltung    oder eine       Klappensteuerung    erreicht wird.  



  In der     FR-PS    1 597 516 wird ein Verfahren beschrieben,  gemäss dem das zu färbende Textilgut entlüftet, erhitzt und  sodann von heisser     Färbeflotte    durchströmt wird. Entspre  chend diesem Stand der Technik ist die Entlüftung des Be  handlungsbehälters und des textilen Materials durch Vakuum  charakteristisch. Dies geschieht in der Absicht, die heisse Be  handlungsflotte möglichst widerstandslos und schnell aus dem  Ansatzbehälter in den Behandlungsbehälter überführen zu  können. Da man in technischen Anlagen der     Praxis-Grössen-          ordnung    mit Hilfe von     Vakuumpumpcn    nur ein partielles  Vakuum erzeugen kann, verbleibt immer noch ein Restdruck,  der einen gewissen Widerstand leistet.

   Das Vakuum führt  ausserdem zwangsläufig zu einer starken Abkühlung des ge  samten Systems durch die Expansion der Luft bzw. Ver  dunstung von Feuchtigkeit, sei es aus dem Material oder aus  anhaftender Flotte. Dies ist auch dann der Fall, wenn das  System (Apparat und textiles Material) vor dem Evakuieren  (z. B. durch Dampf) vorgewärmt wurde. Es entsteht ein er  hebliches Temperaturgefälle zwischen Ware und Färbeflotte,  was bei dem raschen Kontakt zu starken     Unegalitäten    Anlass  gibt.  



  Der ausschlaggebende Unterschied des Prinzips der vor  liegenden Erfindung besteht nun darin, dass der Behandlungs  behälter nicht evakuiert, sondern mit Heissdampf (etwa von  der gleichen Temperatur wie der nachfolgend vorzunehmende  Färbeprozess) gefüllt wird, bis die Temperatur ausgeglichen  ist. Der Behandlungsbehälter enthält also stets eine Dampf  atmosphäre. Bei der raschen Überleitung der ebenfalls unter  Hochdruck stehenden Färbeflotte aus dem Ansatz- in den  Behandlungsbehälter wird dort der Dampf durch den ange  legten Differenzdruck restlos kondensiert, wobei sogar noch  die Kondensationswärme frei wird. Eine Temperaturerniedri  gung findet also nicht statt, die wie oben beschrieben stören  könnte.  



  Ausser dem     Vordämpfen    des Materials zum Aufheizen  des Wickelkörpers auf Färbetemperatur hat sich beim     erfin-          dungsgemässen    Verfahren aber auch das gleichzeitige     Ein-          schiessen    der     vorerhitzten    Flotte von innen und von aussen in  das Farbgut als wesentlich erwiesen, einmal für die Gleich-         mässigkeit    der Färbung, zum anderen für die Schonung des  Materialblocks. Nur auf diese Weise ist ein     isothermisches     Schnellfärben auf Wickelkörper aus     Synthesefasern    mit egalem  Farbausfall erst möglich.  



  Im Gegensatz dazu ist bei dem bekannten Prozess die  Strömungsrichtung der einschiessenden Flotte im     Warenblock     lediglich von innen nach aussen durch das angelegte Vakuum  vorgegeben und erfolgt einseitig entsprechend den Gegeben  heiten in der Dichte der Wicklung unterschiedlich unter  gleichzeitiger ebenfalls unterschiedlicher Abkühlung und  ebensolcher Verarmung der Flotte an Farbstoff. Das Resultat  ist eine nicht mehr zu beseitigende     Unegalität    der Färbung,  vor allem bei hellen Nuancen. Sehr helle Farbtöne lassen sich  erfahrungsgemäss nach der Vakuummethode überhaupt nicht  einwandfrei färben. Ein weiterer nachweisbarer Nachteil der  Vakuumtechnik ist die unkontrollierbare Deformation der  Wickelkörper und die Beanspruchung vor allem kochempfind  lichen, texturierten Farbgutes.  



  Diese zuvor geschilderten Nachteile werden im Rahmen  des erfindungsgemässen Verfahrens vermieden. Durch das       Vordämpfen    des Materials wird die Ware nicht nur entlüftet,  sondern vor allem auf Färbetemperatur aufgeheizt. Letzteres  gilt auch für die Apparatur. Damit werden die beim     Einflies-          sen    erhitzter Färbeflüssigkeiten nach der Vakuumtechnik auf  tretenden     Temperaturdifferenzen,    welche vor allem in den  Bereichen über 100  C sich sehr rasch in grossen     Affinitäts-          unterschieden    auswirken, ausgeschaltet. Die Farbflotte trifft  nach dem erfindungsgemässen Verfahren überall gleiche Tem  peraturbedingungen an und kühlt selbst nicht örtlich ab.  



  Den Zufälligkeiten im Zuge der Strömung bei der Vakuum  methode wird nach dem neuen Verfahren bewusst das Ein  drücken des Färbebades gleichzeitig von innen und aussen  entgegengesetzt, wozu noch kommt, dass auch die     Umwälz-          pumpe    noch während des Eindrückens der Flotte in das     Farb-          gut    in Gang gesetzt wird. Das Farbgut ist somit nur der     Strö-          mungsdruckdifferenz,    nicht aber zusätzlich den hohen Druck  differenzen zwischen Ansatzbehälter und Vakuum ausgesetzt.  Der Druck im Färbegefäss ist allein durch die Temperatur der  Flotte bestimmt.

   Die Druckdifferenz ist lediglich durch das  Mass des Überdrucks auf dem Ansatzgefäss über den durch  die Flottentemperatur gegebenen Dampfdruck gegeben. Da  diese Druckdifferenz sowohl von innen nach aussen als auch  umgekehrt auf das Farbgut wirkt, ist eine Deformation des  Warenwickels nicht zu befürchten.    Beispiel 1  Wickelkörper aus     Polyacrylnitrilfasern    werden in einen  Färbebehälter, geeignet für     Hochtemperaturfärbungen,    einge  bracht. Dieser Behälter wird     daraufhin    durch     Sattdampf    von  1,2 kp/cm' entlüftet und so die Ware vorgewärmt.  



  Gleichzeitig wird in einem druckdichten Ansatzbehälter  die gesamte für die Färbung notwendige wässrige Flotten  menge vorbereitet, welche das 10fache des Warengewichts  beträgt und - bezogen auf das Gewicht der trockenen Ware   0,5 % des     kationischen    Farbstoffes der Formel  
EMI0002.0049     
      2%     Natriumacetat,    2,5% eines     kationaktiven        Retarders    auf  Basis von     Kokosfettalkyl-dimethyl-benzyl-ammonium-          chlorid    und 1     cm'/l    Essigsäure (60%ig)  enthält. Über dem Flottenniveau wird ein Pressluftdruck von  5,5 kp/cm' eingestellt.  



  Der unter Druck stehende Flottenansatz wird jetzt auf  <B>105'C</B> erhitzt. Durch Öffnen eines Sperrventils in einer geeig  neten Verteilerleitung lässt man die erhitzte Flotte in den  Färbebehälter innerhalb von 7-10 Sekunden eintreten. Dabei  soll ein Einströmen der     Farbstoffzubereitung    in den Wickel  körper sowohl von innen als auch von aussen erfolgen. Es stellt  sich dann nach dem Beginn der Flottenzirkulation eine Misch  temperatur von 102  C ein. Bei wechselseitiger Flottenzirku  lation wird nunmehr die     Badtemperatur    auf<B>105'</B> C erhöht  und die Ware 30 Minuten bei dieser Temperatur gefärbt.  Abschliessend wird das gefärbte Material auf übliche Weise  mit Wasser heiss und kalt gespült sowie getrocknet. Man erhält  eine gleichmässige Rotfärbung.  



  Wird in obigem Beispiel anstelle des genannten     kationi-          schen    Farbstoffes das Produkt     Basic        Blue    3     (C.1.-Nr.    51004)  verwendet, erhält man eine gleichmässige Blaufärbung.  



  Beispiel 2  Wickelkörper aus     Polyacrylnitrilfasern    werden in einen  Färbebehälter eingebracht, der für     Hochtemperaturfärbungen     geeignet ist. Nach dem Schliessen des Behälters wird die Ware  mit     Sattdampf    von 105  C vorgewärmt und dann 10 Minuten  bei 90  C mit einer wässrigen Flotte behandelt, die - bezogen  auf das Gewicht der trockenen Ware   2,4 % eines     kationaktiven        Retarders    auf Basis von     Kokos-          fettalkyl-dimethyl-benzyl-ammonium-chlorid,    2 % Natrium  acetat und 1     cm'/!    Essigsäure (60%ig)    enthält.

   Anschliessend wird diese Flotte mittels Pressluft in  den Ansatzbehälter gedrückt und mit (bezogen auf das Ge  wicht der trockenen Ware)  0,9% des     kationischen    Farbstoffes     Basic    Red 9       (C.1.-Nr.    42520)  sowie gegebenenfalls mit Essigsäure zur Korrektur des     pH-          Werts    auf 5 versetzt. Über der Ansatzflotte wird ein Druck von  6 kp/cm' mit Pressluft erzeugt und die so vorbereitete Flotte  auf 105  C erhitzt.  



  Die weitere Behandlung zur Färbung der Ware erfolgt  sodann wie in Beispiel 1 beschrieben, jedoch mit 20 Minuten  Färbezeit bei 105   C.  



  Man erhält eine gleichmässige Rotfärbung.  Beispiel 3       Garnwickelkörper    aus     Polyacrylnitrilfasern    und Zellwolle  in einem Mischungsverhältnis 60:40 werden gemäss Vorschrift  von Beispiel 1 behandelt und gefärbt.  



  Man erhält eine gleichmässige Rotfärbung des Polyacryl  nitrilanteils der Ware.  



  Die Färbung des     Cellulosefaseranteils    kann unter Verwen  dung geeigneter Farbstoffe, wie z. B. Direkt-, Reaktiv-,     Leuko-          küpenester-Farbstoffen    und anderen gegebenenfalls     einbadig     oder     zweibadig    erfolgen.  



  Beispiel 4       Garnwickelkörper    aus     Polyacrylriitrilfasern    und Wolle in  einem Mischungsverhältnis<B>55:45</B> werden gemäss Vorschrift  von Beispiel 1 mit einer wässrigen Flotte gefärbt, die - bezo  gen auf das Gewicht der trockenen Ware     -          1,5%    des     kationischen    Farbstoffes der Formel  
EMI0003.0039     
    20/ü     Natriumacetat    und  1     cm'/l    Essigsäure (60%ig)  enthält.  



  Man erhält eine gleichmässige     Bordo-Färbung    des     Poly-          acrylnitrilanteils    der Ware.  



  Die Färbung des     Wollfaseranteils    kann unter Verwen  dung geeigneter Farbstoffe, wie z. B. Säure-,     Metallkomplex-          und        Reaktiv-Farbstoffen,    gegebenenfalls     einbadig    oder zwei  badig erfolgen.  



  Beispiel 5  Wickelkörper aus sauer modifizierten, texturierten Poly  esterfäden werden in einen Färbebehälter, geeignet für Hoch  temperaturfärbungen, eingebracht. Dieser Behälter wird darauf  hin durch     Sattdampf    von 1,25     kp/cm'    entlüftet und so die  Ware vorgewärmt.  



  Gleichzeitig wird in einem druckdichten Ansatzbehälter  die gesamte für die Färbung notwendige wässrige Flotten  menge vorbereitet, welche das 10fache des Warengewichts  beträgt und (bezogen auf das Gewicht der trockenen Ware)  0,2% des     kationischen    Farbstoffes     Basic        Green    4 (C.1.-         Nr.    4200), 1     g/1    eines     nichtionogenen        Dispergiermittels     auf Basis des Umsetzungsproduktes von 1     Mol        Stearyl-          alkohol    mit 25     Mol        Äthylenoxid,

      enthaltend 25%     Poly-          äthylenglykol    vom     Molgew.    ca. 6000, 3 g/1 Natriumsulfat       krist.,    2%     Natriumacetat    und 2% Essigsäure (60%ig)  enthält. Die weitere Behandlung der Ware erfolgt gemäss  Beispiel 1; es wird jedoch die Färbeflüssigkeit bei 110  C ein  geschossen und die Ware 30 Minuten bei dieser Temperatur  gefärbt.  



  Die Nachbehandlung der Färbung erfolgt zunächst durch  heisses Zwischenspülen mit Wasser bei 90 C und danach mit  einer wässrigen Flotte, die  3 g/1     Natriumcarbonat    wasserfrei,  3 g/1     Natriumdithionit    und  3 g/1 Natriumsulfat     krist.     



  enthält, während 10 Minuten bei     85'C.    Abschliessend wird  die Ware nochmals heiss und kalt mit Wasser gespült sowie  getrocknet.  



  Man erhält eine gleichmässige Grünfärbung.      Beispiel 6  Wirkware aus     Polyacrylnitrilfasern    wird auf einem Färbe  baum aufgewickelt und in einen Färbebehälter gemäss Bei  spiel 1 eingebracht und wie dort beschrieben behandelt.  



  Man erhält eine gleichmässige Rotfärbung.  Beispiel 7  Wickelkörper aus     Kräuselnylon    werden in einen Färbe  behälter eingebracht, der für     Hochtemperaturfärbungen    ge  eignet ist. Dieser Behälter wird daraufhin durch     Sattdampf     von 1,5 kp/cm' entlüftet und so die Ware vorgewärmt.  



  Gleichzeitig wird in einem druckdichten Ansatzbehälter die  gesamte für die Färbung notwendige wässrige Flottenmenge  im Verhältnis 1 : 10 zum Warengewicht vorbereitet, die - auf  das Gewicht der trockenen Ware bezogen   0,6% des     anionischen    Farbstoffes     Acid        Blue    41       (C.1.-Nr.    62130),         2,5%    des Umsetzungsprodukts von 1     Mol        Cyanurchlorid     mit 3     Mol        Metanilsäure,     <B><I>0,

  5%</I></B> einer Mischung aus<I>75</I>      r'c    des Umsetzungsprodukts  von 1     Mol        Stearylamin    mit 10     Mol        Äthylenoxid    und  25 %     Dodecylsulfonsäure    und       0,8%    Essigsäure     (60%ig)     enthält. Über dem Flottenniveau im Ansatzbehälter wird ein  Pressluftdruck von 5,5 kp/cm' eingestellt.  



  Der unter Druck stehende Flottenansatz wird dann auf  115 C erhitzt. Wie in Beispiel 1 wird die Flotte sodann aus  dem Ansatzbehälter in den Färbebehälter gedrückt, wobei  sich zu Beginn der Flottenzirkulation eine Mischtemperatur  von 110  C einstellt. Man erhöht nunmehr die     Badtemperatur     wieder auf<B>115'C</B> und verfährt dann weiter wie in Beispiel 1  angegeben, jedoch während einer Färbezeit von nur 15 Mi  nuten.  



  Es resultiert eine egale Blaufärbung auf den     Polyamid-          Wickeln.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Färben von synthetische Fasern enthalten den textilen Wickelkörpern mit wasserlöslichen kationischen oder anionischen Farbstoffen nach der Ausziehmethode bei Temperaturen von 100 bis 120 C, bei welchem die Wickel körper in einem Färbebehälter vor dem Färben erhitzt und entlüftet sowie anschliessend mit der in einem Ansatzbehälter separat auf etwa Färbetemperatur erhitzten und unter einem relativen Überdruck von 2,9 bis 9,8 bar gesetzten gesamten Färbeflotte durch Überführung der Färbeflotte aus dem An- Satzbehälter in den Färbebehälter in Kontakt gebracht werden, worauf die Färbebehandlung durch Zirkulation der Färbe flotte zu Ende geführt wird, dadurch gekennzeichnet,
    dass man die Wickelkörper unmittelbar vor der Überführung der Färbe flotte einer etwa Färbetemperatur aufweisenden Heissdampf- atmosphäre aussetzt, und dass man die Färbeflotte gegen den Druck der luftfreien Heissdampfatmösphäre gleichzeitig von innen und aussen in den Wickelkörper einleitet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass man den relativen Überdruck zur Überführung der Färbeflotte durch Druckluft erzeugt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass man die Wickelkörper einer Heissdampfatmosphäre aussetzt und der Färbebehälter zur Vergrösserung des relati ven Überdrucks an eine absperrbare Kondensationsleitung anschliesst. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net. dass man als synthetische Fasern Polyamid-, Polyurethan-, basisch modifizierte Polyester- oder Polyolefinfasern verwen det, die mit anionischen Säure-, Chrom-, Metallkomplex- und Reaktivfarbstoffen anfärbbar sind. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass man als synthetische Fasern Polyacrylnitril- bzw. sauermodifizierte Polyester- oder andere Polymerfasern ver wendet, die mit kationischen (basischen) Farbstoffen anfärb- bar sind.
CH217774D 1938-12-23 1939-12-22 Procédé pour préparer un produit pour l'usage agricole. CH217774A (fr)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT217774X 1938-12-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH217774A true CH217774A (fr) 1941-11-15

Family

ID=11186699

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH217774D CH217774A (fr) 1938-12-23 1939-12-22 Procédé pour préparer un produit pour l'usage agricole.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH217774A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3608909A1 (de) * 1985-03-26 1986-10-09 Centralen Institut po chimičeska promišlenost, Sofia/Sofija Mittel zum regulieren des pflanzenwachstums und der pflanzenentwicklung
DE3701042A1 (de) * 1986-01-20 1987-07-23 Ivsd Avangard Mittel zur blatternaehrung von pflanzen und verfahren zu seiner herstellung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3608909A1 (de) * 1985-03-26 1986-10-09 Centralen Institut po chimičeska promišlenost, Sofia/Sofija Mittel zum regulieren des pflanzenwachstums und der pflanzenentwicklung
DE3701042A1 (de) * 1986-01-20 1987-07-23 Ivsd Avangard Mittel zur blatternaehrung von pflanzen und verfahren zu seiner herstellung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH408865A (de) Verfahren zum Trennen von Bestandteilen aus Flüssigkeiten, Gasen oder Festkörperteilchen
DE2700153A1 (de) Verfahren zum faerben von textilmaterial und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
CH217774A (fr) Procédé pour préparer un produit pour l&#39;usage agricole.
DE2357476C3 (de) Verfahren zum Färben von textlien Wickelkörpern
DE2456250C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Färben von in einem Färbekessel im Pack- oder Aufstecksystem angeordnetem garn- oder faserförmigem Textilgut
DE2508475C3 (de) Verfahren zum Färben von textlien Wickelkörpern
DE3210380C2 (de) Verfahren zum gleichmäßigen Färben von hydrophoben synthetischen Fasern nach der Ausziehmethode
DE2534618A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum isothermischen faerben
DE2331669C3 (de) Verfahren zum Färben von Synthesefasern
CH217674A (de) Verfahren zur Herstellung einer heterocyclischen Stickstoffverbindung.
DE2357447B2 (de) Verfahren zum faerben von synthetische fasern enthaltenden textilen wickelkoerpern
EP0045068B1 (de) Verfahren zum halbkontinuierlichen Färben von Rundstuhl-Wirkwaren aus Cellulosefasern mit Azo-Entwicklungsfarbstoffen
DE2409727C3 (de) Verfahren zum Färben von synthetische Fasern enthaltenden textlien Wickelkörpern
CH241075A (fr) Pompe volumétrique à débit réglable indépendamment de la vitesse de rotation.
DE2357439B2 (de) Verfahren zum faerben von textilen wickelkoerpern
DE2244240B2 (de) Verfahren zum gleichmäßigen Färben von Wolle
DE102011108337A1 (de) Verfahren zum industriellen Färben und hiermit hergestelltes Prdodukt
DE2409727A1 (de) Verfahren zum faerben von synthesefasern
DE2331669A1 (de) Verfahren zum faerben von synthesefasern
EP0301555A1 (de) Färbeverfahren für Kieselsäureglasfasern und so erhältliche Ware
DE2360632C3 (de) Verfahren zum Färben von Polyamid-Textilerzeugnissen
DE2345875C3 (de)
DE2443268A1 (de) Faerbeverfahren
DE2402830A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum faerben von stueckwaren aus cellulosefasern in strangform
AT162582B (de) Verfahren zum Ausrüsten, insbesondere Färben, von gespultem oder aufgewickeltem Textilgut aus regenerierter Cellulose oder Cellulosederivaten