CH222613A - Verfahren zur Umstellung eines für Dieseltreibstoffe gebauten Selbstzündmotors auf Betrieb mit Flüssiggas. - Google Patents

Verfahren zur Umstellung eines für Dieseltreibstoffe gebauten Selbstzündmotors auf Betrieb mit Flüssiggas.

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CH222613A
CH222613A CH222613DA CH222613A CH 222613 A CH222613 A CH 222613A CH 222613D A CH222613D A CH 222613DA CH 222613 A CH222613 A CH 222613A
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CH
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Inventor
Robert Bosch Gesellsch Haftung
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Bosch Gmbh Robert
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K9/00Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Combustion & Propulsion (AREA)
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  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description


  Verfahren zur Umstellung eines für     Dieseltreibstoffe    gebauten     Selbstzündmotors     auf Betrieb mit     Flüssiggas.       Es ist bekannt,     Selbstzündmotoren    derart  umzubauen, dass sie mit Flüssiggas betrieben       w3rden    können. Hierbei wurde das Flüssiggas  meist gasförmig in das     Luftzuleitungsrohr     des Motors eingelassen. Das     Verdichtun.gsver-          häl;tnis    in den Motorzylindern wurde dabei  so weit herabgesetzt,     da.ss    bei dem nun als  Gemischmotor     betriebenen    Motor keine  Selbstzündungen mehr zu befürchten waren.

    Der Motor benötigte dann eine     Fremdzünd-          anla.ge.    Um eine solche Batterie- oder     Ma-          gnetzündanlage    zu vermeiden, hat man auch  bereits vorgeschlagen, den Motor als     Selbst-          zündmotor    mit     Flüssiggaseinspritzung    unter  Beibehaltung des für     Gasölbetrieb    passenden       Verdichtungsverhältnisses    zu betreiben.

   Da  jedoch die verhältnismässig niedrige     Cetan-          zahl    des Flüssiggases gegenüber Gasöl ,dem  Betrieb als     Selbstzündmotor        Schwierigkeiten     entgegenstellt, wurde dabei zur Verbesserung  der Zündeigenschaften dem einzuspritzenden  Flüssiggas eine leichter entzündbare Gasöl-    menge beigemischt. Auf diese weise liessen  sich etwa     2(3    des Gasöls durch Flüssiggas er  setzen. Die Erfindung bezweckt, den beim       Flüssiggasbetrieb    für die Selbstzündung be  nötigten     Gasölanteil    noch weiter zu verrin  gern, so dass noch mehr Gasöl eingespart  wird.

   Dies kann gemäss der Erfindung da  durch erreicht werden, dass beim umgestell  ten Motor das Flüssiggas unter Druck durch  eine Einspritzpumpe in den Verdichtungs  raum des Motorzylinders     @so    spät während  des Verdichtungshubes eingespritzt wird, dass  es keine     Selbstzündung    herbeiführt, und so  früh, dass noch eine gute     Durchmischung    mit.

    der Ansaugluft möglich ist, während die  Zündung hervorgerufen wird durch eine zu  sätzliche, gegen Ende des     Verdichtun.gs-          hubes    erfolgende     Einspritzung    eines     zünd-          willigeren    Kraftstoffes in einer solchen  Menge, die bis zu einem Zehntel der einge  spritzten     Flüssiggasvollas        tmenge    beträgt.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs-      Beispiel einer Vorrichtung zur Durchführung  des Verfahrens dargestellt. 1 ist ein Diesel  motor üblicher Bauart und 2 seine zuge  hörige     Gasölei        vspritzpumpe,    die in nicht dar  gestellter Weise von der Kurbelwelle des  Motors angetrieben und welcher Gasöl aus  einem nicht dargestellten Behälter über eine  Leitung 3 zugeführt     -%i;

          ird.    Auf einem Zapfen  der Nockenwelle 4 der Einspritzpumpe 2 ist  ein Zahnrad 5 befestigt, das in ein gleich  grosses Zahnrad 6 einer zweiten     Einspritz-          pumpe    7 eingreift und diese hierdurch an  tieibt.     Der    Einspritzpumpe 7 wird Flüssig  gas aus einer nicht dargestellten Druck  flasche über eine Leitung 8 in flüssigem Zu  stand zugeführt. Von den beiden Einspritz  pumpen 2 und 7 führen zu jedem Zylinder  des Motors je eine Druckleitung 9 und 10.  Die Nockenwellen 4 und 11 der beiden mit  gleicher Drehzahl umlaufenden Einspritz  pumpen sind derart angeordnet, dass für  jeden Arbeitshub eines Motorzylinders je  eine Einspritzung über das ihm zugeordnete       Druckleitungspaar    9 und 10 erfolgt.

    



  Die     Gasöleinspritzpumpe    2 hat ein     För-          dermengenverstellgiied    (Regelstange) 12, das  auf eine unterhalb der für den     Leerlaufbe-          trieb        benötigten,    zweckmässig die kleinstmög  liche Einspritzmenge eingestellt ist, die von  der Pumpe noch zuverlässig gefördert wer  den kann.

   Dagegen wird bei der     Einspritz-          pumpe    7     deren        Fördermengenverstellglied    13  willkürlich oder     selbsttätig    stets so verstellt,  dass eine der jeweiligen Belastung des Mo  tors entsprechende     Flüssiggasmenge    durch  die Leitung 10 zum Motorzylinder gefördert  wird. Die je Hub durch die Leitungen 9 und  1.0 fliessenden Kraftstoffmengen sind also  verschieden voneinander. Bei Vollast kommt  man beispielsweise bei der von der Pumpe 2  geförderten     Gasölmenge    mit einem Zehntel  der von der Pumpe 7     geförderten        Flüs6iggas-          menge    aus.

    



  Die     Nockenwellen    4 und 11 sind bei den       beiden    Pumpen 2 und 7 so zueinander einzu  stellen, dass die von den Pumpen geförderten       Einspritzmengen    nicht genau zur selben Zeit  durch das     Druckleitungspaar    9. 10 in     den       zugehörigen Motorzylinder gelangen.

   Viel  mehr soll die von der Pumpe 7 geförderte       Flüssiggasmenge    den     Brennraum    des Motor  zylinders eher erreichen als die von der  Pumpe 2 eingespritzte     Gasölmenge.    Die Ein  spritzung des Flüssiggases soll nämlich so  früh erfolgen, dass schon eine gute Mischung  mit der im Motorzylinder befindlichen An  saugluft stattgefunden hat, wenn die Ein  spritzung des sich an den hochverdichteten  Ladung entzündenden     Gasölstrahls    beginnt.

         Anderseits    darf das Flüssiggas aber auch  nicht     derart    früh     eingespritzt    werden, dass  es sich insbesondere bei warmem Motor, trotz  der geringen     Cetanzahl    an der hochverdichte  ten Luftladung selbst entzünden könnte, be  vor das Gasöl eingespritzt ist;

   das Flüssiggas  ist also so spät während des Verdichtungs  hubes einzuspritzen, dass es nicht zu     Selbst-          zündungen    führt.     Andereeits    soll es, damit  eine möglichst gute     Durchmischung    mit der  im Motorzylinder     eingeschlossenen    Luft  ladung stattfindet, so früh eingespritzt wer  den, wie es diese     Selbstzündgrenze        zulässt.     



  Bei dem dargestellten Ausführungsbei  spiel hat beider Umstellung auf Flüssiggas  betrieb die für den     reinen        Gasölbetrieb    bereits  vorhandene     Gasölpumpe    2 ihre Anordnung  am Motor 1 beibehalten, und es ist zusätzlich  eine besondere     Flüssiggaseinspritzpumpe    7  angebaut worden. In einem solchen Fall  braucht bei der Umstellung der     Gasölein-          spritzpumpe    nur ihre Regelstange 12 auf die  kleinste Fördermenge eingestellt zu werden.

    Diese Stellung kann dann die     Regelstange,     ausser beim     Anlassen    des Motors, immer bei  behalten, und der vorhandene, mit der Regel  stange 12 verbundene Regler kann unter Um  ständen sogar für die Einspritzpumpe 7 über  nommen werden.  



  Es ist aber auch, abweichend von dem       beschriebenen    Beispiel, möglich, die am Die  selmotor vor seiner Umstellung auf     FlüGsig-          gas-Gasöl-Betrieb    allein vorhandene Gasöl  einspritzpumpe 2     nach    der Umstellung für  die     Flüssiggaseinspritzung    zu benutzen und  eine besondere kleine Pumpe für die Ein  spritzung der kleinen     Gasölmenge    zu ver-      wenden, die     ,gegebenenfalls    an die     erst-          erwäh.ntePumpe    angebaut     werdenkann;

      oder  man könnte auch eine besondere Pumpe für  die Einspritzung sowohl von Flüssiggas als  auch von Zündöl neu anordnen. Natürlich  könnte man auch den     Selbstzündmotor    von  vornherein für die Einspritzung von Flüssig  gas und Gasöl     s.o    bauen, wie dies oben be  schrieben ist. Ein solcher Motor wäre dann  jederzeit leicht umstellbar auf reinen Gasöl  betrieb. Die beiden Leitungen 9 und 10 kön  nen in eine einzige oder in mehrere am  Motorzylinder vorgesehene Düsen münden.  



  Bei Fahrzeugmotoren und andern Moto  ren mit kleinem     Brennraum    ist die     Gasölein-          spritzmenge    nach unten begrenzt durch die       kleinste,    von der Einspritzpumpe noch regel  mässig förderbare Einspritzmenge, während  bei Grossmotoren die benötigte     Gasölmenge     durch die     Forderung        bestimmt    wird, dass  durch die     eingespritzte        Gasölmenge    die im  Zylinder     eingeschlossene    Ladung ausreichen.  rasch entflammt werden muss.

   Bei diesen  Grossmotoren wird dementsprechend die ein  gespritzte     Gasölmenge    erheblich kleiner als  ein Zehntel der bei Vollast eingespritzten       Flüssiggasmenge    sein können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Umstellung eines Selbst zündmotors, der zum Betrieb mit Dieseltreib- Stoffen gebaut ist, auf den Betrieb mit Flüs siggas unter Beibehaltung des ursprüng lichen Verdichtungsverhältnisses, dadurch gekennzeichnet, dass beim umgestellten Motor das Flüssiggas untrer Druck durch eine Ein spritzpumpe in den Verdichtungsraum des Motors während des Verdichtungshubes so spät eingespritzt wird, dass es keine Selbst zündung herbeiführt, und so früh, @dass noch eine gute Durchmischung mit der Ansaugluft möglich ist, während die Selbstzündung her vorgerufen wird durch eine zusätzliche,
    gegen Ende des Verdichtungshubes erfol gende Einspritzung eines zündwilligeren Kraftstoffes in einer solchen Menge, die bis zu einem Zehntel der eingespritzten F'lüssig- gasvollastmenge beträgt. UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu der vorhandenen Dieselkraftstoffeinepritzpumpe, die auf ihre kleinstmögliche Einspritzmenge eingestellt wird, eine zweite Einspritzpumpe vorgesehen wird, mit der das Flüssiggas ein gespritzt wird.
CH222613D 1940-05-15 1941-05-06 Verfahren zur Umstellung eines für Dieseltreibstoffe gebauten Selbstzündmotors auf Betrieb mit Flüssiggas. CH222613A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE973376C (de) * 1948-10-02 1960-02-04 Heinrich Lanz Ag Mit innerer Gemischbildung arbeitende Brennkraftmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE973376C (de) * 1948-10-02 1960-02-04 Heinrich Lanz Ag Mit innerer Gemischbildung arbeitende Brennkraftmaschine

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