CH220039A - Prüf- und Übungsgerät für das räumliche Sehvermögen. - Google Patents

Prüf- und Übungsgerät für das räumliche Sehvermögen.

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CH220039A
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Zeiss Firma Carl
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B3/00Apparatus for testing the eyes; Instruments for examining the eyes
    • A61B3/02Subjective types, i.e. testing apparatus requiring the active assistance of the patient
    • A61B3/08Subjective types, i.e. testing apparatus requiring the active assistance of the patient for testing binocular or stereoscopic vision, e.g. strabismus

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Description


  



  Pr f- und ¯bungsgerÏt für das räumliche Sehverm¯gen.



   Zur Bedienung von stereoskopischen Me¯  geräten sind mir solche    Personen geeignet, deren rÏumliches   Sehvermögen    eine be  stimmte Mindestleistung aufweist.    Zur Pr fung   und Ubung    dieses Sehverm¯gens hat man sich bisher zweier Geräte bedient, von denen da. eine aus, dem   Stereoskop,    das andere aus dem   Horopterapparat nach Eelm-    holtz entwickelt worden war. Beim Stereoskop wird jedem Auge des.   Prüflings ein      Teilbild    dargeboten, die er zu einem   räum-    lichen Bilde zu vereinigen hat, wobei die Beobachtung mittels einer   binokularen    Lupe oder dergl. erfolgt.

   Die Veränderung der   Tiefenlage    des räumlichenBildes erfolgtdurch Verschiebung der beiden   Teilbilder      relativ zu-    einander senkrecht zur   Beobachtungsrichtung    und parallel zur Verbindungslinie beider Augen. Beim Horopterapparat sieht der   Prtfling    eine Gruppe von Objekten gleichzeitig und gemeinsam mit beiden Augen, die in der Regel unbewaffnet sind, und die Einstellung eines der Objekte in eine bestimmte, durch eines der andern Objekte gegebene Tiefe erfolgt durch Verschiebung des betreffenden Objektes in der Beobachtungsrichtung.



   Beim erstgenannten Gerät sind die vom Winkelauflosungsvermogen des menschlichen Auges   abgeleiteten Gena. uigkeitsansprüche    an die MeBbedingungen und die Justierung der   Teilbilder    verhältnismässig sehr hoch.



  Schon durch geringe Mängel der Justierung beider   Teilbilder    zueinander und zu dem Lupensystem entsteht eine erhebliche Er  schwerung    der Beobachtung durch   Unklar-    werden des   Raumbildes    und Ausübung eines Zwanges auf die Augen, zumal die Beobachtungsweise f r den   Prüfling    in der Regel ungewohnt und in gewissem Masse auch unna  türlich    ist. Den bisher bekannt gewordenen Horopterapparaten aber haften folgende MÏngel an. Da als Objekte körperliche Gebilde wie Stäbchen oder Fäden dienen, gibt die   Tiefenerstreckung    dieser Objekte oder deren mangelhafte Begrenzung AnlaB zu Störungen.

   Sollen die Halterungen der Objekte keinen störenden Einfluss auf die Beobachtung ausüben, so müssen die Objekte an ihrem Befestigungsstellen verdeckt werden. ¯berdies kann mit dem Gerät nur der durch die Pupillen der Augen bestimmte   wa, agrechtss    Schnitt des   Horopters    ermittelt werden. Dabei ist die gegenseitige Orientie  rung der hinsichtlich    ihrer   Tiefenlage      wu    vergleichenden Objekte in der Weise, da¯ sie sich ganz oder wenigstens tÙilweise deeken. und ferner die   Anwendung von Objekten. di@    heller als ihr Hintergrund erseheinen solen, nicht m¯glich. Die   Anwendung durehsehei-    nender oder gefärbter Objekte ist sehr erschwert.

   Die Apparate, die verhÏltnismϯig   grosse Ausmasse haben    und eine recht um  ständliche    Bedienung erfordern, sind nur in   verdunkelten    Räumen verwendbar.



   Im   Hinbliek auf    die Anwendung des rÏumlichen Sehens in der moderne   Meus-    technik, insbesondere bei der Luftbild  vermessung und    der Entfernungsmessung. wiegen die genannten Nachteile besonders schwer, da das Messen in der   Regel unt er    Umständen vor sich geht, deren Wirkung auf das   raumliche MeBvermögen des Beobach-    ters gerade wegen dieser Naehteile nicht erfaBt werden kann.



   Der Gegenstand der Erfindung ist ein Pr f- und   Übungsgerät    für das räumliche   Sehvermögen    mit zwei den Augen des   Prüf-       lings dargebotenen Objekten, die hinsichtlich    ihrer   Tiefenlage    zu vergleichen sind. es beruht also auf dem im   Horopterapparat an-    gewandten Gedanken. Bei diesem Gerät k¯nnen aber die genannten MÏngel und Nachteile bekannter Geräte vermieden und ausserdem noch eine Anzahl besonderer Vorz ge erreicht werden. Es zeichnet sich dadurch aus, daB das eine der Objekte ein reelles Objekt. das andere ein virtuelles Objekt ist, wobei beide Objekte von einer im   Beobachtungs-    strahlengange angeordneten lichtdurchlässigen und spiegelnden Platte den Augen zugleich dargeboten werden.

   Das reelle Objekt kann dabei aus einem k¯rperlichen Modell. aus Silhouetten,   Seheiben,    einem   Lichtbild    oder dergl.   I.    ist es, das reelle   Objekt durch eine auf einer       durchsichtigen Flaue angebrachte flächen-    hafte Nachbildung eines   praktisch auftreten-    den Ziels. z. B.   eine-      ! Flugzeuges    oder Sehiffes zu verkörpern.



   Zum Zwecke der Prüfung   @ und Ubung      des Pritflings im stereoskopiscben    Sehen und Alessen empfiehlt es sich. die Lage des vir  tuel, len Objektes    in   der zur Beobachtung :--       richtung rechtwinkligen Ebene veränderlich    zu machen 1 und das reelle Objekt in der Beobachtungsrichtung verschieblich anzubringen. Dabei kuppelt man mit Vorteil das   verschiebliehe Objekt    mit einer   Messvorrich-      tung,    die ein   Antrie'bsorgan und eine An-    zeigevorrichtung aufweist, welche den   Tiefen-    unterschied der Lagen des reellen und des virtuellen Objektes in 10"betragenden Einheiten der zugeh¯rigen, parallaktischen Winkeldifferenz angibt.

   Es hat sich eingebürgert. die   parallakí-isehe Winkeldifferenz von l0"    als Mindestfehler zu bezeichnen. Bei der   ge-    nannten Ausbildung des Gerätes kann die Eignung und der   Ausbildungsgrad    des   Prüf-    lings ohne weiteres nach dem bei seinen Messungen von ihm eingestellten Vielfachen des Mindestfehlers beurteilt werden. Man kann diese Ausführungsform, des Gerätes weiterhin so vervollkommnen. da¯ der Ausbildende die M¯glichkeit hat, die gegenseitige Lage des reellen und des virtuellen Objektes    unabhängig vom Prüfling zu beeinflussen.   



  Das kann in einfacher Weise so geschehen. dass zwischen dem   Antriehsorgan und    der    Anzeigevorrichtung ein Differentialgetrieb-    eingeschaltet ist, mit dessen Hilfe dem reellen Objekt eine vom Antriebsorgan unabhängige   Verschiebung zusätzlich    erteilt werden kann.



   In der Zeichnung ist t ein Ausf hrungsbeispiel der   Erfindung dargestellt. Fig. l    gibt das Beispiel im Mittelschnitt im Aufriss wieder. In den Fig. 2 und 3 sind Einzelteile des Beispiels inDraufsichten veranschaulich4.



   Das GerÏt (Fig. 1) ist mit einem GehÏuse   1    versehen. Die Gehäusewand hat eine Öffnung 2, vor der eine mit zwei Einblick  Öffnungen   3    versehene   Augenmuschel    4 angebracht ist. An der den   Einblickoffnungen    3 gegenüberliegenden Gehäusewand befindet sieh eine Lichtquelle 5, vor   der eine Milch-      g lasseheibe    6 an einer Schlittenführung 7 befestigt ist. In dieser Schlittenführung 7 ist ein Schlitten 8   mittels einer Gewinde-    spindel 9 verschieblich gelagert. Der   Schlit-    ten 8 trÏgt eine Klarglasscheibe 10 (Fig.   2),    auf der ein reelles Objekt 11 vorgesehen ist.



  Dieses Objekt 11 ist der geschwärzte Teil einer die Scheibe 10 bedeckenden   photogra-      phischen    Schicht und hat die Gestalt des   Schattenbildes    eines Flugzeuges. Die Spindel 9 ist mit einer   Teiltrommel    12 verbunden, auf welcher eine Teilung 13 nach   Mindest-    fehlern schraubenförmig aufgetragen ist, und ist ferner an ihrem freien Ende mit einem Stirnrad 14 versehen. In dieses Stirnrad 14 greift ein Stirnrad 15 ein, an dem eine   Sehraubenspindel    16 befestigt ist, deren Achse der Achse der Trommel 12 parallel ist. Auf dieser Spindel 16 ist ein Zeigerträger 17 verschieblich, der ein mit einem strichf¯rmigen Zeiger 18 ausgestattetes
Fenster 19 hat. Der Zeiger 18   gehort    zur
Teilung 13.

   Das Stirnrad 15 kämmt mit einem Stirnrade 20, mit dem ein Kegelrad 21 fest verbunden ist. Dieses Kegelrad 21 bildet mit einem Kegelrad d 22 und einem   Planeten-    rade 23 ein Differentialgetriebe, dessen   Kegel-    rad   d 22    von einem Handrade 24 aus angetrieben werden kann, während die Achse des   PLane-    tenrades 23 über ein   Kegelräderpaar    25, 26 von einem Handrade 27 aus drehbar ist.



   An einem Halter 28 ist, unter 45¯ gegen die   VerbindungslimederEinblickoffnungen   
3 mit der Lichtquelle 5 geneigt, eine mit einem durchlässigen   Spiegelbelage versehene   
Glasscheibe 29 angebracht. Der Halter 28 hat eine Durchblicköffnung 30 und trÏgt ein Lager 31, in welchem ein mit einer Stirnradverzahnung 32 und einer Blende 33 verbun dener Ring 34 drehbar gelagert ist. Zum An  triebe    dieses. Ringes 34 dient ein mit einem   Handrade    35 versehenes Stirnrad 36, welches in die Verzahnung 32 eingreift. Dicht neben der Blende 33 befindet sich eine am Lager 31 befestigte Blende 37.

   Diese Blende 37, zu deren Beleuchtung eine Lichtquelle 38 dient, hat eine Mehrzahl in Form eines Kreuzes angeordneter Locher 39 (Fig. 3), wÏhrend in der Blende 33 vier Locher 40 in solcher Anordnung   vorgesehensind,dass'durch    Drehung des Ringes 34 im Lager 31 der Lichtdurchtritt von der Lichtquelle 38 durch jedes der Locher 39 für sich allein freigegeben werden kann, während alle andern Locher 39 von der Blende 33 verdeckt sind.



   Zum   Gebrauche des Gerätes    werden die Lichtquellen 5 und 38 an ein Stromnetz angeschlossen. Der Prüfling bringt sein Gesicht an die   Augenmuschel    4 und blickt durch die Offnungen 3 mit beiden Augen nach der Scheibe 10, auf der er durch den   durchlässigen Spiegelbelag    der Scheibe 29 hindurch die mit diffusem Lichte von der Opalglasscheibe 6 von rückwärts beleuchtete   Flugzeugsilhouette    11 erblickt, wobei ihm die gleichzeitige Beobachtung mit beiden Augen einen Eindruck von der Tiefenlage dieses reellen Objektes   11    vermittelt. Der mit der Abnahme der Prüfung   befaBte    Prüfende bringt durch Drehung des Handrades 35 ein Loch 40 der Blende 33 mit einem der Löcher 39 der Blende 37 in Übereinstimmung.

   Dieses Loch 39, welches von der Lichtquelle 38 aus Licht empfängt, dient als Objekt f r die Abbildung durch Spiegelung an, der Scheibe 29.



  Die Entfernung der Blende 37 von der Scheibe 29 ist so gewählt, da¯ das virtuelle Objekt, das   heiBt    das Spiegelbild des Loches 39 in einer Ebene liegt, die einer mittleren   Sl-elAung    der Scheibe 10 entspricht. Der   Prof-    ling hat nun die Aufgabe, die   Tiefenlage    e dieses   Spiegelbildes      mitlder Tiefenlage des    Flugzeuges   11    in Übereinstimmung zu bringen,   wa.-s'erdurch    Drehen des Handrades 24 bewirkt, wobei sich der Schlitten 8 mit der Scheibe 10 in der Führung 7 verschiebt.



  Gleichzeitig dreht sich die Trommel 12 und d der   Zeigerträger    17 wandert auf der Spindel 16 so entlang der Teilung   13,    da. der Zeiger 18 im Fenster 19 jeweils die Abweichung der beiden Tiefenlagen voneinander in   Mindest-    fehlern anzeigt. Die Prüfung wird mehrfach wiederholt, wobei der Prüfende jeweils ein anderes Loch 39 mit einem Loch 40 in   t''ber-    einstimmung bringt.Diese Vom Pr fenden vorgenommene ¯nderung bewirkt, da¯ das dem   Prüfling      dargebotene    virtuelle Objekt    wechselnde Seiten-und Höhenlagen zum      Flugzeuge einnimmt. also-eine Lage in    der zur Beobachtungsrichtung rechtwinkligen Ebene verändert wird.

   Zur weiteren Übung des Prüflings und Ausbildung im rÏumlichen Messen dienen Änderungen der   Tiefenlage    der Scheibe 10 durch Drehen des Handrades 27 seitens, des Prüfenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Pr f- und ¯bungsgerÏt f r das rÏumliche Sehvermögen, mit zwei den Augen des Prtif- lings dargebotenen Objekten, die hinsichtlich ihrer Tiefenlage zu vergleichen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das eine der Objekte ein reelles Objekt, das andere ein virtuelles Oh- jekt ist, wobei beide Objekte von einer im Beobachtungsstrahlengange angeordneten lichtdurchlässigen und spiegelnden Platte den Augen zugleich dargeboten werden.
    UNTERANSPRUCHE- 1. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das reelle Objekt durch eine auf einer durchsichtigen Platte angebrachte flächenhafte Nachbildung eines praktisch auftretenden Ziels gebildet ist.
    2. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, dass die Lage des virtuellen Objektes in der zur Beobachtungsrichtung rechtwinkligen Ebene veränderlich ist.
    3. Gerät nach Patentanspruch. dadureh gekennzeichnet, dass clas reelle Objekt in der Beobachtungsrichtung verschieblich ist.
    4. Gerät nach Patenlanspruch und Un- teranspruch 3. dadurch gekennzeichnet, dass das verschiebliche, reelle Objekt mit einer Me¯vorrichtung gekuppelt ist. die ein An triebsorgan und eine Anzeigevorrichtung aufweist. welche den Tiefenuntersehied der Lagen des reellen und des virtuellen Objektes in 10" betragenden Einheiten der zugeh¯rigen parallaktischen Winkeldifferenz angibt. a. Gerät nach Patentanspruch und Un- teranspr chen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daB zwischen dem Antriebsorgan und der Anzeigevorrichtung ein Differential- getriebe eingeschaltet ist. mit dessen Hilfe dem reellen Objekt eine vom Antriebsorgan unabhängige Verschiebung zusätzlich erteilt werden kann.
CH220039D 1940-10-03 1941-09-01 Prüf- und Übungsgerät für das räumliche Sehvermögen. CH220039A (de)

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