CH222622A - Einrichtung zur thermischen Regelung des Kältemittelumlaufs bei Kälteanlagen. - Google Patents
Einrichtung zur thermischen Regelung des Kältemittelumlaufs bei Kälteanlagen.Info
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Description
Einrichtung zur thermischen Regelung des Kältemittelumlaufs bei Kälteanlagen. Die Regelung der Kältemittelmenge, die in den Verdampfern von Kältemaschinen ver dampft werden soll, erfolgt bei automatisch arbeitenden Anlagen im allgemeinen durch Schwimmerventile, Druckregler oder ther- mostatische Expansionsventile. Die vielen Vorteile, die die thermostatisch arbeitenden Expansionsventile besitzen, haben diesen Ventilen eine Vorranstellung eingeräumt. Diese haben jedoch den Nachteil, dass ein erheblicher Temperaturunterschied zwischen der Kontrollstelle des temperaturempfind lichen Fühlers dieses Ventils und der Ver- dampfungstemperatur des Kältemittels im Verdampfer notwendig ist, um die Regelung zu bewirken. Damit steht im Zusammen hang, dass man derartige Ventile nur für so genannte trockene Verdampfer anwenden konnte, bei denen ein Umlaufen des Kälte mittels im Verdampfer nicht stattfindet und das Kältemittel um mehrere Grade überhitzt wird, bis es zum Fühler gelangt. Aus diesen Gründen ist bei Anwendung der ther- mostatischen Ventile nur eine schlechte Ausnutzung der Verdampfer möglich. Eine Regelung, die nach dem thermischen. Prinzip arbeitet und trotzdem die Anwendung von überfluteten Verdampfern oder solchen Ver dampfern gestattet, in denen selbst praktisch keine Temperaturunterschiede auftreten, würde zu einer erheblichen Verbesserung des Wärmeüberganges und damit der Ver dampfer selbst führen. Man hat zur bes seren Ausnutzung der Verdampfer noch so gennannte Nachverdampferschlangen vorge sehen, in denen das Kältemittel überhitzt wird. Wenn diese Schlangen jedoch wirksam sein sollen, müssen sie verhältnismässig gross ausgeführt werden. Die Erfindung, die eine Einrichtung zur thermischen Regelung des Kältemittelum- laufs bei Kälteanlagen betrifft, besteht darin, dass die Kältemitteldämpfe nach ihrem Austritt aus dem Verdampfer im Wärme- Austausch mit .dem vom Kondensator kom menden flüssigen Kältemittel stehen, bevor sie zur Temperaturkontrollstelle des von ihnen thermisch betätigten Steuerorgans ge langen. Diese Massnahme hat den Vorteil, dass die Saugdämpfe bis nahe an die Kon densationstemperatur vorgewärmt werden können und für die Regelung ein weiter Temperaturbereich zur Verfügung stehen kann. Ausserdem ermöglicht die Erfindung den Vorteil, dass Flüssigkeitstropfen, die in dein Verdampfer noch nicht verdampft sind, mit abgesaugt und bei dem genannten Wärmeaustausch nachverdampft werden. Auf diese Weise ist eine restlose Ausnutzung dt,; Verdampfers ermöglicht und trotzdem der für den Regler notwendige Temperatur- lwreicii sichergestellt. Gleichzeitig wird da bei das flüssige Kältemittel vorgekühlt. Es ist zwar bereits bekannt, das flüssige Kälte mittel vor dem Eintritt in das Expansions ventil durch die aus dem Verdampfer abge saugten Dämpfe vorzukühlen. Bei diesen be kannten Anoi-dnuugen wurde aber stets der Temperaturfühler in der üblichen Weise nin Verdampfer angeordnet, so dass der Ver dampfer wie eingangs beschrieben, unvoll ständig ausgenutzt wurde und die regelteeli- nischen Vorteile der Erfindung nicht ein traten. Bei Verwendung verschiedener Kälte mittel, zuni Beispiel des Kälti niittt@l; Frigen, tritt durch diese Nutzbarmachung des über hitzten Dampfes zur Vorkühlung des flüs sigen Kältemittel: auch noch eine Verbes serung des Wirkungsgrades und der Leistung der Anlage ein. Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zciclinung darge stellt. In den Stutzen 1 treten die vom Ver dampfer kommenden Kältemitteldümpfe ein, streichen durch den Innenraum 5 des Wärmeaustauschers und werden durch den Stutzen 2 vom Kompressor der Kälte maschine abgesaugt. Im Gegenstrom dazu wird durch den Doppelmantel 6 das vom Kondensator kommende flüssige Kälte- mittel geleitet. Dieses tritt durch den Stutzen 3 ein und verlässt durch die Leitung 4 den Doppelmantel in Richtung auf das Expan sionsventil 7 und den nicht gezeichneten Verdampfer. Der temperaturempfindliche Fühler 8 des das thermisch betätigte Steuerorgan bildenden Expansionsventils 7 wird zweck mässig etwa an der Mitte des dort freigeleg ten Innenmantels des Wärmeaustauschers angebracht oder in den Wärmeaustauscher hineingelegt und nimmt daher praktisch die Temperatur an, die das dampfförmige Kälte mittel an .dieser Stelle hat. Letzteres wird also von den Dämpfen betätigt. Wenn der Kältemittelzustrom im Verhältnis zu der abzuführenden Wärmemenge zu gering ist, wird das Kältemittel an der Einbaustelle des temperaturempfindlichen Fühlers, also an der Temperaturkontrollstelle, stark über hitzt. Ist dagegen die abzuführende Wärme menge gering und der Kältemittelzustrom im Verhältnis dazu zu gross, so nimmt das Kältemittel den Zustand des 8attdampfes an. lin letzten Falle wird der Fühler das Ventil schliessen, damit der Zustrom des Kältemittels zum Verdampfer gedrosselt wird. Bei zunehmender Überhitzung wird da gegen das Ventil 7 mehr und mehr geöffnet, so dass der Verdampfer stets bis zum Wärme- austauscher mit nassem Dampf angefüllt und voll ausgenützt ist. Der temperaturempfindliche Fühler 8 kann ausserdem auf dem Innenmantel ver stellbar angeordnet sein, um ihn in bestimm ten Grenzen der Einwirkung verschiedenen Überhitzungstemperaturen der Dämpfe aus setzen zu können. Um einen besseren Wärmeübergang zwi schen den Kältemitteldämpfen und dem flüssigen Kältemittel im Wärmeaustauscher zu erreichen, wird zweckmässig die Wärme austauschfläche auf der Dampfseite durch Raschig-Ringe, die in den Raum 5 einge bracht sind, vergrössert; die Ringe sind zweckmässig untereinander und mit der Wandung gut wärmeleitend, z. B. durch Feuerverzinken, verbunden. Der Ausgangs- stutzen 2 der $ältemitteldämpfe kann zweckmässig als Schmutzfänger ausgebildet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur thermischen Regelung des Kältemittelumlaufs bei Kälteanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kältemit- teldämpfe nach ihrem Austritt aus dem Verdampfer im Wärmeaustausch mit dem vom Kondensator kommenden flüssigen Kältemittel stehen, bevor sie zur Tempera- turkontrollstelle des von ihnen thermisch betätigten Steuerorgans gelangen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Wärmeaustauscher, der von den Kältemittel-dämpfen einerseits und dem flüssigen Kältemittel anderseits im Gegenstram durchströmt ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der temperaturempfindliche Fühler des Steuerorgans auf dem teilweise freigelegten Innenmantel des Wärmeaustauschers ver stellbar angeordnet ist, um ihn der Ein wirkung verschiedener Überhitzungstempe- raturen der Dämpfe aussetzen zu können.3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Wärm-eaustauschfläche auf der Dampfseite des Wärmeaustauschers durch Raschig-Ringe vergrössert ist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeich net, dass die Ra.schig-Ringe mit dem Innen mantel des Wärmeaustauschers durch Ver zinken in gut wärmeleitende Verbindung ge bracht sind. 5. nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgangsstutzen der Dämpfe aus dem Wärmeaustauscher als Schmutzfänger ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE222622X | 1940-11-25 |
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| CH222622A true CH222622A (de) | 1942-07-31 |
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ID=5846286
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|---|---|---|---|
| CH222622D CH222622A (de) | 1940-11-25 | 1941-07-16 | Einrichtung zur thermischen Regelung des Kältemittelumlaufs bei Kälteanlagen. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH222622A (de) |
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1941
- 1941-07-16 CH CH222622D patent/CH222622A/de unknown
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