CH221298A - Verfahren zum Herstellen von Brot und anderem Gebäck. - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Brot und anderem Gebäck.Info
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- A21—BAKING; EDIBLE DOUGHS
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Description
Verfahren zum Herstellen von Brot und anderem Gebäck. Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Haltbarkeit von Brot dadurch zu erhöhen, dass man das Backen unter vollständigem Luftabschluss in Blechformen vornimmt, in denen eine nicht vom Teig berührte feuchtig keitsanziehende Einlage, z. B. trockene Zell stoffwatte, angeordnet ist. Diese hat die Auf gabe, die sich beim Backen entwickelnden Wasserdämpfe und sonstigen flüchtigen Be standteile aufzusaugen, so dass sie nach Be endigung des Backprozesses mit der Einlage selbst entfernt werden können. Die aus dem Backgut herausgetriebene Feuchtigkeit kann somit nicht mehr in dasselbe zurückkehren.
Unter wesentlich geringerem Wärmever brauch wie beim offenen Backen entsteht ein krustenloses haltbares und gut verdauliches Gebäck. Die Haltbarkeit hat jedoch .dadurch eine Grenze, dass das Brot nach Beendigung des Backens aus der Backform herausgenom men werden muss und den Feuchtigkeitsver lust wieder ausgleichen kann, wodurch eine Möglichkeit zur Schimmelbildung gegeben ist. Es ist weiter bekannt, Brot in luftdicht verschlossenen. Blechbüchsen zu backen, in denen dann das Backgut unter Beibehaltung des luftdichten Verschlusses bis zum Ge brauch aufbewahrt wird. Hierbei wird der Teig in die Blechbüchse gebracht und nach dem Verlöten der Büchse gebacken.
Da sich die beim Backen über dem Backgut ansam melnden Wasserdämpfe nach dem Ausbacken mit allmählicher Abkühlung wieder im Back- gut niederschlagen, ist es nicht zu vermeiden, dass das Backgut an der innern Büchsenwand anklebt und auch in geschmacklicher Hin sicht ungünstig beeinflusst wird. Diese Nach teile vermeidet ein anderes bekanntes Ver fahren, bei dem der Teig in der zunächst nur teilweise verschlossenen Dose gebacken wird. Dann wird die Dose luftdicht verschlossen und nach nochmaliger Erhitzung und lang samer Abkühlung bis zur Verwendung gela gert. Dieses Verfahren ist aber zeitraubend und kostspielig.
Beide Backverfahren be sitzen schliesslich den gemeinsamen Nachteil, dass das Brot nur in den Büchsen haltbar bleibt. Die Büchsen müssen mit verkauft wer den. In Zeiten der Rohstoffknappheit ist zu dem die Verwendung von grossen Mengen Weissblechdosen unvolkswirtscha.ftlich.
Ferner ist es bekannt, fertige Backwaren mit einer Hülle aus Gellulosehydratfolie zu versehen, nochmals zu erhitzen und dadurch zu sterilisieren. Damit ist aber die Haltbar keit des Gebäckes auf längere Zeit nicht ge währleistet; denn bei der nachträglichen Er hitzung vermag die Hitze nicht mehr durch die wärmeabhaltende Kruste hindurch bis in das Innere des Backgutes vorzudringen. Mit einer sich nur auf die Oberfläche des Back- gutes beschränkenden Erhitzung kann natür lich auch nur eine oberflächliche Sterilisation erzielt werden.
Ausserdem wurde vorgeschlagen, Brot oder anderes Gebäck dadurch mit einer Schutz hülle zu versehen, dass man den Teigstrang beim Auslaufen aus der Knetmaschine in Stücke teilt und jedes Teigstück in eine all- seitig verschliessbare Hülle aus geöltem, wider standsfähigem Pflanzenfaserpapier presst, in der das Gären und Backen erfolgt.
Dieser Vorschlag konnte jedoch deshalb nicht prak tisch verwertet werden, weil das Ölpapier einerseits nicht in der Lage ist, der Ver grösserung des Volumens des Brotlaibes beim Gehen und Backen zu folgen, reisst und des halb der beabsichtigte Erfolg nicht erzielt werden kann und anderseits die sich während des Gehens und Backens entwickelnden Gase und Dämpfe nicht zu absorbieren vermag. Das Ölpapier verbrennt aber auch durch die Backhitze und zerfällt dann schon bei lei sester Berührung.
Mit dem Verfahren gemäss der vorliegen den Erfindung sollen diese Nachteile besei- tigt werden. Erfindungsgemäss wird bereits der Teig während des Gehens oder nach dem Gehen, zum Beispiel nach der Hauptgare, jedenfalls vor dem Backen, mit einer luft dichten Umhüllung aus Cellulosehydratfolie versehen und in dieser bei etwa<B>100'</B> ge backen. Die Hülle umschliesst die Teigstücke zweckmässig so, dass freier Raum nicht ver bleibt; sie wird zum Beispiel mittelst eines der bekannten Klebmittel luftdicht verklebt.
Um dem mit der Cellulosehydratfolie luft dicht umhüllten Backgut eine regelmässige Form zu beben, kann man es in Formen, zum Beispiel aus Weissblech oder dergleichen un terbringen, die jedoch nicht verschlossen zu sein brauchen. Sie nehmen hier keinerlei Ein fluss auf den Backvorgang an sich, sondern nur auf die Formgebung.
Die Cellulosehydratfolien sind in Wasser etwas quellbar, aber undurchlässig für orga nische Flüssigkeiten und Dämpfe. Dadurch, dass die Cellulo@ehy Bratfolien durch die Feuchtigkeit des Baekgutes quellen, können sie beim Backen der Formvergrösserung des Gebäcklaibes folgen, so dass sie eine voll kommen dichte Schutzhaut um ihn bilden und das Gebäck vor Austrocknung und gegen Eindringen von Bakterien und Schimmel pilzen schützen.
In diesem Zustande bleibt das fast krustenlose und vollständig durch gegarte Gebäck, wie sich zeigte, lange frisch und geniessbar.
Der Backprozess spielt sich in dem luft dicht verschlossenen Beutel, wie Versuche er- gaben, in gleicher \'eise ab, wie in einer her metisch geschlossenen Form, die mit Mitteln zur Absorption der entstehenden Dämpfe ausgerüstet ist. Die dichte Schutzhaut schützt das Backgut auch vor hohem Backverlust.
Dadurch, dass die Schutzhaut. quellbar ist, werden während des Backens Teile des Feuchtigkeitsgehaltes des Backgutes von ihr aufgenommen und sodann durch Verdunstung nach aussen freigegeben. Mit Beendigung des Backprozesses hört dieser Vorgang auf.
Die Umhüllung gibt dem Gebäck auch eine schöne glänzende und saubere Ober fläche; sie kann, da sie, wie sieh zeigte, nicht festklebt, leicht abgezogen werden.
Das Verfahren eignet sich nicht nur zum Herstellen von Brot, sondern auch für andere Backwaren aus tietriebenem 11lehlteig, wie z. B. Kuchen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Backwaren unter Verwendung einer Schutzhülle für das Gebäck, dadurch gekennzeichnet, dass .der Teig spätestens vor dem Backen mit einer luftdichten Umhüllung aus Cellulosehydrat- folie versehen und in dieser bei etwa<B>100'</B> gebacken, wird. UNTERANSPRWHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, .da durch gekennzeichnet, dass .der mit der Cellu- losehydratfolie versehene Teig ohne Back- form in :der luftdichten Umhüllung aus Cellu- losehydratfolie gebacken wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet"dass der mit einer luft dichten Umhüllung aus Cellulosehydratfolie versehene Teig unter Zuhilfenahme einer Backform gebacken wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH221298T | 1940-11-12 |
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| CH221298A true CH221298A (de) | 1942-05-31 |
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|---|---|---|---|
| CH221298D CH221298A (de) | 1940-11-12 | 1940-11-12 | Verfahren zum Herstellen von Brot und anderem Gebäck. |
Country Status (1)
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0299153A1 (de) * | 1987-07-14 | 1989-01-18 | Franz Leupoldt | Verfahren zur Herstellung eines zum Fertigbacken beim Verbraucher bestimmten Brotlaibs |
| ITRM20080533A1 (it) * | 2008-10-07 | 2010-04-08 | Gimsa S R L | Metodo di confezionamento di prodotti di panificazione. |
| ITRM20080534A1 (it) * | 2008-10-07 | 2010-04-08 | Gimsa S R L | Metodo di produzione di prodotti di panificazione. |
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1940
- 1940-11-12 CH CH221298D patent/CH221298A/de unknown
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| EP0299153A1 (de) * | 1987-07-14 | 1989-01-18 | Franz Leupoldt | Verfahren zur Herstellung eines zum Fertigbacken beim Verbraucher bestimmten Brotlaibs |
| ITRM20080533A1 (it) * | 2008-10-07 | 2010-04-08 | Gimsa S R L | Metodo di confezionamento di prodotti di panificazione. |
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