CH219926A - Verfahren zur Herstellung von Vinylestern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vinylestern.

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CH219926A
CH219926A CH219926DA CH219926A CH 219926 A CH219926 A CH 219926A CH 219926D A CH219926D A CH 219926DA CH 219926 A CH219926 A CH 219926A
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vinyl
vinyl esters
vinyl acetate
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Inventor
Wacker Gesellschaft Alexander
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Wacker Chemie Gmbh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment
    • C08F8/14Esterification

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Vinylestern.       Nach dem D. R. P. Nr. 654282 kann aus  einem Gemisch von     Vinylestern    wie     Vinyl-          acetat    mit     Ameisensäure    das bereits bei 44',  also sehr niedrig, jedenfalls erheblich unter  dem Siedepunkt des     Vinylacetats    siedende       Vinylf        ormiat    gewonnen werden.  



  Das bekannte Prinzip, Ester durch Be  handlung mit einer im Ester nicht enthal  tenen Säure in Gegenwart von Katalysatoren  mehr oder weniger weitgehend     umzuestern,     gilt auch für die     Umesterung    von     Vinylacetat     mit Säuren mit mehr als einem     C-Atom.    Bei  der Anwendung dieses bekannten Prinzips  auf die     Umesterung    von     Vinylacetat    ergaben  sich aber ganz unbefriedigende Ausbeuten.  



  Es wurde nun gefunden, dass man dabei  nur dann technisch befriedigende Ergebnisse  erzielt, wenn andere Versuchsbedingungen  wie bei der     Umesterung    mit Ameisensäure  eingehalten werden.    Gegenstand des vorliegenden Patentes     ist     ein Verfahren zur Herstellung von     Vinyl-          estern,    durch     Umesterung    von     Vinylacetat     mit einer organischen Säure mit mehr als  einem     C-Atom    in Gegenwart von Katalysa  toren, welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass man das einen Katalysator, vorzugsweise  ein     Quecksilbersalz,    enthaltende Gemisch so  lange erhitzt,

   bis nach Entfernung der  niedrig siedenden Bestandteile des sich ein  stellenden     Reaktionsgemisches    dessen Siede  punkt über den der Essigsäure gestiegen ist,  worauf man den neu gebildeten     Vinylester          abdestilliert.     



  Das Verfahren wird zweckmässig so aus  geführt, dass das     Reaktionsgemisch    so lange  am     Rückflusskühler    und dann an der Rück  flusskolonne erhitzt wird, bis der     Siedepunkt     des von den sich bei der Umsetzung einstel  lenden niedrig siedenden Bestandteilen befrei  ten Reaktionsgemisches über den Siedepunkt      der Essigsäure, praktisch sogar erheblich dar  über gestiegen ist, worauf der neu entstan  dene     Vinylester        abdestilliert    wird. Diese  Reaktion geht in Gegenwart von Katalysa  toren, insbesondere Quecksilbersalzen vor sich  und kann in ihrem Verlauf durch Hinzu  fügung geeigneter Reaktionsmedien beein  flusst und geregelt werden.

      War es schon bei dem Gewinnungsver  fahren für das niedrig siedende     Vinylformiat          nach        dem        D.        R.        P.        Nr.        654282     dass bei der Neigung des     Vinylesters    zur       Polymerisation,    zu     Verharzungen,    besonders  in Gegenwart der notwendigen Reaktions  katalysatoren, die erforderliche mässige Er  hitzung die     Vinylformiatgewinnung    nicht  störte, so musste der im vorliegenden Ver  fahren beschrittene Weg,

   der starke     ther-          misehe    Einwirkungen erfordert und zur tech  nischen Gewinnung von höher siedenden       Vinylestern    führt, von vornherein direkt aus  sichtslos erscheinen. Dass das beschriebene  Verfahren trotzdem zum Erfolg führt, und  sich sogar auch auf aromatische und un  gesättigte Säuren ausdehnen lässt, ist beson  ders überraschend.  



  Durch das Verfahren wird ein Weg, z. B.  von dem heute leicht zugänglichen     Vinyl-          acetat    zu andern bisher mehr oder minder  schwer zugänglichen     Vinylestern    anderer  Säuren zu gelangen, eröffnet.

   Da sich diese       Vinylester    grundsätzlich ähnlich polymeri  sieren lassen, wie die bereits in der Technik       verwendeten,    so ist durch das vorliegende  Verfahren gleichzeitig eine grosse Reihe von       Polymerisationsprodukten    in fester, gelöster,       emulgierter    Form für die Industrie der  Lacke, Klebmittel, Isolationsmaterialien, pla  stischen Massen,     Pressmassen    und andern  Kunststoffen, Sicherheitsgläser und der  gleichen zugänglich gemacht worden.

      <I>Beispiel 1:</I>    344 g     Vinylacetat,        183g        Benzoesäure,    5 g       Queeksilber-2-acetat    und 0,5     cm,'    konzen  trierte Schwefelsäure wurden erst einige Zeit    am     Rückflusskühler    erhitzt und dann so  lange an der     Rücklaufkolonne,    bis die Tem  peratur der Mischung 140' betrug. Hierbei  wurden die     niedrigsiedenden    Bestandteile des  sich einstellenden Reaktionsgemisches all  mählich übergetrieben. Nun wurde im Va  kuum bis zum Siedepunkt der     Benzoesäure     destilliert.

   Das erhaltene rohe     Vinylbenzoat     wurde im Vakuum durch Fraktionieren ge  reinigt. Das reine     Vinylbenzoat    ging bei  80  /12 mm über. Das     Vinylbenzoat    hatte eine       Verseifungszahl    von 378 und folgende  Elementarzusammensetzung  
EMI0002.0039     
  
    gefunden <SEP> theoretisch
<tb>  <B>73,6</B> <SEP> 73,0 <SEP> % <SEP> C
<tb>  5,7 <SEP> 5,4% <SEP> H
<tb>  <B>21,6%</B> <SEP> 0       Das     Vinylbenzoat    konnte durch geeignete  Methoden, z. B. unter Anwendung von       Benzoylsuperoxyd,    zu     Polyvinylbenzoat    poly  merisiert werden.  



  <I>Beispiel 2:</I>  430,0 g     Vinylacetat,    430 g     Crotonsäure,     8,5g     Quecksilber-29-acetat    und 0,85 g konzen  trierte Schwefelsäure wurden entsprechend  Beispiel 1 am     Rückflusskühler    und sodann       an    der     Rückflusskolonne    so lange erhitzt, bis  der Siedepunkt der Reaktionsmischung nach  Abtreiben der     niedrigsiedenden    Bestandteile  des sich einstellenden Reaktionsgemisches  138   betrug. Die Mischung wurde entspre  chend Beispiel 1 aufgearbeitet. Das gewon  nene     Vinylcrotonat    siedet     bei    45   unter  12 mm. Es lässt sich ebenfalls polymerisieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Vinyl- estern durch LTmesterung von Vinylacetat mit einer organischen Säure mit mehr als einem Kohlenstoffatom in Gegenwart von Kataly satoren, dadurch gekennzeichnet, dass man das den Katalysator enthaltende Gemisch von Vinylacetat und organischer Säure so lange erhitzt, bis nach Entfernung der niedrig- siedenden Bestandteile des sich. einstellenden Reaktionsgemisches,
    dessen Siedepunkt über den der Essigsäure gestiegen ist, und dass man hierauf den neu gebildeten Vinylester abdestilliert. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysator ein Quecksilbersalz verwendet.
CH219926D 1939-02-02 1940-02-01 Verfahren zur Herstellung von Vinylestern. CH219926A (de)

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