CH220810A - Verfahren zur Herstellung eines Kompositgebildes aus einer vulkanisierbaren Kautschuksubstanz und einem Textilstoff. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kompositgebildes aus einer vulkanisierbaren Kautschuksubstanz und einem Textilstoff.

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CH220810A
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The Firestone Tire Rub Company
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Firestone Tire & Rubber Co
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    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung eines   Kompositgebildes    aus einer vulkanisierbaren    Kautschuksubstanz    und einem Textilstoff.



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren ! zur Herstellung eines   Komposit-    gebildes aus einer vulkanisierbaren Kantschuksubstanz und einem Textilstoff, wie es   z.    B. zum Aufbau von   Gummiradreifenman-    teln dienen kann.



   Die Schwierigkeit, eine feste Verbindung zwischen Kautschuk k und einem Gewebe, ins  besondere Cellulosegewebe,    zu erzeugen, besteht schon seit langer Zeit. Seit vielen Jahren ist es in der Gummiindustrie stÏndige   Praxis,Baumwollgewebedurch Kalandern    mit compoundiertem Kautschuk   zusammen-    zubringen und dann das erhaltene Gummigewebe für Automobilreifen, Treibriemen (z. B. Automobil-Ventilatorriemen) und für Ïhnliche, geschichtete Gummigewebeartikel zu verwenden. Bei der   heutigen, viel stär-    keren   BetriebsbeanspTuchungsoloher    Artikel gibt aber die bisherige Herstellungsweise derselben keine befriedigende Resultate.

   So mussten in den letzten Jahren manche Misserfolge an für hohe Gesohwindigkeiten be  stimmten    Radreifen, welche gemϯ vorerwÏhntem Verfahren hergestellt wurden, verzeichnet werden. Es wurden zwar Radreifen von etwas verbesserter Festigkeit der Massen geschaffen durch die Anwendung eines   Bartimwollgewebes,    das   vorher. durch Eintau-      chen oder dergl.    mit einer Dispersion oder Lösung von Kautschuk imprägniert wurde, bevor   der compoundierte    Kautschuk auf das Gewebe aufgepresst wurde. Allein auch diese Verbesserung hat den Forderungen, die die heutige Technik an Radreifen stellt, micht genügt.



   Es wurden in der   Gummiindustrie schon    verschiedentlich Versuche angestellt, das  bliche Baumwolle - Reifengewebe durch   Rayongewebe    zu ersetzen. Doch waren diese Versuche oft unbefriedigend wegen der geringen Adhäsion, die sich zeigt, soba. ld  Rayongewebe die für Baumwollreifengewebe übliche Behandlung erfährt. Wird z. B. ein   Rayonstrang in    eine   Gummireifenkompo-    sition eingepresst und hierauf unter hohem Druck und bei erh¯hter Temperatur, die zum Vulkanisieren des Gummis ausreicht,   Bachbehandelt, so wird    man feststellen, dass der   R. ayonstrang leicht von    der Gummimasse abgerissen werden kann. In der Tat ist die so gewonnene Adhäsion halb so gering als die mit einem   Baumwollstrang    erzielte.



     Obsehon    es als wesentliche Verbesserung gel  ten kann, wenn man    das Rayongewebe zuerst mit einer Gummil¯sung oder -dispersion imprÏgniert, so ist die Adhäsion immer noch geringer als die HÏlfte eines auf Ïhnliche Weise imprägnierten   Baumwollstran-    ges, so dass man einen Reifen von ungenügender Dauerhaftigkeit erhält. Es wurde auch vorgeschlagen, die Adhäsion eines Rayon   reifenstranges auf Gummi dadurch zu ver-    bessern, da¯ der Strang mit einer   Casein-       Latex-Eomposition imprägniert und dieser      imprägnierte Strang getrocknet    wird, ehe man die üblichen Kalander- und Reifenauf  bauvorgänge    vornimmt.

   Es wurden auf diese Weise wohl   einige Erfolge erzielt, doch war    die erzielte Adhäsion meist nicht   besser 31s    die Adhäsion, welche man gew¯hnlich zwi  schen uulmprägnierter Baumwolle    und Gummi zu verzeichnen hatte. Das ImprÏgnieren   eines Baumwollstranges    mit   einer Casein-      Latex-Komposition    verbesserte die Adhäsion nicht bedeutend.



   Man n hat nun gefunden, dass die Adhäsion von Rayon, Baumwolle oder eines andern Gewebes an Gummi au¯erordentlich stark erhöht werden kann, wenn man ein Gewebe benutzt, das mit einer   Kautschuksubstanz-    Proteinkomposition, z. B. einer Casein-Latex  Eomposition imprägniert    ist, wobei man im  prägnierte    Gewebe einer   Wärmebehandlung    bei einer Temperatur von über   100"C    unterwirft.

   (Nach den früheren Methoden wurde ein mit Latex imprägniertes Gewebe im allgemeinen nur so hoch erhitzt, als es nötig war, um das Wasser aus dem Gewebe zu entfernen.)
Von diesem Gesichtspunkte ausgehend, betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Kompositgebildes aus einer vulkanisierbaren   Kautschuk-    Substanz und einem Textilstoff, zum Zwecke des Aufbaus von Radreifen, Treibriemen etc.,   welchessiehdadurchkennzeichnet,dass    man einen Textilstoff, der mit einer   Kautschuk-    substanz-Proteinkomposition imprÏgniert ist, einer Wärmebehandlung bei einer Temperatur von über 100 ¯ C und wÏhrend einer genügenden Zeitspanne, um eine maximale Adhäsion zwischen Kautschuk und Textilstoff im vulkanisierten Gegenstand zu erzeugen, unterwirft.



   Bei Anwendung der vorliegenden Erfindung k¯nnen au¯er dererh¯hten AdhÏsion im   Kompositgebilde noch andere Vorteile    erzielt werden. Man kann z.   B.    Radreifen und geschichtete Treibriemen von bedeutend besserer Biegsamkeit als sonst herstellen. Verm¯ge der erh¯hten AdhÏsion besteht sehr wenig Gefahr, dass zwischen dem Gewebe und dem Gummi eine Trennung eintritt, was zur Folge hat, dass die aus dem   Komposit-    gebilde geschaffenen GegenstÏnde, wie z. B.



  Radreifen, Treibriemen   etc.,    auch kühler als sonst laufen. Ein weiterer Vorteil der   vor-    liegenden Erfindung besteht darin, dass das hei¯ behandelte Gewebe und das damit gewonnene   Presskompositgebilde äusserst bieg-    sam und beim Reifen formen oder   dergl.    leicht zu handhaben ist. Das nach dem neuen Verfa   imprägnierte    und heiss behandelte    GewebeweistfernerhinkeineSpannungen    oder andere gew¯hnlich im käuflichen Gewebe vorhandene Unvollkommenheiten auf.



   Das vorliegende Verfahren kann beispielsweise wie folgt durchgeführt werden :
Ein Gewebe, bestehend aus Fäden, Seilen, StrÏngen, Fasern oder gewobenem Material, wird mit einer gelöstes Protein enthaltenden Dispersion einer   Kautschuksub-    stanz auf bekannte Weise imprägniert.



  Dann wird das imprägnierte Gewebe auf über 100 ¯ C, im wesentlichen h¯her, als es die Bedingungen zum Trocknen des   Gewe-    bes vonschreiben, erhitzt. Das   Protein wird    zweckmässig mittels eines fixen Alkalis, wie z. B. Lithium-,   Natrium-,    Kalium- oder Ïhn   liche Alkalihydroxyde,-carbonate,-phos-    phate, -borate, -silicate, -stannate, -fluroide, -oxalate, -tartrate, -phenolate, -kresylate usw., in   Losung    gebracht.

     Natrium-und Kalium-      phenolat    oder-kresylate sind besonders wün  schenswerte    L¯sungsmittel, da sie hervor  ragendeProteinschutzmitteldarstellen,    und durch deren Gebrauch im Verfahren der vorliegenden Erfindung die Adhäsion zwischen dem Gewebe   u. nd der Kautschuksubstanz    auf ein   Höchstmass gebra-cht    wird. Ammoniak und Amine K¯nnen ebenfalls als L¯sungsmittel verwendet werden, doch wird man dabei zweckmÏ?i in der spÏter erwähnten Weise verfahren.



   Das Verfahren gemäss der Erfindung wird durch nachstehende Beispiele im ein  zelnen ziffernmässig erläutert.   



   Beispiel 1 :
Man stellt eine Latexkomposition dar,    welche annähernd 5% Soyabohnenprotein    und ungefähr 121/2% Kautschuk enthÏlt.



  10% Natriumcarbonat bezogen auf das Gewicht des Proteins werden zum Losen des letzteren verwendet.   Ra. yonreifenstränge    von   der üblichem Aufmachung 275/4/3    werden    durch Eintauchen mit duieser Ixatexkomposi-    tion imprägniert und hierauf während d   1    Stunde in einem Ofen auf   13n5   C    erhitzt.



  Die Stränge werden dann auf   einen Flach-    körper von 12, 5 : 12, 7 : 1, 6 cm als Unterlage gelegt, welcher durch Kalandern einer  b   lichen ! Reifenmassekomposition von gleich-    mässiger Dicke von 0, 2 cm auf ein quadratisches,   gewobenes    Gewebe als Rückseite hergestellt wird. Die Unterlage mit den auf der Gummiselite eingerpre?ten StrÏngen wird in eine Form von 12, 7 : 15 : 0, 2 cm eingelegt zwecks   Vulkanisierens    des Gummis, wobei unbehandelte RayonstrÏnge und Rayonstränge, welche wie obenerwÏhntimprÏgniert,    aber nicht über die Trockne hina-us erhitzt    wurden, zur Kontrolle miteingeschlossen werden. Die Adhäsion jedes einzelnen Stranges   wird auf der Scott-Strangpriifmaschine    bestimmt.

   Die Durchschnittszugkraft, in n Pfund ausgedr ckt, welche zum Entfernen des Stranges von der Unterlage (in einem Winkel von   180       )    in gleichmässigem Masse erforderlich ist, gibt eine rohe quantitative Schätzung der Adhäsionsstärke. Die Adhä   sionsstä. rke für die imprägnierten und wärme-    behandelten RayonstrÏnge betrÏgt 1,95 Pfund, während sie f r unbehandelte Stränge nur 0, 5 Pfund und für nur bis zur Trockne er  hitzte,    imprägnierte Stränge 1, 0 und 1, 5 Pfund betrÏgt.



   Man erhÏlt im   wesentlichendieselben      maximalen Adhäsionsresultate, wenn    man den imprägnierten Rayonstrange wÏhrend 40 bis 100 Minuten auf   135   C    erhitzt. Die zum ImprÏgnieren des Gewebes gebrÏuchliche Latexkomposition Kann auch, wenn n¯tig, vulkanisierende Bestandteile   enthal-    ten, ohne deswegen die nach dem Vulkani  sieren des    Gewebes in Verbindung mit der Gummimasse erhaltenen Adhäsionsresultate zu   beeinflussen. Ma ; n erhält    im wesentlichen denselben erhöhten Adhäsionsgrad, wenn man Stränge mit einer Latexkomposition, welche mittels Natrium- oder   Ealiumkresy-    lat gelostes Soyabohnenprotein enthält, zusammen mit der   vorerwähnten'Wärmebe-    handlung behandelt.



   Beispiel 2 :
Man stellt auf ähnliche Weise, wie in   Beispiel 1 a. ngegeben ist,    eine   Dateximprä-    gnierkomposition dar, welche jedoch 5% Casein enthÏlt, das mittels zirka 15% Natriumkresylat, bezogen auf das angewandte   Casein,    aufgelöst worden ist.   Rayonreifenstränge       werden dann mit dieser Komposition imprä- gmertundhieraufwährendl'Stundeeiner    WÏrmebehandlung bei 135 ¯C unterworfen.



  Die Adhäsionsprüfung verläuft in der im Beispiel   1    beschriebenen Weise. Man erhalt für so behandelte Stränge einen   Adhäsicns-    wert von 2, 5 Pfund, im Vergleich zum Wert von 1, 4 bis 1, 6 Pfund für einen nur zur Trockne erhitzten, imprägnierten Strang. Ein im wesentlichen gleich hoher Adhäsionswert wird bei imprägnierten. Strängen er halten, die   während 40    bis   120 Minuten    auf   135   C erhitzt    werden.



   Es werden auch hohe   Adhäsionswerte    dadurch erzielt, da¯ der imprÏgnierte Rayonstrang g bei verschiedenen Temperaturen und während verschiedener Zeitspannen erhitzt wird, wobei eine kürzere   Heizdauer    höhere Temperaturen und eine längere Heizdauer   niedrigere Temperaturen erheischt.    So wird beispielsweise ein Adhäsionswert von annÏhernd 2,2 Pfund durch Erhitzen eines Stranges wÏhrend 1 bis 3 Stunden auf   125   C erhaIten    ;

   es werden Werte von über 2 Pfund erzielt entweder durch Erhitzen des   Stranges während 30 bis 90    Minuten auf   145   C oder durch    Erhitzen während 2 bis 50 Minuten auf   155        C. Äheliche,    verbesserte Adhäsionsresultate werden auch bei Anwendung von Natriumcarbonat, an Stelle von   Natriumkresyla. t, als Lösungsmittel    erhalten.



   Beispiel 3 :    Eine La. texkomposition, welche    der in Beispiel 2 beschriebenen ähnlich ist, wird so hergestellt, da. sie zirka.   4    %   Casein,    welches in zirka 21% Natriumkresylat, bezogen auf das Casein, gelöst ist, und   15% Kautschuk      entha. lt.    Ein gew¯hnlicher Baumwollreifenstrang von der Aufmachung 21/5/3 wird mit der genannten Latexkomposition   imprä-    gniert und   hierauf während 1 Stunde hei    135¯ C einer WÏrmebehandlung unterworfen.

   Eine nach Beispiel   1    durchgeführte Adhäsionsprobe zeigt einen AdhÏsionswert von 2, 3 Pfund, im Vergleich zu einem Ad  häsio, nswert von    1, 7 Pfund bei einem, wie    vorhin imprägnierten Baumwollstrang, der    aber nur bis zur   Trockne erhitzt,    wurde, und zu einem   Adhäsionswert    von 1, 5 Pfund bei einem mit einer Latexkomposition imprÏ  gnierten,      aber keinen Proteinhaftstoff    enthaltenden Baumwollstrang aufweisen. Man erhÏlt im wesentlichen den gleichen verbesserten Adhäsionswert mit imprägnierten Strängen, welche während 3'0 Minuten bis zwei Stunden erhitzt worden sind.

   Wird die Behandlung bei a. ndern Temperaburen vorge  nommen,    so wird ebenfalls eine verbesserte Adhäsion erhalten. So erzielt man beim Erhitzen des Stranges auf 125¯ C wÏhrend 50 bis 100   Minuten Werte von 2, 3    Pfund und mehr ; erhitzt man den Strang während einer Dauer von   20    bis   80    Minuten auf   145   C,    so. kann man Werte von 2 Pfund und mehr verzeichnen, wogegen beim Erhitzen des Stranges auf 155¯C wÏhrend einer Dauer von 10 bis 40 Minuten   Adhässionsswerte    von über 2, 2 Pfund erreicht werden. Bei Anwendung eines andern fixen Alkalis, wie z. B.



     Kaliumkresylat und Natriumcarbonat,    an Stelle des Natriumkresylates, wird im we  sentlichen    die gleiche, erhöhte Adhäsion erzielt. Wird an Stelle des Caseins Soyaboh  nenprotein    verwendet, so verzeichnet man ebenfalls im wesentlichen die gleiche erhöhte Adhäsion.



   Bei Anwendung von   Ammoniac    k als Proteinlösungsmittel werden keine so   zufrieden-    stellende Adhäsionsresultate erzielt, sofern das gewohnliche Ammoniaklösungsverfahren verwendet wird. Meist wird   ein grosser Über-    schuss an Ammoniak verwendet und unter diesen   Umständen ist    es nötig, den   imprä-      gnierten    Textilstoff bei tiefer Temperatur,   daa heisst annähernd Zimmertemperatur,    zu trocknen und hierauf die Temperatur all  mählich bis auf    die oben   erwähnten, regu-      lä. ren Heissbehandlungstemperaturen zu    erhöhen, ehe die neue Heissbehandlung ausgeführt wird.

   Dass viele der Sehwierigkeiten, die bei Anwendung von Ammoniak entstehen, dem  blichen Gebrauch eines Überschusses an Ammoniak zuzuschreiben sind, geht daraus hervor, dass ein Textilstoff oder Gewebe, welches mit einer in einem Minimum von Ammoniak gelöstes Protein   enthal-    tenden   Eautschukdispersion imprägniert ist,    direkt, ohne   vorgängiges Trocknen bei    nied   riger Temperatur und allmähliche Erhöhung    der Temperatur auf die regulären Temperaturen der Heissbehandlung erhitzt werden kann.

   Diese letztere Verfahrensweise ergibt ein Gebilde, in dem das Gewebe in befrie  dilgender    Weise am   Ka. utschuk anhaftet.    So werden beispielsweise 13 bis 15 Teile KÏufliches, konzentriertes, wässriges Ammoniak k   zumAuflösen    von 100   Teilen Casein    erfordert.



   Aus vorstehendem ersieht man, dass mittels der vorliegenden   Erfindung eine wesent-    lich verbesserte Adhäsion zwischen Kautschuk und Gewebe oder Textilstoff durch Einschaltung einer neuen Heizstufe unmittelbar nach der Imprägnierung des Textilstoffes und ehe dieser mit dem Kautschuk vulkanisiert wird, erzielt werden kann. Obwohl die vorerwähnten Beispiele   mur    den Gebrauch von   Casein    und   Soyabohnenpro-    tein umfassen, können an Stelle dieser Proteine aueh andere ähnliche Proteine, wie z. B. Zein aus Korn,   Baumwollsamenprotein    oder andere ähnliche Proteine, die normalerweise in Wasser unlöslich sind, aber in oben beschriebener Weise loslich gemacht werden können, verwendet werden.



   Die Hitzebeha. ndlung wird zweckmässig in Gegenwart von Luft oder eines andern sauerstoffhaltigen Gases ausgef hrt. Eine wesentliche Erhöhung der AdhÏsion wird durch Erhitzen eines imprägnierten Stranges im Vakuum erhalten, doch scheint in diesem Falle eine längere Behandlung zwecks Er   reichung maximaler Adhäsionsresultate er-      forderlich    zu sein.



   Die vorerwähnten Beispiele umfassen nur die Anwendung von Latexkompositionen zum   Imprägnieren von Textilstoffen    von Geweben. Es kann jedoch jede andere wäss   rige Eautschukdispersion, entweder aus    nat rlichem oder k nstlichem Kautschuk,    ferner aus unvulkanisiertem oder zurück-    gewonnenem Kautschuk nach vorliegendem Verfahren gebraucht   werden. Überdies kön-    nen auch   Dispers. ionen anderer Kautschuk-    substanzen neben dem gewohnlichen   Hevea-       Eautschuk oder andere natürliche Eaut-      schuksorten Verwendun. g finden.    Zu den   Kautsohuksubstanzen gehören    auch die soge  na. nnten synthetischen Kautschukarten,    wie z. B.

   Neopren und die verschiedenen, auf Bu  tadien    basierenden Polymere.



   In dieser Beschreibung ist u   nter"Trock-    nen" durchwegs das Entfernen im   wesen-      lichen aller Feuchtigkeit aus    dem Gewebe oder Textilstoffen, unter,,Gewebe oder Textils stoff" gewobenes Gewebe, Fasern, Fade, StrÏnge und andere   ähnliche Textilprodukte       undunterCellulose-Gewebe"Fasern,    StrÏnge, gewobene und andere Arten von aus Cellulose hergestellten Geweben, wie z. B.



  Baumwolle, regenerierte Cellulose und der. gl., zu verstehen.



   Fiir das   vorliegende Verfa. hren wird der    Schutz nur soweit beansprucht, als es sich nicht um eine für die Textilindustrie in Betracht kommende Behandlung von   Textil-    fasern zum Zwecke ihrer Veredlung handelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung eines Kompo sitgebildes zum Zwecke des Aufbaues von Radreifen, Treibriemen etc. aus einer vulkanisierbaren Eautschuksubstanz und einem Textilstoff, dadurch gekennzeichnet,dass man einen Textilstoff, der mit einer Vaut- schuksubstanz - Proteinkomposition imprÏ gniert ist, einer Wärmebehandlung bei einer Temperatur von ber 100 C und während einer genügendenZeitspanne,umememaxi- male AdhäsionzwischenKautschukund Textilstoff im vulkanisierben Gegenstand zu erzeugen., unterwirft.
    UNTEBANSPRÜOHE : 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass. der Textilstoff mit einer wässrigen, ein Protein enthaltenden Kautschukdispersion imprÏgniert und hierauf der imprägnierte Textilstoff einer Wärmebehandlungwährendeiner erheblich längeren Zeitspanne, als zum Trocknen des Textilstoffes erforderlich wäre, unterworfen wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eame Eautsehuk- komposition in inniger Berührung mit dem behandelten Textilstoff vulkanisiert wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da? ein Cellulosetextilstoff mit ei, ner wässrigen, ein Protein und ein alkalisches L¯sungsmittel enthaltenden Kautschukdispersion imprÏgniert wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Cellulosetextilstoff mit einer Casein und ein fixes Alkali enthaltenden Latexkomposition imprÏgniert wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, da- durch gekennzeichnet, dass ein Cellulosetextilstoff mit einer Soyabohnenprotein und ein fixes Alkali enthaltenden Latexkomposition imprägniert wird.
    6. Verfahren nach Patentansprueh I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Cellulosetextilstoff mit einer Latexkomposition, wel- che ein Protein und eine Minimalmenge von zum Losen des genannten Proteins erforder- lichen Ammoniak enthält, imprÏgniert wird.
    PATENTANSPRUCH II : Kompositgebilde, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
CH220810D 1939-11-10 1940-07-06 Verfahren zur Herstellung eines Kompositgebildes aus einer vulkanisierbaren Kautschuksubstanz und einem Textilstoff. CH220810A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1042882B (de) * 1953-07-16 1958-11-06 Wingfoot Corp Verfahren zum Impraegnieren von Kordverstaerkungseinlagen mit die Haftung an Kautschuk verbessernden Bindemittelloesungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1042882B (de) * 1953-07-16 1958-11-06 Wingfoot Corp Verfahren zum Impraegnieren von Kordverstaerkungseinlagen mit die Haftung an Kautschuk verbessernden Bindemittelloesungen

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