Verfahren zur Herstellung von beständigen Emulsionen, die das Reaktionsprodukt eines vasserunlöslichen Rea, l ; tionsteilnehmers und eines wasserlosliclien Reaktionsteilnehmers enthalten.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von beständigen Emul- sionen, die das Reaktionsprodukt eines wasserunlöslichen Reaktionsteilnehmers und eines wasserlöslichen Reaktionsteilnehmers enthalten und insbesondere auf die Herstel- lung solcher beständigen Emulsionen zur Verwendung für das Bedrucken und Verzieren von Textilwaren.
Die übliche Methode des Textildruckes verlangt das Aufbringen auf ein Textilgewebe eines Farbstoffes oder einer Farb stoffkomponente in wässeriger Losung mit Hilfe eines Intagliozylinders. ETm die Farb stofflösung genügend dick zu machen, damit sie in den Zellen des Druckzylinders bleibt und damit sie bei dem Aufbringen auf das Gewebe an der richtigen Stelle bleibt, werden wasserlösliche Verdickungsmittel, wie z. B. Dextrin, Stärke und dergleichen angewandt. Neuerdings werden den Pasten Netzmittel zugesetzt, um deren Druckeigenschaf- ten zu verbessern.
Nach dem Drucken werden die Farbstoffe mit Hilfe verschiedenartiger
Mittel fixiert, so dass sie wasserunlöslich wer den, und das Gewebe wird gewaschen, um die wasserlöslichen Verdickungsmittel zu ent fernen.
In der Benutzung dieser üblichen Farb stoffpasten treten gewisse Schwierigkeiten auf. Da die zu bedruckenden Gewebe ziem lich wasseraufnahmefähig sind, zeigen die mit wässerigen Lösungen hergestellten Drucke, selbst wenn die Lösungen mit t Hilfe von wasserlöslichen Verdickungsmitteln vis kos gemacht wurden, die Neigung, sich von der Stelle der Anwendung leicht auszubrei ten, eine Erscheinung, die als Zerfliessen bekannt ist. Die Folge ist, daB die Linien der
Gravierung etwas verwischt werden und dass sehr feine Linien, die einander nahe sind, verlorengehen können. Werden die Viskosi- täten der Pasten so eingestellt, dass kein Zer fliessen erfolgt, dann werden die Pasten zu diek, um sich von den gravierten Stellen sÏu berlich zu trennen.
Es muss immer ein Kom promiss geschlossen werden, so da¯ eine wirk- same Trennung ohne wesentliches Zerfliessen erfolgt, und die Zylinder miissen so her- gestellt sein, dass sie mit grösster Leichtig- keit drucken. Feine Photogravüregravierun- gen werden infolgedessen nie mit den iibli- chen Textildruekpasten benutzt, da ihre treue Wiedergabe von Einzelheiten auf dem Gewebe nicht erscheinen w rde. Ausserdem müssen die benutzten Gravierungen ziemlich tief sein, um wirksam drucken zu können, und es wird wesentlich mehr Paste benutzt, als zur Herstellung der Muster tatsäehlieh notwendig ist.
Ein anderer Nachteil der blichen Farbstoffpasten besteht darin, dass eine wesentliche BTenge des Farbstoffes mit den Verdik kungsmitteln ausgewaschen werden kann.
Dies wird zum Teil durch mechanische Suspension des umgewandelten Farbstoffes in dem Film des Verdickungsmittels verursacht, zum Teil durch unvollständige Umwandlung des Farbstoffes in die unlösliche Form infolge des Einschlie¯ens von löslichem Faro- stoff im Innern des Verdickungsrnlitelfllms und in einzelnen FÏllen durch tatsächliches FÏrben des Verdickungsmittels. Dadurch kann ein ernster Verlust an Farbstoff ent- stehen.
Es ist Iiisher vorgeschlagen worden, diese Nachteile dadurch zu vermeiden und erfolgreiche Farbendrucke mittels Photogravüre und andern relativ flaches Gravierungen unter Erhalt der vollen Einzelheiten der Photogravürezylinder und unter Benutzung einer Minimalmenge des Farbstoffesdadurch herzustellen, dass man Farbstoffdruckpast'-'n benutzt, die man durch Emulgieren einer wÏsserigen L¯sung von Farbstoffen oder Farbstoffkomponenten herstellt, die imstande sind, auf den Geweben beständige FÏrbungen zu erzeugen.
Das Emulgieren bewirkte man mittels einer mit Wasser nicht miseli- baren, verdickenden Nomposition (vorzugs- weise einer Lösung eines filmbildenden Verdickungsmittels in einem Lösungsmittel, wo- bei sich die Farbstofflösung in der diskonti- nnierlichen Phase befindet. Die entstehende Emulsion wird mit einer optimalen Konsistenz für das Drucken auf das Gewebe aufgetragen, z. B. mit einem üblichen Intagliozylinder ; der Farbstoff wird auf dem Gewebe fixiert und das Gewebe wird dann mit oder ohne Waschen getrocknet, was von dem benutzten Farbstoff abhängt.
Nachdem die Emulsion auf das Gewebe aufgetragen ist und die Emulsion bricht, dringt die Farbstofflösung in die Fäden des Gewebes ein. Da die Wasserphase und das verdickende Mittel sich gegenseitig abstossen, verhindert die nichtwässerige Phase eine un gebührliche Ausbreitung der wässerigen Phase. Infolgedessen erfolgt kein nennenswertes Zerfliessen, und man erhält gute Drucke, in denen die feinen Linien einer Photogravüregravierung selbst auf solchen Materialien erhalten bleiben, die schwer zu bedrucken sind, wie zum Beispiel Baumwollflanell.
Diese Emulsionspasten sind ungewöhnlich wirksame I) ruckmittel, doch wird eine ernste Schwierigkeit in ihrer Benutzung da durcll verursacht, dass viele Farbstoffl) estand- teile, insbesondere des Diazotypus, in Gegenwart von Wasser unbeständig sind, so da¯ die Stärke der Farbe während des Lagerns der Pasten abnimmt. Dies erfordert, dass in der Druckanlage kleine Mengen dieser Farben jeweils nach dem Bedarf hergestellt werden, mit der Unhequemlichkeit, kleine Atengen dieser Farbstoffbestandteile abmessen zu müssen und mit der Gefahr, da¯ andere Druckfarben verunreinigt werden.
Es ist nun gefunden worden, dass bestän- dige Emulsionsdruckpasten, die wasserlösliche Farbstoffe und Farbstoffkomponenten enthalten, dadurch hergestellt werden k¯nnen, dass man einen wasserunlöslichen Reak tionsteilnehmer, der in einer organischen, zur Bildung einer bestÏndigen, Wasser-in-Lack- artigen Emulsion geeigneten Fliissigkeit dispergiert ist, mit einem wässerigen Reaktionsteilnehmer zur Reaktion bringt.
Da die wasserunlösliehen Reaktionsteilnehmer (die ge eignet sind, durch Reaktion einen wasserlös- lichen Farbstoff oder eine wasserlösliche Farbstoffkomponente zu bilden) so gewählt werden können, dass sie beim Lagern in der organischen Flüssigkeit beständig sind und da die Herstellung der Emulsionsdruckpaste lediglich das Vermischen mit einer andern Flüssigkeit verlangt, ist ein einfacher Weg gegeben für die Herstellung kleiner Mengen von Emulsionsdruckpasten aus flüssigen Stoffen.
Durch Ausdehnung dieser Entdeekung können, ausser den Emulsionsdruckpasten, andere Emulsionen hergestellt werden, in denen die Emulsion das Reaktionsprodukt eines wasserlöslichen und eines wasserunlös- lichen Reaktionsteilnehmers zu enthalten hat.
ErfindungsgemäB wird eine beständige Emulsion, die das Reaktionsprodukt eines wasserunlöslichen Reaktionsteilnehmers und eines wasserlöslichen Reaktionsteilnehmers enthält, durch ein Verfahren hergestellt, in dem eine wässerige Losung des wasserlöslichen Reaktionsteilnehmers vermischt wird mit einer Dispersion des wasserunlöslichen Reaktionsteilnehmers in einer mit Wasser nicht mischbaren Lösung eines organischen filmbildenden Mittels in einem flüchtigen, mit Wasser nicht mischbaren organischen Lösungsmittel. Hierbei wird das Wasser emulgiert und das Reaktionsprodukt wird gebildet.
Die Erfindung bietet ein Verfahren zur Herstellung einer beständigen Emulsionsdruckpaste für das Bedrucken von Textilprodukten durch Nutzbarmachen des Re- aktionsproduktes eines wasserunlöslichen Re aktionsteilnehmers und eines wasserlöslichen Reaktionsteilnehmers, die geeignet sind, einen wasserlöslichen Farbstoff oder eine Farbstoffkomponente zu erzeugen und durch Vermischen einer wässerigen Lösung des wasserlöslichen Reaktionsteilnehmers mit einer Dispersion des wasserunlöslichen Reaktionsteilnehmers in einer mit Wasser nicht mischbaren Losung eines organischen filmbildenden Mittels in einem flüchtigen, mit Wasser nicht mischbaren, organischen Lö sungsmittel, um eine Emulsion zu bilden,
deren innere Phase eine wässerige Liisung des erwähnten wasserlöslichen Farbstoffes oder der Farbstoffkomponente ist und deren äussere Phase die erwähnte, mit Wasser nicht mischbare, organische Lösung ist.
Der wasserunlösliche Reaktionsteilnehmer wird in der organischen Lösung des filmbildenden Mittels dispergiert und man kann die wässerige Lösung des wasserlöslichen Reaktionsteilnehmers in diese Dispersion emulgieren. Es ist aber vorteilhafter, die Reaktionsteilnehmer in getrennten konzentrierten Emulsionen zu dispergieren, die lediglich miteinander gemischt werden müssen, um das Endprodukt zu liefern.
Das als nichtwässeriger Reaktionsteilneh- mer benutzte Material kann eine aus einer groBen Anzahl von Verbindungen sein. Wenn es sich um Emulsionsdruckpasten handelt, ist der nichtwässerige Reaktionsteilnehmer imstande, einen wasserlöslichen Farbstoff oder eine wasserlösliche Farbstoffkomponente zu bilden.
Die unbeständigen Farbstoffkomponenten sind zum grossen Teil aus der als echte Naphthol-Farbsalze bekannten Klasse und sie umfassen eine grosse Gruppe von Diazoverbindungen, die mit Betaoxynaphthoesäure und deren Derivaten gekuppelt werden können.
Im allgemeinen werden diese Farbstoffkomponenten auf das die Base enthaltende Gewebe gedruckt und auf dem Gewebe gekuppelt. Die unbeständigen, nicht entwickelten Farbstoffe gehören dem alkalilöslichen Typus an, die unter verschiedenen Eandelsnamen verkauft werden, z. B. Rapidogen (General Dyestuff) und Diagen (du Pont) ; diese Farbstoffe sind Mischungen von Diazoverbindungen und Naphtholen, mit denen sie gewöhnlich gekuppelt werden können, die aber gegen eine Reaktion in wässerig-alkali- scher Lösung durch verschiedene Mittel stabilisiert sind ; sie werden auf dem Gewebe gekuppelt durch Behandlungen, die die beiden Einheiten in einer solchen Form umbilden, dass sie gekuppelt werden können.
Diese Mischungeil sind in trockenem Zu- stande völlig beständig, während sie aber in Losung relativ beständig sind, verlieren sie an Farbstärke, wenn sic in wässeriger L¯sung aufbewahrt werden ; sie werden ge wöhnlich durch Behandeln der Mischung mit Laugenlosung gelöst, die die kuppelnde Komponente in ein lösliches Salz umwandelt.
Durch Dispergieren einer solchen Mischung in einem nichtwässerigen System und dann Emulgieren in einer wässerigen Alkali 16sua kann eine schnelle Reaktion unter Bildung einer zufriedenstellenden T) ruckmulsion erhalten werden.
Unter der Voraussetzung, dass die Lösung des organischen filmbildenden Mittels in einem mit Wasser nicht mischbaren organi schen Lösungsmittel zufriedenstellende Was- ser-in-(31-Emulsionen ergiht, kann im wesentlichen jedes Lösungsmittel und jedes organische, filmbildende Mittel benutzt werden, je naeh dem verwendeten Farbstoff : es muss aber darauf geachtet werden, dass weder das organische, filmbildende Mittel, noch das Lösungsmittel eine merkliche Lösungswir kung auf den betreffenden zu dispergierenden Farbstoff ausübt.
Die Zelluloseester und -äther können allgemein benutzt werden, da sie auf sehr wenige Farbstoffe eine Lösungs- wirkung ausüben : Äthylzellulose ist ein bevorzugtes Mittel, da sie gegenüber allen was serunbeständigen Farbstoffen inert ist und da mit sehr geringen Mengen Athylzellulose gute Emulsionen erzielt werden. Gewalzter Gummi und ähnliche Produkte (Gummideri- vatharze, Chloroprenpolymere Tsolmtylen- [olymere und andere, ähnliche gummiartige lineare, aliphatische Polymere) und die durch Polymerisieren der Olefinkohlenwas- serstoffe erhaltenen Harze, sind ebenfalls ausgezeichnet mit den meisten Farbstoffen.
Die aus aromatischen Kohlenwasserstoffen (Cumaron-Inden-Typus) erhaltenen Harze und die sauerstoffhaltigen Kunstharze (Al- kyde, Phenol-und Harnstoffharze usw.) müssen mit Vorsicht verwendet werden, da sie die Neigung zeigen, auf gewisse Farbstoffe eine Lösungswirkung auszuiiben. Verkochte fette Íle sind im allgemeinen ebenfalls zufriedenstellend, und auch die meisten Naturharze können benutzt werden. Von den gewöhnlichen Lösungsmitteln haben die ali phatischen Kohlenwasserstoffe und die hydrierten Petroleum-Kohlenwasserstoffe ebenfalls keine Wirkung auf die Farbstoffe. Die niedrigeren aromatischen Kohlenwasserstoffe sind auch zufriedenstellend ; aber Fraktionen über Xylol haben oft eine Lösungswirkung und müssen vermieden werden.
Die Terpene, insbesondere wenn sie mit Oxydationspro- dukten verunreinigt sind, sind nnr bei einer besehränkten Anzahl nützlieh. T) ie Alkohole und Ester miissen ebenfalls mit Vorsicht benutzt werden und nur nach Ausprobieren mit dem betreffenden Farbstoff.
Zur vollen Erläuterung der Erfindung ist sie nachstehend an Hand einer Anzahl von Beispielen fiir Emulsionsdruekpasten ge mäss der Erfindung beschrieben.
Beispiel 1: Rapidogen Braun (General Dyestuff Corp. U. S. 1'. Nr. 1822561) 20 Gewichtsteile wird dispergiert in einer Dreiwalzemniihle in 500 Centipoise StandardÄthoxy-Athylzetlulose......4 gelöst in Solvesso Nr. 3 (hydriertes Petroleuml¯sungsmittel, Siedegrenzen 175 bis 210¯ C) 69 ä und Fichtenöl............. 7 ä
Das Produkt ist beständig während Lagerung.
Diese Dispersion kann zu einer ausgezeichneten Druckpaste verarbeitet werden durch Zusatz der obigen Dispersion..... 21, 6 Gewichtsteile zu Solvesso Nr. 3 (hydriertes Petroleumlosungsmittel, Siedegrenzen
175 bis 210 C)............ 14, 7 ä und dann durch Emulgieren in das letztere von Wasser, gemischt mit 50% iger Ätznatronlosung Wasser 61, 4 ä Atznatronlösung 2, 3"
Das Atznatron reagiert mit dem Eupplungskomponenten, um die fertige Paste zu erzeugen.
Beispiel 2 : Rapidogen Green B (General Dyestuff Corp. U. S. P. Nr. 1 822 560) 30 Gewichtsteile wird dispergiert in einer Dreiwalzenmühle in 500 Centipoise StandardÄthoxy-Äthylzellulose........4 aufgelöst in Solvesso Nr. 3 (hydriertes Petroleumlösungsmittel, Siedegrenzen 175 bis 210 C).............. 59" WeiBtannenöl.............. 7"
Eine Druckpaste kann wie in Beispiel 1 hergestellt werden aus :
Obige Dispersion............. 14, $" Solvesso Nr. 3 (hydriertes Petroleuml¯sungsmittel, Siedeverlauf 175 bis 210 C).............. 22, 0 ä Wasser............... 61, 4" gemischt mit 50 iger Atznatronlösung...... 2, 3"
Die Lauge reagiert wie in Beispiel l.
Beispiel 3 : Der Farbstoff des Beispiels 2.......... 12 Gewichtsteile wird dispergiert in einer Losung von 15'gewalzter Creppgummi. 23 ä Solvesso Nr. 2 (hydriertes Petroleumlösungsmittel, Siedeverlauf 135 bis 177 C).............. 62"
Diese Dispersion bildet eine ausgezeichnete Druckpaste mit :
Obige Dispersion............. 30" Solvesso Nr. 2 (hydriertes Petroleuml¯sungsmittel, Siedeverlauf 135 bis 177 C).............. 39 ä 40 Be NaOH-Losung............ 1, 5 ä Wasser............... 29, 5 ä
Beispiel 4 :
Statt der Benutzung einer Mischung einer wasserlöslichen stabilisierten Diazoverbindung und einer unlöslichen Eapplungskom- ponente, kann eine wasserunlösliche, stabilisierte Diazoverbindung oder eine andere aro matische Aminoverbindung, die imstande ist, durch Reaktion eine Diazoverbindung zu erzeugen, benutzt und in der gleichen Weise so zur Reaktion gebracht werden.
So wird eine Emulsion hergestellt, die enthält : Alkydharz (mit 35? Soya modifizierte Glycerinphthalate)... 1, 0 Gewichtsteile Solvesso Nr. 2.............. 31, 0 ä Dianisidin, das tetraazotiert und mit Dimethylamin gekuppelt ist, um eine wasserunlösliche Diazoimino-Verbindung zu erzeugen, die in gewissem Umfang In Solvesso Nr. 2 loslich ist..... 19, (1" Wasser............... 49, 0 ()"
Diese Emulsion, die wÏhrend Lagerung beständig ist, wird vor der Benutzung mit der dreifachen menue ihres eigenen Gewich- tes einer Emulsion gemischt, die enthailt :
Das obige Harz 5, U Gewichistoile Solvesso Nr. 2 15,0 ä : 2¯ BÚ HCl 23,2 ä Wasser 56, 8
Die gemischte Emulsion braucht etwa 10 Minuten zur Vollendung der Reaktion zwischen der Salzsäure und der Diazoimino- Verbindung, um eine wasserige Losung des Dianisidin-tetrazosalzes zu erzeugen. Die entstandene Emulsion ist druekfertig, oder sie kann, falls gewünscht, weiter reduziert werden mit einer Emulsion, die keine Farde enthält. Hier liegt eine Reaktion vor, die eine Druekpaste erzeugt, die auf Geweben gedruckt werden kann, die mit einer Kupp lungskomponente für das gebildete Diazo- salz imprägniert sind.
Beispiel 5 :
Die urspr ngliche Diazoimino-Emulsion des Beispiels 4 kann direkt mit wässeriger Saure l) ehandelt werden, um eine sehr starke Lösung des Tetrazosalzes zu erzeugen, die als die innere Phase der Emulsion dispergiert ist, die den Zusatz von weiterer, klarer Emul- sion erfordert, um stabilisiert zu werden und die Farbe f r das Drucken zu verdiinnen.
Beispiel 6 :
Ausser dem Arbeiten mit einfachen Neu trulisationsreaktionen, wie in Beispielen 1 bis 3, und mit Hydrolysen, wie in Beispielen 4 und 5, können auch andere Reaktionen, wie zum Beispiel Diazotierung, ausgeführt werden. Dies ermöglicht die Benutzung eines diazotierbaren Amins in einer emulgierbaren Fliissigkeit, oder der Emulsion einer solchen Lösung, wobei die gewünschten Reaktionsteilnehmer gerade vor dem Drucken zugesetzt werden, und die Vermeidung jeglicher Notwendigkeit, die Diazoverbindung zu stabilisieren.
Typische Beispiele für diese Phase der Erfindung sind die folgenden : Blaue B-Base (Dianisidin) 0, 5 Gewichtsteile wird zugesetzt zu einer Mischung von Alkydharzlosung............. 3, 0,, Fichtenol............... 5, 0 ä Solvesso Nr. 3 (hydrierte Petroleumnaphtha, Siedeverlauf 175 bis 910 C)..............
19, 9" Die Alkydharzlüsung wird hergesteHt durch Reaktion von 148 Teilen PhthalsÏure anhydrid, 110 Teilen Glyzerin, 125 Teilen Rizinusolfettsäuren bei 230"C, in Gegenwart von Wohlendioxyd, bis die Säurezahl etwa 8 beträgt, und dann Reduktion zu 50% nichtflüchtigem, mit einer Mischung von 30 Teilen Ficbtenöl und 70 Teilen Solvesso Nr. 2 (hydrierte Petroleumnaphtha, Siedeverlauf 135 bis 177 C). Dies ist eine beständige Flüssigkeit.
Aus dieser kann eine Druckpaste hergestellt werden durch Zusatz unter Riihren von : HC1 (29¯ Tw) 1, 3 Gewichtsteile in Wasser bei 80 20, 0"
Die geformte Emulsion wird dann auf etwa 0 bis 5 C abgekühlt und NaNO2 0, 3 Gewichtsteile in Wasser bei 0 bis 5 C 50, 3" wird darin emulgiert.
Die Diazotierung geht schnell vor sich, zusammen mit der Emulgierung. Die Paste ist fertig zum Drucken in etwa 30 Minuten und kann angewandt werden auf einem Gewebe, das zum Beispiel mit dem Anilid von Betaoxynaphthoesäure imprägniert ist. Falls gewünscht, kann die Reaktion eingestellt werden, nachdem die Säure und das Wasser zugesetzt sind, und die entstehende Emulsion kann gelagert werden. Auf Zusatz des Nitrits kann die Diazotierung vor sich gehen.
Beispiel 7 :
Blaue BB-Base (4-Benzoyl-amino-2, 5-di äthoxyanilin)
EMI7.1
wird zu der organischen Phase von : ¯thylzellulose (250 Centipoise) 0, 8 Gewichtsteil Fichtenöl 3, 0" Xylol 8, 2" Solvesso Nr. 3 25, 0" gebracht.
In diese emulgiert man : NaNO2 0, 4 Gewichtsteil in Wasser bei 0 bis 5 C 39, 3 ä und HC1 (29¯ Tw) 1, 7 ä in Wasser bei 0 bis 5 C 20, 0 ä wird dann zugesetzt.
Die Diazotierung ist in 15 bis 30 Minu ten vollendet.
Beispiel 8 :
Rapidogen Green B (General Dyestuff Corp.
U. S. Patent Nr. 1 822 560).... 12 Gewichtsteile wird dispergiert in einer Lösung von
15'gewalzter Creppgummi..... 23"
Solvesso Nr. 2........ 62" Diese Dispersion gibt eine ausgezeichnete Druckpaste mit :
Obige Dispersion 30 Gewichtsteile
Solvesso Nr. 2 39
40¯ BÚ NaOH-L¯sung 1, 5 ä
Wasser 29, 5 ä
Beispiel 9 : Dianisidin (Blaue B-Base)..... 0, 5 Gewichtsteile wird zugesetzt einer Lösung von Xthylzellulose (250 Centipoise).... 0, 8 ä in
Xylol.......... 8, 2" Fichtenol........ 3, 0 ä
Solvesso Nr. 3........ 25, 0 ä
In diese emulgiert man :
HCl (29 Tw)........ 1, 3 Gewichtsteile in Wasser bei 80 C...... 20, 0 ä
Dies wird auf 0 bis 0 gekühlt und NaNO2 3 ä in kaltem Wasser (0 bis 5 C).... 30, 0 wird darin emulgiert. Nachdem die Diazo- tierung in 20 bis 40 Minutez vollständig ist, wird Natriumacetat........ 0, 4" gelöst in Wasser....... 11, ()" zugesetzt, um bersch ssige SÏure zu neu tralisieren.
Die Paste ist dann fertig zum Drucken.
Beispiel 10: Scharlaeh RC-Base (Metanitroorthoanisidin) 0, 6 Gewichtsteile wird zugesetzt einer organischen Phase von Ä. thylzellulose (250 Centipoise).... 0, 8 Xylol.......... 8, 2 ä Solvesso Nr. 3 25, 0 ä Fichtenöl......... 3, 0
Darin emulgiert man : RCI (29"Tw)........ 0, 6 in Wasser (25"C)....... 20, 0
Dies kühlt man auf 0 bis 5 C.
NaNO2 0, 2 ä in kaltem Wasser (0 bis 5 C).... 41, () wird zugesetzt.
Nachdem die Diazotierung vollständig ist (etwa 30 Alinuten), wird das Ganze abgepuf- fert mit Natriumacetat 0, 6 Gewichtsteile gelöst in Wasser 10, 6"
Offensichtlich können die Beispiele beliebig vermehrt werden, ohne von dem Umfang der Erfindung abzuweichen. Wie bereits er wähnt, kann die Erfindung, die f r die Erzeugung von Emulsionsdruckpasten besonders geeignet ist, offensichtlich zur Erzeugung von andern Emulsionen benutzt werden, in denen die Emulsion das Reaktionsprodukt eines wasserlöslichen und eines wasserunlös- lichen Reaktionsteilnehmers zu enthalten hat.
Die kontinuierliche Phase muss offen- sichtlich so gewählt sein, da¯ sie der Wirkung von Säure, Alkali oder andern Chemikalien, die man bei der Herstellung der Druckpasten benutzt, widersteht. Das ge wählte Lösungsmittel oder Lösungsmittel- gemisch mu¯ mit Wasser nicht mischbar sein, obwohl die Gegenwart von kleinen Mengen mit Wasser mischbarer Lösungsmit- tel in einer mit Wasser nicht mischbaren Mischung zulÏssig ist. Die gelöste Substanz soll in dem Lösungsmittel genügend filmbildend sein, um der Bildung einer zufriedenstellenden Emulsion fähig zu sein. Die meisten wasserunlöslichen Filmbildner können benutzt werden, unter diesen zum Beispiel verkochte Íle, l¯sliche Schwermetallseifen, Na turharze, wie z. B.
Dammar, Kunstharze, wie z. B. Alkyd-, hydrophobe Harnstoff-, Cumaron-und Indenharze, Zelluloseester, z. B. Zelluloseacetat und Zellulosenitrat, Zelluloseäther, z. B. Benzyl-und Athylzellulose, Natur-und künstlicher Gummi und Gummiderivate.
Es ist natürlich wünschenswert, dass die äussere Phase auf ein Minimum gehalten wird und dass die filmbildende Substanz so niedrig wie möglich gehalten wird. Mengen über Åa % neigen zum Herabsetzen des Farbwertes infolge Färbung der Substanz.
Der hier benutzte Ausdruck"organisches filmbildendes Mittel"bedeutet ein Material, das genügend filmbildend ist, um eine beständige Wasser-in-Lack-Emulsion zu erzeugen.