CH221450A - Anordnung zur Verbesserung des Betriebes von Stromrichtern. - Google Patents
Anordnung zur Verbesserung des Betriebes von Stromrichtern.Info
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Description
Anordnung zur Verbesserung des Betriebes von Stromrichtern. Bei Stromrichterschaltungen, die mit Ventilen, oder auch Schaltstrecken arbeiten, hat man zur Ent lastung der Strecken von der kritischen Be anspruchung übersättigte Drosseln (Schalt drosseln) verwendet, .die unmittelbar vor die Streeken gelegt werden, und hat ferner Kon densatoren angeordnet, die die einzelnen Strecken überbrücken.
Die übersättigten Drosseln sind :dabei duroh .den Stromdurch gang oder mit Hilfe zusätzlicher Ma,gnetisie- rungen so gesteuert, dass ihre Induktivität vorzugsweise nur am Ende der Kommutie- rung und kurz nach beendigter Kommutie- rung wirksam ist. Die Ablösung der Strek- ken erfolgt daher weitgehend stromlos.
Fer ner tritt durch die Wirkung des Konden- sators in Verbindung mit der Induktivität der Drosselspule keine plötzliche Wiederkehr der Spannung an den Strecken auf. Der be kannten Anordnung haftet nun in manchen Fällen eine leihe von Nachteilen an deren Beseitigung auf Grund der vorliegenden Er findung möglich wird.
Erfindungsgemäss ist die übersättigte Drossel nicht unmittelbar mit der Strecke in Reihe gesehaaltet, sondern auf der Primär seite (Wechselstromseite) des @Stromriehter- haupttransformators eingefügt. Die Konden satoren und sonstige als Nebenwege vorge sehene Einrichtungen können; hingegen auf der :Sekundärseite unmittelbar parallel zu .den einzelnen Strecken angeordnet bleiben.
Vorteilhaft wird bei einer Anordnung gemäss .der Erfindung der @Strommichtertransforma- tor in einzelne Einphasentransformatoren mit .gutem magnetischem Rückschluss und besonders geringem Magnetisierungsstrom unterteilt. An :Stelle der Einzeltransforma toren kann auch e.in Fünfschenkeltrans.forma- tor mit guten magnetischen Eigenschaften vorgesehen werden.
Es kann auch eine Hilfs- magnetisierung des Transformatorei'sens! über entsprechend bemessene Vorwiderstärnde von einer andern Spannungsquelle her oder vom Wechselstromnetz her zusätzlich erfolgen.
Schliesslich können :derartige :Stromrichter- transformatorschaItungen angewendet wer den, bei denen eine :einfache gegenseitige Zu ordnung von Primärwicklung und Sekundär wicklung :der einzelnen Phasen besteht, die zu gleichen Stromführungszeiten primär- und sekundärseitig führt (z. B..Stern---:Stern- schaItung oder :dreiphasige VollwegSchal- tu@n:
g-dreiphasige 'Graetzschaltung oder drei- phasige Vollwegsehaltung-Doppeldreipha- senschaltung mit Saugtransformator).
Zur Erläuterung der Wirkungsweise sei an Hand der Fig. l der Zeichnung a.m Beispiel des mechanischen Gleichrichters, :der auf das Gleichstromnetz 4 arbeitet, :die Kommutie- run.g von Phase 1 auf Phase 2' behandelt. Am Ende :der Brenndauer der Phase 1 schliesst sich zu Beginn der Kommutierung der mechanische Schalter 22' :der Phase ?. Damit beginnt die Phase 2 auch primärsei tig den Strom zu übernehmen, was beispiels weise, weil -die Drossel 21 vorgesä.ttigt sein kann, ohne weiteres erfolgen kann.
Der Strom in der Phase 1 nimmt entsprechend dem Kommutierungsverlauf primärseitig und sekundärseitig rasch ab, bis die bisher über sättigte Drossel 11 ihre Sättigungsgrenze unterschreitet und nunmehr ihre volle Induk- tivität wirksam wird. Unter dem Einfluss dieser Induktivität spielt sich nunmehr der weitere Kommutierungsverla.uf verlangsamt ab, und der :Schalter 12' kann, auch wenn er nicht sehr exakt zeitlich schaltet, ohne grosse Schaltleistung trennen.
Der Wieder anstieg der Spannung an Schalter 12' wird .dadurch erheblich verlangsamt, dass der Kon densator 120' nicht plötzlich geladen wer den kann; denn auf der Primärseite ist. zu dieser Zeit die Induktivität der Drossel 11. voll wirksam und einer Aufladung von der Gleichstromseite 4 her steht :die Induktivität der Phasenwicklungen des Haupttransforma tors 5 entgegen.
Die Hilfsmagnetisierung des Transformators 5 sorgt dafür, dass sowohl Primär- als auch Sekundärseite des Trans- formators von,dem Magnetisierunbsstrom des Transformators soweit wie möglich entlastet ist.. Ferner kann mit Hilfe der Hilfsmagne- tis:ierung gleichzeitig die Sprungbeanspru chung und damit :die Anforderung an den Kondensator 12()' noch weiter herabgesetzt werden.
Die Vorteile der .durch die Erfindung vorgeschlagenen Anordnung sind dann von be sonderem Nutzen, wenn :derartige Anordnun gen zur Umformung sehr hoher Culeichspan- nungen verwendet werden sollen. Würde man, wie dies bisher vorgeschlagen wurde, die Schaltdrosseln auf der Gleichspannungs- rse.ite anordnen, so würden die Schaltdrosseln mit Riicksicht auf die Hochspannungsisola- tion der Arbeitswicklung schon beträchtliche Abmessungen annehmen.
Die für de richtige Arbe.itsweiee der Drossel erforderliche Aus legung mit bestem magnetischem Rückschluss und geriniger Streuung wird praktisch nicht mehr erreichbar. Hinzukommt ferner, da.ss die Wicklungen zur ffilfsmagnetisierung eben falls gegen Hochspannung isoliert auf dem Eisenkern angeordnet werden müssen oder nur über besondere Isoliertransformatoren zu speisen sind.
Die Anordnung der Drosseln auf der Primärseite des Transformators be seitigt diese Schwierigkeiten und stellt trotz dem die beabsichtigte Wirkungsweise hin sichtlich der Kommutierung und Entlastung der .Strecken sicher. Ferner wird durch die Anordnung auf :der Primärseite eine Kurz- schlussbegrenzun,g erreicht, die nunmehr auch Transformatorschäden einschliesst.
Die in Verbindung mit Schaltdrosseln vielfach erforderliche Vorbelastung kann ebenfalls von der Gleichstromseite auf :die Wechselstromseite verlegt werden, was insbe sondere dann, wenn dort keine sehr hohen Spannungen vorliegen, von besonderem Vor teil ist.
Schliesslich kann bei gleichzeitigem Betrieb mehrerer Transformatoren oder Transformatorgruppen mit gleichen und gleichzeitig ablaufenden Arbeitsdauern je Phase ein gemeinsamer Satz von Schaltdros- eeln in den primärseitigen :Stromzuführun- gen vorgesehen werden.
Die Vielzahl :der sekundärseitigen Entladungs- oder Schalt- strecken arbeitet mit diesem Drosselsatz in dergleichen Weise wie oben beschrieben zu sammen.
Die besonderen Vorteile, die die Anwen -dung der Erfindung bei Q,uecksilberdampf- gleiehrichtern, beispielsweise für grosse Ströme und,Saugdrosselschaltung bietet, sind an Hand der Fig. 2 zu erkennen.
Die sechs in Saugdrosselsichaltung arbeitenden und in einem mehranodigen Entladungsgefäss 10 zu sammengefassten Entladungsstrecken würden naoh ,der bisher bekannten Ausführung sechs Drosselwicklungen benötigen,
von denen je weils zwei einem Eisenkern zugeordnet sein können. In bekannter Weise ist der Saug- trau6formator 6 zwischen die (Sternpunkte der beiden sekundären dreiphasigen Stern wicklungen des Transformators 5 geschaltet. Diese beiden Wicklungen würden aber,Span- nung gegeneinander führen und dementspre chend gegeneinander und gegen den gern isoliert werden müssen.
Die Anordnung gemäss der Erfindung löst dagegen die Auf gabe unter Verwendung von drei Drosseln auf der Primärseite des Stromrichtertrans- farmators, von -denen jede nur eine einzige Wicklung hat. Abgesehen von<U>der</U> geringen Isolation wird nunmehr ein V 2mal gerin gerer Wicklunb raum benötigt, und hier- ,durch wird die Ausführung des magne tischen greises der Drossel wiederum wesent lich ,günstiger gestaltet.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform dar 'Prfi@n,rln,no, kann man bei mehreren Transformatoren oder Transformatorgrup- pen, die für eine entsprechende Zahl von ein zelnen Stromrichtern mit gleichen und gleichzeitig ablaufenden Arbeitsdauern in Betracht kommen, je Phase einen gemein- samen Satz von ,Schaltdrosseln in den pri- mä-rseiti,gen Stromzuführungen vorsehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur Verbesserung des Betrie bes von Stromrichtern, bei der zur Ent lastung,der Entladungs- oder iSchaltstrecken übersättigte Drosseln (Schaltdross,eln) vor gesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die übersättigten Drosseln nicht unmittelbar mit -den .Strecken in Reihe geschaltet, son dern auf der Primärseite (Wechselstrom- seite) des 8tromrichterhaupttransformators eingefügt sind.UNTERANSPRUCH: Anordnung nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, .dass bei gleichzeitigem Betrieb mehrerer Transformatoren oder Transformatorgruppen mit gleichen und gleichzeitig ablaufenden Arbeitsdauern je Phase en gemeinsamer Satz von Schaltdros seln in den primärseitigen .Stromzuführungen vorgesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE221450X | 1940-11-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH221450A true CH221450A (de) | 1942-05-31 |
Family
ID=5840098
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH221450D CH221450A (de) | 1940-11-23 | 1941-10-28 | Anordnung zur Verbesserung des Betriebes von Stromrichtern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH221450A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1137130B (de) * | 1955-03-09 | 1962-09-27 | Licentia Gmbh | Mechanischer Gleichrichter mit Schaltdrosseln auf der Primaerseite des Haupttransformators |
-
1941
- 1941-10-28 CH CH221450D patent/CH221450A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1137130B (de) * | 1955-03-09 | 1962-09-27 | Licentia Gmbh | Mechanischer Gleichrichter mit Schaltdrosseln auf der Primaerseite des Haupttransformators |
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