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Schaltungsanordnung mit Fernschreibempfänger, insbesondere zum Empfang der Teilnehmerkennzeichen von an einer Fernschreibverbindung beteiligten Teilnehmern und von Zeitangaben zum Zwecke der Gebührenermittlung im Fernschreibteilnehmerverkehr. Es ist bekannt, dass man im Fernschreibteilnehmerverkehr, insbesondere bei Schaltungen mit Wählerbetrieb, die Namengeber- tegte (Teilnehmerkennzeichen) von an der Verbindung beteiligten Teilnehmern zur Gebührenermittlung benützen kann.
Dies geschieht bei bekannten Anordnungen in der Weise, dass innerhalb der Vermittlungsschal- tung, vorzugsweise bei den Wahlstufen der Wählereinrichtungen, ein Fernschreibempfänger angeordnet ist, der die Teilnehmerkennzeichen, die von den Namengebern der Teilnehmer ausgesendet werden, aufzeichnet. Dabei können. die Namengeber sowohl bei den Teilnehmerapparaten selbst angeordnet sein, sie können sich aber auch im Vermittlungsamt befinden, so dass im letzteren Falle die Namenaussendung von einer oder mehreren zentralen Stellen aus erfolgt.
Die Dauer der Verbindungen, deren Gebühren zu ermitteln sind, wird bei den bekannten Schaltungen dadurch bestimmt, dass man zu Beginn der Verbindung von einem zentralen Zeitsender aus eine aus Impulskombinationen bestehende Datum- und Zeitangabe übermittelt und durch den Fernschreibempfänger aufzeichnet. Am Schluss der Verbindung wird dieser Zeitsender nochmals eingeschaltet und überträgt eine Zeitangabe, die dem Schluss der Verbindung entspricht.
Die bisher bekannten Schaltungen haben den Nachteil, dass der Fernschreibempfänger, der die zur Gebührenermittlung erfolgenden Angaben aufzeichnet, während der gesamten Dauer der Verbindung eingeschaltet bleiben muss, weil er nach Schluss der Verbindung den Namengebertegt eines Teilnehmers, ins-
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besondere aber die Zeitangaben über den Schluss der Verbindung aufzeichnen muss.
Gemäss der Erfindung wird eine Schaltungsanordnung mit Fernschreibempfänger benutzt, bei welcher im Fernschreibempfänger einer einzigen Empfangs- und Übersetzungseinrichtung für Impulskombinationen mehrere Aufzeichnungseinrichtungen zugeordnet sind.
Diese Schaltungsanordnung kann so ausgebildet sein, dass die Empfangs- und Übersetzungseinrichtungen die nach beendetem Verbindungsaufbau einer Verbindung eintreffenden Impulskombinationen der Teilnehmerkennzeichen und aus Impulskombinationen bestehende Angaben über den Zeitpunkt des Beginnes der Verbindung übersetzen und deren Aufzeichnung mit Hilfe einer der Aufzeichnungsvorrichtungen bewirken, während die Angaben über die Dauer der Verbindung auf dem gleichen Aufzeichnungsträger unter dem Einfluss eines periodisch wirkenden Zeitschaltwerkes durch Zeitmarken aufgezeichnet werden.
Die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung ermöglicht zum Beispiel folgende Ausbildungen des Erfindungsgegenstandes: a) Der Fernschreibempfänger, z. B. ein Gebührenfernschreiber, kann so ausgebildet sein, dass einer Empfangs- und Übersetzungseinrichtung und einem verschiebbaren Typenrad mehrere Druckstreifen zugeordnet sind. Er kann aber auch so eingerichtet sein, dass eine Empfangs- und Übersetzereinrichtung und für jeden Druckstreifen ein Typenrad vorgesehen ist, aber wahlweise nur der Druckhammer eines Typenrades betätigt wird. Wird nur ein Typenrad vorgesehen, so muss dieses in Richtung seiner Drehachse an die verschiedenen Druckstreifen herangeführt werden können.
Dies geschieht dadurch, dass abhängig von der Belegung der Wählereinrichtungen das Typenrad durch Fortschalte- mittel längs seiner Drehachse an den belegten Druckstreifen heranbewegt wird.
b) Abweichend von dem nachstehend behandelten Ausführungsbeispiel kann man statt des Typenrades auch Stanzvorrichtun- gen vorsehen, so dass von einem Fernschreibempfänger verschiedene Lochstreifen gestanzt werden können. Man kann auch auf den Druckstreifen die Impulskombinationen selbst etwa durch Punkte abdrucken, so dass sie lichtelektrisch abgetastet werden können. Zu diesem Zwecke kann das Typenrad auf seinem Umfange Erhebungen tragen, die den Strombildern der Impulskombinationen entsprechen.
c) Der Gebührenfernschreiber braucht nicht während der gesamten Dauer der Verbindung eingeschaltet zu bleiben, wenn nach dem Verbindungsaufbau, aber vor Beginn des fernschriftlichen Verkehrs durch ihn die Namengebertexte von an der Verbindung beteiligten Teilnehmern aufgezeichnet werden. Der Gebührenfernschreiber kann nach Aufzeichnung der Teilnehmerkennzeichen von der Verbindung abgetrennt werden, so dass er für die Gebührenermittlung anderer Verbindungen zur Verfügung steht. Gegebenenfalls können durch den Fernschreibempfänger auch noch aus Impulskombinationen bestehende Angaben über den Zeitpunkt des Beginnes der Verbindung übersetzt werden, die in an sich bekannter Weise von einem zentralen Zeitsender aus gesendet werden.
Es ist ferner zweckmässig, für die Gebührenermittlung im Fernverkehr die Teilnehmerkennzeichen beider Teilnehmer aufzuzeichnen.
d) 111-an kann die Auslösung der Namengeber vom Verbindungsaufbau abhängig machen und zum Beispiel den Namengeber des gerufenen Teilnehmers bei seiner Belegung auslösen, während der Namengeber des rufenden Teilnehmers beim Eintreffen des Freizeichens ausgelöst wird. Bei den üblichen Fernschreibvermittlungssehaltungen ist jedoch die Auslösung des Namengebers durch eine Impulskombination, die sogenannte "Wer da"?-Kombination, eingeführt. U m die Gebührenermittlung dieser Einrichtung anzupassen, kann daher im Anschluss an die Beendigung des Verbindungsaufbaues selbsttätig die "3Ver da?"-Kombination gegeben werden.
Dies kann man in einfacher
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Weise dadurch erreichen, dass ein selbsttätiger Wahlimpulssender verwendet wird, der im Anschluss an die Aussendung der Wahlimpulse die Aussendung des Namengebertextes und der #Wer da?"-Kombination veranlasst. Man kann zur weiteren Vereinfachung die #Wer da?"-Kombination auf der Namengeberwalze aufbringen, so dass eine Betätigung des Tastensenders nicht erforderlich ist.
Da die #Wer da?"-Kombination bei dem international festgelegten 5-Strom- schrittalphabet innerhalb der Zifferngruppe liegt, muss bei allen diesen Einrichtungen vor Aussendung der #Wer da?"-Kombina- tion die Umschaltekombination für die Zifferngruppe gegeben werden.
e) Wenn alle Teilnehmergeräte mit der #Wer da?"-Kombination versehen würden, würde sich ein dauerndes gegenseitiges Anstossen der Namengeher ergeben, weil die #Wer da?"-Kombination im Anschluss an den Namengebertext, z. B. auch an den ge- rufenenen Teilnehmer, zurückgegeben wird. Es kann daher die Aussendung der #Wer da?"-Kombination unterdrückt werden, wenn der Namengeher von fern ausgelöst wird. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass der Sendekontakt kurzgeschlossen wird, wenn ein von der Umdrehung der Namengeberwalze und vom Empfangsrelais abhängiger Stromkreis geschlossen ist.
f) Eine zweckmässige Ausführungsform ergibt sich, wenn in der Wählerschaltung ein Fernschreibsender vorgesehen ist, der abhängig vom Verbindungsaufbau die Ziffernwechselkombination und die #Wer da?"- Kombination aussendet. Für den Betrieb eines solchen Fernschreibsenders, der nachstehend als #Wer da?"-Sender bezeichnet sein soll, ist es zweckmässig, die beim Verbindungsaufbau durchgeschalteten vorwärti- gen und rückwärtigen Übertragungsrichtungen, nämlich die a- und b-Adern, umzuschalten.
g) Die Angaben über die Dauer der Verbindung können mit Vorteil, wenn sie für die Feststellung der Gebühren erforderlich sind, nicht wie bei den bisher bekannten An- ordnungen durch den Gebührenfernschreiber aufgezeichnet, sondern unter dem Einfluss eines periodisch wirkenden Zeitschaltwerkes ermittelt werden. Zweckmässig wird für jede angefangene Minute in den gleichen Aufzeichnungsträger, z. B. einen Papierstreifen, ein Loch gestanzt.
Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung kann ausser für Zwecke der Gebührenermittlung beispielsweise bei der Übertragung von Messwerten vorteilhaft benutzt werden. In manchen Fällen wird an Stelle einer kurvenmässigen Registrierung von Messwerten, die fernübertragen werden, eine Aufzeichnung in Ziffern gewünscht. Zu diesem Zweck werden in bekannter Weise normale Fernschreiber benutzt. Handelt es sich aber um die Übertragung mehrerer Messgrössen, z. B.
Strom, Spannung und Leistung, so lässt sich die erfindungsgemässe Schaltungsanordnung vorteilhaft in der Weise verwenden, dass durch eine erste Aufzeichnungseinrichtung die Stromwerte, durch eine zweite die Spannungswerte und durch eine dritte die Leistungswerte aufgezeichnet werden, wobei die Umschaltung der einzigen Empfangs- und Übersetzereinrichtung auf die betreffende Aufzeichnungseinrichtung abhängig von der Zeit oder von übertragenen Impulsen oder dergleichen erfolgen kann.
In den Fig. 1 bis 6 ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Aufbau einer Schaltungsanordnung schematisch; in Fig. 2 ist angedeutet, wie die Adern a und b einer Fernschreibverbindung innerhalb des Gruppenwählers GW während des Vorganges der Gebührenmeldung geschaltet sind; die Fig. 3 stellt ein Schaltbild eines Gruppenwählers mit der Gebührendruckeinrichtung dar; in den Fig. 4 bis 6 ist der mechanische Aufbau eines Gebührenfernschreibers gezeigt.
Es sei angenommen, dass der Teilnehmer TLl über den Vorwähler VW1, den Gruppenwähler GWl und den Leitungswähler LWI eine Fernschreibverbindung zum Teilnehmer TL2 aufbaut. Er tut dies in bekann-
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ter Weise durch Belegen des Vorwählers, indem die Stromrichtung in der Teilnehmerschleife umgekehrt wird. Er betätigt dann seine Nummernscheibe und wählt über die weiteren Wahlstufen die Anschlussstelle des Teilnehmers TL2. Die Wahlimpulse verlaufen (Fig. 2, I) über die a-Ader zum Teilnehmer TL2. Im Anschluss daran kommt vom Teilnehmer TL2 (Fig. 2, II) das Freizeichen des Teilnehmers TL2 an TLl sowie ein Zähleinleitungsimpuls.
Abhängig von dem eintreffenden Zähleinleitungsimpuls wird die a-Ader im Gruppenwähler aufgetrennt und die Zählerschaltung GWZ des Gruppenwählers, die vorher beim Belegen des Gruppenwählers schon wirksam wurde, in die b-Ader der Verbindung eingeschleift (Fig. 2, III). Die Druckeinrichtung DE1, die dem Gruppenwähler GW1 zugeordnet ist, wird zu gleicher Zeit wie der Vorwähler belegt, und der Gebührenfernschreiber FS, der einer Mehrzahl von Gruppenwählern gemeinsam zugeordnet ist, für die aufzubauende Verbindung belegt. Durch den Fernschreiber FS wird nun zunächst. von dem #Wer da?"-Sender aus, und zwar abhängig vom Verbindungsaufbau, über die nach Fig. 2, III geschaltete Verbindung die #Wer da?"-Kombination über die b'-Ader zum angerufenen Teilnehmer ausgesandt.
Zweckmässig wird ausser der #Wer da?"-Kombina- tion die Umschaltekombination von Buchstaben auf Ziffern gegeben, weil die Auslösung des Namengebers beim 5-Stromschritt- alphabet einer Impulskombination zugeordnet ist, die in der Zifferngruppe liegt. Beim Teilnehmer TL2 werden diese Impulskombinationen empfangen und der N amengeber ausgelöst. Der Namengebertext wird über die b-Ader zurückgesandt und beeinflusst in bekannter Weise die Maschine des rufenden Teilnehmers TL1. Er wird aber auch beim Gruppenwähler GWl durch den als Gebührenfernschreiber bezeichneten Fernschreibempfänger FS empfangen und von der Druckeinrichtung DE1 abgedruckt.
Nach Empfang des Namengebertextes, der vom gerufenen Teilnehmer TL2 ausgesandt wurde, wird die Verbindung entsprechend der Fig. 2, IV umgeschaltet, und, diesmal über die b- Ader zum rufenden Teilnehmer, die Impulskombination für den Typengruppenwechsel von Buchstaben auf Ziffern sowie die "-Ver da?"-Kombination ausgesandt. Beim rufenden Teilnehmer übersetzt die Fernschreibmaschine die Impulskombination, und es wird über die a-Ader der Namengebertext des rufenden Teilnehmers ausgesandt, der beim angerufenen Teilnehmer und gemäss Fig. 2, IV beim Gruppenwähler durch den Gebührenfernschreiber empfangen wird. Der Text wird übersetzt, und auf der Druckeinrichtung DE- aufgezeichnet.
Die Druckeinrichtungen DE sind Teile des Fernschreibempfängers FS.
Im Anschluss an die Namengebersendung des rufenden Teilnehmers wird beim Gruppenwähler die Verbindung durchgeschaltet, so dass der Fernschreibverkehr gemäss Schema Fig. 2, V aufgenommen werden kann. In der Gebührenzählereinrichtung wird nunmehr der Gebührenfernschreiber FS an einen automatischen Zeitsender ZS an sich Bekannter Ausführung gelegt, der eine aus Impulskombinationen bestehende Datum- und Zeitangabe sendet. Diese Impulskombinationen werden von dem Gebührenfernschreiber gedruckt, und mit dieser Aufzeichnung hat. er seine Aufgabe bei der Gebührenzählung erfüllt.
Der gedruckte Gebührenstreifen enthält die Kennzeichen des rufenden und gerufenen Teilnehmers sowie Angaben über Datum und den Zeitpunkt des Beginnes der Verbindung.
Es bleibt nunmehr noch die Dauer der Verbindung aufzuzeichnen. Dies kann in der Weise geschehen, dass beim Schluss der Verbindung der Gebührenfernschreiber erneut wirksam wird und dann nochmals die Angaben des automatischen Zentralsenders übersetzt. Die Aufgabe kann jedoch vereinfacht werden, wenn die Angaben über die Dauer der Verbindung von einem Zeitschalter direkt bezogen werden. Dieser Zeitschalter gibt beispielsweise in Abständen von
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einer Minute einen Stromstoss, der auf dem Druckstreifen eine Aufzeichnung veranlasst. In dem nachstehend im einzelnen behandelten Ausführungsbeispiel ist die Anordnung so getroffen, dass von einem Zeitschalter aus für jede angefangene Minute ein Stromstoss gegeben wird, der ein Loch in den Druckstreifen stanzt.
Nach Schluss der Verbindung kann daher aus der Zahl der gestanzten Löcher auf die Dauer der Verbindung geschlossen werden. Diese Ausbildung der Einrichtung hat den Vorteil, dass der Gebührenfernschreiber nur bei Beginn der Verbindung für eine kurze Zeit zur Aufzeichnung der Namengebertexte und der Datum- und Zeitangaben an die Verbindung angeschaltet zu sein braucht. Während des fernschriftlichen Verkehrs der beiden Teilnehmer steht der mehreren Gruppenwählern zugeordnete Gebührenfernschreiber und auch der Zentralsender für Datum und Zeitangaben für die Zählung anderer Verbindungen zur Verfügung.
Bevor die Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 3 beschrieben wird, sei der mechanische Aufbau des Gebührenfernschreibers an Hand der Fig. 4 bis 6 erläutert. Über die Kupplung 1 wird die Bewegung der Typenradwelle eines an sich bekannten Fernschreibempfängers auf die Welle 2 übertragen. Auf der Welle 2 ist verschiebbar ein Typenrad 3 angebracht, welches an seinem Umfang Druckschriftzeichen aufweist. Dieses ist mittels der Schraube 4 und der Nut 5 (Fig. 5) mit der Welle 2 so verbunden, dass es in der Längsrichtung der Welle verschoben werden kann, im übrigen aber an der Drehung der Welle 2 teilnimmt. Auf dem Ansatz 7 eines Steuerarmes 6 ist das Typenrad 3 frei drehbar gelagert und dabei gegen Verschiebung in Richtung seiner Achse durch einen Ring 8 gesichert.
Der Steuerarm 6 steht in Verbindung mit einer Zahnstange 9 und wird durch ein Band 10, das von einer federbeeinflussten Rückzugsrolle 11 gezogen wird, in der dargestellten Ruhelage gehalten. Durch eine Fortschalteklinke 12, die vom Magneten TFM gesteuert wird, kann die Zahnstange 9 nach rechts fortgeschaltet werden. Bei jeder Fortschaltung um einen Schritt wird sie durch die Sperrfeder 13 in ihrer Lage gehalten. Eine Feder 14 sowie eine Rastklinke 15 halten die Zahnstange so, dass sie in Eingriff mit der Klinke 12 bleibt. Durch diese Transporteinrichtung kann das Typenrad längs der Welle 2 transportiert werden und die durch die Verstellung der Zahnstange 9 gegebene Stellungen einnehmen.
Wenn das Typenrad in dieser Weise fortgeschaltet wird, so kann es auf insgesamt zehn Papierstreifen PST, von denen nurzwei, PStl und S, dargestellt sind, drucken. Dies geschieht mittels der Druckleiste 16, die zehn Druckhämmer DHl bis DH10 trägt. Die Druckleiste wird nach Übersetzung einer Impulskombination durch die Druckmagnete DM1 und DM-22 gesteuert. Sie wird gegen die Wirkung von Federn 21 und 22, die beim Druck durch die Kraft der Magnete DM1 und DM2 überwunden werden, auf Stiften 23 und 24 parallel geführt. Die Fortschaltung des Druckstreifens geschieht entweder über den Fortschaltmagneten SFM oder den Zeitstanz- und Fortschaltmagneten ZFM.
Der erstgenannte Magnet (Fig. 6) beeinflusst die Fortschaltung des Streifens über die Rollen 17 und 18, beim Empfang von Text durch die Fernschreibmaschine und am Schluss der Verbindung. Der letztgenannte Magnet 2Fi1 steuert die Fortschaltung beim Stanzen von Löchern für die Feststellung der Dauer der Verbindung. Er beeinflusst gleichzeitig über den Hebel 19 den Stanzstempel 20. Zum Abschneiden des Druckstreifens nach vollendeter Gebührenaufzeichnung ist ein Scher- magnet SchM (Fig. 4) vorgesehen, der ein Schermesser 29 steuert.
Diese Einrichtung ist der Übersichtlichkeit halber beim Papierstreifen PSt5 dargestellt.
Für die Zusammenarbeit mit der Schaltung nach Fig. 3 betätigt der Schaltarm 6 mit seinem untern Ende über Stössel 26 bezw. 25 Doppelwechselkontakte pkl, pk2 bezw. einen einfachen Kontakt s-yn; dabei arbeitet der Kontakt sin ausserdem noch mit dem 1VIagneten 5111 zusammen. Auch der Ma-
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gnet TFM besitzt einen Kontakt Ihn, der in der Schaltung nach Fig. 3 enthalten ist.
Es sollen nunmehr die Schaltvorgänge bei der Belegung eines Gruppenwählers beschrieben werden. Die Adern a, b und c (Fig. 3) stehen mit dem Vorwähler in bekannter Weise in Verbindung, und die Belegung des Gruppenwählers erfolgt über die c-Ader. Beim Aufprüfen des Vorwählers spricht das C-Relais an über folgenden Weg: Erde beim VW und Prüfrelais im VW (nicht dargestellt), c-Ader, C-Wicklung I, Kopfkontakt k1, Kontakt l3, Kontakt q3, Wählerarm dl, E-Wicklung I, - WB. Die Relais C und E sprechen an, und für das Relais E wird über den Kontakt e3 ein Haltestromkreis mit Wicklung EII gebildet. Über den Kontakt e1 wird das Relais F eingeschaltet: Erde, Kontakte n5, e1, Wicklung FI, - WB. Das Relais F bildet sich einen Haltestromkreis mit Kontakt f l , und seine Wicklung II wird über Kontakt f 2 an die b-Ader gelegt.
Das A-Relais spricht an: Erde, Widerstand ra, Kontakt f4, Kontakt v4, Wicklungen All, AI, - WB. Das A- Relais ist als Prüfrelais geschaltet und schliesst über seinen Kontakt a2 seine Wicklung II kurz, so dass ein weiteres A-Relais, das bei andern Gruppenwählern vorgesehen ist, nicht ansprechen kann. Die Reihenschaltung der f4-Kontakte auf ihrer Ruheseite mit den andern Kontakten f4 dient dazu, ein gleichzeitiges Ansprechen zweier Relais A zu verhindern. Über den Kontakt a3 wird der Sperrmagnet SM, der dem belegten Druckstreifen zugeordnet ist, eingeschaltet: Erde, Kontakt f8, Kontakt a3, Sperrmagnet 9M, - WB.
Durch den Anker des Magneten SM (Fig. 4) wird die mechanische Sperrung des Kontaktes sm freigegeben und der Kontakt schliesst, da er in all den Stellungen, in denen das Typenrad sich nicht befindet, vom Stö- ssel 25 nicht beeinflusst werden kann. Durch den Kontakt sm wird ein Stromkreis für den Relaisunterbrecher RU geschlossen, der mehreren Gruppenwählern gemeinsam zugeordnet ist, Erde, Kontakt sm, Relaisunterbrecher BU, Magnet TFM, - WB. Der Magnet TFM wird durch den Relaisunterbrecher in kurzen Stössen erregt und schiebt mittels der Stossklinke 12 (Fig. 4) die Zahnstange 9 sowie den Steuerarm 6 und die Führungsschiene 6a so lange nach rechts, bis sich das Typenrad vor dem Papierstreifen befindet, der dem belegten Gruppenwähler zugeordnet ist.
Sobald dieser Papierstreifen erreicht ist, wird über den Stössel 25 der Kontakt sm und damit der Stromkreis für den Relaisunterbrecher über Magnet TFM wieder ge- öffnet. Bis zur Beendigung der Wahl bleibt nun die Einrichtung in Ruhe, und das Relais A verhindert, dass das Typenrad von einem neu zu belegenden Papierstreifen angefordert wird, und zwar bis zur Beendigung des Druckvorganges. Bei der angegebenen Schaltung kann jeweils nur ein A-Relais ansprechen und daher auch nur ein Sperrmagnet SM erregt werden. (Auslösung eines zweiten Anrufes siehe Seite 12.) Da die a-Ader über den Kontakt b5 durchgeschaltet ist, kann der Teilnehmer den Wahlvorgang beginnen bezw. fortsetzen. Die Wahlimpulse, die vom Teilnehmer aus gegeben werden, gelangen als positive oder negative Impulse auf die a-Ader des Gruppenwählers.
Bei jedem Impuls wird das N-Re- lais des Gruppenwählers über folgenden Weg zum Ansprechen gebracht: - TB vom Vorwählen a-Ader, Wellenkontakt wll, Kontakt n4, Wicklung NI, + TB. Der darauffolgende + Impuls, der dem Schliessen des Nummernscheibenimpulskontaktes entspricht, bringt das N-Relais wieder zum Abfallen, indem es kurzgeschlossen wird. Beide Enden der Wicklung I liegen nämlich an + TB.
Um eine Abfallverzögerung zu vermeiden, ist über den Kontakt n3 ein hoher Widerstand NII vorgeschaltet, der so bemessen ist, dass das N-Relais gerade noch angezogen bleibt, bei Kurzschluss jedoch ohne Verzögerung abfällt. Das Ansprechen und Abfallen des N-Relais bringt jeweils einen Stromkreis für den Hubmagneten HIT zustande: Erde, Kontakt c2, Wellenkontakt w12, Kontakt n2, Hubmagnet HIT, - WB. Die Kopfkontakte K1 und K 2 werden umgelegt. Bei jedem
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Stromstoss, den der Hubmagnet HU erhält, werden die Arme des Wählers um einen Schritt gehoben. Die parallelliegende Wicklung III des Relais P erhält gleichfalls Impulse.
Das P-Relais zieht an, bleibt jedoch angezogen, da die Wicklungen PI und PII durch die Kontakte p1, cl, e2 kurzgeschlossen sind, so dass das Relais eine Abfallverzögerung erhält. P fällt erst ab nach dem letzten Impuls der ersten Impulsserie. Darauf erhält der Drehmagnet DR einen Stromstoss: Erde, Kontakt n1, Kontakt p2, Kopfkontakt k2, Drehmagnet DR, - WB. Bei der Erregung des Drehmagneten DR wird der Kontakt dr geschlossen und das Relais N wieder erregt: + TB, Wicklung NI, Kontakt dr, -TB. Ferner werden die Wellenkontakte rll und rl2 umgelegt. Der Kontakt n1 öffnet den Stromkreis für den Drehmagneten DR, der abfällt und den Kontakt dr wieder öffnet.
Nach Öffnen des Kontaktes dr fällt das Relais N wieder ab und schliesst den vorher beschriebenen Stromkreis für den Drehmagneten DR über den Kontakt b1 wieder. Der Gruppenwähler prüft also in freier Wahl über die Kontaktbank in der Drehrichtung. Dieses Drehen erfolgt so lange, bis beim Auffinden einer freien Leitung zur nächsten Wahlstufe, die zum Beispiel zum zweiten Gruppenwähler oder zum Leitungswähler führt, das Relais P anspricht: Erde, Kontakt e1, Wicklungen PII, PI, Dreharm des Gruppenwählers, c'- Ader und zur nächsten Wahlstufe über Prüfrelais zur Batterie. Der Kontakt p3 schaltet die a-Ader und der Kontakt p4 die b-Ader weiter durch.
Das Impulsrelais N wurde von der a-Ader schon abgetrennt, als beim Drehen des Wählers der Wellenkontakt wll geöffnet wurde. Der Teilnehmer kann nun durch Betätigung der Nummernscheibe weitere Impulsserien für die Einstellung des zweiten Gruppenwählers bezw. des Leitungswählers aussenden.
Nach Einstellung aller Wähler wird beim gerufenen Teilnehmer in bekannter Weise die Stromrichtung der Teilnehmerschleife umgekehrt und die Fernschreibmaschine an- gelassen. Für den Fall, dass die Verbindung infolge des Freiseins aller Wahlstufen und des gerufenen Teilnehmers aufgebaut werden konnte, kommt vom angerufenen Teilnehmer über die b-Ader ein Trenustrom- impuls als Freizeichen zurück. Nach kurzer Zeit folgt der Zähleinleitungsimpuls, der in einem kurzen Minusimpuls besteht. Der Minusimpuls ist so kurz, dass eine Wiederausschaltung der Fernschreibmaschine nicht erfolgt, weil das entsprechende Relais im Vorwähler auf so kurze Impulse nicht anspricht.
Durch das zurückkommende Freizeichen wird die Maschine des rufenden Teilnehmers wieder angelassen und durch den Zähleinleitungsimpuls die bisherige Stromrichtung in der Wicklung II des angesprochenen F-Relais umgekehrt. Dies geschieht über/folgenden Stromkreis: b-Ader vom gerufenen Teilnehmer, Kontakte p4, t3, u1, o1, f22, Wicklung FII, Erde. Dadurch fällt das Relais F ab, da sich die magnetischen Wirkungen der Wicklungen FI und FII aufheben.
Das Relais B spricht an: Erde, umgelegter Kontakt pkl (siehe auch Fig. 4), Kontakte v9, f5, a4, Relais B, - WB. Das Relais B kann nur ansprechen, wenn das Typenrad bereits die Stellung eingenommen hat, die dem belegten Papierstreifen PSt zugeordnet ist, weil sonst der Kontakt pkl für Relais B geöffnet wäre. B schaltet den Motor der Fernschreibmaschine FS über den Kontakt b1 ein: Erde, Kontakt b1, Motoreinschaltrelais M, - WB. Ausserdem wird durch den Kontakt b3 der "Wer da?"-Sender ausgelöst.
Dieser Sender braucht nicht als vollständiger Tastatursender ausgebildet zu sein, sondern es genügt, wenn er die Impulskombination für Ziffernwechsel und die "Wer da?"-Kombination aussenden kann. Er kann also aus einigen Nockenscheiben gebildet werden, die ähnlich wie die Nockenscheiben der bei den Fernschreibmaschinen angeordneten Namengeber ausgebildet sind. Nötig ist, dass der Sender diese Impulskombination mit Anlauf- und Sperrschritt und in der richtigen Bemessung aussendet.
Auf der gleichen Welle, wie die Nockenscheiben des Fernschreibsenders, be-
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findet sich eine Nockenscheibe NGl, die den Kontakt ngl steuert. Über diesen Nockenkontakt ngl wird der Stromkreis für die Auslösung des #Wer da?"-Senders gebildet: - W F B, Kontakte h2, i2, umoelegtei M 2D Kontakt b3, Auslösemagnet NM, Kontrakt ngl, Erde.
Inzwischen wurde bei Ansprechen des B-Relais durch den Kontakt b5 die a-Ader aufgetrennt, die bisher entsprechend der Darstellung nach Fig. 2, II nur angezapft war. Beim Ablauf des Fernschreibsenders, der die Zifferwechselkombination und die #Wer da?"-Kombination aussendet, wird der Text durch den Kontakt sr des nicht dargestellten Senderelais über die Kontakte t11 und b7 auf die a-Ader gegeben, und zwar in Richtung zum gerufenen Teilnehmer über n'.
Während des Ablaufes des #Wer da?"- Senders wird der Nockenkontakt ng2 geschlossen, so dass das Relais J ansprechen kann: Erde, Kontakte ng2, 12, t7, Wicklung JI, - WB. Das Relais J schafft sich einen Haltestromkreis: Erde, Kontakte e6, iI, l6, Wicklung JII, - WB. Der Kontakt i2 wird geöffnet, so dass der Stromkreis des Auslösemagneten NM unterbrochen wird und ein zweiter Ablauf des #Wer da?"-Senders unterbunden ist.
Beim gerufenen Teilnehmer wird durch die .#er da?"-Kombination der Namengeber ausgelöst, und dieser sendet eines der angerufenen Stelle charakteristisches Kennzeichen, z. B. den Namen des Teilnehmers, aus. Dieser kommt von b' und verläuft einerseits über Kontakte p4, t3, ul, o1, b-Ader, weiter zum rufenden Teilnehmer und anderseits über Kontakte p4, t3, t4, i3, ach, b4, Relais ER nach Erde.
Das Empfangsrelais ER des Gebührenfernschreibers wird also von den Impulskombinationen beeinflusst und steuert die Einstellung des Typenrades 3 (Fig. 4). Vom Übersetzer des Gebührenfernschreibers aus wird nach Empfang einer Impulskombination ein Stromkreis für die Druckmagnete DMl und DM2 geschlossen, so dass auf einem der Streifen PStl bis PSt10, je nach der Stellung des Typenrades, ein Buchstabe abgedruckt wird. Der Namengebertext kann so gewählt sein, dass ein Typengruppenwechsel nicht erforderlich ist. Es können zum Beispiel nur die Nummern des Teilnehmers übertragen werden, die in der gleichen Typengruppe liegen wie die späteren Zeitangaben. Dadurch kann der Aufbau des Fernschreibers noch vereinfacht werden.
Falls man jedoch die bisher üblichen, aus Buchstaben bestehenden Teilnehmerkennzeichen beibehalten will, muss das Typenrad ausserdem durch den Fernschreibempfänger auch in der Typengruppe verstellt werden können. Dies geschieht zweckmässig in der Weise, dass abweichend von den zur Zeit üblichen Konstruktionen alle Buchstaben des Typenrades in einer Reihe angebracht werden, wobei sich abwechselnd Zeichen der Buchstaben- und der Zifferngruppe folgen. Es ist dann für den Typengruppenwechsel keine Verstellung des Typenrades in der Längsrichtung erforderlich. Durch eine Einfärberolle wird das Typenrad dauernd eingefärbt, und nach dem Abdruck eines jeden Zeichens wird ein Stromkreis für den Fort- schaltnagneten SFM geschlossen.
Auf der Lbersetzerachse des Gebührenfernschreibers wird zum Beispiel zur Zeit des Sperrschrittes ein Kontakt tk mechanisch geschlossen, so dass folgender Stromkreis entsteht: - WB, Kontakte IL, pk2 umgelegt, Streifenfort- schaltnagnet. SF-11, Erde. Der Streifen PSt wird um eine Buchstabeneinheit fortgesehal- tet, und zwar durch die Rollen 17 und 18.
Beim Eintreffen des ersten Zeichenstromimpulses des Namengebertextes vom gerufenen Teilnehmer spricht das Relais R an, da das Relais F -wie oben beschrieben durch Gegenmagnetisierung zum Abfall gebracht worden war. Das Relais R ist ein Verzögerungsrelais, das sich über den Kontakt f 7 hält, auch wenn Trennstroinzeichen eintreffen. Der Kontakt f 7 ist notwendig, damit. das Relais I? nicht schon vor dem Abfall von F zum Ansprechen gebracht wird.
Der Widerstand, der zwischen -TB und dem Kontakt f 7 liegt, ist so bemessen, dass das Re-
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lais R über den genannten Stromkreis nicht zum Anziehen gebracht werden kann, jedoch nach einmaligem Anziehen gehalten bleibt. Über ber den Kontakt r1 wird das Relais S eingeschaltet: Erde, Kontakte v8, i4, r1, Wicklung S, - WB. Nachdem der Namengeber- text des gerufenen Teilnehmers eingegangen ist, fällt das Relais R wieder ab, weil an der b-Ader dauernd Trennstrom liegt und daher vonseiten des Kontaktes f 7 auch + TB am Relais liegt. Es spricht dann das Relais T an, Erde, Kontakte v8, r2, s2, Wicklung T, - WB.
Das Relais T schaltet mit seinem Kontakt t2 die durch den Kontakt b5 aufgetrennte a-Ader durch und trennt die b-Ader mit dem Kontakt t3 auf, so dass über den Kontakt t1 der Sendekontakt sr des #Wer da?"-Senders an der b- Ader in Richtung zum rufenden Teilnehmer liegt: TB, Kontakte sr, t1, ul, o1, b-Ader. Der Kontakt t6 öffnet und der Kontakt t7 legt um, so dass das Relais J spannungslos wird und abfällt.
Der Kontakt i2 öffnet und löst wieder über den Auslösemagneten NM den #Wer da?"-Sender aus, der abläuft und mittels des Sendekontaktes sr über den oben beschriebenen Stromweg die Impulskombination für den Typengrup- penvechsel und die #Wer da?"-Kombination zum rufenden Teilnehmer aussendet. Über den beim Ablauf des Fernschreibsenders geschlossenen Kontakt ng2 spricht das Relais H an: Erde, Kontakte ng2, b2, t7, Wicklung HI, - WB. Das Relais H bildet sich einen Haltestromkreis: Erde, Kontakte e6, h1, u7, Wicklung HII, - WB. Das Relais S fällt ab, das der Kontakt i4 beim Abfallen des J-Relais vor dem Ansprechen des H-Re- lais geöffnet hat.
Beim rufenden Teilnehmer wird durch die #Wer da ?"-Kombination der Namengeber ausgelöst, und dessen Text kommt über die a-Ader, Kontakt t2, Kontakt t4, Kontakt ha3, Kontakt b4, Relais ER, Erde zum Gebührenfernschreiber. Er verläuft auch über Kontakt t2, weiter über die a-Ader in Richtung a' zum gerufenen Teilnehmer und wird dort aufgezeichnet. Beim Einlaufen des Namengebertextes bei der Gebührendruckeinrichtung zieht wieder das Relais R beim ersten Zeichenstromimpuls an, und damit das Relais S.
Relais R hält sich während des ganzen einlaufenden Namengebertextes und fällt erst nach dessen Schluss wegen des dauernd eintreffenden Trennstromes ab und schliesst dann einen Stromkreis für das Relais U: Erde, Kontakte v8, h5, r3, s3, Wicklung U, - WB. Das Relais U bindet sich über Kontakt u2 und schaltet die b-Ader mit seinem Kontakt ul für den Schreibverkehr durch. Beide Adern sind nun durchgeschaltet, und die Teilnehmer können in der üblichen Weise mit dem Schreiben beginnen. Die Zählung setzt jedoch erst ein, wenn die Zeit- und die Datumangaben von dem Zentralsender aus, wie nachstehend beschrieben, abgedruckt werden. Die Zeit bis dahin, die etwa 3 bis 4 Sek. beträgt, ist als Karenzzeit zu betrachten, innerhalb derer die Teilnehmer die Verbindung, z. B. bei einem Fehlaufbau, noch auslösen können.
Das Empfangsrelais ER und damit der Gebührenfernschreiber werden nun durch den Kontakt u6 an den Kontakt zs eines Zentralzeitsenders in der Zeitsenderanscbluss- schaltung ZSA gelegt. Ein solcher Zeitsender besteht in einer Umsetzereinrichtung, die die Uhrzeiten, gegebenenfalls auch Datumsangaben in die Impulskombination übersetzt, speichert und aussendet. Solche zentrale Zeitsender sind in der Technik bekannt, z. B. durch das D. R. P. Nr. 603 860, so dass sie nicht neu beschrieben zu werden brauchen. Die Zeitsendereinrichtung wird durch das Relais An angelassen: Erde, Kontakte v11, u,4, Relais An, - WB.
Anschliessend wird in bekannter Weise der Kontakt zs durch den zentralen Zeitsender gesteuert, so dass über das Empfangsrelais ER und den Fernsehreiberempfänger das Typenrad 3 entsprechend den Impulskombinationen eingestellt wird. Auf dem belegten Druckstreifen PSt wird Datum und Zeit des Beginnes der Verbindung gedruckt. Von dem zentralen Sender ZS aus wird nach Schluss der Datum- und Zeitmeldung der Kontakt sle betätigt.
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Dies kann mechanisch oder durch ein Relais geschehen, das am Schluss der Zeitsendung anspricht.
Das Relais V spricht an über Wicklung VI: Erde, Kontakte sk, u5, r12, Wicklung VI. - WB. Über die Wieklung TI des Relais V wird ein Haltestronlkreis gebildet: Erde, Kontakt e7, Kontakt @13. Wicklung VII, - WB. Dabei muss das Relais T so justiert sein, dass der Kontakt r13 schliesst, ehe der Kontakt z12 sich öffnen kann.
Nach dem Ansprechen des Relais V sind alle Vorgänge, in denen der Gebührenfernschreiber, das Empfangsrelais ER, die Übersetzungseinrichtung und das Typenrad beteiligt sind, zum Abschluss gebraeht. Auf dem Druckstreifen sind die beiden Namengebertexte und die Zeitangabe über den Beginn der Fernschreibverbindung verzeiclnet. In diesem Augenbliclk kann das Typenrad freibegeben werden, so dass der Gebührenfernschreiber und der #Wer da?"-Sender für die Zählung einer andern Verbindung benutzt werden können. Eine solche Verbindung kann beispielsweise über andere Gruppenwähler aufgebaut werden, und die Gebühr wird dann durch einen andern Druckstreifen PSt ermittelt.
Beim Ansprechen des Relais V wird über den Kontakt v10 der Auslösenagnet 1M für den Gebührenfernschreiber betätigt. Erde, Kontakte vl0, u3, Wicklung AM. - WB. Der Magnet A,M (Fig. d) betätigt über einen Hebel 27 den Auslösestab 28, der die Zahnstange 9 gegen die Wirkung der Feder 14 aus dem Bereich der Fortselalte- klinke 12 und der Haltefeder 13 ver- schwenkt. Die Rastklinke 15 wird dabei gegen die Wirkung ihrer Zugfeder von der Zahnstange 9 angehoben, und die Zahnstange wird unter der Einwirkung der Mick- zugrolle 11, in der sich eine gespannte Feder befindet, in die Ruhestellung zurückgeführt.
Nach Erreichung der Ruhestellung und beim Ausschalten des Auslösemagneten AM, wird unter dem Einfluss der Feder l4 die Zahnstange wieder in den Bereich der Fortscha.lt- klinhe 12 geführt. Der Gebührenfernschrei-
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t,cr l@efindet sich nniirnehr in der Ausgangsstellung und kann während der Zeit, in der bei der Oden betrachteten Verbindung die Datier rcgisl riert wird. für die Zählung einer neuen Verliindun:, benutzt -erden. Bei der lxti-acliteten Verhindung hat die Z;ililung- der @'t@rliindun-sdauer eingesetzt: Cbe r den Kontakt r1 des Relais I" wird ein Stromkreis für das Relais TV geschlossen: Erde, Wählerarm d3, Kontakte cl, e3, ReIsis IIr. - Il'B.
Das Relais I' ist so justiert. ilass der Kontakt el vor dem Kontakt v3 schliesst, damit nicht der Drehmagnet D des \Wählers erreät wird, ehe das Relais TI' an- @esprochen hat. Das Relais 117 legt seinen tinselialtekontakt ii,l um, so dass der Kondensator C'1 sich über folgenden Stromkreis entlsiüt: Erde. Kondensator Cl, Kontakte c15. @cL Magnet Ml, Eide. Die Ladung des liondensators war vorher von - WB über einen Widurstand. Kontakte rt,l, q5, Kondensator Cl. Erde, erfolgt. Der Zeitstanzund Fortselialtniagnet ZFJI schaltet in der aus Fig. G ersichtlichen Weise den Papierstreifen PS( fort lind stan71 mit dem Stan":tempel ?il zum Beispiel für jede angefaneuc Minute ein Loch. Die Stanzung erfolgt beim Anzug des Magneten und die F ortsehaltung beim Abfall.
Beim Ansprechen des Relais 1" wird nun über den Kontakt c3, wie oben erwähnt. ein Stromkreis für den Fortscbaltniagneten des Drehwählers N geschlosseii. Dieser Stromkreis verläuft über einen Kontakt 11I", der in der von Zeitzonenzählern leer hekannten Weise alle 1(1" seliliesst: Eide. l1)" - Kontakt. Relais 7. (j@'ichlung 1I), Kontakt c3, Kontakt x1. Magnet D. - IVP. In dem Augenblick, in dem der Arm d? des 1)ieliw;ilili,i-s über den sechsten Schritt läuft, erhält das Relais TI" wieder einen Stromstoss Tiber den oben beschriebenen Stromkreis, und der Kontakt rel legt den inzwischen wieder beladenen Kondensator C1 zur Entladung an den Zeitstanz- und Fortsehaltmabneten ZFJI. In den Papierstreifen PSt wird also ein Loch gestanzt und die Fortschaltun- betätigt.
Der Drehwähler kann in bekannter Weise elf Schritte machen und befindet sich
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daher nach weiteren sechs Schritten, das heisst nach einer weiteren Minute wieder auf dem ersten Schritt, so dass über das Relais W ein weiterer Stanzvorgang ausgelöst wird. Aus der Anzahl der gestanzten Löcher kann später leicht auf die Dauer der Verbindung geschlossen werden.
Das Relais Z ist das normale Zählrelais des Zeitzonenzählers. Es kann daher neben der Zählung durch den Gebührendrucker eine normale Zählung erfolgen.
Ist die Nachrichtenübertragung beendet, so lösen die Teilnehmer in bekannter Weise durch Drücken der Schlusstaste die Verbindung aus. Geht diese Auslösung vom rufenden Teilnehmer aus, so wird nach Auftrennen der c-Ader im Vorwähler das Relais C des Gruppenwählers stromlos und das Relais E fällt ab, da der Kontakt e3 geöffnet wird. Dadurch öffnet sich der Kontakt e3, so dass eine weitere Zählung mit Sicherheit verhindert ist, weil das Relais W keine Stromstösse mehr bekommen kann. Der Drehwähler D läuft in die Nullstellung zurück: Erde, Wählerarm d4, Ruhekontakt e4, Kontakt x1, Fortschaltmagnet D, - WB. Bei jedem Anzug des Fortschaltmagneten wird ein Stromkreis für das Relais X über den Kontakt d geschlossen. Relais X zieht an und der Kontakt x1 unterbricht den Fortschaltstromkreis für den Magneten D.
Dieser wird durch diese Unterbrecherschaltung bis zum Erreichen der Nullstellung fortgeschaltet.
Bevor das abfallverzögerte Relais V über den Kontakt e7 abgeschaltet wird, spricht das Relais L an: Erde, noch geschlossener Kontakt v2, geschlossener Kontakt e2, Relais L, - WB. Wenn der Wähler seine Nullstellung erreicht hat, wird über den Kontakt l2 ein Stromkreis für das Relais Q gebildet: Erde, Wählerarm d3, Kontakt 12, Relais Q, - 1VB. Über den Kontakt q4 bekommt der Drehmagnet des Wählers einen weiteren Stromstoss: Erde, Kontakte d4, q4, x1, Magnet D, - WB. In der beschriebenen Weise beginnt der Wähler D mit Hilfe des Relais X einen weiteren Umlauf. Über den Kontakt q8 wurde jedoch die Wicklung II des Relais X kurzgeschlossen, so dass das Relais X verzögert abfällt und der Wähler daher langsamer umläuft. Das Relais Q, das abfallverzögert ist, wird bei diesen Drehvorgängen über den Kontakt q1 gehalten.
Bei jedem Schritt entlädt sich nun der Kondensator C1 über den Kontakt x3 und über den Streifenfortschaltmagneten SFM (Fig. 4 bis 6), der nur den Transport des Streifens, aber keinen Stanzvorgang veranlasste: Erde, Kondensator Cl, Kontakte q5, x3, q6, pk2, Magnet SFM, Erde. Der Magnet SFM transportiert den Streifen so lange weiter, bis alle Druck- und Stanzaufzeichnungen des Streifens an dem Schermesser 29 vorbeigeführt sind. Auf einem der letzten Schritte des Wählers kommt ein Stromkreis für den Schermagneten SchM zustande: Erde, Wählerarm d3, Kontakt q2, Schermagnet SchM, - WB.
Der Schermagnet (Fig. 4) betätigt mit seinem Anker über die Hebel 30 und 31 gegen die Wirkung der Feder 32 das Schermesser 29, das den Streifen abschneidet, der in einen Sammelbehälter fällt.
Der Wähler läuft inzwischen in die Nullstellung weiter, in der die Gebührendruckeinrichtung über die c-Ader neu be- legungsfähig ist. Durch die Kontakte 13 und q3 wird verhindert, dass das Relais E anspricht, wenn der Wähler D nach Beendigung des Stanzvorganges zum ersten Mal die Ruhestellung durchläuft. Die weitere Auslösung der Verbindung erfolgt abhängig von den Relais Y, L, E, deren Kontakte bei ihrem Abfallen umgelegt werden. Die Prüfader c' des Gruppenwählers wird durch Öffnen des Kontaktes cl unterbrochen, so dass das Relais P abfällt.
Dadurch wird ein neuer Stromkreis für den Drehmagneten DR gebildet: Erde, Kontakt n1, Kontakt p2, Kopfkontakt k, Drehmagnet DR, - WB. Der Drehmagnet wird in einen Fortschaltestromkreis gelegt, bis der Wähler auf den elften Schritt aufprüft und dadurch selbsttätig in der Ruhelage stehen bleibt (Öffnen des Kopfkontaktes k2).
Da bei der geschilderten Einrichtung ein Fernschreibempfänger und ein Typenrad
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zehn Gebührenstreifen zu bedienen hat, kann es vorkommen, dass mehrere Gebührenstreifen gleichzeitig oder so kurz hintereinander von den zugehörigen Gruppenwählern belegt werden, dass das Typenrad bei einem Streifen den Druckvorgang noch nicht beendet hat, während es bei einem andern Streifen schon belegt werden soll. Für diesen Fall sind Stromkreise vorgesehen, die die Aussendung eines Besetztzeichens und damit die Auslösung der Verbindung zur Folge haben, da der Teilnehmer sonst gebührenfrei schreiben würde. Nach Eingang des Zähleinleitungsimpulses spricht nämlich das Relais 0 an, wenn der Stössel 26 den Kontakt pk1 nicht umgelegt hat: Erde, Ruheseite des Kontaktes pkl, Kontakt y1, Kontakt e7, Kontakt f3, Kontakt e5, Relais 0, - WB.
Leber Kontakt o1 wird in diesem Fall -TB an die b-Ader in Richtung zum rufenden Teilnehmer gelegt, so dass die Verbindung zusammenfällt.
Der Kontakt y1 und das Relais F sind vorgesehen, damit in der Zeit zwischen dem Ansprechen des Relais E und dem Abfallen des Relais F beim Belegungsvorgang kein Minusimpuls auf die b-Ader gesandt wird. Das Relais F ist nämlich nach dem Abfallen von F über den Kontakt f 6 dauernd erregt, so dass der Stromkreis des Relais 0 zu dieser Zeit unterbrochen ist.