CH220864A - Verfahren zur Herstellung von Scopolaminbrombutylat. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Scopolaminbrombutylat.

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CH220864A
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scopolamine
bromobutylate
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crotyl bromide
crotyl
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Sohn Firma C H Boehringer
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Boehringer Sohn Ingelheim
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  Verfahren zur Herstellung von     Scopolaminbrombutylat.       Die vorliegende     Erfindung        betrifft    ein  Verfahren zur Herstellung von     Scopolamin-          brombutylat,    das als     Arzneimittel    zur Lösung  von     Spasmen    verwendet wird.  



  Es ist bekannt, dass     Methylatropinium-          nitrat    stärker, aber weniger andauernd als       Atropin    wirkt. Das Verhältnis der Wirksam  keit beider Substanzen ist     etwa    2:1. Die  höheren Homologen, wie z. B. das     n-Butyl-          oder        n-Propylatropiniumsalz    wirken etwa  ebenso stark wie die     Methylverbindung.     



  Es wurde nun festgestellt, dass auch     3Te-          thylscopolaminiumsalze    stärker wirken als  das     Scopolamin,    wobei die Wirksamkeits  steigerung etwa das Zweifache beträgt. Über  raschenderweise wirken dagegen die höheren  Homologen anders als beim     Atropin    um ein  Mehrfaches stärker als     Scopolamin    selbst.

    So     wirkt    das     n-Propylscopolaminiumbromid     etwa 40mal stärker am Mäuseauge bei sub  kutaner Verabreichung und das     Scopolamin-          brombutylat    am Kaninchenauge etwa 10mal  stärker als     Scopolamin.       Die erwähnten höheren     quaternären        Salze     lassen sich schlecht auf dem üblichen Weg  aus den entsprechenden     Alkylestern    sehr  starker Säuren und der Base erhalten, weil  die Reaktionsfähigkeit dieser höheren     Alkyl-          ester    nicht mehr gross genug ist,

   um leicht  genug     ohne    Gefahr von     Racemisierung    oder  anderweitiger Zersetzung die Anlagerung zu  erlauben.     Allylester,    wie z. B.     Crotylbromid,     lagern sich dagegen in kurzer Zeit und bei  Zimmertemperatur an     Scopolamin    ab.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung von     Scopol-          aminbrombutylat    durch Anlagerung von       Crotylbromid    an die freie Base und durch  Reduktion des erhaltenen eine ungesättigte       Alkylgruppe    enthaltenden     quaternären    Salzes  durch katalytische Hydrierung zu der gesät  tigten Verbindung.  



  Bei der Durchführung des erfindungsge  mässen Verfahrens wird das     Scopolamin    zweck  mässig in organischen     Lösungsmitteln,    wie  z. B.     Alkohol,    Benzol, Chloroform und     dergl.,         gelöst und die Lösung mit     Crotylbromid    ver  mischt.

   Das     Scopolamin    und das     Crotylbromid     werden vorteilhaft im     molaren        Verliii.ltnis    1. : 1  angewandt, jedoch     kann    auch ein     L        berschur     an     Crotvlbromid    Verwendung     finden.        Zur     Reduktion der     quaternären        Crotyl-seopol-          aminverbindunD1    durch katalytische Hydrie  rung können die üblichen     Hydrierungskataly-          satoren,    wie z. B.

   Platin, Palladium, Nickel  oder Kupfer verwendet werden. Die Hydrie  rung erfolgt vorteilhaft in den üblichen Lö  sungsmitteln, wie     3lethylalkohol,        wässrigem          Äthylalli#ohol    oder Eisessig.  



       Besn;el:     28 Teile     Scopolamin        purum    werden in  100     cm'        Alkohol    gelöst und mit 28 ein'     Cro-          tylbromy    d versetzt. Beim Stehen tritt Kri  stallisation     ein.    Nach 24 Stunden wird das       Scopolaminbromerotylat    abgesaugt, gewaschen  und getrocknet. Schmelzpunkt 98 ", Aus  beute 88 0,/0.

      35 Teile     Scopola.minbromcroty        lat    werden  in     --Methanol    gelöst, mit 5 g 10     oj(,iger        Palla-          diumkohle    versetzt und bei Zimmertemperatur       finit        Wasserstoff    geschüttelt. Nach Aufnahme  von 1     11Iol        Wasserstoff    kommt die     Hydrierung     zum Stillstand.

   Nach dem Absaugen des       Katalysators    wird das Lösungsmittel weitest  gehend     abdestilliert    und das     enstandene          Scopolaminbrombutylat    mit Äther gefällt.  Schmelzpunkt<B>195-197</B> 0, Ausbeute 78     oj'o.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Seopolamin- brombutylat, dadurch gekennzeichnet, daL) man Crotylbromid an Scopolamin anlagert und die so erhaltene Verbindung katalytisch hydriert. Scopolaminbrombutylat wirkt spas- menlösend. Es hat einen Schmelzpunkt von <B>195-197</B> ".
CH220864D 1939-05-25 1940-04-08 Verfahren zur Herstellung von Scopolaminbrombutylat. CH220864A (de)

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