Verfahren zur Förderung des Wachstums von Champignons und Einrichtung zur
Durehführung des Verfahrens.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Forderung des Wachstums von Champignons und eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Das Verfahren besteht darin, daB ein auf mindestens eine transportable ZTnterlage gebrachtes, von den dem Champignonwachstum schädlichen Keimen befreites Nährsubstrat mit Champi gnonbrut besamt wird, worauf das Ganze eine Zeitlang auf einer Temperatur von 15 bis 25 C bei 87 bis 90% Luftfeuchtigkeit gehalten und darnaeh mit einem Erd-Sand Kalkgemisch überdeckt wird.
Bei der bisherigen Art der Champignonzüchtung wurde das Nährsubstrat auf dem Boden angelegt und zu langen Beeten geformt. Nachdem die Beete angelegt waren, konnten diese nicht mehr in ihrer Position verändert werden. Da das Nährsubstrat dabei vielfach mit schädlichen Keimen behaftet war, wurde die Zucht bei einer Temperatur von nur 8 bis 15 C durchgeführt, weil eine höhere Temperatur den Nachteil mit sich brachte, dass die Vermehrung dieser schäd- lichen Keime begünstigt wurde. Bei der Temperatur von 8 bis 15 C wachsen die Champignons langsam.
Bei einer diesen Temperaturen unterworfenen Kultur erstreckt sich die Ertragsdauer auf 4 bis 6 Monate. Bei dieser Ziichtungsart konnten einzelne von Parasiten befallene Stellen nicht sofort und nicht ohne Beschädigung der Beete isoliert werden, so dass vielfach eine schlechte oder ungenügende Ausnützung des Nährsubstrates konstatiert werden musste.
Das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung ermöglicht eine bessere Ausnützung des Nährsubstrates und ein besseres Ernte- ergebnis. Die Ertragszeit erstreckt sich nach den gemachten Erfahrungen nur auf 2 bis 3 Monate bis zur Erschöpfung des Nährsubstrates, wobei aber der Ernteertra, g be- deutend grosser ist als bei der bisherigen Züchtungsart. Es ist somit möglich, in der gleichen Zeit doppelt soviele Anpflanzungen vornehmen zu k¯nnen als bei der bisherigen Z chtungsart.
Im nachfolgenden wird ein Ausf hrungs beispiel des erfindungsgemässen Verfahrens erläutert :
Frischer Pferdedünger wird zu einem Stock aufgeschichtet und während 3 bisj Wochen einer selbsttätigen Fermentation unterworfen, wodurch die Temperatur im Innern des Stockes durch Ansteigen auf 60 bis 80#C eine Sterilisation bewirkt und die im Dünger enthaltenen Nährstoffe f r das Champignonwachstum in lösliche Form iibergehen. In dieser Zeit wird der Düngerstock zwecks Durchlüftung. Ergänzung des dureh die Fermentation und Verdunstung beding- ten Feuehtigkeits Verlustes.
Wechslung der innern und äussern Partien und Vermengung mehrere Male gewendet. Bei Verwendung des Düngers als Nährsubstrat soll der unange- nehme Geruch verschwunden sein und die Wasserstoffionenkonzentration zwischen R..') und 7,5 pH liegen. So prÏparierter Pferded nger oder anderes geeignetes NÏhrsubstrat wird auf transportable, aus einem festen Stoff bestehende Unterlagen angelegt. Als Unterlagen k¯nnen Bretter in beliebiger Form, Platten usw, verwendet werden. Die transportablen Unterlagen kennen durch Umwandungen zu BehÏltern ausgebildet werden. wie in Fig. 1 dargestellt ist.
Nach Fig. 2 sind die BehÏlter so beschaffen, da¯ diese zwecks Raumeinsparung ohne Be schadigung der Pilzkultur aufeinandergestapelt werden k¯nnen. Diese BebÏlter weisen gleich hohe, vertikale Eckpfeiler a auf. an welche die Umwandungen b befestigt sind und die über diee und die Pilzkultur hinausragen. Es k¯nnen so mehrere BehÏlter aufeinandergestellt werden. Je nach Art und Zusammensetzung des NÏhrsubstrates kann es vorteilhaft sein. das NÏhrsuhstrat allein oder das Ganze einer Sterilisation bezw. Desinfektion mittelst eines insektizid und fungizid wirkenden Gases zu unterwerfen. Dies erfolgt in der Weise, da¯ das NÏhrsubstrat vorzugsweise in den BehÏltern in einen gut abgedichteten Raum gebracht wird. in welehem Schwefel.
Formaldehyd oder ein anderes die glelelie Wirkung zei- gendes Mittel verlast wird. Bei Verwendung eines NÏhrsuhstrates. das nicht durch Fermentationshitze sterilisiert wurde, beispielsweise eines Substrates aus Stroh. Kuhd nger und Alkalien. wird dieses in den BehÏltern in einen speziellen Raum gebracht.
Nachher wird darin wÏhrend 3 bis 4 Stun den eineTemperaturbiszu7.')"Cerzeugt, und das Ganze 10 bis 12 Stunden lang darin be lassen. Gleichzeitig kann in dem Raum die Vergasung eines jnsektizid und fungizid wirkenden Mittels vorgenommen werden.
Nach Beendigung. der Sterilisation bezw.
Desinfektion werden dann in das NÏhrsub strat in AbstÏuden von 10 bis 30 cm Champignonbrutst cke eingesetzt und wÏhrend 15 bis 25 Tagen hei einer Temperatur von] 5 bis 25#C und 87 bis 90% Luftfeuchtigkeit und schwacher Luftzirkulation der Ent- wicklung berlassen. Nach Ablauf dieser Zeit wird die OberflÏche des NÏhrsubstrates mit einem leicht feuchten und por¯sen Erd Sand-Kalkgemisch 1 bis 2 cm dick berdeckt. Durch spÏtere entsprechende Bebrausungen mit Wasser soll die Feuchtigkeit dieser Schicht gleichmϯig erhalten werden.
Nach und nach winl die Luftzirkulation in der Zuchtanlage leicht erh¯ht. UngefÏhr 20 bis s 30 Tage naeh dem ¯berdecken erscheinf auf der Erd-Sand-Kalkschicht die ersten Champignons, welche nach kurzer Zeit erntereif sind. Von nun ab erscheinen alle Tape junge Champignons, und die Ernte- reifen k¯nnen täglich abgeerntet werden.
Die Erntedauer betrÏgt bei einer Temperatur von 15 bis 25"C 2 bis 3 Monate. Bei niedriger Temperatur dauert die Ernte bis 5 Monate.
Die BehÏlter. welehe Champignons hervorbringen, k¯nnen bei Beginn oder wÏhrend der Erntezeit beliebig transportiert und in den Handel gebracht werden. Wenn erforderlich, können die Pilze durch Ver- bringen der BehÏlter in eine gleichmäBioe.
Liedere Temperatur von 3 bis 5#C in ihrem Wachstum unterbrochen werden. Die Trieb kraft der Pilze wird so bis zu 6 Monaten ohne Nachteil für die Ernte erhalten. Nach erneutem Verbringen der Behälter in einen Raum mit 15 bis 25 C und genügend feuchter Luft werden die Champignons wieder wachsen, bis das Nährsubstrat er schöpft ist.
Das ausgebrauchte Nährsubstrat kann nach Beendigung der Ernte als Dünger in der Landwirtschaft, z. B. im Gartenbau Verwendung finden. Die Behälter können nach gründlicher Desinfektion wieder verwendet werden.
Nach Fig. 3 können die transportablen Unterlagen mittelst Eckpfeiler a und an die- sen befestigten, in Abständen übereinander angeordneten, parallel zueinander verlaufenden Brettern oder Platten b zu Behältern ausgebildet werden. Das sterilisierte bezw. desinfizierte Nährsubstrat wird in diese Behälter eingefüllt und besamt. Durch die Sohrägstellung der Bretter oder Platten b in der Richtung von unten innen nach oben aussen entsteht ein Zwisehenraum c, welcher spÏter mit Erd-Sand-Kalkgemisch berdeckt wird. Auf diesem Gemisch wachsen die Champignons d.
Die Behälter können auch so beschaffen sein, dal deren Seitenwandun- gen innen mit der Schmalseite vertikal stehende, je Wandung in einer Ebene verlaufende Teile aufweisen, die durch ihre Abstände von 5 bis 12 cm übereinander be findliche, horizontale, parallel zueinander verlaufende Öffnungen für das Hinaus- wachsen der Champignons bilden, und dass ¯ deren Seitenwandungen jeweils auBerseits unmittelbar am untern Ende der Öffnungen waagrechte Platten zur Aufnahme von Erd Sand-Kalkgemisch besitzen.
Method of promoting the growth of mushrooms and establishment for
Implementation of the procedure.
The present invention relates to a method for promoting the growth of mushrooms and a device for carrying out the method. The method consists in that a nutrient substrate, which has been freed from the germs harmful to mushroom growth and is placed on at least one transportable ZTunterlage, is inseminated with mushroom spawn, whereupon the whole thing is kept for a time at a temperature of 15 to 25 C with 87 to 90% humidity and close is covered with an earth-sand lime mixture.
In the previous type of mushroom cultivation, the nutrient substrate was laid out on the ground and formed into long beds. After the beds were laid out, their position could no longer be changed. Since the nutrient substrate was often contaminated with harmful germs, the cultivation was carried out at a temperature of only 8 to 15 C, because a higher temperature had the disadvantage that the reproduction of these harmful germs was favored. At a temperature of 8 to 15 C the mushrooms grow slowly.
With a culture subjected to these temperatures, the harvest period extends to 4 to 6 months. With this type of breeding, individual areas infected by parasites could not be isolated immediately and not without damaging the beds, so that in many cases poor or inadequate use of the nutrient substrate had to be noted.
The method according to the present invention enables better utilization of the nutrient substrate and a better harvest result. Experience has shown that the harvest time only extends to 2 to 3 months until the nutrient substrate is exhausted, but the harvest yield is significantly greater than with the previous cultivation method. It is thus possible to plant twice as many plants in the same time as with the previous type of cultivation.
An embodiment of the method according to the invention is explained below:
Fresh horse manure is piled up in a stick and subjected to automatic fermentation for 3 toj weeks, whereby the temperature inside the stick causes sterilization by rising to 60 to 80 ° C and the nutrients contained in the fertilizer for mushroom growth are converted into soluble form. During this time the fertilizer stick is used for ventilation. Supplementation of the loss of flammability caused by fermentation and evaporation.
Alternation of the inner and outer parts and mixing turned several times. If the fertilizer is used as a nutrient substrate, the unpleasant odor should have disappeared and the hydrogen ion concentration should be between R .. ') and 7.5 pH. Horse manure or other suitable nutrient substrate prepared in this way is placed on a portable base made of a solid material. Boards in any shape, panels, etc. can be used as supports. The transportable documents are formed by converting them into containers. as shown in FIG.
According to Fig. 2, the containers are designed so that they can be stacked on top of one another in order to save space without damaging the mushroom culture. These BebÏlter have equally high, vertical corner pillars a. to which the walls b are attached and which protrude beyond the fungal culture. Several containers can be stacked on top of each other. It can be advantageous depending on the type and composition of the nutrient substrate. the NÏhrsuhstrat alone or the whole of a sterilization resp. Disinfection by means of an insecticidal and fungicidal gas. This is done in such a way that the nutrient substrate is preferably brought into the container in a well-sealed space. in what sulfur.
Formaldehyde or another agent that shows the same effect is used. When using a nutritional advice. which has not been sterilized by fermentation heat, for example a substrate made of straw. Cow dung and alkalis. this is brought to a special room in the container.
Afterwards, a temperature of up to 7. ') "C is generated in it for 3 to 4 hours, and the whole thing is left in it for 10 to 12 hours. At the same time, an insecticidal and fungicidal agent can be gasified in the room.
After completion. the sterilization respectively.
Disinfectants are then placed in the nutrient substrate in increments of 10 to 30 cm mushroom brood and left to develop for 15 to 25 days at a temperature of 5 to 25 ° C and 87 to 90% humidity and poor air circulation. After this time has elapsed, the surface of the nutrient substrate is covered with a slightly moist and porous earth, sand-lime mixture 1 to 2 cm thick. The moisture in this layer should be maintained evenly through subsequent showering with water.
Gradually the air circulation in the breeding facility is increased slightly. About 20 to 30 days after covering, the first mushrooms appear on the earth-sand-lime layer, which are ready for harvest after a short time. From now on all tapes appear young mushrooms and the ripe ones can be harvested daily.
Harvesting takes 2 to 3 months at a temperature of 15 to 25 "C. Harvesting takes up to 5 months at low temperatures.
The containers. Which mushrooms produce can be transported and put on the market at the beginning or during the harvest time. If necessary, the mushrooms can be prepared by moving the containers into a uniform.
Lower temperatures of 3 to 5 ° C are interrupted in their growth. The shoot from the mushrooms is preserved for up to 6 months without any disadvantage for the harvest. After moving the containers back into a room with 15 to 25 C and enough moist air, the mushrooms will grow again until the nutrient substrate is exhausted.
The used nutrient substrate can be used as fertilizer in agriculture, z. B. find use in horticulture. The containers can be used again after thorough disinfection.
According to FIG. 3, the transportable supports can be made into containers by means of corner pillars a and boards or panels b which are fastened to these and are arranged at intervals on top of one another and run parallel to one another. The sterilized respectively. Disinfected nutrient substrate is filled into these containers and inseminated. Due to the position of the boards or panels b in the direction from the bottom inside to the top outside, a space c is created, which is later covered with a mixture of earth, sand and lime. The mushrooms grow on this mixture.
The containers can also be designed in such a way that their side walls have vertically standing parts on the inside with the narrow side, each wall running in one plane, the horizontal, parallel opening openings for the container due to their spacing of 5 to 12 cm above one another The mushrooms grow outwards, and that their side walls each have horizontal plates on the outside, directly at the lower end of the openings, to accommodate the earth-sand-lime mixture.