Verfahren zum Anschliessen von Fahrrädern an Stationierungsplätze<B>und</B> Anschliesseinrichtung dazu. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Anschliessen von Fahr rädern an Stationierungsplätze und auf eine Anschliesseinrichtung dazu. Fahrradständer mit Anschliesseinrichtung zum Anschliessen der Fahrräder sind bekannt. Der Verschluss erfolgt meistens durch ein Vorhängeschloss, welches im Besitze des Fahrradinhabers ist.
Derartige Fahrradständer sind besonders in Fabriken, Schulen etc. vorhanden, wo jedem Fahrer ein Fahrradstand zugewiesen ist, so dass das Vorhä,ngeschloss nach Entfernen. des Rades wieder am Fahrradständer fest gemacht werden kann.
Die Anschliesseinrichtung gemäss vorlie gender Erfindung eignet sich hauptsächlich zur Aufstellung vor Gasthäusern., Kauf läden, öffentlichen Gebäuden ete. Bei be kannten Anschliesseinrichtungen mit festem Schloss und Schlüssel ist eine Bedienung er forderlich, welche den Schlüssel herausgibt und wieder in Empfang nimmt.
Bei andern bekannten Stationierungsplätzen mit der Schliesseinrichtung ohne Schloss und Schlüs sel ist der Fahrradinhaber gezwungen, Vor- hängeschloss und eine Kette selbst mitzu führen, wenn er das Rad am Stationierungs- platz anschliessen will.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren, bei dem die Abgabe des Schlüssels der Anschliesseinrichtung nach Einwerfen einer Münze automatisch erfolgt und die Rückgabe des Schlüssels vor Entnahme des Rades aus der Anschliesseinrichtung erzwun gen wird.
Das Verfahren besteht darin, dass ein Fahrrad in eine-sich selbsttätig schlie ssende und durch Schlüssel zu öffnende An schliesseinrichtung geschoben.
wird, bei wel cher hierauf ein Geldstück in einen Münz einwurfschlitz leingeworfen wird, wodurch ein Schlüssel freigegeben wird, mit welchem der Schliessmechanismus in Öffnungsbereit schaft gebracht wird, sich jedoch erst dann öffnen lässt, wenn der Schlüssel durch eine, separate Einwurfstelle wieder so weit in die Anschläesseinrichtung zurückgeschoben wor- den ist, dass er nicht mehr aus dieser heraus genommen werden kann.
Durch dieses Verfahren wird eine Bedie nung der Stationierungsplätze durch Ange stellte überflüssig. Es ist nicht möglich, nach Einstellung des Fahrrades ohne einen Ent gelt das Fahrrad wieder zu entnehmen und ohne dass der Schlüssel vorher zurückgegeben worden ist.
Die Erfindung betrifft ferner eine An schliesseinrichtung zum Anschliessen eines Fahrrades, gekennzeichnet durch einen Schliessmechanismus zum Anschliessen des Fahrrades, einen hlünzeinwurfschlitz und eine durch eine eingeworfene Münze betätigte Schlüsselausgabevorrichtung, sowie durch einen mit einer Nase versehenen Fühler und ein Schlagorgan, das mit dem Schlüssel ge spannt werden kann und dann durch die Nase des Fühlers gesperrt wird und schliess lich durch einen Schlüsseleinwurfschlitz, in welchem der Fühler durch den Schlüssel;
der art betätigbar ist, dass .er das Schlagorgan auslöst, durch welches der Schliessmechanis mus zum Öffnen freigegeben wird.
In beiliegender Zeichnung ist eine bei spielsweise Ausführungsform der erfin dungsgemässen Anschliesseinrichtung veran schaulicht., an Hand welcher auch Durchfüh rungsbeispiele des erfindungsgemässen Ver fahrens erläutert sind; es zeigt:
Fig. 1 einen Fahrradständer mit. angebau ter Anachliesseinrichtung in Seitenansicht, Fig. 2 die Frontansicht dazu, Fig. 3 die Schliessmechanismen nach Schnittlinie I-1 in Ansicht, Fig. 4 die Schliessmechanismen in der Draufsicht nach Schnittlinie II-II, Fig. 5 und 6 die Sperr- und Au:
slö-se- mechanismen in Ansicht nach Schnittlinie III-III in Fig. 1, Fig. 7 und 8 Details der Auslösevorrich- tung, Fig. 9 den Schlüssel, Fig. 10 und 11 Details, des Schlüsselein wurfes.
An dem Fahrradständer F (Fig.1) ist eine Anschliesseinrichtung mit einem Kasten 1, in dem der Schliessmechanismus, und einem Kasten 2, in dem die Auslöseeinrichtung un tergebracht ist, angebracht. Die Anschliess- einrichtung kann auch an einer Mauer oder einem andern Stationierungsplatz befestigt werden. Der Schliessmechanismus zum An schliessen des Fahrrades ist in Fig. 3 und 4 veranschaulicht. Der Bolzen 3 mit Kopf 4 ist in den Lagern 5 und 6 im Kasten 1 ver schiebbar gelagert.
Der Bolzen 3 ist teilweise abgeflacht, und dessen Führung im Lager 6 hat. eine solche Form, dass sich Bolzen 3 axial verschieben, aber nicht drehen, kann. Am Bo den des Kastens 1 sind zwei Bolzen 7 und 8 befestigt, auf welchen je ein zweiarmiger Hebel 9 und 10 gelagert ist. Diese Hebel sind am einen Ende mittels Drehbolzen 11 und 12 und zweier Verbindungsglieder 13 und 14 mit dem Bolzen 3 durch den Drehbolzen 15 gelenkig verbunden. Die Feder 16 hat das Bestreben, den Bolzen 3 in Fig. 3, und 4 nach links zu drücken. An. dem Boden des Kastens 1 sind ferner zwei Rohre 17 und 18 befestigt, in welchen die als Schliessorgane dienenden Riegel 19 und 20 axial' verschiebbar gelagert sind.
Diese Riegel, die durch die Feder 16 in der geöffneten Stellung gehalten werden, weisen je einen Schlitz 21 auf, durch welche die freien Enden der Hebel 9 und 10 grei fen. Durch Verschieben des Bolzens 3 werden daher die Riegel 19 und 20 hin und her bewegt. Wird in die Öffnung 0 der Rad reifen 22 eines Fahrrades geschoben, so wird der Bolzen 3 unter Spannung der Feder 16 nach rechts gedrückt, und werden durch die Hebelverbindung die Riegel 19 und 20 gegeneinandergeschoben, so dass der Rad reifen von innen und aussen festgehalten ist. Die Festhalteeinrichtung kann selbstver ständlich auch einseitig sein, so dass nur ein Riegel verschoben wird.
Um diese Schliess stellung der Riegel zu sichern, ist mit Bolzen 23 am Lager 6 ein Sperrhaken 24 angelenkt, welcher in eine Kerbe 25 im Bolzen 3 ein greift und diesen in zurückgestossener Stel lung sichert. Die Feder 16 bleibt dadurch ge spannt. Der gasten 2 enthält die Auslösevorrich- tung des Schliessmechanismus. Durch den Schlitz 26 wird ein Geldstück, beispielsweise fünf Rappen, geworfen, welches durch den Trichter 2-7 auf das eine Ende des Waag- balkens 28 fällt, der auf Bolzen 29 drehbar gelagert ist.
Das, andere Ende des Waag- balkens 28 ist durch ein Verbindungsstück 30 mit einem Schieber 3-1 verbunden. Der Schieber 3,1 schliesst einen Trichter 32 ab, der von dem Schlüsseleinwurfschlitz 33 nach der Schlüsselausgabestelle 34 führt. Durch das. Gewicht des Geldstückes schwingt der Waagbalken 28 aus und zieht den Schieber 31 nach oben,
so dass der vor dem Schieber liegende Schlüssel 35 nach der Ausgabestelle 34 fallen kann. Sobald das Geldstück in die Kasse 2,7' und der Schlüssel in die Schlüssel ausgabestelle, 34 durchgefallen sind, schliesst der Schieber 3.1 den Trichter 32 wieder ab. Der Schlüssel 35 wird vom Radinhaber mit genommen, und es besteht keine Möglichkeit, das Rad der Anschliesseinrichtung zu ent nehmen. Zum Öffnen des Schliessmechanis mus dient nachstehend beschriebener Aus lösemechanismus.
Der Schlüssel 35 wird in das Schlüssel loch 3-6 gesteckt und um .ca. <B>90'</B> gedreht. Hierdurch wird ein Zylinder 317 (Fig. 7 und 8) gedreht. An .dem Zylinder 37 ist ein zweiarmiger Hebel 38 befestigt, dessen eines Ende mit einer Federöse 38" und dessen anderes Ende mit einem Hammer 38' ver sehen ist. Die Feder 39 zieht den Hebel 38 in die in Fig. 5 gezeichnete Stellung. Durch Drehen des Zylinders 37 mit .dem Schlüssel 3.5 wird die Feder 39 gespannt.
Der Hebel 38 gelangt in die in Fig. 6 punktiert gezeich nete Stellung und wird in dieser Stellung durch Eingreifen der Nase 40 der Sperr klinke 41 vor dem Sperrzahn 42 des Zylin ders 37 gehalten. Die Feder 49 zieht die Eilinke 41 in de Lagen, wie in Fig. 5 und 6 ;bezeigt. Der Stab 43 ist an seinem obern Teil in dem Lager 44 geführt und sein unteres Ende ruht in einer Pfanne 45 des zweiarmi gen Hebels 46, der mit Bolzen 47 in der C-ra- hel 48 gelagert ist. Die Gabel 48 ist am Bo- den .des Karstens 1 befestigt.
Das -andere Ende des zweiarmigen Hebels 46 greift unter den Sperrhaken 2'4: Die Feder 49 ist einerseits an dem Halter 50, der auf dem Stab 43 be festigt ist, angehängt und anderseits mit der Sperrklinke 41 verbunden. Die Sperrklinke .41 wird nach unten gezogen und liegt ent weder auf .dem Zylinder 37 oder auf dem Anschlag 51 auf. Durch die Feder 49 wird die Sperrklinke 41 nach unten und der Stab 43 nach oben gezogen, wodurch der Hebel 46 entlastet und der Sperrhaken 24 nicht beein- flusst wird.
Wenn der Hebel 38 in der in Fig. 6 punktierten Lage ist, dann ist die Sperrklinke 41 in ihrer punktierten Stellung Fig. 6 und versperrt durch ihr Ende 41', das als Fühle .r dient,. den Schlüs,seleinwurfsschlitz. Der Schlitz 3,3 für den Schlüsseleinwurf ist in Fig. 10 und 11 in grösserem Massstab ge zeichnet. Fig. 9 zeigt den Schlüssel 35.
Der Schlüssel 3:5 ist bartlos ausgebildet, er kann aber auch eine andere Form haben. Der Schlüsselgriff besteht aus einem Blech 35', welches Trapezform hat.
Der Schlüsselein wurf 33 besteht aus einem runden Loch für den Schlüsselschaft und zwei Schlitzen für den Schlüsselgriff. Der obere Schlitz weist nach innen. zwei seitliche Führungen 55 auf und am Ende des untern Schlitzes quer zu diesem ist ein Winkel 56 angebracht, der ebenfalls nach innen zeigt. Quer durch den obern Schlitz .greift das Ende der Sperrklinke 41.
Wird nun der Schlüssel 35 mit dem Blech 35' voraus in den Schlüsseleinwurf ge stossen, so wird er durch die Führungen 55 in seiner Lage gehalten und durch den Win kel 56 nach unten abgestützt. Durch die Schräge tles Schlüsselgriffes wird der Fühler 41.' der Sperrklinke 41 angehoben, wodurch der Sperrzahn 42 des Zylinders 37 ausge löst wird.
Die Auslösung des Sperrzahnes 42 erfolgt jedoch erbst in einer Stellung, in wel cher der Schlüssel schon so weit im Einwurf steckt, dass er nicht mehr herausgezogen wer den kann. Der Schlüsselgriff 35' kippt als dann über den Winkel 56 ab, und der Schlüs sel fällt in den Trichter 3<B>2</B>, wo er durch den Schieber 31 festgehalten wird.
Durch die Freigabe des Sperrzahnes 42 wird der Ham mer 38' infolge des Zuges der Feder 3'9 nach unten in die ausgezogene Stellung Fig. 6 ge zogen und schlägt :auf den Stab 43. Dieser betätigt den Doppelhebel 46, welcher den Sperrhaken auslöst. Durch die Feder 16 wird nun der Bolzen 3 beim Herausnehmen des Rades nach links geschoben, wobei durch Vermittlung des Gestänges 13, 14, 9 und 10 die Riegel 19 und 20 zurückgeschoben wer den, so dass das, Riad herausgenommen wer den kann bezw. der Schliessmechanismus sich öffnen lässt.
An die Steile des beschriebenen Auslöse- mechanismus mit Stange 43 kann ein solcher treten, der den Sperrhaken 24 durch einen von: fern betätigten Elektromagnet oder durch einen Bowdenzug auslöst.