CH219524A - Selbstverkäufer für den Bezug eines Verbrauchsmediums, wie Elektrizität oder Gas. - Google Patents

Selbstverkäufer für den Bezug eines Verbrauchsmediums, wie Elektrizität oder Gas.

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CH219524A
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Inventor
A-G Landis Gyr
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Landis & Gyr Ag
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    • G—PHYSICS
    • G07—CHECKING-DEVICES
    • G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F15/00—Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/04—Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity in which the quantity mechanism is set forward automatically by the insertion of a coin

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Description


  Selbstverkäufer für den Bezug eines     Verbrauchsmediums,    wie Elektrizität oder Gas.    Es besteht seit neuerer Zeit die Tendenz,  bei Selbstverkäufern für den Bezug eines  Verbrauchsmediums, wie Elektrizität oder  Gas, den Aufbau so durchzuführen, dass die  Handhabung solcher Verkäufer möglichst  einfach wird. Man kam hierbei darauf, den  früher üblichen Handgriff, dessen Betäti  gung erst die Arbeitsvorgänge im Apparat  bewirkte, wegzulassen, so dass der sich des  Selbstverkäufers Bedienende nur die Münze  in den Apparat zu bringen hat und die  Funktionen im     Apparatinnern    automatisch  vor sich gehen.

   Da bei den bekannten Appa  raten die Münze im Apparat durch freien  Fall die Auslösung der Arbeitsvorgänge be  wirkt, sei es, dass sie in eine ständig umlau  fende Münztrommel fällt oder zwei Trommel  hälften durch ihren Einfall in sie miteinan  der kuppelt oder sei es, dass sie Kontakt für  den Motor machen muss, so ist durch die  geringe Kraft des freien Falles der Münze  leicht ein     Verklemmen    dieser möglich.  



  Die Erfindung bezweckt die Beseitigung  der genannten Nachteile an Selbstverkäufern    der     erwähnten    Art, und gemäss ihr dient die  kinetische Energie einer Münze, die dieser  beim Eindrücken in den Apparat durch eine  Federkraft erteilt wird, zur Auslösung der  Arbeitsvorgänge im Apparat.  



  Vorteilhaft kann hierbei     eine    Feder mit  einer     Münzschlitzsperre    in Wirkungsverbin  dung stehen und in einer Münzschleuse eine  Sperre vorgesehen     sein,    die bis zum Auftref  fen der Münze auf sie eine     Antriebskraft     sperrt, die der Verwirklichung der Arbeits  vorgänge im Apparat dient. Dabei kann die  Feder ausschliesslich mit der     Münzschlitz-          sperre    in     Wirkungsvarbindung    stehen, und  die der Verwirklichung der Arbeitsvorgänge  dienende Antriebskraft     kann    ein seine Ener  gie aus einer der Feder fremden Quelle er  haltender Motor sein.

   Ein mit der Münz  schlitzsperre in     Wirkungsverbindung    stehen  des Federwerk kann aber auch die Quelle  eines Kraftspeichers sein, der der Verwirk  lichung der Arbeitsvorgänge im Apparat  dient.  



  Im weiteren körperlichen Aufbau kann      eine Feder einen Schwenkarm von der Innen  seite des     Apparates    her gegen den Münz  schlitz anliegend halten und der Schwenkarm  das Aufzugmittel eines auf die Vorgabeseite  eines Differentialgetriebes im Apparat wir  kenden Federwerkes sein, wobei mit dieser  Getriebeseite     weiter    eine drehbare, taschen  förmige Münzschleuse in     zwangläufiger    Ver  bindung stehen kann, die einen die Sperre  der Arbeitsvorgänge darstellenden Auf  schlaghebel für die Münze enthält.

   Bei einem  Selbstverkäufer für die     Verwendung    von  Münzen verschiedener Werte, der eine fest  stehende Münzschleuse aufweist, kann die  Feder einen     Schwenkarm    von der Innenseite  des Apparates her gegen den Münzschlitz an  liegend halten, und mit dem Schwenkarm       kann    in Richtung der Freigabe des Münz  schlitzes ein Münztaster gekuppelt sein, der  das Einstellmittel für die verschiedenen     -Münz-          werte    steuert und den Kraftspeicher zur Ver  wirklichung der Arbeitsvorgänge im Appa  rat lädt und wobei in die Münzschleuse ein  Aufschlaghebel für die Münze ragt, der die  Arbeitsvorgänge im Apparat sperrt.  



  Weiter kann die     Münzschlitzsperre    aus  Rollen bestehen, die mit gleichachsig gelager  ten und durch die Feder miteinander verbun  denen Hebeln in Verbindung stehen, und es  kann mit den Hebeln das eine Sonnenrad       bezw.    die     Planetenradachse    eines Differen  tialwerkes ein starres Ganzes bilden, wo  gegen das andere Sonnenrad dieses Differen  tialwerkes eine Spannklinke für den durch  ein Federwerk     gebildeten    Kraftspeicher trägt.  



  Die Zeichnung zeigt drei Ausführungs  beispiele der Erfindung in rein     schematischer     Darstellung, die alle als Selbstverkäufer für  Elektrizität gedacht sind, wobei im Sinne  des leichteren Verständnisses und guter  Übersichtlichkeit vom Selbstverkäufer selbst  nur das hierzu Notwendigste veranschau  licht ist.  



       Fig.    1 ist das erste,       Fig.    2 das zweite und       Fig.    3 das dritte Ausführungsbeispiel.  Nach dem ersten Ausführungsbeispiel ist  1 die Wandung des Selbstverkäufers mit dem         Münzschlitz    ?, 3 ist. die Triebscheibe des  Zählers und 4 der Schalter des Selbstverkäu  fers. Eine Feder 5 hält einen Schwenkarm 6  von innen her     finit    einer Rolle 61 gegen den       Münzschlitz    anliegend. 7 ist eine drehbare,       taschenförmige    Münzschleuse, in welcher ein  Winkelhebel 8 gelagert ist, der unter der  Wirkung einer Feder 9 mit einem ortsfesten  Anschlag<B>10</B> zusammenwirkt.

   Die Münz  schleuse 7 steht durch einen Daumen 11 mit  dem Schalter 4, über Getriebe 12 mit dem  Sonnenrad 13 eines Differentialgetriebes 13,  14, 1.5, sowie Tiber Getriebe 16,     16a,    deren  Antriebsrad     16a    zum Sonnenrad 13 fest ist,  mit einem durch eine Spiralfeder 17 dar  gestellten Kraftspeicher in Wirkungsverbin  dung, wobei das mit dem Getrieberad 16 in  Eingriff stehende Rad mit dem     innern    Ende  und ein Sperrzahnrad 18 mit dem äussern  Ende der Spiralfeder 17 verbunden und auf  letzteres ein Motor wirkend zu denken ist,  der seine Energie beispielsweise aus dem  Netz erhält, in. das der Selbstverkäufer ge  schaltet ist, in seiner Schaltung aber unab  hängig vom Selbstverkäufer ist. Das Sonnen  rad 15 ist über Getriebe 19 mit der Trieb  scheibe 3 verbunden.

   Das Planetenrad 1.4 ist       über    die Achse 20 des Differentialgetriebes  mit. der Vorgabewelle 21 des Selbstverkäu  fers verbunden, und auf dieser Welle sitzt  ein Daumen 22, der einen mit dem Schalter  4 zusammenwirkenden     Klinkhebel    23     beein-          flusst.     



  Bei abgeschaltetem     Selbstverkäufer    liegt  unter dem Druck der Spiralfeder 17 der He  bel 8 am Anschlag 1.0 an, und der Schalter 4  ist vom Daumen 11 frei und geöffnet. Wird  eine Münze 24 in den Münzschlitz 2 ein  gedrückt, so wird dadurch der eine Sperre  an     diesem    darstellende Schwenkarm 6     zu-          riiclzgedrängt,    das heisst die Feder 5 ge  spannt, bis die Münze mit ihrer Scheitelhöhe  die Auflagepunkte am Münzschlitz und an  der Rolle passiert hat.

   Sobald dies eintritt,  erteilt die Feder 5 durch die ihr gespeicherte  Kraft der Münze eine     Be-%#@-egungsbeschleuni-          gung    in Richtung der Münzschleuse, so dass  sie in die Schleuse     hineingeschleudert    wird,      auf den Hebel 8 aufschlägt und diesen vom  Anschlag 10 auslöst.

   Dadurch wird die ge  speicherte Kraft der Spiralfeder 17 frei und  dreht die Münzschleuse 7, bewirkt über die  Vorgabeseite 13, 14 des Differentialgetriebes  13, 14, 15 unter     Abwälzung    des Planeten  rades 14 am stillstehenden Sonnenrad 15 eine  dem Wert der eingeworfenen Münze ent  sprechende Drehung der Vorgabewelle 21( im  Sinne des     Wegbewegens    des Daumens 22  vom     Klinkhebel    23) und verursacht mittels  des Daumens 11 das Schliessen des Selbst  verkäuferschalters 4.

   Nachdem die Münz  schleuse 7     eine    Umdrehung, während welcher  die Münze aus der Schleuse herausfiel, ge  macht hat, werden durch das Auftreffen des  Hebels 8 auf den Anschlag 10 die genannten  Teile wieder stillgesetzt und der auf die Spi  ralfeder 17 wirkende Motor spannt die Feder  wieder, wobei angenommen werden kann, dass  dieser Motor durch die aufgezogene Feder  einfach bis zum Stillstand gebremst wird.  



  Durch die     nun    drehende Triebscheibe 3  des Zählers wird das Planetenrad 14 am nun  stillstehenden Sonnenrad 13 des Differential  getriebes abgewälzt und dadurch die Achse  20 im entgegengesetzten Sinne wie im vor  herigen Arbeitsvorgang gedreht. Demzufolge  bewegt sich nun der Daumen 22 gegen den       Klinkhebel    23 hin, den er dann anhebt, wenn  die dem Wert der eingeworfenen Münze ent  sprechende Menge verbraucht ist. Durch das  Anheben des     Klinkhebels    23 wird der Schal  ter 4 ausgelöst und durch eine Zugfeder 25  geöffnet und damit die Apparatur in den  ursprünglichen Ruhezustand versetzt.  



  Statt einen besonderen Motor zur Spei  cherung der der Verwirklichung der Arbeits  vorgänge im Apparat dienenden Kraft vor  zusehen, könnte auch die mit der Münz  schlitzsperre, also dem     Schwenkarm    6, in  Wirkungsverbindung stehende Feder 5 selbst  die Quelle für den durch die Spiralfeder 17  dargestellten Kraftspeicher sein. Zu diesem  Zweck ist, wie in der     Fig.    1 punktiert an  gedeutet, am Schwenkarm 6 eine Schalt  klinke 26     angelenkt,    die in ein lose auf der  Welle des Schwenkarmes 6 sitzendes Schalt-         rad    27 eingreift. Mit diesem Schaltrad 27  ist über ein Zwischengetriebe 28 ein Zahn  rad 29 verbunden, welches das Sperrad 18  trägt.

   An letzterem ist wieder das äussere  Ende der Spiralfeder 17 befestigt, deren  inneres Ende mit dem bezüglichen Getriebe  rad 16 verbunden ist.  



  Durch das Eindrücken einer Münze 24  in den Münzschlitz 2     wird    bei dieser Aus  gestaltung nicht nur die Feder 5 gespannt,  sondern auch die Spiralfeder 17 nachgezogen,  das heisst der zur     Verwirklichung    der Ar  beitsvorgänge im Apparat dienende Kraft  speicher geladen. Hat die Münze 24 mit ihrer  Scheitelhöhe die Auflagepunkte am Münz  schlitz 2 und an der Rolle 6' des Schwenk  armes 6 passiert, so kommt die Kraft der  sich     entspannenden    Feder 5 voll auf die  Münze 24 zur Wirkung und erteilt ihr die  schon erläuterte Bewegungsbeschleunigung.  Eine Klinke 30. sichert dabei das Getriebe  27, 28 gegen Rücklauf.  



  Das beschriebene Ausführungsbeispiel  mitsamt seiner Detailabweichung ist an  einem     Selbstverkäufer    für nur einen Münz  wert angewandt gedacht. Die Einrichtung  gemäss der Erfindung kann aber auch an  Selbstverkäufern für die Verwendung von  Münzen verschiedener Werte Verwendung  finden. Ein solches Beispiel zeigt die     Fig.    2.  



  Gemäss der     Fig.    2 ist hinter dem Münz  schlitz 2 eine feste     Münzschleuse    31 vor  gesehen, die eine Rückwand 32 und einen  beweglichen Bodenteil 33 aufweist. Der  Schwenkarm 6     trägt    an seinem gegen den  Münzschlitz 2 anliegenden Ende, in der  Münzschleuse 31 liegend, eine     Platte    34, die  zwischen zwei Anschlägen 35, 36 am     Arm    6  Schwenkfreiheit hat. In die Münzschleuse 31  ragt ein Münztaster 37, der auf der Achse  des Schwenkarmes 6     angelenkt    und durch  eine     Abwinklung    38 einseitig wirkend mit  dem Schwenkarm 6 gekuppelt ist.

   Dem  Münztaster 37 liegt ein Winkelhebel 39, 40  an, dessen Arm 40 mit einem in     achsialer     Richtung verschiebbaren Zahnrad 41 verbun  den ist. Dieses Zahnrad kämmt ständig mit  einer mit der Vorgabewelle 21 verbundenen      Zahntrommel 42 und kann je nach der Win  kellage des Hebels 39, 40 in den Bereich  eines von drei einen Block bildenden Zahn  elementen 43, 44, 45 kommen. Diese Zahnele  mente, die scheibenförmige Grundgestalt  haben, entsprechen drei verschiedenen Wer  ten von     Münzen,    die im Apparat verwendet       werden    können, und es sei angenommen, dass  das Element 43 annähernd auf seinem hal  ben Umfang und das Element 44 annähernd  auf seinem ganzen Umfang gezahnt ist, und  dass das Element 45 nur einen einzigen Zahn  besitzt.  



  Der     Zahnelementblock    43, 44, 45 steht       zwangläufig    über eine Scheibe 46, deren  Achse 47 und ein Getriebe 48 mit dem  Aussenende einer Spiralfeder 49 in Verbin  dung. Das Innenende der Spiralfeder 49 ist  mit einem Schaltrad 50 verbunden, in das  eine     Rücksperrklinke    51 sowie eine vom  Winkelarm 40 getragene Aufzugklinke 52  eingreifen.  



  Mit der Achse 47 ist eine     Arretierscheibe     53     zwangläufig    verbunden, die mit dem un  tern Ende eines nahe über dem Bodenteil 3 3  in die Münzschleuse 31 ragenden, pendelnd  angeordneten Aufschlaghebels 54 in Wir  kungsverbindung steht. Mit der Arretier  scheibe 53 ist ein Daumen 55 verbunden, der  mit einer Schrägbahn 56 eines Tragarmes  57 für den Bodenteil 33 zusammenwirkt.  



  Im Ruhezustand, das heisst bei abgeschal  tetem Zähler ist der Münzschlitz 2 vom  Schwenkarm 6 mittels der Platte 34 ver  schlossen, der Münztaster 37 ist in der  Münzschleuse 31 gesenkt, das Einstellzahn  rad 4 ist ausser dem Bereich des     Zahnele-          mentblockes    43, 44, 45, der Schalter 4, der  unter dem Einfluss eines Stiftes 58 der  Scheibe 46 steht, ist offen, der Aufschlag  hebel 54 ragt in die Münzschleuse 31 hinein,  sein unteres Ende hält die Scheibe 53 arre  tiert und der Bodenteil 33 liegt in der Münz  schleuse 31.

      Wird nun eine Münze 24 des kleinsten  von den Werten, die im Apparat verwendet  werden können, welche Münze nach der An-         nahme    aber den grössten Durchmesser hat, in  den Münzschlitz 2 eingedrückt, so drängt sie  die Platte 34 nach oben zurück, wodurch mit  dem     Schwenkarm    6 der Münztaster 37 ge  hoben wird, also die Federn 5 und 49 ge  spannt werden. Die Platte 34 liegt hierbei  an dem Anschlag 36 an, bis die Scheitelhöhe  der Münze die Auflagepunkte am Münz  schlitz 2 und an der Platte 34 überschreitet.

    In diesem Moment kippt die Platte 34 gegen  den Anschlag 35 um und beschleunigt bei  der     Rückehr    des Schwenkarmes 6 mit der  Platte 34 in die ursprüngliche Lage, die  Münze plötzlich wesentlich hinter dem Schei  telpunkt fassend, durch die Entspannung der  Feder 5 die Bewegung der Münze gegen den  Bodenteil 33 der Münzschleuse 31 hin, so       da.ss    die Münze mit Kraft gegen den Auf  schlaghebel 54 trifft und diesen aus der  Schleuse 31 zurückdrängt. In diesem Augen  blick hat aber auch der Münztaster 37 sich  von oben gegen die durch den Bodenteil 33  noch in der Münzschleuse 31 gehaltene Münze  gelegt und über den Winkelhebel 39, 40 das  Rad 41 auf das Zahnelement 45 eingestellt.

    Durch das Zurückdrängen des Aufschlag  hebels 54 gibt dessen unterer Teil die     Nok-          kenscheibe    53 frei und gestattet dadurch die  Verwirklichung der Arbeitsvorgänge im Ap  parat, indem nun der durch die Spiralfeder  49 dargestellte Kraftspeicher die Teile 43,  44, 45, 46, 53 und 55 drehen kann. Hierbei  dreht das Zahnelement 45 das Einstellrad 41  und damit die Vorgabewelle 21 im Sinne  einer dem Wert der Münze entsprechenden       Vorgabe    und der Stift 58 schliesst den Schal  ter 4, der dann durch eine Klinke 23 ge  schlossen gehalten wird. Die Klinke 23 ist  wie die gleichbenannte nach der     Fig.    1 von  der Vorgabewelle     21    gesteuert.

   Mit Verzöge  rung gegenüber der Auslösung der     Arretier-          scheihe    53 durch den Aufschlaghebel 54, und  zwar so, dass inzwischen die Arbeitsvorgänge  im Apparat schon ausgeführt sind, trifft der  Daumen 55 auf die Schrägbahn 56 und  schwenkt dadurch den Bodenteil 33 aus der  Münzschleuse 31 aus, so dass die Münze aus  der Schleuse herausfällt. Der Winkelhebel      39, 40 kann dann mit dem Einstellrad 41 in  die Ruhestellung zurückkehren.  



  Kurz vor Vollendung einer Umdrehung  der     Arretierscheibe    53 gibt der Daumen 55  die Schrägbahn 56 frei, und der Bodenteil 33  kehrt in seine ursprüngliche Lage zurück.  Wird dann am Schluss der Umdrehung die  Scheibe 53 von dem Aufschlaghebel 54, der  nach dem Herausfallen der Münze aus der  Schleuse 31 durch seine pendelnde Anord  nung selbsttätig in seine ursprüngliche Lage  zurückkehrte, wieder arretiert, so sind die  mit dem Einbringen einer Münze im Zusam  menhang stehenden Teile wieder in Bereit  schaftslage, während der Schalter 4 von der  Vorgabeseite, also der Welle 21 her, noch  geschlossen ist. Erst wenn der Wert der  durchgeschleusten Münze durch den Ver  brauch der vorgegebenen Menge abgegolten  ist, wird durch die Vorgabewelle 21 die  Klinke 23 betätigt, und diese gibt den Schal  ter 4 zum Öffnen frei.  



  Wird eine Münze eines andern Wertes  durch den Münzschlitz 2 eingebracht, bei  spielsweise des mittleren Durchmessers, die  aber dem grössten der für den Apparat be  stimmten Werte entspricht, so wird durch  den Münztaster 37 das Rad 41 auf das Zahn  element 44 eingestellt und bei Freigabe des  Mechanismus zur Verwirklichung der Ar  beitsvorgänge die Vorgabewelle 21 entspre  chend verdreht.  



  Dadurch, dass bei dem eben beschriebenen  Ausführungsbeispiel zur Einstellung der  Vorgabe entsprechend dem Wert der jeweils  verwendeten Münze und zum Aufzug des die  Arbeitsvorgänge verwirklichenden Kraftspei  chers ein Winkelhebel 39, 40 verwendet wird,  der ausserhalb des Drehpunktes des den  Münzschlitz verschliessenden Schwenkarmes 6  gelagert ist, ist es möglich, für den Aufzug  des Kraftspeichers eine grosse Winkelbewe  gung zu erzielen.  



  Nach dem Ausführungsbeispiel gemäss der       Fig.    3 ist wie beim ersten Ausführungsbei  spiel eine drehbare, taschenförmige Münz  schleuse 7 mit Aufschlag- und Sperrhebel 8  und einem festen Anschlag 10 vorhanden.    Der Münzschlitz 2 ist hier durch zwei Rollen  58 gesperrt, deren eine an     einem    Hebel 59  und deren andere an einem Hebel 60 sitzt.  Diese Hebel sind gleichachsig gelagert und  durch die Feder 5 miteinander verbunden.  Der Hebel 59 bildet mit dem Sonnenrad 61  und der Hebel 60 mit der Achse des Pla  netenrades 62 eines Differentialwerkes 61,  62, 63 ein starres Ganzes. Mit der Welle des  Sonnenrades 63 ist über einen     Arm    64 eine  Klinke 65 verbunden, die in ein Schaltrad  66 eingreift.

   Das Schaltrad 66 ist durch eine  Klinke 67 gegen Rücklauf gesperrt und steht  über ein Triebwerk 68 mit einem den Kraft  speicher für die Verwirklichung der Arbeits  vorgänge im Apparat darstellenden Feder  werk 69 in Verbindung, mit welchem Feder  werk durch eine     Ilbertragung    70 auch die  Münzschleuse 7 verbunden ist.  



  Auf der Achse der Münzschleuse 7 sitzt  das eine Sonnenrad 71 eines Differential  getriebes 71, 72, 73 fest, dessen Planetenrad  72 mit der Vorgabewelle 21 verbunden ist  und auf dessen anderes Sonnenrad 73 die  Triebscheibe 3 des Zählers des Apparates  wirkt. Am Sonnenrad 71 ist ein Stift 74 vor  gesehen, der auf den Schalter 4 des Selbst  verkäufers wirkt. 23 ist wiederum die Klinke,  die den Schalter 4 geschlossen hält. Diese  Klinke 23 ist hier mit einem Arm 75 ver  sehen, der mit einem auf der Vorgabewelle  21 festen Arm 76 zusammenwirkt: 77 ist ein  ortsfester Leitkanal für die     Münze.     



  Die eben beschriebene     Einrichtung    ist,  wie die Einrichtung nach dem ersten Aus  führungsbeispiel, als     Einmünzenapparat    ge  dacht. Wird eine Münze durch den Münz  schlitz 2 eingedrückt, so werden die Rollen  58- unter     Spannung    der Feder 5 auseinander  bewegt. Dadurch werden das Sonnenrad 61  und das Planetenrad 62 in auf das Sonnen  rad 63 summierend wirkendem Sinne bewegt,  so dass die Klinke 65 das Schaltrad 66 dreht  und damit das Federwerk 69 spannt. Hat die  Münze mit ihrer Scheitelhöhe die Auflage  punkte auf den Rollen 58 passiert, so gibt  ihr die Feder 5 eine Bewegungsbeschleuni  gung und schleudert sie gegen den Leitkanal      <B>77,</B> der die Münze in die Schleuse 7 ablenkt.

    In dieser     schlägt    die Münze, wie beim ersten  Ausführungsbeispiel, auf dem Hebel 8 auf  und löst die Arbeitsvorgänge im Apparat  aus, nämlich unter dem Einfluss des Feder  werkes 69 die Drehbewegung der Münz  schleuse 7, die Schliessung des     Apparatschal-          ters    4 durch den Stift 74 und die Einstel  lung der Vorgabewelle 21 auf eine dem Wert  der Münze entsprechende Verbrauchsmenge.

    Beim Schliessen des Schalters 4 verriegelt  die Klinke 23 den Schalter und hält ihn ge  schlossen, bis durch den Lauf der Zähler  triebscheibe 3 zurückgedreht, im Moment wo  die     durchgeschleuderte    Münze bezüglich der  vorgegebenen Verbrauchsmenge abgegolten  ist, der Arm 76 gegen den Arm 75 trifft  und die Klinke 23 auslöst, so dass der Schal  ter 4 sich öffnet.  



  Statt die Rollen 58 direkt an den Hebeln  59, 60 zu befestigen, könnte man die Rollen  auch in parallel zum Münzschlitz 2 verlau  fenden Bahnen führen und sie in einer Ku  lisse gleitend mit den Hebeln verbinden.  Dies hätte zur Folge, dass die Auflagepunkte  der Münze an den Rollen stets in gleicher  Entfernung vom Münzschlitz wären, was den  Vorteil ergibt, dass der Selbstverkäufer auch  für Münzen kleinen Durchmessers ausgebil  det sein kann, indem auch solche Münzen  genügend weit in den Münzschlitz eingescho  ben werden können, dass sie dabei mit ihrer  Scheitelhöhe die Auflagepunkte zwischen  den Rollen passieren.  



  Statt für Elektrizität könnte die Erfin  dung auch für andere Verbrauchsmedien wie  Gas oder auch Wasser Verwendung finden.  



  Dadurch, dass gemäss der Erfindung die  kinetische Energie einer in einen Selbstver  käufer eingebrachten Münze, die dieser beim  Eindrücken in den Apparat durch eine Fe  derkraft erteilt wird, die Auslösung der Ar  beitsvorgänge im Apparat bewirkt, kann die  Münzschleuse räumlich von den die Arbeits  vorgänge im Apparat ausführenden Mitteln,  wie beispielsweise der Vorgabeeinrichtung,  getrennt sein, und es wird der Auf- und Zu  sammenbau dieser Mittel im Apparat erleich-         tert,    wobei Leerräume im Apparat vermieden  werden können, der Apparat also kleine  Dimensionen erhalten kann. Weiter erhält  durch diese Beschleunigung die Münze ge  nügend Kraft, um eine Auslösung der Ar  beitsvorgänge mit Sicherheit zu erreichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbstverkäufer für den Bezug eines Ver brauchsmediums, wie Elektrizität oder Gas, dadurch gekennzeichnet, dass die kinetische Energie einer Münze, die dieser beim Ein drücken in den Apparat durch eine Feder kraft erteilt wird, zur Auslösung der Ar beitsvorgänge im Apparat dient. UNTERANSPRÜCHE 1. Selbstverkäufer nach dem Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feder mit einer Münzschlitzsperre in Wir kungsverbindung steht und in einer Münz schleuse eine Sperre vorgesehen ist, die bis zum Auftreffen der Münze auf sie eine An triebskraft sperrt, die der Verwirklichung der Arbeitsvorgänge im Apparat dient. 2.
    Selbstverkäufer nach dem Patentan spruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder ausschliesslich mit der i@liinzschlitzsperre in Wirkungsver bindung steht und die der Verwirklichung der Arbeitsvorgänge im Apparat dienende Antriebskraft ein seine Energie aus einer der Feder fremden Quelle erhaltender Motor ist. 3. Selbstverkäufer nach dem Patentan spruch und dem Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit der Münzschlitz- sperre in Wirkungsverbindung stehendes Federwerk die Quelle eines Kraftspeichers ist, der der Verwirklichung der Arbeitsvor gänge im Apparat dient. 4.
    Selbstverkäufer nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder einen Schwenkarm von der Innenseite des Appara tes her gegen den Münzschlitz anliegend hält und der Schwenkarm das Aufzugmittel eines auf die Vorgabeseite eines Differential getriebes im Apparat wirkenden Federwer- kes ist, und dass mit dieser Getriebeseite wei ter eine drehbare, taschenförmige Münz schleuse in zwangläufiger Verbindung steht, die einen die Sperre der Arbeitsvorgänge dar stellenden Aufschlaghebel, der durch die Münze betätigt wird, enthält. 5.
    Selbstverkäufer nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 und 3, mit feststehender Münzschleuse und für die Verwendung von Münzen verschiedener Werte, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Feder einen Schwenkarm von der Innenseite des Apparates her gegen den Münzschlitz anliegend hält, mit dem Schwenkarm in_ Richtung der Freigabe des Münzschlitzes ein Münztaster gekuppelt ist, der das Ein stellmittel für die verschiedenen Münzwerte steuert und der den Kraftspeicher zur Ver wirklichung der Arbeitsvorgänge im Appa rat lädt, und dass in die Münzschleuse ein Aufschlaghebel für die Münze ragt, der die Arbeitsvorgänge im Apparat sperrt. 6.
    Selbstverkäufer nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Münz taster auf der Achse des Schwenkarmes an gelenkt und ausserhalb des Drehpunktes des Schwenkarmes ein Winkelhebel gelagert ist, der dem Münztaster anliegt und der ein Ein stellrad der Vorgabeeinrichtung entspre chend den verschiedenen Münzwerten be tätigt und der ferner eine Aufzugklinke für ein den Kraftspeicher darstellendes Feder werk trägt. 7. Selbstverkäufer nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Zuge der zur Verwirklichung der Arbeitsvorgänge im Apparat dienenden Mittel liegender Bo denteil der Münzschleuse mit Verzögerung gegenüber dem Aufschlaghebel gesteuert ist. B.
    Selbstverkäufer nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Münz schlitzsperre aus Rollen besteht, die mit gleichachsig gelagerten und durch die Feder miteinander verbundenen Hebeln in Verbin dung stehen und mit den Hebeln das eine Sonnenrad bezw. die Planetenradachse eines Differentialwerkes ein starres Ganzes bilden, wogegen das andere Sonnenrad dieses Diffe rentialwerkes eine Spannklinke für den durch ein Federwerk gebildeten Kraftspei- eher trägt. 9.
    Selbstverkäufer nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1, 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenk arm mit einer Platte gegen den Münzschlitz anliegt, die am Schwenkarm durch An schläge begrenzte Schwenkfreiheit hat. 10. Selbstverkäufer nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1, 3 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen an den Hebeln sitzen. 11. Selbstverkäufer nach dem Patentan spruch und den Unteransprüchen 1, 3 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen an in parallel zum Münzschlitz verlaufenden Bahnen geführt und in einer Kulisse glei tend mit den Hebeln verbunden sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2896764A (en) * 1949-06-30 1959-07-28 Michaels Art Bronze Company In Door closing and actuating mechanism for parking meters

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2896764A (en) * 1949-06-30 1959-07-28 Michaels Art Bronze Company In Door closing and actuating mechanism for parking meters

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