CH222050A - Überspannungsableiter. - Google Patents

Überspannungsableiter.

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CH222050A
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Hermes Patentverwertun Haftung
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Hermes Patentverwertungs Gmbh
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T1/00Details of spark gaps
    • H01T1/02Means for extinguishing arc
    • H01T1/08Means for extinguishing arc using flow of arc-extinguishing fluid
    • H01T1/10Means for extinguishing arc using flow of arc-extinguishing fluid with extinguishing fluid evolved from solid material by heat of arc

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Description


  Über     spannungsableiter.       Es ist bereits eine     Schutzeinrichtung    ge  gen     Überspannungen    in Hochspannungsanla  gen bekannt geworden, die aus einer Funken  strecke besteht, bei welcher der zwischen den  Elektroden gelegene Entladungsraum von  einem Körper aus Isoliermaterial so eng um  schlossen ist, dass der bei der Entladung auf  tretende Lichtbogen zusammengeschnürt wird  und bei der in Reihe mit der Funkenstrecke  ein säulenförmiger Widerstandskörper ange  ordnet ist.  



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf     Überspannungsableiter    für grosse Ent  ladungsenergien, auch bei relativ langer Ent  ladungsdauer, namentlich zur Verwendung  in     Kabelnetzen.     



  Die heutigen     Überspannungsableiter    für  grosse Entladungsenergien enthalten im In  nern eines     stützerähnlichen    Porzellangehäuses  einen Stapel von Widerstandsplatten aus  spannungsabhängigem Material und ausser  dem eine     Löschfunkenstreckenreihe.    Die         spannungsabhängige    Widerstandssäule, die  beim Einfallen der abzuleitenden Überspan  nung vorübergehend einen geringen Wider  standswert annimmt, hat die Aufgabe, nach  Abführung der     Überspannungsenergie    den  nachfolgenden Betriebsstrom zu drosseln, so  dass er von der Löschfunkenstrecke leicht  unterbrochen     werden;    kann.

   Die Löschfunken  strecke, die aus einer Anzahl in geringem  Abstand übereinander angeordneter     Metall-          platten    besteht, vermag im allgemeinen Höch  stens etwa 100 Ampere zu     unterbrecben.    Der       Widerstandsstapel    muss also so bemessen  sein, dass der von ihm bei der normalen Be  triebsspannung angenommene Widerstands  wert ausreicht, um den Strom auf einen ent  sprechend kleinen Wert zu begrenzen.  



  Der     Widerstandsplattenstapel    hat eine       Stromspannungscharakteristik,    die sich ma  thematisch     annähernd    durch die Formel       B.    Ja<I>-</I>     c         bestimmen lässt. Die Grösse     R    gibt den Wi  derstandswert an, I ist die Stromstärke und c  eine Konstante; der Exponent a ist hierbei  ein Mass für den Grad der Spannungsab  hängigkeit des Widerstandsmaterials, die  sich in bekannter Weise durch dessen Zu  sammensetzung und Herstellung beeinflussen  lässt.  



  Zur Erläuterung zeigt     Fig.    1     einige    Bei  spiele für Kennlinien von Widerstandsstapeln  mit verschiedenen Exponenten a, die     zwischen     den Werten 0 und 1 liegen. Im Falle a = 0  ist die     Stromspannungskennlinie    eine     (;erade,     die durch den Nullpunkt geht; in diesem Fall  ist das Widerstandsmaterial     überhaupt    nicht  spannungsabhängig.

   Im Falle a = 1 ist die  Kennlinie eine parallel zur     A'bs,zisse    verlau  fende Gerade;     vier    Ableiter hat dann eine  ideale     Ventilcharakterl4iIi:    Unterhalb eines       gewissen    Wertes der Spannung fliesst, über  haupt kein Strom, oberhalb dieses Wertes  wird jeder noch so grosse     Strom        durcligela.s-          sen.    Praktisch liegen die Werte von a bei den  heutigen Ableitern     etwas    unterhalb 1, und  zwar strebt man im allgemeinen zur Erzie  lun- einer guten     Ventilwirkung    danach,  einen Wert etwa zwischen 0,8 und 1 für a zu  erhalten.

   Im Interesse einer guten     Schut;z-          ivirkung    ist es ferner anzustreben,     dass    die  Begrenzungsspannung,     das    heisst die Span  nung am Ableiter während der Entladung,  möglichst tief unterhalb der     t#berschlagsspa,zi-          nung    U;; der zu schützenden Isolation der  Anlage liegt.

   Jedoch sind bei der     Entvick-          lung    von Ableitern auch noch andere Ge  sichtspunkte zu berücksichtigen, so     ins4son-          dere    die Fähigkeit des     spannungsabhängigen          )jriderstandsmaterials    zur Führung von     Erit-          la.dungsströmen    hinreichend hoher     Strom-          stärke    und relativ langer Entladungsdauer,  wie sie zum Beispiel bei     Ableitvorg;ingen    in  grösseren Hochspannungsnetzen,     insbesondere     grossen Kabelnetzen, aufzutreten pflegen.  



  Es wurde nun gefunden, dass eine Belast  barkeit des spannungsabhängigen     Materials     mit wehr hohen     Überspannungsenergien,    insbe  sondere auch bei verhältnismässig langen Ent  ladungszeiten, um so leichter erreichbar ist,    je kleiner der Exponent a     bezw.    je     geringer     die Sperrwirkung des spannungsabhängigen  Materials ist.

   Jedoch wird bei der gleichen       Betriebsspannung   <B>UB</B> der nachfolgende Be  triebsstrom     1B,    wie     Fig.    1 zeigt, um so grösser,  je kleiner der Exponent a des Materials wird,  so dass die     Stromunterbrechung    schliesslich  von einer gewissen Grenze ab überhaupt  nicht mehr von einer     Metallplatten-Lösch-          funkenstrecke    üblicher Bauart bewältigt wer  den kann.  



  Ein neuer Weg für den Bau derartiger       Überspannungsableiter    besteht nach der Er  findung in der Kombination eines Stapels  von     Widerstandsplatten    aus einem Material,  das für die     Stromspannungscharakteristik          R   <I>.</I>     1a   <I>=</I> c des Stapels einen Exponenten a  ergibt, der zwischen den Werten 0 und 0,8  liegt, und einer Funkenstrecke mit     Lichtbo-          genlösehung    in einem den Lichtbogen umge  benden Isolierrohr aus gasabgebendem Stoff.

    Einem solchen     Ableiter    kann man die Fähig  keit zur Abführung     besonders    hoher Ent  ladungsenergien, auch bei relativ langer Ent  ladungsdauer, geben, ferner, wie noch zu er  läutern sein wird, eine besonders gute Schutz  wirkung, und dennoch gleichzeitig auch die  Fähigkeit zur Unterbrechung nachfolgender  Betriebsströme von einer Grösse, wie sie bei  den bisher allgemein verwendeten Ventilab  leitern mit     Metallplatten-Löschfunkenstrek-          ken    unvermeidlich zum     Zusammenschmelzen     der Metallplatten führen     würde.     



  Rohrfunkenstrecken, bei denen die Licht  bogenelektroden in einem Rohr aus unter       Lichtbogeneinwirkung        gasabgebendemIsolier-          stoff    angeordnet sind, sind an sich bekannt       ("Lösclirohrableiter",        "Ilartgasableiter").    Sie  wurden bereits in grösserem Umfange zum  Schutz von Freileitungen angewendet.  



  Diesen     Blasrohr-Schutzfunkenstreeken    ge  genüber bringt jedoch der Vorschlag der Er  findung     bedeutende        Vorteile,    insbesondere  hinsichtlich der Schutzeigenschaften des Ge  rätes, denn eine     Blasrohr-Funkenstrecke    ohne  einen in Reihe geschalteten Widerstand er  fordert eine verhältnismässig grosse     Elektro-          denentfernung    mit Rücksicht auf die in den      Hochspannungsnetzen vorkommenden hohen       Einschwingfrequenzen    der wiederkehrenden  Spannung, besonders bei vorwiegend indukti  ven Stromkreisen.

   Mit dieser     .grösseren        Elek-          trodenentfernung    ist naturgemäss ein höherer  Wert der     Ansprechspannung    und damit eine  schlechtere Schutzwirkung zwangsläufig ver  bunden.

   Ist dagegen in     Reihe    zur     Blasrohr-          Funkenstrecke    ein Widerstand geschaltet, so  wird der Charakter     des    Stromkreises, in dem  sieh das Löschrohr befindet, vorwiegend       ohmisch    anstatt     induktiv.    Nach Erlöschen des  Stromes im     Stromnulldurchgang    springt die  Spannung dann nicht mehr in äusserst kurzer  Zeit auf einen hohen Wert, sondern steigt  allmählich     sinusförmig,    entsprechend der Be  triebsfrequenz des Netzes, an.

   Infolge der  Dämpfung des Stromkreises durch den in  Reihe zum Löschrohr geschalteten Wider  stand treten keine übermässig hohen Span  nungsspitzen bei der wiederkehrenden Span  nung auf. Aus diesen Gründen kann die       Elektrodenentfernung    der     Blasrohr-Funken-          strecke    bei der hier vorgeschlagenen Kombi  nation beträchtlich, auf etwa die Hälfte, er  niedrigt werden. Die     Ansprechspannung    fällt  damit ebenfalls auf den halben Wert, wo  durch die Schutzwirkung auf     rund    das Dop  pelte     gesteigert    wird.

   Die Verwendung eines  spannungsabhängigen     Widerstandes    in     Reihe     zum Löschrohr gestaltet die eben     genannten     Verhältnisse auch deswegen besonders gün  stig, weil der spannungsabhängige Wider  stand den     nachfolgenden    Betriebsstrom so       verformt"dass        ein    langer, abgeflachter Strom  nulldurchgangentsteht, der für eine Löschung  besonders günstig wirkt.

   Durch     einen    in  Reihe geschalteten, spannungsabhängigen  Widerstand wird ausserdem der nachfolgende  Betriebsstrom in Löschrohr     gegenüber    einer  gewöhnlichen     Blasrohr-Funkenstrecke    ohne  Widerstand wesentlich verkleinert und ist  vom Kurzschluss-     bezw.        Doppelerdschluss-          strom    eines Netzes nahezu unabhängig.

   We  gen dieses kleineren nachfolgenden Betriebs  stromes wird die Lebensdauer des     Lösch-          rohres    im Vergleich zu einem Löschrohr ohne       Widerstand    wesentlich erhöht, da der klei-         nere    Strom naturgemäss einen kleineren Ab  brand. der     Rohrinnenwandungen    hervorruft.  Diese     Erhöhung    der Lebensdauer ist nament  lich für     gewisse    modernen, in besonders star  kem Mass vergasenden und relativ     kostspieli-          gen        Löschrohrwerkstoffe    von grosser Bedeu  tung, z. B.     Harnstoffkunstharze.     



  Darüber hinaus bietet die     Erfindung    auch  als     Überspannungsableiter    bei relativ nied  riger     Betriebsspannung,    etwa zum Schutz  von     elektrischen    Hochspannungsmaschinen,  sowie in     Höchstspannungsanlagen    wichtige  Vorteile,     namentlich    hinsichtlich der Schutz  wirkung.

   Das ergibt sich daraus, dass man  bei der vorgeschlagenen Kombination die  Möglichkeit hat, durch     Verringerung    der  Höhe des Stapels von     Widerstandsplatten     aus üblichem     spannungsabhängigem        Material     oder durch Herstellung der Platten aus einem       Material    mit niedrigem spezifischem Wider  stand (bezogen auf einen     bestimmten    Strom       bezw.    eine     bestimmte        .Spannung)

      die Begren  zungsspannung wesentlich herabzusetzen und  die sich hierbei     ergebende    beträchtliche Er  höhung des nachfolgenden     Betriebsstromes     ohne     weiteres        in    Kauf nehmen zu     können;    da  die Löschung keine     Schwierigkeiten    mehr be  reitet.         Fig.    2     zeigt    ein Ausführungsbeispiel.  



  1 ist ein mit     Schirmringen    versehenes       Porzellangehäuse        in    Form     eines        Stützisola-          tors,    das von einer Schelle 2 getragen wird.  Es enthält in seinem     Innern    eine     Vorfunken-          strecke    3, die     gegebenenfalls    auch weggelas  sen werden kann, ferner einen Stapel aus       Widerstandsplatten    4.

   Es ist an seinem     un-          tern.    Ende     mit    einer     Blasrohr-Funkenstrecke     5 verbunden, deren eine     Elektrode    6 in Form  eines Stabes in das Rohr hineinragt und  deren andere Elektrode 7 als Hohlelektrode       und        Auspufföffnung        ausgebildet    ist. Die       Lichtbogenbahn    kann natürlich auch in an  sich bekannter Weise in mehrere parallele  Längskanäle     unterteilt    sein. Das Isolierrohr,  das die Löschstrecke umschliesst, besteht aus  gasausscheidendem Stoff.

   Die Anschlüsse 8,  9 am obern und     untern    Ende der     Anordnung         führen zu dem zu schützenden Leiter     bezw.     zur Erde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Überspannungsableiter, insbesondere für Kabelnetze, gekennzeichnet durch die Reihen schaltung eines Stapels von Widerstandsplat ten aus einem Material, das eine Stromspan- nungscharakteristik des Stapels ergibt, die sich annähernd durch die Formel R <I>.</I> ja<I>= c</I> bestimmen lässt, wobei a zwischen den Wer ten 0 und 0,8 liegt, und einer Funkenstrecke mit Lichtbogenlöschung in einem den Licht bogen umgebenden Isolierrohr aus gasabge bendem Stoff.
CH222050D 1940-06-03 1941-06-10 Überspannungsableiter. CH222050A (de)

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