CH220459A - Elektrischer Grossflächenheizkörper, insbesondere für Flüssigkeitserhitzung. - Google Patents
Elektrischer Grossflächenheizkörper, insbesondere für Flüssigkeitserhitzung.Info
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Description
Elektrischer Grossflächenheizkörper, insbesondere für Flüssigkeitserhitzung. Es ist allgemein bekannt, dass bei direk ter elektrischer Beheizung grösserer Flächen das Einhalten einer gleichmässigen Flächen temperatur grösste Schwierigkeiten bietet, und dass eine automatische Temperaturregu lierung in solchen Fällen gänzlich unmöglich ist.
Das hat seinen Grund darin, dass ein direkt beheizter elektrischer Grossflächen heizkörper, der zum Beispiel aus sogenannten elektrischen Heizstäben bestehen kann, seine Temperatur vollständig in Abhängigkeit der Wärmeübergangszahl einstellt. Solange ein Grossflächenheizkörper, wie er zum Beispiel in Verdampfungs- und Siedebehältern, Gär bottichen, Bädern etc. Verwendung findet, immer das gleiche Gut (meistens eine Flüs sigkeit) beheizt und, solange die Oberflä chenbeschaffenheit des Heizkörpers nicht ändert,
bleibt für eine gegebene Temperatur und sonst gleiche Verhältnisse die Vrärme- übergangszahl konstant. Ändert sich dieselbe aber, was zum Beispiel eintritt, wenn sich die Oberflächenbeschaffenheit des Heizkör pers ändert oder wenn eine andere Substanz beheizt werden soll, so ändert sich natürlich auch die Temperatur des direkt wirkenden Heizkörpers. Sinkt die Wärmeübergangszahl, so steigt die Temperatur des Heizkörpers und umgekehrt.
Um einen häufig in der Natur auftretenden Fall zu nennen, sei auf die be- lrannte gesselsteinbildung verwiesen. Durch gesselsteinansatz auf der Heizkörperober- fläche wird der Wärmeübergang auf das zu beheizende Gut sofort stark verschlechtert.
Da die dem Heizkörper zugeführte Wärme energie im Falle einer elektrischen Behei- zung konstant bleibt, steigt die Temperatur des Heizkörpers, erzeugt dadurch ein erhöh tes Temperaturgefälle und hält so den Wärmefluss weiterhin aufrecht. Wird dieses Temperaturgefälle aber zu gross, so kann der elektrische Heizkörper infolge Überhitzung verbrennen.
Diesem Übelstand kann dadurch abgehol fen werden, dass an Stelle einer direkten eine indirekte elektrische Beheizung der Heiz fläche zur Anwendung gelangt, besonders in Fällen, wo es sich um die Erwärmung von Gut auf Temperaturen von 1011 bis 300 C handelt. Als Heizmedium kommt in solchen Fällen 01, Wasser oder Dampf in Frage, tvobei diese Flüssigkeiten in einem separaten Heizapparat erwärmt werden.
Dieser Lösung einer indirekten Behei- zung haften aber sehr grosse Nachteile an. Wird als Heizflüssigkeit 01 verwendet, so kann sich dasselbe schon bei relativ niedri gen Temperaturen zersetzen, explosions gefährliche Gase bilden oder auch auf der Heizfläche verkracken. Zudem ist der Wärme übergang vom 01 auf die Heizfläche sehr schlecht.
Wird hingegen Wa ser oder Dampf als Heizmedium verwendet, so sind zur Er zielung von Heiztemperaturen von 100 bis 400 C entsprechend hohe Drücke notwen dig, was die Aufstellung einer Hoelidruck- Dampfanlage bedingt und nicht. nur die An lage als solche verteuert, sondern auch die Betriebskosten in die Höhe treibt. Es ist ohne weiteres klar, da.ss die Kosten der Hoeh- druek-Dampfanlage diejenigen der eigent lichen Wärmeapparate um ein Vielfaches übersteigen kann.
Alle diese Nachteile können durch die nachfolgend beschriebenen erfindun.gsgeniä.- ssen, indirekt beheizten elektrischen Gross flächenheizkörper behoben werden.
Der erfindungsgemässe elektrische Gross- flächenheizkörper besteht aus eine Mehrzahl von miteinander verbundenen, hohlen Me tallkörpern, von denen jeder in seinem In nern ein elektrisches Heizelement, z. B. be kannter Bauart, enthält. Diese Metallkörper werden von ihren Heizelementen nicht di rekt, sondern mittelbar über eine in ihnen enthallene und die Heizelemente umgebende Heizflüssigkeit, z. B. Wasser. erhitzt und geben ihrerseits die erzeugte Wärme an das zii erhitzende Gut. ab.
Der Vorteil der so gebildeten elektrischen Grossfläelienheizkör- per, die zum Beispiel die Form von Böden, Wänden oder Deckeln von Wärineaustauseh- apparaten haben können, besteht darin, dass eine separate, teure Hochdruck-Dampfanlage wegfällt. Es kann zudem eine sehr einfache Temperaturregulierung vorgesehen werden. Wärmeerzeuger und Wärmeaustauscher bil den baulich eine Einheit.
Die erfindungsgemässen elektrischen Gross- fläelienheizkörper seien an Hand der folgen den Figuren, die beispielsweise Ausfüh rungsformen darstellen, beschrieben: Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht einen Behälter, dessen Boden aus einem er findungsgemässen elektrischen Heizkörper be stellt. Dieser Heizkörper, von welchem in Fig. 2 Einzelheiten gezeichnet sind, besteht aus einer Anzahl 3leta.llrohre a, die mit einer Heizflüssigkeit e gefüllt sind. Jedes dieser flüssigkeitsgefüllten Rohre a enthält ein zweckmässiges elektrisches Heizelement d, z. B. bekannter Bauart.
Die einzelnen Me tallrohre a sind in dem gezeigten Beispiel so angeordnet, dass die einzelnen Rohrachsen in einer Ebene liegen und parallel zueinander verlaufen. Sie sind so aneinandergereiht, dass sie sich berühren, und werden auf geeignete Weise, z. B. durch Verschweissen, längs ihren Berührungslinien dicht miteinander verbun den. An die beiden äussersten Rohre des auf diese Weise konstruierten Gefässbodens wer den die beiden Seitenwände b durch zum Beispiel Schweissen befestigt. Die Rohre a werden durch die beiden Stirnwände r hin durchgeführt, wobei ebenfalls eine dichte Verbindung hergestellt wird.
Die Rohre a werden auf ihren Stirnseiten durch geeignete und bekannte Mittel dicht. und druckfest ver schlossen, wobei vorher, wie in Fig. 2 be schrieben, das Rohr a bis zu einer gewissen Höhe seines Querschnittes mit einer geeig neten Heizflüssigkeit gefüllt wurde.
Es ist natürlich ohne weiteres möglich, die Rohrachsen des Heizkörpers nicht nur auf einer Ebene. sondern auch auf einer ge krümmten Fläche, wie zum Beispiel auf einem Zvlinder, Kegel, einer Kugel etc., an zuordnen.
Während bei dem in Fig. 1 und 2 gezeig ten Heizkörper jedes Rohr a an und für sich unabhängig ist, das heisst nicht mit andern in kommunizierender Verbindung steht und daher einzeln mit einem in der Figur nicht gezeigten Sicherheitsventil ausgerüstet sein muss, können natürlich sämtliche Rohre a miteinander in kommunizierende Verbindung gebracht werden. In diesem letzteren Falle ist natürlich nur ein einziges Sicherheitsven til notwendig.
Das gleiche gilt auch für die Temperatur regulierung. Wird automatische Temperatur regulierung gefordert, so wird bei voneinan der unabhängigen Rohrkörpern a jeder der selben mit einem geeigneten Thermostaten versehen. Stehen aber die Rohre a unterein ander in kommunizierender Verbindung, so ist nur ein. einziger, an zweckmässiger Stelle angeordneter Thermostat erforderlich.
Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Kreisform der Rohrkörper a kann natürlich durch eine andere geeignete Querschnittsform ersetzt werden. Wichtig ist, dass jedes Rohr a so mit einer geeigneten Heizflüssigkeit gefüllt ist, dass dieselbe das im Rohrkörper unter gebrachte elektrische Heizelement d unter allen Umständen deckt. Diese Bedingung er fordert eine genau horizontale Aufstellung der so konstruierten erfindungsgemässen Heizkörper.
Fig. 3 zeigt eine weitere Form eines er findungsgemässen elektrischen Grossflächen heizkörpers, während Fig. 4 eine perspek tivische Ansicht desselben gibt. In dieser Ausführungsform bestehen die einzelnen me tallischen Hohlkörper aus je zwei parallel miteinander verlaufenden und vertikal unter einander liegenden Metallrohren a1 und a2, die unter sich durch die Rohre g in Verbin dung stehen. Im übrigen ist im Prinzip die Anordnung genau dieselbe wie in Fig. 2 ge zeigt.
Fig. 5 zeigt eine weitere Form des erfin dungsgemässen elektrischen Grossflächenheiz- körpers, die sich insbesondere zur Wand beheizung von Flüssigkeitsbehältern eignet. In dieser Figur wird ebenfalls gezeigt, wie sich eine zur Bodenbeheizung geeignete Form mit einer Wandbeheizung kombinieren lässt. Die für die Bodenbeheizung verwendete Form des Heizkörpers ist mit der in Fig. 2 beschriebenen identisch, während der bereits in Fig. 3 beschriebene Heizkörper nach zweckmässiger Lageveränderung für die Wandbeheizung Verwendung findet.
Für die Wandbeheizung sind die Doppelrohrelemente so angeordnet, dass die Rohre a" nicht verti kal unter die Rohre a, zu liegen kommen, sondern dass sie um einen durch die Kon struktion bedingten Winkel aus der verti kalen Lage herausgedreht sind.
Fig. 6 zeigt eine weitere Form eines erfindungsgemässen Grossflächenheizkörpers und dessen Verwendung als Bodenbeheizung. Känelförmige Metallkörper i werden auf ge eignete Weise, z. B. durch Schweissen, mit einer den Boden des Behälters bildenden Metallplatte h und dadurch auch miteinander verbunden. Die auf diese Weise gebildeten Hohlkörper werden bis auf eine gewisse Höhe ihres Querschnittes mit einer Heizflüs- sigkeit e gefüllt, die ein elektrisches Heiz- element d überdeckt.
Fig. 7 zeigt eine weitere Form des elek trischen Grossflächenheizkörpers, die mit der in Fig. 6 gezeigten identisch ist, mit Aus nahme, dass die einzelnen metallenen Hohl körper und die darin untergebrachten elek trischen Heizelemente nicht auf der Innen seite des zu beheizenden Behälters, sondern auf dessen Aussenseite angeordnet sind. Die Bezeichnungen stimmen mit denjenigen der Fig. 6 überein.
Allgemein sei zu den Fig. 1 bis 7 be merkt, dass die konstruktive Durchbildung von Details, wie Endverschlüsse, Sicherheits ventile, Thermostaten etc. nicht gezeigt wird, da sie als bekannt vorausgesetzt wer den. Desgleichen werden die elektrischen Heizelemente in den einzelnen Hohlkörpern sowie deren Schaltungen als bekannt voraus gesetzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrischer Grossflächenheizkörper, ins besondere für Flüssigkeitserhitzung, dadurch gekennzeichnet, dass er aus miteinander ver bundenen, hohlen Metallkörpern besteht, von denen jeder durch ein im Hohlraume vor handenes elektrisches Heizelement mittelbar über eine den Hohlraum teilweise füllende und das elektrische Heizelement vollständig deckende Heizflüssigkeit erhitzt wird, und dass die Wärmeabgabe an das zu erhitzende Gut durch die besagten Metallkörper erfolgt. UN TERANSPRü CHE 1.Elektrischer Grossflächenheizkörper nach Patentanspruch, da.dureh gekennzeich net, dass die hohlen l1etallkörper die Form eines beidseitig verschlossenen Rohres auf weisen. \?. Elektrischer Grossfläehenheizlzörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der hohle Metallkörper aus minde stens zwei parallelachsig und senkrecht un tereinander angeordneten, an den Enden ver schlossenen und miteinander in korninunizie- renderVerbindung stehenden Rohren besteht. 3.Elektrischer Grossflächenheizkörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der hohle 31etallkörper ans minde stens zwei parallelachsig angeordneten, an den Enden verschlossenen und miteinander in kommunizierender Verbindung stehenden Rohren besteht, wobei die horizontalen Rohr achsen in einer zur Horizontalen schn@g ver laufenden Ebene liegen.4. Elektrischer Grossfläelienheizkörper nach Patentanspruch und Unteranspruch ?, dadurch gekennzeichnet, dass das elektriselre Heizelement in dem tieferliegenden der bei den miteinander in kommunizierender Ver bindung stehenden Metallkörper angeordnet ist. 5. Elektrischer Grossflüehenheizkörper nach Patentanspruch und Unteransprueli 3, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Heizelement in dem tieferliegenden der bei den miteinander in kommunizierender Ver bindung stehenden Metallkörper angeordric#t ist. 6.Elektrischer Grossflä chenheizkö rper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich- net, da.ss sich das elektrische Heizelement I ilber die ganze Länge des 1Ietallkörpers er streckt. 7. Elektrischer Grossflächenheizkörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der hohle Metallkörper mit einem Sicherheitsventil versehen ist. B.Elektrischer Grossflächenheizkörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der elektrische Heizwiderstand des elektrischen Heizelementes durch einen von der Temperatur der Heizflüssigkeit gesteuer- tenThermostaten ein- und ausgeschaltet wird. 9. Elektrischer Grossflächenheizkörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass der hohle Metallkörper aus minde stens zwei dicht miteinander verbundenen Teilstücken besteht. 10.Elektrischer Grrossflächenheizkörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Metallkörper in sich längs Li nien berührender Relation angeordnet und längs diesen Berührungslinien dicht mitein ander verbunden sind. <B>11.</B> Elektrischer Grossflä chenheizkörper nach Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass alle Berüh rungslinien in einer Ebene liegen.12. Elektrischer Grossflächenheizkörper nach .Patentanspruch und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Berüh- rungslinien auf einer krummen Fläche liegen.13. Elektrischer Crrossflä ehenheizl#.örper nach Patentanspruch und Unteranspruch 1.0, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlkörper gruppenweise miteinander in kommunizie rende Verbindiuig gebracht und für jede Gruppe die elektrischen Heizelemente mit nur einem Thermostaten ausgerüstet sind. 14.Elektrischer Grossflächenheizkörper nach Patentanspruch und Unteransprüchen 10 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Gruppe der miteinander in kommuni zierender Verbindung stehenden Metallkörper nur ein Sicherheitsventil vorhanden ist.
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| EP3021048A1 (de) * | 2014-11-12 | 2016-05-18 | Christoph Blümel | Wärmeerzeugungssystem |
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1940
- 1940-07-30 CH CH220459D patent/CH220459A/de unknown
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