<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 213269. Rollfilmkamera, insbesondere für Kinofilm. Der Patentanspruch des Hauptpatentes betrifft eine Rollfilmkamera, insbesondere für Kinofilm, bei der genormte Einhe,its- filmspulen mit auf der einen Seite befind liehen Zapfen nach dem Hilfsorgane tragen des Kammeroberteil zu in die Kamera ein gelegt werden und die nach dem Kamera oberteil angebrachten Hilfsorgane in dem zwischen den Spulenzapfen gelegenen Raum o so angeordnet sind, dass eine Kameraoberseite ohne Vorsprünge entsteht.
Auf diese Weise ist es möglich, an Bauhöhe für den ganzen Kamerakörper zu sparen; dieser wird da durch gegenüber andern Bauformen für das gleiche Bildformat kleiner und leichter, so dass .der Apparat bequemer mitzuführen und zu handhaben ist.
Auf der andern Seite hat diese gedrängte Ausbildung der Kamera gewisse Schwierig keiten für die Unterbringung des Filmschalt- iverkes und damit in Verbindung stehender sonstiger Einrichtungen, wie Zählscheiben und Filmtransportsperre im Gefolge, be- sonders wenn diese Mechanismen in der üblichen Weise in dem nach dem Sucher zu gelegenen obern Teil der Kamera eingebaut sind.
Aus diesem Grunde ist in Fortentwick lung des Erfindungsgedankens des Haupt patentes vorgesehen, das Schaltwerk für den Filmtransport und mit ihm gekuppelte Zähl und Sperrwerke so in dem die Filmtransport handhaben für Auf- und Rückwickelspule tragenden Unterteil der Kamera einzubauen, dass diese Werke zum grössten Teil im Raum zwischen den Handhaben gelegen sind, der bündig mit der nach aussen zu gelegenen Seite der Handhaben abschliesst. Auf diese Wise kann man eine kompakte äussere Bau form der Kamera erhalten, und vor allem er gibt sich so eines gute Standfläche des Appa rates, beispielsweise für Queraufnahmen bei rechteckiger Bildform.
Es sind nun zwar Kamera-Bauformen bekannt, bei denen das Schaltwerk für den Filmtransport usw. auf der normalerweise unten gelesenen Kameraschmalseite unter gebracht ist. Jedoch lagen dabei diese Bau elemente unter einer niedrigen Abdeckung längs der Schmalseite, so dass die Film transportknöpfe darüber hervorragten. Die Standsicherheit eines solchen Apparates beim Aufsetzen auf die Kameraschmalseite war sehr mangelhaft, ganz abgesehen .davon, dass die äussere Form der Kamera nicht so ge schlossen wirkte, wie es beim Erfindungs- gegenstand der Fall ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes wiedergegeben, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Kamerarückansicht bei ab genommener Kamerarückwand und Fig. 2 eine Draufsicht auf die untere Kameraschmalseite, gesehen in Richtung des Pf eils P in Fig. 1.
Das Kameragehäuse 1 mit dem Objektiv 2 weist beiderseits Kammern 3 und 4 zur Aufnahme von in Kassetten oder Patronen 5 und 6 gelagerten Filmspulen 7 und 8 auf, deren Zapfen 9 und 10 nach der obern Ka- merasehmalseite zu gelegen sind. Zwischen den Zapfen 9 und 10 ist ein Sucher 11 und eine Gehäuseauslösung 12 so untergebracht, dass diese Teile bündig mit der obern Kamera schmalseite abschliessen bezw. noch unterhalb derselben liegen. Auf der untern Kamera schmalseite führen die Filmspulen 7 und 8 zu Filmtransporthandhaben in Gestalt von Knöpfen 13 und 14, von denen der eine zum Aufwickeln, der andere zum Rückwickeln des Filmstreifens 15 an dem Bildfenster 16 vorbei dient.
Der zwischen den Knöpfen 14 und 13 verbleibende Raum 17 bildet einen Teil des Kamerakörpers und dient zur Auf nahme des grössten Teils der Bauelemente des Schaltwerkes für den Filmtransport, der Filmtransportsperre, des Zählwerkes usw. Dieser Raum 17 erstreckt sich, wie zu er sehen ist, noch etwas in das Kameragehäuse hinein. An geeigneter Stelle ist dort auch noch eine Stativ mutter 18 angeordnet.
Da durch, dass der Raum 17 zwischen den Knöpfen 13 und 14 vorgezogen ist und bündig mit den Handhaben abschliesst, erhält der Apparat einen guten Stand auf der un- tern Kameraschmalseite zugleich mit. einer geschlossenen Form in seinem L mriss, wie Fig. 1 erkennen lässt.
In dem Raum 17 sind die Hauptteile der Schalt- und Sperrwerke für den Film transport untergebracht, wobei diese Teile in ihrer Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 20 gekennzeichnet sind. Ein Zackenrädchen 28, das im Bereich der untern Längsseite des Bildfensters 16, also in Höhe des Bildfensters angeordnet ist, greift in die untere Rand perforation 31 des Filmes 15 ein und wird beim Drehen des Transportknopfes 14 und bei dem dadurch bedingten Vorzug des Filmes mitbewegt. Die.
Drehung dieses Räd chens, 28 überträgt sich auf ein Zahnrad 32, auf dessen Lagerwelle 33 noch darunter eine Sperrscheibe 34 mit Aussparungen 35 auf gekeilt ist. Über ein als doppelarmiger Hebel 36 mit Drehpunkt bei 37 ausgebildetes Element arbeitet die Sperrscheibe 34 in be kannter und daher vorliegendenfalls nicht näher beschriebener Weise abwechselnd zu sammen mit dem Gehäuseauslöser 12 und mit einer Zackenscheibe 38, die auf der Achse 39 der betätigten Filmtransporthandhabe 14 be festigt ist..
Von dem Zahnrad 32 aus lässt sich in an sich bekannter und daher ebenfalls in der Darstellung nicht gezeigter Weise eine Zählscheibe betätigen. Die beim Ausfüh rungsbeispiel als Sektorenspannverschluss 30 gedachte Verschlusseinrichtung weist, wie üblich, einen in Pfeilrichtung 25 zu betäti- genden Spannhebel 24 sowie einen Verschluss- auslösehebel 26 auf.
Eine besonders einfache Weiterleitung des Kraftflusses zu den in Betracht kommen den Stellen in der Kamera ergibt sich - was in dem Apparat nicht gezeigt ist - bei einer Ausführungsform, bei .der das Schaltwerk für,den Filmtransport mit dem Aufzug eines bekannten Sektorenspannverschlusses gekup pelt ist, wenn der Verschluss gegenüber dem normalen Einbau so verdreht angebracht wird, dass der Verschlussspannhebel nach dem das Triebwerk aufnehmenden Raum 17 und sein Auslösehebel nach dem Gehäuse- auslöser 12 zu weist, -wenn ferner eine ,
veehselseitige Blockierung von Verschluss- auslösung und -spannung durch eine in den Verschluss selbst eingebaute bekannte Si cherung erfolgt (soggenannter Zentralsperr- verschluss), und wenn schliesslich die Abfall bewegung des Verschlussspannhebels auf ebenfalls an sich bekannte Art zur Auf hebung der Filmtransportsperre heran gezogen wird.
Man erhält dann kurze Über tragungsglieder vom Schaltwerk für ,den Filmtransport zum Versehlussspannhebel, so wie von diesem zur Filmtransportsperre und vom Gehäuseauslöser zum Auslösehebel am Verschluss. Eine weitere Verminderung der Abmessungen ergibt sich dadurch, dass man das Rädchen 28 oder ein als Greifer, Schlit ten oder dergl. ausgebildetes Element des Schaltwerkes nur einseitig an der dem Raum 17 zugekehrten Filmperforation angreifen lässt, da sieh .dann gegebenenfalls schwer unterzubringende Übertragungsglieder für den Angriff an der dem Sucher zugewandten Perforierung erübrigen.
Dieser einseitig wir kende Filmvorschub ist im vorliegenden Fall aus dem Grunde nicht bedenklich, weil der Film durch die kurze Baulänge der dar gestellten Kamera - die Filmtransport einrichtung liegt in der Höhe des Bild fensters, nicht ,davor oder dahinter, wie sonst üblich - eine verhältnismässig gute Führung durch die Filmspulen erhält.