CH218547A - Reibradwechselgetriebe mit selbsttätiger Übersetzungsänderung. - Google Patents

Reibradwechselgetriebe mit selbsttätiger Übersetzungsänderung.

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CH218547A
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    • F16H37/02Combinations of mechanical gearings, not provided for in groups F16H1/00 - F16H35/00 comprising essentially only toothed or friction gearings
    • F16H37/06Combinations of mechanical gearings, not provided for in groups F16H1/00 - F16H35/00 comprising essentially only toothed or friction gearings with a plurality of driving or driven shafts; with arrangements for dividing torque between two or more intermediate shafts
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    • F16H37/084Combinations of mechanical gearings, not provided for in groups F16H1/00 - F16H35/00 comprising essentially only toothed or friction gearings with a plurality of driving or driven shafts; with arrangements for dividing torque between two or more intermediate shafts with differential gearing with arrangements for dividing torque between two or more intermediate shafts, i.e. with two or more internal power paths at least one power path being a continuously variable transmission, i.e. CVT
    • F16H37/0853CVT using friction between rotary members having a first member of uniform effective diameter cooperating with different parts of a second member

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Description


  Reibradwechselgetriebe mit selbsttätiger Übersetzungsänderung.    Für -die verhältnismässig hohen Motor  leistungen der Kraftfahrzeuge oder gar  Triebwagen gelangten bisher Reibradwech  selgetriebe praktisch als Kraftübertragungs  getriebe nicht zur Anwendung, da die gro  ssen Übertragungskräfte an den Eingriffs  stellen der Reibräder sehr hohe Anpressungs  drucke erfordern, die eine starke Abnützung  zur Folge haben. Um .die Abnützung herab  zusetzen, sind Reibradgetriebe bekannt ge  worden, die den Anpressungsdruck selbst  tätig nur dann erhöhen, wenn dies durch  steigende Belastung notwendig wird. Hier  durch wird die Abnützung wohl etwas ver  mindert.

   Da aber auch während der Zeit ge  ringerer Beanspruchung die Reibräder in  Eingriff und damit einer Abnützung unter  worfen sind, ist die     Verschleissminderung     nicht so gross, dass diese bekannten Ausfüh  rungen für die grossen Übertragungsleistun  gen von Fahrzeugen Anwendung gefunden  hätten. Ausserdem wurde bei diesen Getrie  ben die Übersetzung nur von Hand geändert.    Der heutige Verkehr stellt aber an die  Aufmerksamkeit des Fahrers so hohe An  forderungen, dass     unbedingt    Wechselgetriebe  angestrebt werden müssen, welche das not  wendige     Übersetzungsverhältnis    zwischen  Motor und Fahrzeugachsen vollkommen  selbsttätig einstellen.

   Es ist selbstverständ  lich, dass diese Forderung der selbsttätigen  Übersetzungsänderung die bauliche Ausfüh  rung der Reibradwechselgetriebe noch mehr  kompliziert, und dass, um in den bei Fahr  zeugen gegebenen Raum- und Gewichts  grenzen zu bleiben, die     Beanspruchungen    an  den Eingriffsstellen der Reibräder noch  höher getrieben werden müssen, wodurch aber  deren Abnützung noch mehr verstärkt wird.  



  Um die der Anwendung der selbsttätigen  Reibradwechselgetriebe, die alle übrigen     For-          derungen    an ein stufenloses Getriebe von  hohem Wirkungsgrad bestens erfüllen, ent  gegenstehende Abnützungs- und Lebens  dauerfrage entscheidend zu verbessern, sind  bei dem selbsttätigen     Reibradwechselgetriebe         gemäss der Erfindung zwei     Zweige    für die       Kraftübertragung    vorgesehen, von denen  einer das eigentliche Reibradgetriebe mit  selbsttätiger Übersetzungsänderung enthält,  um die Kraftübertragung über den das Reib  radgetriebe enthaltenden Zweig nur dann er  folgen zu lassen, wenn dies erforderlich ist.  Vorteilhaft ist der andere (direkte) Zweig  immer dann eingeschaltet, wenn z.

   B. das  erforderliche Abtriebsdrehmoment nicht grö  sser als das Antriebsdrehmoment ist. Die  wechselweise Einschaltung der beiden Zweige  kann, wie in folgendem an Hand von Aus  führungsbeispielen gezeigt wird, in verschie  dener Weise erfolgen, wobei besonders die  Lösung der selbsttätigen Umschaltung einen  wesentlichen Fortschritt ergibt.  



  In der beiliegenden Zeichnung sind ver  schiedene Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes dargestellt.  



  Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt und  Fig. 2 einen Querschnitt der ersten Aus  führungsform;  Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt und  Fig. 4 und 5 zeigen Querschnitte eines  Teils der selbsttätigen Umschaltvorrichtung  der zweiten Ausführungsform;  Fig. 6 zeigt den Längsschnitt der dritten  und  Fig. 7 den Längsschnitt der vierten Aus  führungsform.  



  Bei der Ausführungsform nach Fig. 1  und 2 erfolgt die Umschaltung durch eine  entweder unmittelbar oder servomotorisch  von Hand oder selbsttätig arbeitende Kupp  lung mit zwei Einschaltstellungen. Bei der  Ausbildung nach Fig. 3 bis 5 ist als Kupp  lung für den einen Zweig das Reibradge  triebe selbst verwendet, indem zur     Entkupp-          lung    die Reibscheiben ausser Eingriff ,ge  bracht werden, während die Einschaltung  des direkten Zweiges durch eine beispiels  weise selbsttätige Kupplung erfolgt. Bei den  Ausführungsformen nach Fig. 6 und 7 wird  die Umschaltung der beiden Zweige selbst  tätig durch ein vor das Reibradgetriebe ein  gebautes Planetenzahnradgetriebe bewirkt.

      Bei dem in den erwähnten vier Ausfüh  rungsformen angewendeten Reibradgetriebe  sind zwecks Unterbringung zahlreicher Ein- ;  griffsstellen auf geringem Raume auf der  mittleren Keilwelle a als Reibräder mehrere  Kegelscheiben b verschiebbar aufgereiht,  während als Gegenreibräder zur Verringe  rung des relativen Gleitens mit einem schma  len Laufrand versehene Randscheiben     c    auf  mehreren (gezeichnet sind drei) Keilwellen  d gleichfalls verschiebbar angeordnet     sind.     Die Keilwellen d sind in Schwenkhebeln e  drehbar gelagert, die auf durchgehende  Achsen f aufgekeilt sind. Werden die  Schwenkhebel e um die Achsen f im Pfeil  sinne (volle Pfeile in Fig. 2) gedreht, so  nähern sich die äussern Keilwellen d (Aussen  wellen) der Keilwelle a (Mittelwelle).

   Die  Randscheiben     c    tauchen tiefer zwischen die  Kegelscheiben b, wodurch die Übersetzung  zwischen der     Mittelwelle    a und den Aussen  wellen d vergrössert wird. Dabei werden die  Kegelscheiben b axial entgegen der Kraft  der Feder g auseinandergeschoben, die den  zur Mitnahme notwendigen Anpressungs  druck erzeugt. Dieser kann durch entspre  chende Ausbildung der Feder g in jede ge  wünschte Abhängigkeit von der Übersetzung  gebracht werden. Aber auch von andern Zu  standsgrössen, wie z. B. der Antriebsdreh  zahl, kann der Anpressungsdruck durch die  Feder g in einfacher Weise in Abhängigkeit  gebracht werden, wie dies z. B. in     Fig.    1  durch die     Fliehkraftgewichte    h angedeutet  wird.

   Damit die Aussenwellen d bei allen  Übersetzungen den gleichen Abstand von der  Mittelwelle a aufweisen, können die Schwenk  bewegungen der Schwenkhebel e zwang  läufig, z. B. durch den Ring i gleichgehalten  werden. Die Verdrehung dieses     Kuppelringes     von aussen durch den Hebel k gestattet die  Einstellung eines beliebigen Übersetzungs  verhältnisses.

   Die selbsttätige     Anderung    der  Übersetzung erfolgt durch den Zahndruck Z  zwischen den auf den Keilwellen d sitzenden  Zahnrädern l und den auf den Schwenk  achsen f lose drehbar sitzenden Zahnrädern  na dadurch, dass seine gleich grosse, entgegen-      gesetzt gerichtete Reaktionskraft     g    an den  Lagerpunkten der Aussenwellen d im Pfeil  sinne angreift und die Randscheiben c so  tief     zwischen    die Kegelscheiben b drückt, bis  die Summe der radial nach aussen wirken  den Kraftkomponenten     herrührend    vom  Axialdruck der Feder g der Kraft K das  Gleichgewicht hält.    Durch die oben erwähnte Ausbildung  der Feder g kann z.

   B. erreicht werden, dass  bei doppelt so hohem Abtriebsdrehmoment  die Übersetzung auf den doppelten Wert  steigt, d. h. die Abtriebsdrehzahl auf den  halben Wert sinkt, somit die Abtriebs- und  damit auch die Antriebsleistung gleich blei  ben, wobei auch Antriebsdrehzahl und An  triebsdrehmoment     urgeändert        bleiben.       Die besondere Ausbildung und Wirkungs  weise des Reibradwechselgetriebes nach Fig. 1  und 2 sind folgende: Die Mittelwelle a des  eigentlichen Reibradgetriebes wird - ins  Schnelle übersetzt - über die Zahnräder z'  und z" von der rechten Kupplungsscheibe     K'     der Zweischaltstellungskupplung angetrie  ben,     wenn    deren Mittelscheibe I<B>7</B> gegen sie  angepresst wird.

   Die Kraftübertragung von  den Zahnrädern m auf die Abtriebswelle o  erfolgt über die Zahnräder m',<I>m',</I>     n'    und     J,     welch letzteres die Abtriebswelle über den  Freilauf     u    antreibt, der so ausgebildet ist,  dass das Rad     e    die Welle o mitnimmt, so  lange diese langsamer laufen will als das  Rad     n".    Will man das Getriebe auch dadurch  zur stufenlosen Bremsung heranziehen, dass  man den Motor von der Fahrzeugachse aus  ins Schnelle übersetzt antreibt, so muss der  Freilauf     u    in     bekannter    Weise sperrbar ein  gerichtet sein,

   damit die Welle o ihr Dreh  moment auf das Rad n'' und - durch das  Reibradgetriebe ins Schnelle übersetzt   über die Kuppelscheibe IC an den Motor ab  gibt. Die Randscheiben werden dabei von  Hand durch den Hebel kc mehr oder weniger  tief zwischen die Kegelscheiben b gedrückt.  Die Abtriebswelle ist an ihrem vordern Ende  starr mit der linken Kupplungsscheibe I<B>C</B>  verbunden, gegen welche die Mittelscheibe    von Hand oder selbsttätig verschoben wird,  wenn das notwendige Abtriebsdrehmoment  kleiner wird als das Antriebsdrehmoment des  Motors. Der direkte Zweig besteht also bei  dieser Ausführung aus der Kupplungsscheibe  K' und der Abtriebswelle o. Statt einer  Kupplung mit zwei Einschaltstellungen  könnten auch zwei ,getrennte Kupplungen  vorgesehen sein.  



  Bei der Ausführungsform nach Fig. 3  bis 5 erfolgt die Kraftübertragung von dem  Schwungrad s des Motors entweder über die  Zahnräder z', z', die Mittelwelle a, die Reib  scheiben b, c, die Aussenwellen d     und    die  Zahnräder<I>1,</I>     m,   <I>n', n"</I> auf das Zahnrad n"',  wobei das Rad n"' die Abtriebswelle o über  die Klauenkupplung o' antreibt, oder über  den direkten Zweig, bestehend aus dem Ge  winde G', der Kuppelwelle y und der Kupp  lung     K4    gleichfalls auf das Rad     n"'.     



  Die Übersetzung des Reibradgetriebes  und die Umschaltung von einem Kraftüber  tragungszweig auf den andern erfolgt hier  bei in Abhängigkeit vom Drehmomenten  verhältnis; in der Antriebs- und Abtriebs  welle. Dieses Verhältnis wird in einem oder  beiden Zweigen auf eine Vorrichtung zur  Wirkung gebracht,. die bei einem bestimm  ten     Wert    des     Verhältnisses    die Umschaltung  von einem Kraftübertragungszweig auf den  andern selbsttätig     vornimmt.    Im folgenden  ist die Wirkungsweise einer solchen Vor  richtung näher erläutert.  



  Solange das verlangte     Abtriebsdreh-          moment    grösser ist als das Motordrehmoment,  tauchen die Randscheiben c zwischen die  Kegelscheiben b. Sinkt das     Abtriebsdreh-          moment    dagegen, so entfernen sich die  Aussenwellen<I>d</I> von der Mittelwelle<I>a</I> immer  mehr, bis die Kegelscheiben b gegenseitig  aufsitzen und die Randscheiben c ausser Ein  griff gelangen. In diesem Augenblick wird  der     Kuppelring   <I>i</I> von dem Hebel     1c    dadurch  noch etwas weiter gedreht, dass die Tot  punktsfeder k' über den Drehpunkt des  Hebels     k    gelangt und diesen im Pfeilsinne  weiter verdreht.

   Die Randscheiben werden      hierbei aus den Kegelscheiben gehoben und  die Kraftübertragung über den Zweig des  Reibradgetriebes ist dadurch unterbrochen.  



  Bei dieser letzten Drehung des Kuppel  ringes<I>i</I> wird durch dessen Aussparung<I>j</I>  (siehe Fig. 5) die Rolle p und damit über  die Verstellscheibe y' die Kuppelwelle y zur  Verschiebung nach rechts unter dem Druck  der Federn h' freigegeben, wodurch die  Kupplung     K'    zum Eingriff gelangt, so dass  jetzt die Kraftübertragung über den direk  ten Zweig stattfindet. Steigt dann das Ab  triebsdrehmoment wieder über das Motor  drehmoment, so werden durch den     Axial-          sehub    des Gewindes G' die Federn h' zu  sammengedrückt, und die Welle y mit der  Kuppelscheibe wird nach links verschoben  und dadurch die Kupplung K' des direkten  Zweiges gelöst.

   Gleichzeitig wird über die  Verstellscheibe y' und die Rolle p der Kup  pelring i über seine Schrägfläche j' so weit  verdreht, dass dadurch die Totpunktsfeder  <I>k'</I> über den Drehpunkt des Hebels<I>k</I> zurück  gehoben wird und den Hebel k im Pfeil  sinne weiterdreht, wodurch die Reibschei  ben b und c wieder zum Eingriff gelangen.  Damit erfolgt die Kraftübertragung wieder  über den Zweig mit dem Reibradgetriebe.  



  Auch bei dieser Ausführungsform kann  der Motor über das Reibradgetriebe ins  Schnelle angetrieben und als stufenlose  Bremse dadurch benutzt     werden,    dass die  Randscheiben     c    durch den Hebel k von  Hand mehr oder     weniger    tief zwischen die  Kegelscheiben b gedrückt werden. Ferner  kann auch hier die     Übersetzungsänderung     und die Umschaltung statt in Abhängigkeit  vom Drehmomentenverhältnis in der An  triebs- und Abtriebswelle in Abhängigkeit  von der Drehzahl in einer dieser Wellen  erfolgen.  



  Wird die Klauenkupplung o' nach rechts  verschoben, so wird über die Räder     n4,        n',     n' die Abtriebswelle o im Rückwärtsgang  angetrieben.  



  Bei der Ausführungsform nach Fig. 6  werden die Aussenwellen d und die Schwenk  hebel e mit ihren Achsen f von einer Trom-    mel q getragen, die mit den Lagern r und r'  im Getriebegehäuse q' gelagert ist. In diese  Trommel ist das Aussenrad s eines Planeten  getriebes eingebaut, dessen Planetenräder s'  durch den Wellenstumpf t angetrieben wer  den, während sein Sonnenrad s" auf der  Mittelwelle a fest verkeilt ist und diese mit  Übersetzung ins Schnelle antreibt.  



  Solange das Abtriebsdrehmoment an der  Abtriebswelle o grösser ist als das Antriebs  drehmoment am Wellenstumpf t, ist gegen  über der oben beschriebenen     Ausführungs-          form    kein Unterschied; denn die Trommel q  wird durch den Drehmomentunterschied (Re  aktionsdrehmoment) entgegen der Antriebs  drehrichtung gegen den Freilauf u gedrückt,  steht also still. Erst wenn mit     sinkendem     Abtriebsdrehmoment die Randscheiben so  weit aus den Kegelscheiben herausgetreten  sind, dass die Gesamtübersetzung vom An  triebswellenstumpf t zur Abtriebswelle o  den Wert 1 erreicht, d. h. Antriebs- und Ab  triebsdrehmoment sowie Antriebs- und Ab  triebsdrehzahl gleich sind,     beginnt    die Trom  mel g gleichzeitig in der Antriebsdrehrich  tung umzulaufen.

   Dadurch sinkt der Dreh  zahlunterschied zwischen dem Antriebs  wellenstumpf t und dem Aussenrand s, somit  auch die Drehzahl der Planetenräder s', des  Sonnenrades s" und der     Mittelwelle    a. Die  Trommel     q    läuft schneller um, da an ihr nur  beschleunigende Kräfte auftreten. Schliess  lich stehen die Planetenräder s' auf ihren  Zapfen still, und die Drehzahl des Sonnen  rades s" und der Mittelwelle a wird gleich  der Antriebsdrehzahl bezw. wegen der Be  dingung, dass die Übersetzung gleich 1 ist,  gleich der Abtriebsdrehzahl.

   Dann wird ein  weiteres Steigen der Trommeldrehzahl, die  in diesem Augenblick auch gleich der An  triebs-     bezw.        Abtriebsdrehzahl    ist, und da  mit ein weiteres Sinken der Drehzahl des  Sonnenrades und der Mittelwelle a unter  diese allen übrigen umlaufenden Teilen ge  meinsame Drehzahl durch den Freilauf v  verhindert, der eine gegensinnige Drehung  der Mittelwelle a und der     Abtriebswelle    o  sperrt. Damit laufen jetzt alle Teile des Ge-      triebes mit gleicher Drehzahl um, und die  Reibscheiben     sind    gegenseitig in Ruhe. Um  das Moment der Fliehkraft der Randscheiben  c um die Schwenkachsen f aufzuheben, sind  an den Schwenkhebeln Gegengewichte w an  gebracht.  



  Die gleiche Wirkung wie durch den  Freilauf v kann auch dadurch erreicht wer  den, dass sich die Randscheiben c, wie in  Fig. 6 gestrichelt angedeutet ist, in ihrer  äussersten Stellung reibschlüssig gegen die  innere Seite der Trommel     q    legen und da  durch das Kuppeln aller umlaufenden Teile  bewirken.  



  Um bei höheren Getriebeleistungen in  dem eben beschriebenen Kupplungszustand  nicht auch die schweren Randscheiben mit  voller Motordrehzahl umlaufen zu lassen,  kann nach Fig. 7 das Getriebe so ausgebildet  sein, dass dann die Reibscheiben nicht nur  gegenseitig,     sondern.    auch im Raum still  stehen.  



  Um dies zu erreichen, ist auch auf der  Abtriebsseite ein Planetenzahnradgetriebe  eingebaut, dessen Aussenrad x mit dem  Aussenrad s des Planetenzahnradgetriebes  auf der Antriebsseite über die Zahnräder x2  und     s2    durch die im Gehäuse     q'    gelagerte  Welle<I>y</I> gekuppelt ist. Das Sonnenrad<I>x"</I>  wird von den auf den Schwenkachsen f ge  lagerten Zahnrädern m über das gemeinsame  Zahnrad     n    angetrieben. Die Planetenräder x'  treiben über ihre Lagerzapfen die Abtriebs  welle o an.

   Solange das Abtriebsdrehmoment  an der Welle o grösser ist als das Antriebs  drehmoment am Wellenstumpf t, d. h. so  lange     die,    Gesamtübersetzung kleiner ist als  1, ist gegenüber der Ausführungsform nach  Fig. 6 kein Unterschied; denn die Welle y  und das Aussenrad x werden durch den  Drehmomentunterschied (Reaktionsdrehmo  ment) - wie bei Fig. 6 die Trommel q   gegen den Freilauf u gedrückt, stehen also  still.

   Erst wenn, wie dort, die Randscheiben  c so weit aus den Kegelscheiben     b    heraus  getreten sind, dass die Gesamtübersetzung  den Wert 1 erreicht, beginnen die Räder x',       x2,    s und     s2    sowie die Welle y gleichsinnig    in der Antriebsdrehrichtung immer schneller  umzulaufen, während die Drehzahl der Son  nenräder s" und x" bis zum Stillstand sinkt,  ja, diese sogar ihre Drehrichtung umkehren  würden,     wenn    sie nicht durch den Freilauf  v gesperrt würden.  



  Selbstverständlich können die einzelnen  Teile der Planetenzahnradgetriebe ihre Rolle  vertauschen, d. h. es könnten z. B. die Pla  netenräder<I>x'</I> durch das Zahnrad     n    und die  Abtriebswelle o durch das Sonnenrad x" an  getrieben werden.  



  Die     Wirkungsweise    der Ausführungs  form nach Fig. 7 ist also die gleiche wie die  nach Fig. 6, nur stehen jetzt im Kuppel  zustand die Planetenräder nicht auf ihren  Zapfen still, da diese mit der Antriebsdreh  zahl umlaufen und die Planetenräder sich  auf den     stillstehenden        Sonnenrädern    s" und  x" abwälzen. Weiter laufen die Aussenräder  hier nicht mit der Antriebsdrehzahl um, son  dern entsprechend den Zähnezahlverhältnis  sen in den Planetenradgetrieben schneller.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Reibradwechselgetriebe mit selbsttätiger Übersetzungsänderung, insbesondere für Kraftfahrzeuge und Triebwagen, dadurch gekennzeichnet, dass für die Kraftübertra gung von der Antriebs- auf die Abtriebsseite zwei Kraftübertragungszweige vorhanden sind, von denen einer das eigentliche selbst tätige Reibradgetriebe enthält, um zwecks Vermeidung unnötigen Verschleisses der Reibräder die Kraftübertragung über den das Reibradgetriebe enthaltenden Zweig nur dann erfolgen zu lassen, wenn dies erforder lich ist.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das wechselweise Einschalten der beiden Über tragungszweige durch eine Kupplung .mit zwei Einschaltstellungen und einer Aus schaltstellung erfolgt. 2. Reibradwechselgetriebe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das wechselweise Einschalten der beiden Über- tragungszweige durch zwei getrennte Kupp lungen erfolgt. 3.
    Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Ein- und Ausschalten des das Reibradge triebe enthaltenden Zweiges dadurch erfolgt, dass die Reibräder selbst in oder ausser Ein griff gebracht werden. 4. Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltung von dem einen auf den andern der beiden Übertragungszweige selbtstätig erfolgt. 5. Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch und Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die selbsttätige Umschal tung bei einem bestimmten Zahnrad zwischen ineinandergreifenden Zahnrädern erfolgt. 6. Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch und Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umschaltung bei einem bestimmten Verhältnis der Drehmomente in der Antriebs- und der Abtriebswelle zuein ander erfolgt. 7.
    Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch und Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Umschaltung in Ab hängigkeit von der Drehzahl in einem der Zweige erfolgt. B. Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch und Unteransprüchen 4 und 6, da durch gekennzeichnet, dass das Drehmomen tenverhältnis in beiden Zweigen auf eine Vorrichtung zur Wirkung gebracht wird, die bei einem bestimmten Wert desselben die Umschaltung von einem Übertragungszweig auf den andern selbsttätig vornimmt. 9. Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch und Unteransprüchen 4 und 5, da durch gekennzeichnet, dass vor dem eigent lichen Reibradgetriebe ein Planetenzahnrad getriebe angeordnet ist, wobei durch Ände rung der Relativdrehung der Zahnräder die Umlaufschaltung von einem Übertragungs zweig auf den andern selbsttätig erfolgt. 10.
    Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sperrung von Rückdrehungen in einem oder beiden Zweigen Freiläufe angeordnet sind. 11. Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das eigentliche Reibradgetriebe mehrere auf einer gemeinsamen Mittelwelle axial verschiebbar aufgereihte, durch Federung zusammenge presste Reibräder enthält und diese mit Gegenreibrädern in Eingriff stehen, die auf zwei oder mehr in gleichen Abständen von der Mittelwelle liegenden Aussenwellen gleichfalls verschiebbar angeordnet sind, wo bei die Änderung des Übersetzungsverhält nisses durch zwangläufig gleiche Änderung dieser Abstände erfolgt. 12.
    Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung des Übersetzungsverhältnisses in dem das eigentliche Reibradgetriebe enthal tenden Zweig selbsttätig in Abhängigkeit von einer Zustandsgrösse erfolgt. 13. Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Änderung des Übersetzungsverhältnisses in dem das eigentliche Reibradgetriebe enthal tenden Zweig selbsttätig in Abhängigkeit von zwei Zustandsgrössen erfolgt. 14.
    Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch und Unteranspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass die Änderung des Über setzungsverhältnisses in dem das eigentliche Reibradgetriebe enthaltenden Zweig selbst tätig in Abhängigkeit vom Zahndruck zwi schen ineinandergreifenden Zahnrädern da durch erfolgt, dass die Aussenwellen in Schwenkhebeln gelagert sind und über Zahn räder abtreiben, die auf deren Schwenk achsen sitzen. 15. Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch und Unteranspruch 11, dadurch ge kennzeichnet, dass die axiale Kraft der Feder (g) in Abhängigkeit von einer Zustandsgrösse verändert wird.
    16. Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch und Unteransprüchen 4, 5, 9 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussen wellen in einem gleichmittig mit der Mittel welle umlaufenden Tragkörper gelagert sind, der mit einem Teil des Planetengetriebes starr verbunden ist. 17. Reibradwechselgetriebe nach Patent anspruch und Unteransprüchen 4, 5 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Ab triebsseite gleichfalls ein Planetenzahnrad getriebe angeordnet ist, das mit dem Plane- tengetriebe auf der Antriebsseite durch eine Welle gekuppelt ist. 18. Reibradwechselgetriebe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenig stens in einem Zweig ein Zahnradüberset zungsgetriebe vorgesehen ist.
CH218547D 1939-03-31 1940-03-27 Reibradwechselgetriebe mit selbsttätiger Übersetzungsänderung. CH218547A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE930064C (de) * 1952-07-17 1955-07-07 Daimler Benz Ag Reibungsgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE959796C (de) * 1954-07-10 1957-03-14 Ingrid Moser Reibungsgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge

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