CH220476A - Gefässverschluss. - Google Patents
Gefässverschluss.Info
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Description
Gefässverschluss. Bekannte Verschlüsse für Gefässe, deren Inhalte einen Überdruck gegenüber der Atmosphäre erzeugen, sind nicht für eine Innendruckbegrenzuug eingerichtet. Wird ein gewisser Druck erreicht, welchem :das Gefäss oder dessen Verschluss nicht mehr standzuhalten vermag, so wird der schwä chere :dieser beiden Teile explosionsartig zer stört.
Ferner sind solche bekannten Ver- ;schlüsse nicht an jedem üblichen 'Gefäss, wie einer Flasche oder einem Konservenglas, an bringbar, sondern erfordern eine bestimmte Formgebung des Mundstückes des Gefässes bei dessen Fabrikation.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Gefässverschluss, bestehend aus einem am Gefässhals angebrachten Haltering und einer daran befestigbaren Kapsel, sowie einer zwi schen Kapseldeckel und Gefässöffnung ein gelegten nachgiebigen Dichtung, .derart, dass bei einem einstellbaren Grenzdruck die Dich teng den zu grossen Überdruck aus dem Ge fäss entweichen lässt, wobei Mittel vorgesehen sind, damit ,die Gase aus der Kapsel aus treten können.
Auf beiliegender Zeichnung sind ver schiedene Ausführungsbeispiele des Erfin- dungsgegenstandes dargestellt, und zwar in Fig. 1 eine Seitenansicht eines ersten Beispiels, wobei die linke Seite .durch die Gefässachse :geschnitten ist; Fig. 2 zeigt einen :Schnitt nach :der Linie %1-A in Fig. l;
Fig. 3 und 4 veranschaulichen in gleicher Darstellung wie Fig. 1 und<B>2</B> eine zweite Ausführungsform, wobei Fig. 4 einenSchnitt nach der Linie B -B .in Fig. 3 zeigt; Fig. 5 und -6 sind analoge Darstellungen eines dritten Beispiels mit einem :Schnitt nach er Linie C-C in Fig. 5;
Fig. 7 zeigt einen Vertikalschnitt durch eine vierte Ausführungsart, wobei das Gefäss ein Konservenglas darstellt, im Gegensatz zu den drei ersten Beispielen mit Flaschen; Fig. 8 ist die Seitenansicht eines Halte- ringes. Um den Hals des Gefässes 1 ist ein Halte ring ? befestigt.
Derselbe besteht vorteil- hafterwei.se aus einem Material, welches sich auf einem Flaschenhals, Konservenglas oder derg 1. derart befestigen lässt, dass eine innige Verbindung mit. demselben entsteht. Als be sonders zweckmässig hierfür hat sich Hart gummi erwiesen, das sich ähnlich wie eine Radbandage aufsehrumpfen lässt und eine Verdrehung gegenüber dem Gefäss verhin dert. Der Haltering ist auf der Aussenseite mit einem Gewinde versehen, welches einem ebensolchen der V erschlusskapsel 3 entspricht.
Zwischen dem Deckel derselben und der Ge fässöffnung befindet sich die Abdielitung. Dieselbe besteht gemäss .den ersten drei Aus führungsbeispielen aus einer Dichtungs scheibe 4, welche das Gefäss luftdicht abzii- .schliessen hat und einer federnden Zwischen lage 5. Die Dichtungsscheibe kann beispiels weise aus Celluloid, Ölpapier oder dergl. be stehen. Für die federnde Zwischenlage eignet sich vorzugsweise weicher Gummi, eventuell eine Art Schwammgummi.
Dieselbe dient dazu, um bei einem bestimmten Cberdrucl,: im Gefäss nachzugeben und Gas aus dem selben austreten zu lassen, bis der Druck auf das gewollte Mass gesunken ist. Bei Verwen dung einer geeigneten Gummiplatte und einem zweckentsprechenden Gefässrand als Auflage für die Platte erübrigt sich auch die Verwendung einer besonderen Diclitungs- acheibe.
Im vierten Ausführungsbeispiel wird als Dichtungsscheibe eine Gummiplatte 6 und als federnde Zwischenlage eine Blattfeder 7 oder eine Schraubenfeder verwendet. Damit die Dichtung auf dem ganzen Umfang des Gefässrandes gleichmässig aufliegt, ist zwi schen der Gummiplatte und der Feder eine unnachgiebige Platte 8, beispielsweise aus Aluminium, rostfreiem :Stahl oder einem andern zweckmässigen Material eingelegt.
Um die aus dem Gefäss austretenden Gase aus der Kapsel entweichen lassen zu können, hat letztere gemäss erstem Ausführungsbei- spiel in der Nähe ihres obern Randes seit. liehe Löcher 9 oder, wie in den Fig. 3 und dargestellt, dem Kapselmantel entlang laufende und an dessen unterem Ende aus tretende Kanäle 10.
Nach aussen bilden die selben Erhöhungen 11, tim damit gleichzeitig einen guten Griff für das Auf- und Zu sehrauben der Kapsel zu gewährleisten. Wie in Fit(". 1 und 5 dargestellt, wird die Griffig keit der Kapsel auch durch Randrierungen 12, 18 erzeugt.
Es hat sieh als zweckuiässig erwiesen, die Verschraubungen gemäss dem ersten, zweiten und vierten Beispiel mit eckigen Gewinde profilen auf dein Haltering und mit runden Profilen an der Kapsel herzustellen. Dadurch wird durch den spezifisch hohen Druck der Gewindeteile gegeneinander auch mit ganz wenig Gewindeumgängen ein sicherer Halt c erzeugt.
Es hat sich. ferner als zweckmässig erwiesen, dein Gewizideteil des Halteringes einen schwachen Anzug nach oben zu geben, wie dies in Fig. 8 beispielsweise veranschau licht ist, und ferner das Kapselgewinde die sem Anzug a.ngepasst ist.
Um die Adhäsion zwischen Haltering und Gefässwand zu erhöhen, .kann ersterer noch mit einem Schrumpfring 14 versehen werden, welcher allseitig den Haltering gegen die Gefässwand presst.
Das in Fig. 5 und 6 dargestellte Beispiel zeigt einen mit der Kapsel verschraubbaren Haltering 15 aus Metall, welcher mittels von demselben nach innen abgebogenen federn den Klammern 16 am Gefässhals gehalten ist. Um eine .sichere Haltung dieser Klam mern und damit des Halteringes am Gefäss zu gewährleisten, ist ein die Klammern gegen den Gefässhals pressender Ring 17, beispielsweise aus Draht mit rundem Quer schnitt, vorgesehen.
Bei dieser Ausführungs art erübrigt es sich, wegen der Zwischen räume zwischen den einzelnen Klammern für das Entweichen der aus dem Gefäss aus tretenden Gase aus der Kapsel in derselben Löcher oder Kanäle vorzusehen.
Wenn nun im Gefäss vergärender Inhalt eingeschlossen wird, welcher Gas und damit einen bedeutenden Druck erzeugt, so kann dieses Gas, wenn ein bestimmter einstellbarer Druck erreicht, respektive überschritten wird, durch Zusammenpressen der Zwischenlage so lange entweichen, bis der eingestellte Grenzdruck im Gefäss nicht mehr vorhanden ist.
Die Einstellung .dieses Grenzdruckes ge schieht entweder maschinell beim Aufschrau ben der Kapsel, bis sich dem Verschrauben ein gewisser, durch die Zwisehenlage erzeug ter Widerstand entgegensetzt, oder es kann mit einiger Übung auch durch Verschrauben der Kapsel von Hand dieser Grenzdruck ein gestellt werden.
Statt des beschriebenen iSchraubenver- schlusses kann auch lein Bajonettverschluss vorgesehen sein, welcher indessen zufolge des Nachgebens und Dünnerwerdens der Zwi schenlage bei längerem Gebrauch nachstell- bar sein muss.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Gefässverschluss, gekennzeichnet durch einen am Gefässhals angebrachten Haltering und eine daran befesti;gbare Kapsel, sowie eine zwischen Kapseldeckel und Gefässöff nung eingelegte nachgiebige Dichtung, der art, dass bei einem einstellbaren Grenzdruck die Dichtung den zu :grossen Überdruck aus dem Gefäss :entweichen lässt und ferner da durch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, damit die Gase aus der Kapsel aus treten können.<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Gefässverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltering, aus Hartgummi bestehend, auf dem Gefäss hals aufgeschrumpft ist. 2. Gefässverschluss nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass der Haltering zur Erhöhung der Adhäsion am Gefässhals mit einem Schrumpfring versehen ist.ä. Gef ässverschluss nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass der Haltering ein Schraubengewinde mit rechteckigem Pro fil der Gewindegänge und .die Kapsel ein dazu passendes Schraubengewinde mit run# dem Profil der Gewindegänge aufweist.4. Gefässverachluss nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, :dass der Haltering und die Kapsel zusammen einen Bajonettver- sühluss aufweisen. 5. Gefässversühluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltering aus einem mit der Kapsel verschraubbaren Metallring besteht, der mittels von demselben nach innen abgebogenen, federnden Klam mern am Gefässhals gehalten ist.6. Gefässverschluss nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klammern mittels eines Ringes an den Gefässhals an gepresst sind. 7. Gefässverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung an der @Gefässmündun;g aus einer Dichtungs scheibe und einer nachgiebigen Zwischenlage besteht. B. Gefässversehluss nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass :die Zwischen lage aus weichem Gummi besteht.9. Gefässverschluss nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, .dass die Zwischen lage aus einer Feder besteht und zwischen derselben und der Dichtung eine unnach- biebige Platte eingelegt ist, um einen all seitig gleichmässigen Druck der Dichtung auf den Gefässrand auszuüben. 1,0. Gefässverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass !die Mittel zum Entfernen der aus dem Gefäss austretenden Gase aus seitlichen Löchern in der Kapsel bestehen.11. @Gefässverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Entfernen der aus dem Gefäss austretenden Gase aus dem Kapselmantel entlang und an dessen unterem Ende austretenden Kanälen bestehen. 12. Gefässverschluss nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindeteil des Halteringes einen Anzug nach oben auf weist und Idas Gewinde in der Kapsel diesem Anzug angepasst ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH220476T | 1941-06-04 |
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|---|---|
| CH (1) | CH220476A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2310281A1 (fr) * | 1975-05-09 | 1976-12-03 | Zapata Industries Inc | Capsule de securite pour bouchage de bouteille |
| USRE31546E (en) * | 1975-05-09 | 1984-04-03 | Zapata Industries, Inc. | Anti-missiling bottle closure |
| WO1988006130A1 (fr) * | 1987-02-12 | 1988-08-25 | Michael Hertrampf | Bouchon de fermeture pour bouteille ou autre |
| GR880100071A (en) * | 1987-12-28 | 1989-10-31 | Hertrampf Michael | Screw cap for a bottle and the like |
-
1941
- 1941-06-04 CH CH220476D patent/CH220476A/de unknown
Cited By (5)
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| WO1988006130A1 (fr) * | 1987-02-12 | 1988-08-25 | Michael Hertrampf | Bouchon de fermeture pour bouteille ou autre |
| DE3744292A1 (de) * | 1987-02-12 | 1988-08-25 | Hertrampf Michael | Verschluss fuer eine flasche oder dergleichen |
| GR880100071A (en) * | 1987-12-28 | 1989-10-31 | Hertrampf Michael | Screw cap for a bottle and the like |
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