CH220204A - Verfahren zur Herstellung von Alkoholen der Acetylenreihe. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Alkoholen der Acetylenreihe.Info
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- C07C29/38—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring increasing the number of carbon atoms by reactions with formation of hydroxy groups, which may occur via intermediates being derivatives of hydroxy, e.g. O-metal by reaction with aldehydes or ketones
- C07C29/42—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring increasing the number of carbon atoms by reactions with formation of hydroxy groups, which may occur via intermediates being derivatives of hydroxy, e.g. O-metal by reaction with aldehydes or ketones with compounds containing triple carbon-to-carbon bonds, e.g. with metal-alkynes
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Description
Verfahren zur Herstellung von Alkoholen der Acetylenreihe. Es ist bereits bekannt, Alkohole der Ace tylenreihe durch Umsetzen von Acetylen mit Aldehyden oder Ketonen in flüssiger Phase in Gegenwart von Schwermetallen der ersten beiden Gruppen des periodischen Systems oder deren Verbindungen, vorzugsweise der Acetylenverbindungen, herzustellen.
Es wurde nun gefunden, dass man Alko hole der Acetylenreihe durch Umsetzen von Acetylen mit Aldehyden oder Ketonen be sonders leicht erhalten kann, wenn man die flüssigen oder gelösten Aldehyde oder Ke- tone mit überschüssigem Acetylen als Kreis laufgas durch Räume fliessen lässt, die mit Schwermetallen der 1. oder 2. Gruppe des periodischen Systems oder deren Verbin dungen, vorzugsweise den Acetylenverbin dungen, beschickt sind, und au dem den Um setzungsraum verlassenden Acetylen die in ihm enthaltenen Dämpfe entfernt und es er neut in den Umsetzungsraum zurückführt.
Die Herstellung von Alkoholen der Ace tylenreihe nach der Erfindung kann kontinuier- lich oder diskontinuierlich in verschiedener Weise erfolgen. Das Acetylen kann von un ten in einen Turm eingeleitet werden, der mit dem in fliessender Bewegung gehaltenen flüs sigen oder gelösten Aldehyd oder Keton ge füllt ist. Der Katalysator befindet sich dabei beispielsweise als Pulver in der Lösung oder er ist in Form von Stücken oder auf Trägern aufgetragen im Turm fest angeordnet.
Beim Rieselverfahren lässt man zum Beispiel einen Aldehyd oder ein Keton oder eine Lösung eines Aldehyds oder Ketons in einem die Umsetzung nicht störenden Lösungsmittel; zum Beispiel eine wässrige Formaldehyd lösung; bei erhöhter Temperatur, zum Bei spiel 60 bis<B>IN',</B> über einen fest angeord neten Schwermetallacetylidkatalysator rie seln.
Beispielsweise ist eine auf Kieselsäure gel oder einem andern inerten Träger, zum Beispiel Aluminiumoxyd, Fullererde, Alu miniumsilikat, Aktivkohle oder Koks, nieder geschlagene Kupferverbindung, die sich im Laufe der Umsetzung in Acetylenkupfer ver- wandelt, als Katalysator geeignet. Die Menge des Kupferkatalysators kann stark variieren.
Das Acetylen wird im Kreislauf im Gleich strom oder im Gegenstrom zu dem Aldehyd oder Keton oder deren Lösung durch den Katalysatorraum,gegebenenfalls an mehreren Stellen, gepumpt, wobei die Acetylenmenge so bemessen wird, dass stets noch unverbrauch tes Acetylen den Umsetzungsraum verlässt. Man kann unter Druck, zum Beispiel 2 bis 20 Atmosphären, arbeiten und auch an Stelle von reinem Acetylen verdünntes Acetylen be liebiger Herkunft, zum Beispiel mit Wasser stoff, Kohlenoxyd oder Kohlendioxyd, Me than oder Wasserdampf verdünntes Acetylen verwenden.
Die durch die stark exotherme Umsetzung entstehende Wärme bewirkt meist eine teil weise Verdampfung des Aldehyds oder Ke- tons oder des zum Lösen des Aldehyds oder Ketons verwendeten Lösungsmittels. Dieser Dampf, dessen Menge von dem Partialdruck bei der Umsetzungstemperatur abhängt, ver- lässt dann zusammen mit dem nicht umge setzten Acetylen den Umsetzungsraum.
Erfindungsgemäss werden aus dem den Um- setzungsraumverlassenden Acetylen die in ihm enthaltenen Dämpfe entfernt, zum Beispiel indem man das Acetylen abkühlt, so dass die mitgeführten Dämpfe kondensiert und vom Acetylen abgetrennt werden. Das Acetylen führt man dann in das Umsetzungsgefäss zurück.
Dadurch, dass man das Acetylen im Kreis lauf führt und nach dem Verlassen des ITm- setzungsgefässes vor dem Zurückführen durch Abkühlen von den mitgeführten Dämpfen befreit, gelingt es, selbst bei grossen Durch sätzen die Temperatur im Umsetzungsgefäss so zu regeln, dass man auch Gefässe mit sehr grossem Durchmesser verwenden kann.
Es kann so verhindert werden, da.ss durch starke Wärmebildung während der Umsetzung in der Mitte des Umsetzungsraumes, wo eine äussere Kühlung nicht oder nur schwer mög lich ist, infolge von Überhitzungen eine Zer- setzung des Katalysators erfolgt, die ihrer seits den Umsatz ungünstig beeinflussen würde. Der Verdampfungsgrad und die Tem peratur im Umsetzungsraum hängen von der Menge des zirkulierenden Acetylens ab.
Lö sungsmittel, Druck und Durchsatzgeschwin- digkeit des Acetylens werden zweckmässig so gewählt, dass die Temperatur des Katalysa- tors oder der Katalysatorumgebung 160 nicht wesentlich überschreitet, zweckmässig bleibt man innerhalb des Bereiches von 90 bis 140 .
Für die Herstellung geeigneter Katalysa toren, und bezüglich geeigneten Ausgangs stoffen, Lösungsmitteln usw., wird auf das Patent Nr. 209635 verwiesen. Die Umsetzung sei nachstehend am Beispiel der Herstellung von Butin-2-diol-1,4 aus Acetylen und Form aldehyd nach dem Rieselverfahren näher er läutert;
die Erfindung ist indessen nicht auf dieses Beispiel beschränkt, vielmehr können auch andere aliphatische Aldehyde, zum Bei spiel Acetaldehyd oder Crotonaldehyd, arali- phatische oder aromatische Aldehyde sowie Ketone der aliphatischen und hydroaroma- tischen Reihe oder auch araliphatische Ketone als Ausgangsstoffe dienen.
Je nach den Umsetzungsbedingungen, der Art der Ausgangsstoffe und des Katalysators erhält man ein- oder zweiwertige Alkohole der Acetylenreihe. Aus Acetylen und Form aldehyd können so entwederPropargylalkohol oder Butin-2-diol-1,4 bzw. deren Gemische entstehen. Solche Mischungen lassen sich leicht trennen und man kann die einwertigen Alkohole der Acetylenreihe, zum Beispiel den Propargylalkohol,erneut in das Umsetzungs gefäss zurückgeben, in dem er ganz oder zum Teil in den zweiwertigen Alkohol übergeht.
Hat der einwertige Alkohol einen niedrigen Siedepunkt, so kann er ganz oder zum Teil durch das Acetylenkreislaufgas herausgenom men werden, aus dem er zusammen mit Lö sungsmittel und Ausgangsstoff durch Kon densation abgeschieden werden kann. <I>Beispiel:</I> Ein senkrecht angeordnetes, druckfestes Edelstahlrohr von 400 mm lichter Weite und 12000 mm Länge wird mit 1400 Liter Kie- selsäuregel, auf das Kupferoxyd niederge schlagen ist, beschickt. Die Herstellung dieses Katalysators erfolgt durch zweimaliges Trän ken des Kieselsäuregels mit einer gesättigten Lösung von basischem Kupfercarbonat in konzentriertem, wässrigem Ammoniak, Trock nen und Erhitzen der Körner auf 400'.
Durch das Rohr lässt man in der Stunde 650 kg 30%ige, auf 50 bis<B>60'</B> vorgewärmte wässrige Formaldehydlösung rieseln, gleich zeitig leitet man in der Stunde 300 cm' Acetylen (gemessen bei 0 und 760 mm) von oben ein. Der Druck im Rohr beträgt 6 Atmosphären. Das Acetylen wird im Kreis lauf umgepumpt und das durch die Reaktion verbrauchte Acetvlen laufend ersetzt. Nach kurzer Zeit stellt sich in der Hauptreaktions- zone des Turmes. eine Temperatur von 110 bis 120' ein. Das den Turm verlassende Ace tylen wird über ein Druckgefäss, wo sich die Butin-2-diol-1,4-Lösung abscheidet, in einem Kühler auf 40 abgekühlt.
Im Abscheider am Kühler fallen stündlich etwa 120 kg 'Wasser an, die etwas Propargylalkohol und Methanol enthalten. Aus der Butin-2-diol-1,4- Lösung kann das reine Butin-2-diol-1,4, zum Beispiel durch Verdampfen des Wassers, iso- liert werden. Die Ausbeute beträgt 96 %, be rechnet auf den eingesetzten Formaldehyd.
In der beigefügten Zeichnung ist .eine bei spielsweise für die Umsetzung geeignete Vor- richtung schematisch wiedergegeben.
Aus demVorratsgefäss J wird die wässrige Formaldehydlösung durch eine Pumpe K in den Turm A gebracht. Gleichzeitig tritt von oben Acetylen ein. Dass untere Ende des Turmes ist mit dem Abscheider B verbunden. Flüssigkeit und Gas werden dort getrennt. Durch das Rohr C wird die wässrige Butin- diollösung abgezogen,, während die gasförmi gen Stoffe durch das Rohr D in den Kühler E geleitet werden.
Im Gefäss F werden Wasser, Methanol und Propargylalkohol aufgefangen. Das Acetylen wird zum Umlaufkompressor G geleitet und durch diesen wieder dem Reak tionsturm zugeführt. Durch den Kompressor H wird frisches Acetylen, entsprechend der bei der Reaktion verbrauchten Menge, in den Kreislauf eingepresst.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Alkoholen der Acetylenreihe durch Umsetzen von Ace tylen mit Aldehyden oder Ketonen in der flüssigen Phase in Gegenwart eines Schwer metalles aus einer der ersten beiden Gruppen des periodischen Systems oder deren Verbin dungen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ausgangsstoffe mit überschüssigem Acetylen als Kreislaufgas durch Räume fliessen lässt, die mit dem Katalysator beschickt sind,aus dem den Umsetzungsraum verlassenden Ace tylen die in ihm enthaltenen Dämpfe entfernt und es erneut in den Umsetzungsraum zu- rückf ührt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine Acetylen verbindung eines Schwermetalles aus einer der ersten beiden Gruppen des periodischen Systems als Katalysator verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Kupferace- tylid als Katalysator verwendet. 3.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den entstan denen Alkohol der Acetylenreihe zusammen mit dem von Dämpfen befreiten Acetylen in den Umsetzungsraum zurückführt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE220204X | 1939-03-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH220204A true CH220204A (de) | 1942-03-31 |
Family
ID=5833191
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH220204D CH220204A (de) | 1939-03-29 | 1940-03-19 | Verfahren zur Herstellung von Alkoholen der Acetylenreihe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH220204A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE927687C (de) * | 1952-03-07 | 1955-05-16 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Alkoholen der Acetylenreihe |
| DE1013279B (de) * | 1952-10-31 | 1957-08-08 | Gen Aniline & Film Corp | Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren fuer die Synthese von Alkinolen |
| US7282614B2 (en) | 2003-07-24 | 2007-10-16 | Basf Aktiengesellschaft | Method for the production of propargyl alcohol |
-
1940
- 1940-03-19 CH CH220204D patent/CH220204A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE927687C (de) * | 1952-03-07 | 1955-05-16 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Alkoholen der Acetylenreihe |
| DE1013279B (de) * | 1952-10-31 | 1957-08-08 | Gen Aniline & Film Corp | Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren fuer die Synthese von Alkinolen |
| US7282614B2 (en) | 2003-07-24 | 2007-10-16 | Basf Aktiengesellschaft | Method for the production of propargyl alcohol |
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