CH219287A - Anordnung zur Erfassung von Gestellschlüssen. - Google Patents
Anordnung zur Erfassung von Gestellschlüssen.Info
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Description
Anordnung zur Erfassung von Gestellschlüssen. Um auch einen Gestellschluss im @Stern- punkt oder in !der Nähe des Sternpunktes einer elektrischen Wicklung, z. B. einer Generatorwicklung, zu erfassen, ist es be kannt, eine Gleichstromverspannung anzu wenden. Zu diesem Zwecke hat man z. B. zwischen .Sternpunkt der zu schützenden Wicklung und Erde eine Gleichstrombatterie eingeschaltet und .in diese Erdverbindung ein Gleichstromrelais und eine Drosselspule gelegt. Ganz .gleichgültig, .an welchen.
Punk ten, der Wicklung ein Erdschluss auftritt, fliesst immer ein Gleichstrom über das Re lais, das .dadurch zum Ansprechen kommt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Ge- stellschlussschutzeinrichtung für elektrische Wicklungen, insbesondere für Generatoren in Blockschaltung, bei der ebenfalls eine Geichstromverspannung angewendet wird, bei der aber der bei einem Fehler fliessende Gleichstrom ausserordentlich ;gering gehalten werden kann.
Gemäss der Erfindung wird die Wicklung über mindestens einen ständig mit GleIch- strom aufgeladenen Kondenoator :geerdet und .der Entladestromstoss des Kondensators zur Anzeige des Erdschlusses benutzt.
Da der Kondensator ständig aufgeladen wird, kann man die Verspannung verhältnismässig hoch wählen, so dass ein genügend ,grosser Ent- la@destromstoss entsteht, um das Relais zum Ansprechen zu bringen. Dieser Entlade- stromstoss wirkt aber nur ausserordentlich kurze Zeit, dann klingt er sofort ab, und der bei einem Fehler fliessende Dauerstrom ist ausserordentlich gering.
Durch die Gleich- stromspannung tritt also im Fehlerfalle nur ein: ausserordentlich kleiner Dauerstrom auf, ohne dass aber !die Empfindlichkeit der An ordnung darunter leidet.
Zur Anzeige des Gleichstromstosses kann man ein Gleichstromrelais (polarisiertes Re lais) verwenden, welches an den iSekundäT- kreis .des vom Gleichstromstoss primär durch- Flosseren Stromwandlers angeschlossen Man könnte aber auch z.
B. eine Röhre ver wenden, deren Gitterspannung der Spari- nung eines vom Gleichstrom durchflossenen Wid.er,standes entnommen wird.
In der Zeichirung sind verschiedene Aus führungsbeispiele der Erfindung dargestellt. In Fib. 1 ist mit 1 der zu #schützeiide Gene rator, der an das Netz über den Transfor mator 2 angeschlossen ist, bezeichnet.
Der Sternpunkt des Generators ist über einen Kondensator 3 und einen Olimschen Wi derstand 4 beerdet. Der Kondensator 3 wird aus einer Wechselspannung, zum Bei spiel im Netz über einen Transformator i , einen Gleichrichter 5 und einen hohen Wi derstand 6 mit einem sehr beringen Strom, z.
B. einigen 1VIilliampere, aufgeladen. Da die Ladung ständig erfolgt, kann der Kon densator auf eine für die Verspannung aus- reichende Spannung, z.
B. 500 Volt bei einem 10 KV-Generator, aufgeladen werden. Im Stromkreis der Erdverbindung des Stern punktes liegt ein Stromwandler 8,
in dessen Sekundärkreis ein polarisiertes Relais a reit Parallelkondensator 11 und ausserdem in Reihe dazu ein @\Techselstromrelais 1(1 ein- beschaltet ist. Tritt nun z. B. im Sternpunks: ein Erdsehluss auf, so entlädt .sich der Kon densator über den zur Begrenzung des Ent- ladestromstosses dienenden Widerstand 1.
Im .Sekundärkreis des Stroinwandl.ers tritt eine Gleichspannung auf, durch welche das Relais 9 zum Ansprechen gebracht wird. Das Relais 9 ist so ausgebildet, dass es durch die sen Stoss zum Ansprechen gebracht wird.
Der parallel liegende Kondensator erhöht die Sicherheit des Ansprechens, da er den Gleich- strom speichert und nach Verschwinden des Gleichstromstosses seine Energie an das In strument abgibt. Bei einem Gestellschluss, z.
B. an den Klemmen, tritt eine; Begren- zung des Erdschlussstromessowohl durch den Kondensator 3 als auch durch den Wider stand 4 auf, wobei man den Kondensator zweckmässig so wählt, dass der Erdschluss- strom keinen Schaden anrichten kann.
Das Instrument 9 wird zweckmässig so ausgebil- det, dass es auf die Wechselstromkomporiente nicht anspricht (genübende Trägheit bez\v. i balli-.stiselie Wirkring). Es spricht aber auf den Erdschlussstroinstoss an. Ausserdem spricht, wenn der Fehler weiter vom Sternpunkt weg liebt, noeli das Wechselstromrelais 10 an.
Man kann nun die Einrichtung so treffen, dass, weun nur das Gleichstromrelais an spricht. nur eine Si-Inalisierung Hervorgeht, dagegen eine Abschaltung, wenn sowohl das Gleidzstromrelais als aueli das Wechsel- stroiurelais ansprechen.
Wie bereits erwähnt, könnte man auch als Gerät, welches von der Aufladung des Kondensators 3 zum Ansprechen gebracht wird, eine Rühre verwenden, deren Gitter- span=nung von der Spannung am Widerstand, 1 abhänbi,b ist.
Normalerweise ist dann die Gitterspannung Null und erhöht sieh vor- übergehend bei einem E-rd -schluss, wodurch die Rühre zurr Zünden gebracht wird.
Fig. 3 zeigt ein anderes Ausfiihrunj-- beispiel der Erfindung. Die der Fig. 1 ent- spreehendcn Teile sind mit gleichen Bezugs zeichen versehen. Bei Fig. 2 ist ein künst licher Sternpunkt aus drei Kapazitäten 3, 3' und 3" gebildet, denen Entladewiderstände 4, 4' und 4" vorgeschaltet sind.
Der künst liche Sternpunkt liegt über den Wandler 8 an Erde. 6 ist wieder der Aufladewiderstand mit der Gleicbrichterrühre 5 und dem Trans formator i, die in Reitre geschaltet zwischen dem Sternpunkt der Maschine und Erde lie- geil. Die Wirkungsweise ist die gleiche wie die der Anordnung nach Fig. 1.
In Fib. 3 ist ein künstlicher Sternpunkt mit Hilfe eines Transformators 12 gebildet, der über den Entladewiderstand 4 und den Kondensator 3 an Erde angeschlossen ist. Der Kondensator wird tierrau so wie bei der Anordnung nach Fig. 1 mit einem sehr klei nen Strom aus dem Transformator i über den.
Gleichrichter 5 und den Aufladewider- stand 6 aufgeladen. Das Wechselstrom- und das Gleichstromrelais sind an die in Dreieck geschaltete Sekundärwicklung des Transfor- inators 10 angeschlossen.
Die Anordnung nach der Erfindung kann auch angewendet werden, wenn mehrere Generatoren parallel arbeiten. Es wird dann zweckmässig ein künstlicher Sternpunkt wie in Fig. 2 oder 3 gebildet. Die Relais müssen aber dann so angeschlossen werden,,dass eine Selektivität entsteht, indem z.
B. in die Ver- bindungs-leitungen eines Generators mit der Sammelschiene ein Summenstromwandler ge legt wird, dessen Sekundärseite das Gleich und Wechselstromrelais speist. Als Wechsel- atromrelais kann man auch ein wattmetri sches Relais verwenden, dessen Spannungs spule von der bei einem Erdschlü ,i auf tretenden Wechselstromnullspannung ,gegen Erde erregt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Erfassung von Gestell schlüssen elektrischer Wicklungen, beispiels weise der Wicklungen eines G.eneratom in Blockschaltung, mit Hilfe einer Gleichstrom verspannung, ,dadurch .gekennzeichnet,dass die zu schützende Wicklung über minde stens einen ständig mit Gleichstrom aufge ladenen Kondensator .geerdet ist und dass der Entladestromstoss des Kondensators zur An zeige des Erdschlusses dient. UNTERANSPRÜCHE: 1. Anordnung nach Patentanspruch, da- dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Kon densator ein Entladungswiderstand in Reihe geschaltet ist. 2.Anordnung nach Patentanspruch, @da- durch gekennzeiehnet, dass an die Sekundär wicklung eines vom Erds.chlussstrom durch- flossenen [Stromwandlers ein Gleichstrom relais angeschlossen ist. 3. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dass auch der bei einem Erdschluss auftretende Wechselstrom zur Erregung eines Relais benutzt wird. 4.Anordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch ä, dadurch gekennzeichnet, dass nur bei gleiehzeitigem Ansprechen des auf den Entladestromstoss ansprechenden und des auf den Wechselerdschlussstrom anspre chenden Relais eine Abschaltung erfolgt, während bei Ansprechen des Gleichstrom- relais allein nur eine Anzeige erfolgt. 5.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der über einen hohen Aufladewiderstand ständig aufge ladene Kondensator zwischen dem Stern- punkt der zu schützenden Wicklung und Erde liegt. 6. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der über einen hohen Aufla;dewiderstand ständig aufge ladene Kondensator zwischen einem künst lichen Sternpunkt und Erde :liegt. 7.Anordnung nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass mehrere einen künstlichen Sternpunkt bildende Konden satoren, die mit Gleichstrom aufgeladen sind, vorgesehen sind und :der so gebildete Stern punkt geerdet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE219287X | 1940-07-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH219287A true CH219287A (de) | 1942-01-31 |
Family
ID=5831782
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH219287D CH219287A (de) | 1940-07-05 | 1941-07-08 | Anordnung zur Erfassung von Gestellschlüssen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH219287A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9214817B2 (en) | 2011-10-07 | 2015-12-15 | Sma Solar Technology Ag | Circuitry arrangement for a solar power plant comprising a DC voltage source for an offset voltage |
-
1941
- 1941-07-08 CH CH219287D patent/CH219287A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9214817B2 (en) | 2011-10-07 | 2015-12-15 | Sma Solar Technology Ag | Circuitry arrangement for a solar power plant comprising a DC voltage source for an offset voltage |
| DE102012109012B4 (de) * | 2011-10-07 | 2016-09-15 | Sma Solar Technology Ag | Schaltungsanordnung für ein Solarkraftwerk mit einer Gleichspannungsquelle für eine Offsetspannung |
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