CH220211A - Verfahren zur Darstellung von organischen phosphinigen Säuren. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von organischen phosphinigen Säuren.

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CH220211A
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phosphinous acids
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hypophosphorous acid
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Aktiengesellschaft V Siegfried
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Vormals B Siegfried Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/28Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
    • C07F9/30Phosphinic acids [R2P(=O)(OH)]; Thiophosphinic acids ; [R2P(=X1)(X2H) (X1, X2 are each independently O, S or Se)]

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Description


  Verfahren zur Darstellung von organischen     phosphinigen    Säuren.    Die Darstellung von organischen     phosphi-          nigen    Säuren durch Einwirkung von     unter-          phosphoriger    Säure auf     Oxoverbindungen,    ins  besondere Aldehyde ist bekannt.  



  Nach sämtlichen Literaturangaben wird  jedoch mit einem bedeutenden Überschuss an       unterphosphoriger    Säure gearbeitet, um zu  friedenstellende Ausbeuten zu erhalten und  die Bildung von unerwünschten Nebenproduk  ten auszuschalten. Ausser dieser äusserst un  wirtschaftlichen Verwendung eines Überschus  ses an     unterphosphoriger    Säure wird nach der  Literatur die Reaktion zudem in ziemlich  grosser Verdünnung bei mindestens 90-95          C  ausgeführt.

   Die Bereitung der reinen     phos-          phinigen    Säuren, beziehungsweise deren reinen  Salzen nach den Angaben der Literatur ist  sehr umständlich und kostspielig, da sie über       schwerlösliches    Metallsalz geschieht, das dann  wieder mit Hilfe von     Schwefelwasserstoff    zer  legt werden muss.  



  Es ist nun gefunden worden, dass man  ohne Anwendung eines Überschusses an     unter-          phosphoriger    Säure die Reaktion praktisch    quantitativ     durchführen    kann, wenn man bei  maximal<B>60',</B> vorzugsweise zwischen 50 und       55',    gegebenenfalls in konzentrierter Lösung  arbeitet. Es hat sich gezeigt, dass sich die       Reindarstellung    der     phosphinigen    Säuren da  durch bedeutend vereinfacht.  



  Die auf diese Weise hergestellten organi  schen     phosphinigen    Säuren können mannig  fache Verwendung sowohl als Zwischenpro  dukte als auch als Arzneimittel finden. So  kann zum Beispiel die     a-oxybenzylphosphi-          nige    Säure, beziehungsweise deren Salze  therapeutische Verwendung finden, da sich auf  Grund     zahlreicher    physiologischer Versuche  ergeben hat, dass diese Verbindung die wert  vollen Eigenschaften eines kräftig wirkenden  Tonikums aufweist.

   So zeigte bei Versuchen  an überlebenden Organen das Froschherz, das  in Ringerlösung kontinuierlich an Schlagzahl  und Schlagintensität nachliess, eine     jeweilige     Unterbrechung des Abstieges bei Zusatz     einer     stark verdünnten Lösung von     oxybenzylphos-          phinigsaurem    Natrium. Noch instruktiver ist  die Wirkung bei der Peristaltik von eben ge-      töteten weissen Mäusen, die mit geöffnetem  Abdomen in     3611    C warmer     sauerstoffdurch-          strömter    Ringerlösung eingebracht waren.

   Die  Peristaltik, die nach einigen Stunden er  lahmte, setzte jeweils nach Zusatz einiger     ein:'     einer     2-4prozentigen    Lösung von     oxybenzyl-          phosphinigsaurem    Natrium wiederum stark ein.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung soll  an folgenden Beispielen erleuchtet werden.         Beispiel   <I>1:</I>  16 Teile     Benzaldehy    d und<B>12,5</B> Teile einer  80prozentigen     unterphosphorigen    Säure wer  den unter Rühren und zeitweiligem Kühlen  während mehreren Stunden zwischen 50 und  <B>60'</B> C aufeinander einwirken gelassen. Es  entsteht ein dicker, zäher Brei, der nach  völligem Erkalten in Wasser aufgenommen  und z. B. mit     Natriumkarbonat    neutralisiert  wird.

   Die so erhaltene     Natriumsalzlösung    kann  nach Filtrieren im Vakuum zur Kristallisation  eingedampft werden, wobei das     Natriumsalz     der     a-oxybenzy        lphospliinigen    Säure in prak  tisch quantitativer Ausbeute in reinem Zu  stande erhalten wird. Zur Herstellung der  reinen Säure kann das rohe Reaktionsprodukt  in Azeton gelöst und dann durch Zusatz von  Benzol in reiner Form auskristallisiert werden.  Dran erhält so die     a-oxybenzylphospliinige     Säure in farblosen Kristallplättchen mit einem  Schmelzpunkt von     107-108'.    Sie sind in  Wasser und     Alkohol    leicht löslich, in Äther  unlöslich.  



       Beispiel   <I>2:</I>  40,2 Teile     Isophthalaldehyd    werden     finit     48 Teilen einer 82prozentigen     unterphosplio-          rigen    Säure bei gewöhnlicher Temperatur zu  sammengebracht und     hernaeli    unter     Rühren       bei<B>50-55'</B> aufeinander einwirken gelassen.  Nach dem Erkalten wird z. B. in Wasser auf  genommen und mit Natriumkarbonat genau  neutralisiert.

   Die     Natriumsalzlösung    kann  nach dem Filtrieren unter vermindertem Druck  eingedampft werden, wobei das     Natriumsalz     als weisse,     kristalline,    in     Wasser    leicht lösliche  Substanz erhalten wird.  



       Beispiel   <I>3:</I>  32 Teile     Oxymethylenkampfer    werden mit  32 Teilen einer 82     prozentigen        unterphospho-          rigen    Säure während mehrerer Stunden bei       50-551    aufeinander einwirken gelassen und  nachher aufgearbeitet wie in Beispiel 1.  



  Man erhält in praktisch quantitativer Aus  beute das     Natriumsalz    der     oxykampferphos-          pliinIgen    Säure als weisse, kristalline Sub  stanz, die in Wasser mässig, in Alkohol ziem  lich leicht löslich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von organischen phosphinigen Säuren durch Einwirkung von unterphosplioriger Säure auf Oxoverbindüngen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reak tion bei einer Temperatur von höchstens 60" durchführt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zwischen 50 und 60 in konzentrierter Lösung arbeitet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zu dem Aldehyd nur die chemisch äquivalente Menge unterphosphorige Säure zugegeben wird.
CH220211D 1940-10-28 1940-10-28 Verfahren zur Darstellung von organischen phosphinigen Säuren. CH220211A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1005063B (de) * 1955-02-12 1957-03-28 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von ª‡-oxy-1,2,5,6-tetrahydrobenzyl-phosphiniger Saeure bzw. deren Alkalisalzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1005063B (de) * 1955-02-12 1957-03-28 Hoechst Ag Verfahren zur Herstellung von ª‡-oxy-1,2,5,6-tetrahydrobenzyl-phosphiniger Saeure bzw. deren Alkalisalzen

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