CH221601A - Bad zur elektrolytischen Abscheidung von Schwermetallen. - Google Patents

Bad zur elektrolytischen Abscheidung von Schwermetallen.

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CH221601A
CH221601A CH221601DA CH221601A CH 221601 A CH221601 A CH 221601A CH 221601D A CH221601D A CH 221601DA CH 221601 A CH221601 A CH 221601A
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Description


  Bad zur     elektrolytischen        Abscheidung    von Schwermetallen.         Gegenstand    der Erfindung ist ein Bad zur       elektrolytisohen        Abscheidung    von Schwer  metallen, wie z. B.     Silber,        Grold,        Kupfer,     Zink und     Metallegierungen,    wie z. B.  Messing, welches: alkalisch reagiert und Kom  plexverbindungen der     niederzuschlagenden     Metalle und ausserdem     Alkal,imeta@llverbin-          dungen    enthält.

   Unter     Komplexverbindungen     der     niederzucchlagenden    Metalle sind     solzhe          Verbindungen        verstanden,    die das     abzuschei-          dende        Metall,'    nicht in Form eines einfachen       Kations,        sondern    als     zusammengesetztes,        --          komplexes-Ion    enthalten, wobei das nieder  zuschlagende Metall     bezw.    die niederzuschla  gender     Metallle    z.

   B.     als,        Cyanide    vorhanden  sein können. Ein     deraw        tiges    Bad kann z. B.       Silber    als     Na.triums#il#bemyanid    oder Kupfer,  z. B. als     Kaliumkupfercyanid,    ferner     Alkali-          cyanid    und     Alkalicarbo@nat    enthalten. An  Stelle von     eyanalkalis@chen    Bädern können  auch     Rhodanidbäder,    z.

   B.     solbhe,    welche       Kalxumsilberrb:oclanid    oder Natriumsilber-         rhodanid.    und zweckmässig noch freies     Alkali-          rhoidanid:    enthalten, verwendet werden.  



  Es ist bereits, bekannt, Bädern der     vor-          stehend        gekennzeichneten    Art glanzgebende       Zusatzstoffe,        z.    B. Schwefel     bezw.        Schwefel-          verbindungen,    wie     Schwefelkohlenstoff,        Na-          triumthiosu,Ifat    und     dewgl.    zuzufügen. Die  Wirkung derartiger Zusatzstoffe versagt  aber bei     der        HersteIliuug        dickerer    Nieder  schläge, z.

   B. von 4 g     Silber    auf den     dm2          (90%iger        Silb        erauflage).    Das ausgeschieden-  Metall kommt alsdann matt     aus    dem Bade  und bedarf zur Erzeugung einer     hachglän-          zenden        Oberfläche    der     Nachbehandlung,    z. B.  durch     Kratzen    mit Stahlbürsten, Stall  polieren und     an#sichliiessendes        11#ochglanzpolie-          ren        (sogenanntes    Schwabbeln).  



  Es     ist    auch bereits     vorgeschlagen    worden,  den     Bädern,    z. B. stark     akalischen,        freies          Ätzalkali    enthaltenden     Silibersalzbädern    Kol  loide zuzusetzen, um     Niederschläge    mit glän  zender     Oberfläche    zu     erhalten.        Diesz,e    Bäder      haben jedoch den Nachteil, dass sie sich mehr  oder weniger     rase-h    zersetzen und die Zer  setzungsprodukte die Elektrolyse stören.  



  Wie gefunden wurde, kann man     mit      Hilfe     alkalischer    Komplexbäder der oben     ge-          kennzeichnetenArt    glänzende     Metallüberzüge     von :ausserordentlicher Härte erzeugen, wenn  man für Anwesenheit von     Selenverbindun-          gen    in dem Elektrolyten Sorge trägt. Die       Badflüssgkeit    kann z. B. im Liter 0,01 bis  20 g Selen in Form löslicher Verbindungen,  z.     B..    als     Natriumselenit,    enthalten.

   Die An  wesenheit von     Selenverbindungen    in der     Bad-          flüssigkeit    bietet, wie gefunden wurde, die       Mögliahkeit,    mit Stromdichten von 0,3 bis  4     Amp,\dm\,    z. B. .solchen von 1.,5 bis 4     Amp     oder 2,5 bis 4     Amp/dm=    zu arbeiten. Durch  die     Möglichkeit    des Arbeitens mit hohen  Stromdichten ist man in der Lage, die     Gal-          vanisi:erungszeit    im Vergleich zu bekannten       Verfahren    erheblich abzukürzen. plan kann  z.

   B.     Versilberungen,    welche bisher 3 bis 4  Stunden in Anspruch nahmen, in dem fünf  ten bis zehnten Teil der bisher     !blichen    Zeit.       durchführen.     



  Die     mit,dem    erfindungsgemässen Bad     er-          hültlIichen    Überzüge zeichnen sich ,durch auf  fallende Härte aus. Vergleichende     Versuche     haben ergehen, dass z. B. Silberüberzüge eine       Brinel.l,härte    von etwa 90 bis 100 zeigten,  während die nach     bisher    üblichen Verfahren  hergestellten Silberüberzüge nur     Brinell-          hä-rten    von     etwa.    30 bis 40 zeigten.  



  Die     Ritzhärte    von mit dem     erfindungs-          gemässen        Bad          Silbertiberzügen     war mehr als doppelt so gross, wie die Ritz  härte von nach üblichen Verfahren her  gestellten Silberüberzügen.  



  Diese ausserordentliche Härte der Silber  überzüge bedingt eine geringere Abnutzung  sowie eine     bessere        Erhaltung    des Glanzes.  



  Die in     Bädern    der     beanspruchten    Art       plattierten    Gegenstände kommen mit einem  solchen Glanz aus dem Bad     heraus,    dass       Na.chbehandlungen,    wie Kratzen, Stahl  polieren in     Wegfall:    kommen können und ab  gesehen von der Ersparung der Arbeit auch       Materialverluste    vermieden. werden. Auch    fällt :das Zwischenkratzen während der     GaJ-          vanisierung    und die dadurch bedingten     Spül.          verluste    weg.

   Zur Erzielung des letzten       Hochglanzes    ist     lediglich    leichtes Schwab  '      beln        erforderlich.     



  Die     Verwendung    von     Selen    zur galvani  schen     Silbe,rabscheidung,    beispielsweise auf       Essbestecken    ist absolut     gefahrlos,    da, die  Glanzzusätze nicht in nachweisbaren Mengen  mit abgeschieden werden.  



  Nach einer     Ausführungsform    der Erfin  dung kann man den Bädern ausser löslichen       Seelenverbindungen    noch andere Glanzzusätze       einverleiben.        Als,    solche kommen z. B. Schwe  felverbindungen, wie Schwefelkohlenstoff,       Thioharnstoff,        Ammonlumrhodanid,        Na-          triumthiosulfat    und andere in Betracht. Die       Badflüssigkeit    kann     Schwefelverbindungen     der genannten Art in Mengen von z. B. 0,1  his 50 g im Liter enthalten. Hierdurch kann  man den Glanz der     erzeugten    Metallschichten  noch etwas erhöhen.

   Ebenso kann man den  Bädern noch     organische    Glanzzusätze, vor  zugsweise aromatische Aldehyde und deren  Derivate, wie z. B.     Piperonal,    Anisaldehyd,       Cumarin    und     dergh    zufügen. Durch Mit  verwendung     derartiger    Zusätze kann man       hochglänzende        Überzüge    unter Anwendung       von        Stromdichten    herstellen, welche sich über  einen     grösseren    Bereich     erstrecken.     



       Ales    besonders     gute    glanzgebende     Zu-          .sä.tze    haben sich mit organischen Säuren,     vor-          zugsweise        Fettsäuren        kondensierte    Eiweiss  abba-uprodukte, wie sie     unter    den     Ha.ndels-          namen        Lamepon    A, B, C, D oder     Lamepha-n          bekannt    sind, bewährt. Man erhält dann  Überzüge, welche sich durch     besonderen     Hochglanz auszeichnen.

   Der Gehalt der  Bäder an glanzgebenden Kondensationspro  dukten kann innerhalb     gewia    er Grenzen  schwanken. Ein     Liter        Badflüssigkeit    kann  z. B. 0,1-10     g,        vorteilhaft    0,5-2 g an     der-          artigeru        Zusatzstoffen    enthalten.  



  Die Bäder gemäss Erfindung eignen sich       insbesondere    auch für die Behandlung pro  filierter     Gegenstände,    wie z. B. von Löffeln.  Auch bei derartigen mit Vertiefungen     usw.     versehenen Gegenständen lassen sich an     allen              Stellen    praktisch gleich dicke und gleich  schöne Überzüge erzielen.

   Durch gemein  schaftliche Anwesenheit von     Selenverbindun-          gen    und von mit organischen Säuren     konden-          s        sierten        Eiweissabbaupro,dukten    tritt eine der  artige     Verbesserung    des Glanzbereiches in  einem weiten     Stro@mdichtebereich    ein, dass  auch an den tiefsten Stellen profilierter Ge  genstände noch ein gleichmässiger Glanz er  go zeugt wird.  



  Bäder gemäss     Erfindung    gestatten auch  die     Herstellung    dickerer Überzüge. Man kann  z. B. auf polierten Unterlagen hochglänzende  Schichten von 4     g/dm'    und auch noch dickere       1s    Schichten erzeugen.  



  Die Elektrolyse mit     Bädern    gemäss Erfin  dung     bietet,    wie bereits erwähnt, die     Mög-          lschkeit,    mit Stromdichten bis, zu 4     Amp/@dm'     zu arbeiten. Die     Elektrolyse    wird vorteilhaft       2o    bei     Raumtemperatur        unter        leichter    Bewegung  des Bades     durchgeführt,            Beispiele:     1. Zu     galvanisierende        Gegenstände,    z. B.  



  Ei     ssbestecke,    werden nach üblicher Entfettung  in ein     Bad    folgender Zusammensetzung ge  bracht:  
EMI0003.0030     
  
    30 <SEP> g <SEP> Silber <SEP> als <SEP> Natriumsilbercyanid.
<tb>  30 <SEP> g <SEP> freiest <SEP> Kaliumcyanid
<tb>  30 <SEP> g <SEP> Kaliumcarbonat
<tb>  2 <SEP> g <SEP> Selen <SEP> als <SEP> Natriumselenit
<tb>  0,5 <SEP> g <SEP> Natriumthiosulfat
<tb>  1 <SEP> Liter <SEP> Wasser.

         Bei Zimmertemperatur     wirdi    bei mässig  bewegten Kathoden -mit 2,5     Amp/dm',    1,6       bis    1,8 Volt, 24 Minuten     galvanisiert.    Die  Stromausbeute     wa-r        anodisch    und     katholisch     <B>100%.</B> Es, wurde ein Silberüberzug von 4 g  Silber     pTO        idm@,    was der üblichen 90%igen  Versilberung entspricht,     erhaIten,    wobei der  Gegenstand. nach dem Spülen eine glatte  glänzende     Oberfliäche    zeigte.

       Die        B,rinell-          härte    betrug 95. Die zu galvanisierenden       CTegens:tände    können auch zunächst in an  sich bekannter Weise nach dem Entfetten  durch Tauchen in Lösungen von Quecksilber-    salzen     verquickt    und dann mit dem erfin  dungsgemässen Bad plattiert werden.  



  2. An     Stellte    des, im     Beispiel    1     ;genannten          Galvanisierungs#bades!    kann ein Bad folgen  der Zusammensetzung verwendet     werden.:     
EMI0003.0052     
  
    30 <SEP> g <SEP> Silber <SEP> als <SEP> Natriumsilberoyanid
<tb>  30 <SEP> g <SEP> freies <SEP> galiumcyanid
<tb>  30 <SEP> g <SEP> Kaliumcarbonat
<tb>  2 <SEP> g <SEP> Selen <SEP> als <SEP> Natriumselenit
<tb>  5 <SEP> g <SEP> Natriumrhoda@nid:
<tb>  1 <SEP> g <SEP> Anisaldehyd <SEP> als <SEP> Bisulfitverbindung
<tb>  1 <SEP> Liter <SEP> Wasser.

              Wird    ein Gegenstand nach den Angaben  des Beispiels 1 in diesem Bad galvanisiert,  so wird ebenfalls     nach;    etwa 30     Minuten    ein       hochglänzender        Silberüberzug    mit einer     Bri-          nellhärte    von 90 erhalten.  



  3. Zu     galvanisierende:        Gegenstände    wer  den nach üblicher     Vorreinigung    und Ent  fettung in ein Bad von folgender     Zusam-          mensetzung    gebracht:  
EMI0003.0065     
  
    40g <SEP> Silber <SEP> ;als <SEP> Kaliumsilib-ercyanicl
<tb>  30 <SEP> g <SEP> freiest <SEP> Kaliumcyanid
<tb>  30 <SEP> g <SEP> Kalium@carb@onat
<tb>  5 <SEP> g <SEP> Selen <SEP> als <SEP> Natriumsielenit
<tb>  0,5 <SEP> g <SEP> Natriumthio-sulfat
<tb>  1 <SEP> b <SEP> Lamepon <SEP> A
<tb>  1 <SEP> Liter <SEP> Wassex.

         Es wird bei     Zimmertemperatur    mit mässig       bewegten    Kathoden mit Stromdichten von  3     Amp/dm@    bei 1,6     bis    1,8 Volt etw 20 Mi  nuten     galvanisiert.    Die Stromausbeute be  trägt     anodiscll    und     katho,dis,ch   <B>100%.</B> Es  wird ein     glänzender        Silberüberzug    von  4     g/dm'    erhalten. Die     Brinellhärte        beträgt     95.

   Bei     Behandliung        polierter    Gegenstände  zeigt der Überzug auch in den Tiefen des  Gegenstandes eine gleichmässig glatte und  glänzende     Oberfl'äahe.     



  4.     Zur        Galvanisierung        wird    ein Bad von  folgender     Zusa.mmen@sietzung    verwendet:  30 g Silber     als        Natriumsilbercyanid     30 g freies     Kaliumcyanid     30 g     Kaliumcarbonat         5 g     Selen    als     Na.triumselenit     5 g     Natriumrho,danid     1 g     Lamephan     1 Liter     Wass:e:r.     



  Die     Galvanisierung    wird wie in Beispiel  3 durchgeführt, mit der     Massgabe,        da.ss    die     Be-          handlungsda.uer    auf etwa 30 Minuten be  messen wird.     31a.n    erhält auch bei stark po  lierten Gegenständen gleichmässige,     hoch-          g1änzende    Silberüberzüge mit einer     Brinell-          härte    von 90.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bad zur elektrolytischen Abseheidung von Schwermetallen, welches alkalisch, reagiert und Komplexverbindungen des niederzu schlagenden -Aletalles und ausserdem Alka.li- meta.llverbindungen enthält, gekennzeichnet durch einen Gehalt an mindestens einer in der Ba.dflüssigkeit löslichen Selenverbindun. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Bad, nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass es eine: komplexe Silber verbindung enthält. z. Bad nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass es als Verbindung des niederzusehla.genden Meta.lles ein Cvanid ent hält. 3. Bad nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass es als All@alimetallverbin- dung mindestens ein Cy a.nid enthält. 4.
    Bad nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass es im Liter 0,01 bis 20 g Selen in löslicher Verbindung enthält. 5. Bad nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass es mindestens eine Schwe- felverbirndung enthält. 6. Baal nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass es mindestens einen orga- nisühen CTIa.TizzuS4ttz enthält. 7.
    Bad nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, da.ss es, mindestens eine Schwe felverbindung und mindestens, einen organi schen Glanzzusatz enthält. B. Bad nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, da.ss es mindestens ein mit orga- nischen Säuren kondensiertes @ Eiweissabbau produkt enthält. 9. Bad nach Patentanspruch und Unter anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, da.ss es mindestens ein mit, Fettsäuren kondensiertes Eiweissabhauprodukt enthält.
    1.0. Bad nach Patentanspruch und Unter anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass es die unter dem Ha.adelsnamen Lamepon be kannte Verbindung enthält. 11. Bad nach Patentanspruch und Unter anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass es die unter dem Handelsnamen Lamephan be kannte Verbindung enthält.
CH221601D 1939-07-08 1940-07-03 Bad zur elektrolytischen Abscheidung von Schwermetallen. CH221601A (de)

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