CH219517A - Einrichtung für die elektrische Hirnreizung. - Google Patents

Einrichtung für die elektrische Hirnreizung.

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CH219517A
CH219517A CH219517DA CH219517A CH 219517 A CH219517 A CH 219517A CH 219517D A CH219517D A CH 219517DA CH 219517 A CH219517 A CH 219517A
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CH
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Aktieng Siemens-Reiniger-Werke
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Siemens Reiniger Werke Ag
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61NELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N1/00Electrotherapy; Circuits therefor
    • A61N1/18Applying electric currents by contact electrodes
    • A61N1/32Applying electric currents by contact electrodes alternating or intermittent currents

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Description


  



  Einrichtung für die elektrische   Hirnreizung.   



   Bei der elektrischen Hirnreizung zum Zwecke der Erzeugung konvulsivischer   Zuckungen      (künstlicherepileptischer    Anfälle) des menschlichen Körpers als therapeutische   MaBnahmte gegen    bestimmte   Gestes,-    krankheiten wird der   Schädel    des Patenten zum Beispiel mittels an den   Schläfen    angelegter kreisförmiger Elektroden von 40 mm Durchmesser etwa 0, 4 bis 0, 8 Sekunden lang von niederfrequentem Wechselstrom von einer Stärke von etwa 100 bis 500 mA durchströmt.

   Das zur Auslösung des Anfalles notwendige Produkt aus   Behandlungsn    stromstärke und Behandlungszeit ist innerhalb der angegebenen Grenzen von Strom und Zeit bei verschiedenen Patienten ver  schieden gross.    Um Schädigungen auf jeden Fall zu vermeiden, arbeitet man aber nach Möglichkeit mit dem niedrigsten, zur   Aus-    l¯sung des Anfalles erforderlichen Wert dieses Produktes.



   Der   Einstellung des, gewünsehten,    Wertes les Produktes   a, ua Behandlungsatromstärke    und Behandlungszeit steht entgegen, da¯ die SchÏdelwiderstÏnde verschiedener Patienten verschieden gross und   spannungsabhängig    sind. Es war bisher üblich, den Schädelwiderstand des Patienten vor der Behandlung mittels einer an der Einrichtung zur elektrischen Hirnreizung vorhandenen Me¯einrichtung mit einer sehr kleinen Spannung zu messen.

   Bei Verwendung der erwÏhnten Schläfenelektroden von zum Beispiel 40 mm Durchmesser wurden nun aber durch   oszillo-    graphische Messungen während der Behandlung bei   der. üblichen Bebandlungsspannung    von etwa 100 Volt SchÏdelwidersÏnde von 250 bis 350 Ohm ermittelt, wÏhrend bei einer Messspannung von nur 0, 5 Volt die Schädelwiderstände der gleichen Patienten zwischen   480    und   1350    Ohm lagen.

   Hieraus geht hervor, dass es nicht   angängig    ist, bei der Einstellung der Behandlungsstromstärke ohne weiteres mit einem bestimmten   Schädelwider-    stand zu rechnen, und da¯ eine Messung des   Schädelwiderstandes vor der eigentlichen    Be ha. ndlung mittels einer weit unter der Be   bandlungsspannung liegenden Messspannung    falsche Werte ergibt.



   Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung für die elektrische Hirnreizung durch kurzzeitige Durehströmung mit   niederfrequentem    Wechselstrom zu schaffen, die trotz der erwähnten   Schwie-      rigkeiten in    jedem Fall eine praktrisch brauchbare Einstellung und Anwendung des ge  wünschten    Produktes aus   Bel, astungsstrom-    stärke und Behandlungszeit ermöglicht. Die Lösung dieser Aufga-be besteht gemäss der Erfindung darin, dass, zwecks.

   Verminderung des Einflusses der Unterschiede in der Grösse   der Schädelwiderstände verschiedener    Patienten auf die Grosse des   Behandlungsstromes,    der Eigenwiderstand der   Behandlungsein-      riehtung mindestens    auf den zweifachen Wert des für die   Behandl. ungsspannung    und die Grösse der   Behandlungselektroden      gül. ti-    gen   durchschnittlichen Schädelwiderstandes    gebracht und die Einrichtung so bemessen ist, dass im Betrieb dem   Behandlungskreis    eine Spannung von mindestens 200 Volt aufgedrückt wird.



   Eine beispielsweise Ausführungsform der   erfindungssgemässen Einrichtung    weist einen   Netztransforma. tor auf, an    dessen   Sekundär-    wicklung der   Behandlungskreis angeschlos-    sen ist, der zwei Behandlungselektroden von 40 mm Durchmesser und   Vorschaltwider-    stände von zusammen 1700 Ohm enthält. Da bei Anwendung dieser Schläfenelektroden und der üblichen   Behandlungsspannung    von etwa 100 Volt der durchschnittliche Schädelwiderstand etwa 300 Ohm beträgt, ist der   Eigenwiderstand der Einrichtung grosser    als    das Zweifache des Schädelwiderstandes    (1700 Q  >  600 ?).

   Bei einem Gesamtwiderstand des   Behandlungskreises    von   2000    Ohm bedingen in diesem Fall Abweichungen von   100    Ohm vom   durchschnittlichen Schädel-      widersband nur    Abweichungen von         5    vom   eingestellten Behandlungsstrom.   



   Die   RegelungderBehandlungsstrom-    stärke erfolgt zweekmässig durch Veränderung des Abgriffes unmittelbar auf der Sekundärwicklung des Netztransformators.



  Gegenüber der Veränderung der Grosse der in den Behandlungskreis   eingeschalteten Wider-      stände wird hierdurch    der Vorteil. erreicht, da¯ die dem   Behandlungskreis      aufgedrückte    Spannung nur zum Zwecke der Einstellung gro¯er   Behandtungsstromstärken    auf den grössten Wert gebracht wird. Die dem Be  handlungskreia      aufgedrückte    Spannung ist auf diese Weise zwischen   300    Volt ( >  200 Volt) und 1000 Volt veränderlich.



     Mit 1000 Volt.    kann eine für die Erzeugung des   Anfalles    in jedem   Fall ausreichende Be-      handlungastromstärke    von   500    mA eingestellt werden. Bei allen   Sekundärspannungen    ist der Widerstand der Einrichtung g gr¯¯er als das Doppelte des durchschnittlichen Schädelwiderstandes bei der sich   einstellen-    den   Elektrodenspannung.   



   Bei einer derartig hohen Spannung ist es ratsam, Sicherungsmassnahmen im Behandlungskreis für den Fall des Kurzschlusses der in die Einrichtung   eingebauten Wider-    stände vorzusehen. Es ist deshalb empfehlens wert, einen bei einer höheren Stromstärke als   500    mA ansprechenden   Überstromsehalter    in den   Behandlungskreis    einzubauen. Man kann aber auch einen Leerlauf der Einrichtung und demzufolge das Auftreten einer hohen Spannung an den   Behandlungselektroden    überhaupt unmöglich machen dadurch, dass zwischen den Anschlussklemmen der   Elek-       troden eine Glimmentladungsstrecke vorge-    sehen ist, die bei einer Spannung von mehr als 200 Volt zündet und damit die Elektroden kurzschliesst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Einrichtung für die elektrische Hirnreizung durch kurzzeitige Durchströmung mit niederfrequentemWechselstrom, dadurch gekennzeichnet, dass, zwecks Verminerung des Einflusses der Unterschiede in der Grösse der Schädelwiderstände verschiedener Patienten auf die Grösse des Behandlungs- stromes, der Eigenwiderstand der Behandlungseinrichtung mindestens auf den zweifachen Wert des für die Behandlungsspan nung und die Grosse der Behanilungselektro- den gültigen durchschnittlichen Schädel- widerstandes gebracht und die Einrichtung so bemessen ist, dass im Betrieb dem Behandlungskreis eine Spannung von minde- stens 200 Volt aufgedrückt wird.
    UNTERANSPRÜCHE : 1. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen Überstromschalter im Behandlungskreis, der bei einer Stromstärke von mehr als 500 mA anspricht.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine zwischen den An schlussklemmen der Elektroden vorgesehene Gl. imment. lladungsls. trecke, die bei einer Spannung von mehr als 200 Volt zündet.
    3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Regelung der Behandlungsstromstärke einer der Anschlu¯punkte auf der Sekundärwicklung eines Netztransformator. s verÏnderbgr ist.
CH219517D 1940-05-03 1941-04-26 Einrichtung für die elektrische Hirnreizung. CH219517A (de)

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