ILleinkältemaschine mit gekapseltem, elektromotorisch angetriebenem Kolbenkompressor. Die Erfindung betrifft eine KleinkäIte- maschine mit gekapseltem, elektromotorisch angetriebenem Kolbenkompressor. Die bisher ausgeführten gekapselten Maschinen dieser Art besitzen vierpolige Ei.nphasenantriebs- motoren für den Kolbenkompressor, so dass sich bei ihrem Anschluss an das normale 50- Periodennetz eine Drehzahl von 1500 Um drehungen pro Minute ergibt. Bei den für Haushaltkühlschränke üblichen Typen haben solche Maschinen ein Kapselgewicht von etwa 18 kg.
Sie erfordern diesem Ge wicht angepasste Befestigungsmittel für das Festhalten der Kapsel. Die Kapsel wird des halb gewöhnlich bisher auf einem besonderen Maschinenrahmen montiert. Bei den bekann ten Maschinen hat die Aggregatkapsel auch einen erheblichen Raumbedarf, weshalb für die ausserhalb des Kühlschrankes befindli chen Maschinenteile meist ein besonderes, oberhalb oder unterhalb des Kühlraumes be findliches Maschinenfach vorgesehen ist.
Durch die Erfindung wird ein Weg ge wiesen, durch den es möglich ist, das Gewicht und auch den Platzbedarf für die Kompres- sormotorkapsel erheblich zu verringern. Er findungsgemäss ist als Antriebsmotor für den Kolbenkompressor ein direkt mit letzterem gekuppelter kollektorloser, zweipoliger Ein phasenmotor vorgesehen. Das ist also ein Mo tor, der beim Ansehluss an das normale 50- Periodennetz mit 3000 U/min. läuft.
Die er hebliche durch die Erfindung erzielbare Ver kleinerung des Kompressors und seines Mo tors hat nicht nur zur Folge, dass der Ma terialaufwand für diese Teile erheblich ver ringert wird, sondern gestattet es auch, die gesamte Konstruktion solcher Kleinkälte maschinen in neuartiger Weise durchzubil den.
Bei den bisher bekannten mit Kompres- sions-Kleinkältemaschinen betriebenen Kühl schränken ist stets unterhalb oder oberhalb des Kühlraumabteils ein meistens sogar be trächtlicher Raum vorgesehen, um das Aggre- gat unterbringen zu können. Nur bei der Ver wendung von Absorptionskältemaschinen, die man verhältnismässig flach bauen kann, ist man bisher in der Lage gewesen, das Kühl aggregat an der Rückseite oder an einer Seitenwand des Kühlschrankes anzubringen.
Bei Anwendung der Erfindung ist es nun mehr ohne weiteres möglich, wenn die Klein kältema,schine gemäss der Erfindnng zum Be triebe von Kühlschränken dient, infolge der kleinen Abmessungen des Kompressora.ggre- gates dieses Aggregat, ähnlich wie bei den Absorptionsmaschinen, auf der Rückseite oder an einer Seitenwand des Kühlschrankes anzubringen, ohne dass für dieses Aggregat ein übermässig grosser Raum benötigt -,würde. Diese durch die Erfindung gegebene Mög lichkeit,
das Kompressormotoraggregat bei spielsweise auf der Rückseite des Kühlschran kes anzuordnen, bringt den -sossen Vorteil, da,ss man dabei die wärmeabgebenden Teile der Maschine einem sehr intensiven natür lichen Kühlluftstrom aussetzen kann, da die Kühlluft durch die Schornsteinwirkung des auf der Rückseite des Schrankes gebildeten Luftschachtes einen kräftigen Auftrieb in folge der Erwärmung an den wärmeabgeben den Teilen erhält.
Das ist von besonderer Be deutung für eine bevorzugte:Ausführungsform der Erfindung, bei der die wärmeabgebenden Teile nicht unter Zuhilfenahme eines Ven tilators, sondern durch den natürlichen Luft zug selbst gekühlt werden. Man kann das Kompressormotoraggregat vom Kondensator getrennt ausführen; es besteht aber auch die Möglichkeit, den Kondensator mit dem Aggregat zusammenzubauen, wobei man bei spielsweise einen mitRillenversehenenBlech- kondensator verwendet, in dem entsprechende Vertiefungen zur Aufnahme des Koml:ressor- motoraggregates eingedrückt sind.
Die klei nen Abmessungen des Kompressormotor- aggregafes gestatten es, einen solchen mit dem Aggregat zusammengebauten Platten kondensator nunmehr ohne weiteres auf der Rückseite oder an der Seitenwand eines Kühlschrankes zu montieren, ohne dass die Ausbuchtungen des Plattenkondensators, wel- ehe für das Koinpressorniotoraggregat erfor derlich sind, wesentlich mehr Raum benöti gen, als für die einwandfreie Führung der denKondensator umspülendenKühlluft ohne hin erforderlich ist.
Durch die D1öglichkeit, das Kompressionskältemaschinenaggregat auf der Rückseite oder an der Seitenwand des Kühlschrankes unterbringen zu können, kann, verglichen mit den bisherigen mit. Kompressionskältemaschinen ausgerüsteten Kühlschränken, der Vorteil erreicht werden, dass der Materialaufwand für den Schrank selbst infolge des Wegfalles eines obern oder untern Maschinenfaches erheblich verringert werden kann.
Um eine intensive Wärmeabfuhr vom Kompressormotoraggregat zu erzielen, kann es sehr vorteilhaft sein, die Abwärme vom Kompressormotoraggregat indirekt unter Vermittlung einer in der 31aschine ohnehin vorhandenen Flüssigkeit, also unter Vermitt lung des Schmieröls oder des Kältemittels, an besondere Kühlflächen der Maschine abzu führen.
Der Motor kann auch mit höheren Um drehungszahlen als 3000 U/min. laufen. Hö here Umdrehungszahlen lassen sich beispiels weise erzielen, wenn man den Motor an das normale 50-Periodennetz über geeignete Fre- duenzumwandler anschliesst.
Die Figuren zeigen als Ausführungsbei spiele der Erfindung Kompressionskälte maschinen, die mit einem Haushaltkühl- sehrank zusammengebaut sind.
Fig. 1 zeigt die Rückansicht eines Haus haltkühlschrankes, der mit einem Beispiel gerüstet ist. Fig. 2 zeigt den zugehörigen <B>,</B> -iiis, L, <B>C C</B> Querschnitt. Fig. 3 zeigt ein weiteres Bei spiel. Mit 1 ist. in Fig.1 und 2 die Kapsel des Aggregates bezeichnet. In diese Kapsel ist ein Kolbenkompressor und ein direkt damit gekuppelter kollektorloser zweipoliger, den Kompressor antreibender Einphasenmotor eingebaut.
Das Kältemittel wird von dem in der Figur nicht dargestellten Verdampfer her durch eine Leitung 2 angesaugt. Das kompri mierte Kältemittel wird durch die Druek1ei- tung 3 in das oberste der Rohre 4 des Kon- densators gedrückt.
Dieser Kondensator be steht aus mehreren unter sich parallel liegen den Einzelrohren 4, die jeweils an ihren En den bei 5 und 6 zusammengedrückt und zu geschweisst und mit Haltern 7 bezw. 8 ver schweisst sind. Über die Querrohre 4 sind senkrechtstehende Kühlrippen 9 geschoben, welche die wärmeabgebende Oberfläche des Kondensators vergrössern. Die einzelnen Rohre 4 sind durch Querverbindungsrohre 10 an den Enden miteinander verbunden und auf diese Weise zu einem gemeinsamen Kon densator zusammengefasst.
Mit 11 ist die an den untern Teil des Kondensators angeschlos sene Kältemittelleitung bezeichnet, welche zum Schwimmerbehälter 12 führt; daran ist die zum Verdampfer führende Leitung 13 angeschlossen.
Bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform wird das Kompressor motoraggregat der Kleinkältemaschine mit Hilfe des Kältemittelkondensates gekühlt. Zu diesem Zweck sind die drei obersten der Kondensatorrohre 4 als Kühler zusammenge- fa.sst, derart, dass das in ihnen entstehende Kondensat durch eine Leitung 14 dem obern Teil der Kompressormotorkapsel 1 wieder zu geführt wird.
Die fünf untern Kondensator rohre bilden somit den eigentlichen Konden sator, von dem aus das verflüssigte Kälte mittel über den Schwimmer zum Verdampfer gelangt.
An die Kompressormotorkapsel 1 sind Winkeleisen 16 und 17 angeschweisst, die mit entsprechenden, ihnen zugeordneten Winkel eisen 18 und 19 unter Zwischenschaltung einer Gummilagerung verbunden sind. Die zuletzt genannten Winkeleisen sind mit dem Teil 20 verschweisst. Die Kompressormotor- kapsel sitzt zusammen mit dem Schwimmer ventil 12 unterhalb des Kühlraumes.
Da das Kompressormotoraggregat in diesem Falle indirekt durch verflüssigtes Kältemittel ge kühlt wird, kann man die Kapsel 1 durch eine Kappe 20 in der aus der Fig. 2 ersicht lichen Weise von der Aussenluft abschirmen, so dass die 'Einzelteile des unterhalb des Kühlschrankes befindlichen Aggregates von aussen nicht direkt zu sehen sind. Der Kühl schrank ist so eingerichtet, dass er an der Wand aufgehängt werden kann. Zu diesem Zweck sind an den Haltern 7 und 8 Ösen 21 befestigt.
Der innere Schrankeinsatz 22 ist bei dieser Ausführungsform mit Hilfe von Hal tern 23 an dem durch die Kondensatorrohre 4 und die senkrechtstehenden Winkeleisen 7 und 8 gebildeten Rahmen befestigt. Die Kühlluft tritt in. der Pfeilrichtung .durch den auf der Rückseite des Kühlschrankes gebil deten Luftschacht und umspült dabei sehr intensiv die Kühlrippen 9 des Kondensators, so dass die Wärmeabgabe ohne besonderen Ventilator erfolgen kann.
Fig. 3 zeigt schematisch eine Ausfüh rungsform, bei welcher die Kompressions- kältemaschine an der Rückwand.eines Haus haltkühlschrankes 31 befestigt ist. In diesem Falle sind die Kapsel des Kompressormotor- aggregates und der Kondensator der Kälte maschine zusammen aus zwei Blechen 32, 33 hergestellt, die am Rande durch Schweissung zu einem druckdichten Behälter zusammen gefügt sind.
In diesen Behälter sind Rillen 34, welche die Kältemittelleitungen des Kon- densators bilden und Ausbuchtungen 35, wel che den Aufnahmeraum für das Kompressor motoraggregat umschliessen und die Kapsel für das letztere bilden, eingedrückt. Die Kap sel des Kompressormotoraggregates ist also derart mit dem Kondensator zusammenge baut, dass sie von dem an der Kühlschrank rückwand befestigten Kodensator getragen wird.
Das Kompressormotoraggregat wird in diesem Falle zweckmässig federnd gegen die so gebildete Kapselwand abgestützt; es kann gekühlt werden durch Kältemittelkondensat, welches aus einem Teil des Kondensators in den obern Teil der Kompressormotorkapsel zur erneuten Verdampfung wieder zurückge führt wird.
Infolge der kleinen Maschinen abmessungen gelingt es, ein solches Kom- pressormotoraggregat in einem verhältnis mässig schmalen Luftschacht, der auf der Rückseite des Kühlschrankes durch Ab standsstege 36 innegehalten wird, unterzu- bringen. Man erzielt bei dieser Ausführung in dem Luftschacht einen sehr intensiven Auftrieb der in der Pfeilrichtung von unten nach oben strömenden Kühlluft, so dass es ohne weiteres möglich ist, die frei-,verdende Wärme mit Hilfe der Kühlfläche des Aggre gates ohne zusätzlichen Ventilator an die Luft abzugeben.