CH222638A - Elektrische Entladungsröhre und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre und Verfahren zu deren Herstellung.

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CH222638A
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Description


  Elektrische Entladungsröhre und Verfahren zu deren Herstellung.    Die Erfindung bezieht sich auf eine elek  trische Entladungsröhre mit einer mit einem       Alkalioxyd    überzogenen Elektrode sowie min  destens einer aus Silber bestehenden Elek  trode, z. B. auf Entladungsröhren, die mit  einer photoelektrischen Kathode, Sekundär  emissionselektroden usw. versehen sind, wie  Photozellen,     Ikonoskope,    Vervielfachungsröh  ren, Bildtransformatoren und     dergl.     



  In diesen Röhren ist stets ausser der photo  elektrischen Kathode eine Anzahl von wei  teren Elektroden vorhanden, wie Anoden,       Sammelelektroden,        Schirme    usw.; zu bestimm  ten Zwecken werden aus Silber bestehende  Elektroden benutzt, die z. B. als ein Spiegel  auf der Wand angebracht sind. Bei der Her  stellung der photoelektrischen Kathode in  derartigen Röhren wird in einer Sauerstoff  entladung die Unterlage für diese Elektrode,  z. B. Silber, oxydiert.

   Die Angabe     "Entla-          dung    in Sauerstoff" oder     "Sauerstoffentla-          dung"    bedeutet, dass ein wenig     Sauerstoff    in    die Röhre     eingeführt    wird, wonach dieser       Sauerstoff    mit Hilfe eines innerhalb oder  ausserhalb der Röhre erzeugten elektrischen  Feldes ionisiert wird.

   Dann wird ein aktives  Metall, insbesondere Cäsium,     hinübergedampft;     dieses Cäsium schlägt sich aus dem Dampf  auf der oxydierten     Silberoberfläche    nieder und  bildet dabei     Cäsiumoxyd;    schliesslich wird dann  diese Elektrode zu einer photoelektrischen  Kathode aktiviert.

   Insbesondere wenn sich  zwischen der in der Röhre vorgesehenen     Cä-          siumquelle    und der herzustellenden Elektrode  Elektroden der obenerwähnten Gattung, wie  Sammelelektroden und     dergl.    befinden, tritt  bei dem oben beschriebenen Verfahren nicht  nur Bildung einer photoelektrischen Kathode  an der dazu gewünschten Stelle -auf, sondern  auch in der Nähe der Elektroden, die sich  ferner in der Röhre befinden und dazu be  stimmt sind, eine andere Aufgabe zu erfüllen.  Kurz, es bilden sich     lichtempfindliche    Ober  flächen an unerwünschten Stellen in der Röhre.      Ferner kann die genaue Dosierung des Cä  siums auf der gewünschten Elektrode sehr  erschwert werden.  



  Diese Nachteile lassen sich durch Anwen  dung von     nichtoxydierbaren        141etallen,    z. B.  von Metallen der Platingruppen, vermeiden.  Dies hat jedoch den Übelstand, dass aus wirt  schaftlichem oder technischem Gesichtspunkt  die Herstellung derartiger     Röhren        schwierig    ist.  



  Die vorliegende     Erfindung        schafft    nun eine  andere Lösung des gestellten     .F'roblems    - eine  Röhre gemäss der Erfindung weist     eine    mit       Alkalioxyd    überzogene Elektrode, sowie eine  oder mehrere Elektroden auf, die z. B. als       Sammelelement    oder zur     Abschirmung    dienen  und zu diesem Zweck aus Silber bestehen.

    Diese Elektroden sind nun     oberflächlich    mit  einer     äusserst    dünnen Schicht aus einem     Sili-          ziumoxyd        überzogen.    Diese Oxyde sind sehr  stabil,     adsorbieren    sehr wenig     Alkaliinetall,     binden dieses Metall auch nicht chemisch und  können in einer derart dünnen Schicht auf  gebracht werden, dass sie für Elektronen  durchlässig, für Ionen jedoch     undurchdring-          bar    sind. Bei dem Ausdruck "äusserst dünn"  ist an Stärken von der     Cxrössenordiiurig    von  0,01     Mikron    und weniger zu denken.  



  Die hier     beschriebene    Schicht kann auf  bekannte     Weise,    z. B. durch     Aufdampfen        von     einer aus hochschmelzendem Material, z. B.  Wolfram, bestehenden Spirale ab, aufgebracht  werden. Es kann jedoch     finit    Vorteil. das fol  gende Verfahren angewendet werden: Auf die  Oberfläche einer aus Silber bestehenden Elek  trode wird eine Lösung von     Ätliylortlioeilik@it-          ester    aufgebracht, z. B. in der Weise, dass  diese Elektrode mit dieser Lösung übergossen,  bestrichen oder bespritzt wird.

   Nach dein Auf  bringen wird bei etwa<B>1001</B> C getrocknet,  wobei sich dieser Ester zersetzt und eine  äusserst dünne Schicht     Siliziunidioxyd    zurück  bleibt. Dieses Verfahren hat den Vorzug,     dali     die Schicht auf einfache Weise vor oder nach  der     1%lontage    oder dem Anbringen (auf der  Wand) der Elektroden in der Röhre vorge  sehen werden kann und kein Verfahren zum  Verdampfen im Vakuum im Innern der     Ent-          ladungsröhre_erforderlich    ist.    Bei Anwendung der hier beschriebenen  Mittel ist eine bessere Dosierung des Cäsiums  in derartigen Röhren möglich.  



  Der Erfindungsgegenstand wird nach  stehend an Hand einer Zeichnung näher er  läutert, in der eine beispielsweise Ausführungs  form einer Röhre gemäss der vorliegenden  Erfindung, im vorliegenden Fall ein     Hionoskop,     schematisch dargestellt ist.  



  Eine derartige Röhre besteht aus einem  Teil 1, in dem sich die Kathode und die Hilfs  elektroden befinden, und aus einem Teil 2, in  dem der     Mosaikschirm    angeordnet ist. In der  Figur sind schematisch dieser Schirm 3, ferner  die Kathode 4 und die     zylinderförmigen    Elek  troden 5 und 6, die als Wandbeläge ausge  bildet sein können und aus Silber bestehen,  dargestellt. ES können sich in der Röhre meh  rere andere Elektroden befinden, z. B. ein       Welineltzylinder,        iweitere        Sammelelektroden     usw.; diese sind jedoch in der vorliegenden       Zeichnung    nicht dargestellt.

   Bei 7 ist eine       Cäsiumpastille    dargestellt, mit deren Hilfe  der Mosaikschirm 3 zu aktivieren ist. Das  verdampfte Cäsium hat dabei die Elektroden  5 und 6 zu passieren und könnte von diesen  Elektroden     adsorbiert    und auch chemisch ge  bunden werden, wodurch eine gute Dosierung  des Cäsiums nicht möglich sein würde. Um  dies zu vermeiden, sind die Elektroden 5 und 6  mit einer Schicht aus     Siliziumdioxyd    über  zogen; es findet infolgedessen keine     Adsorp-          tion    oder chemische Bindung des Cäsiums  statt und der Mosaikschirm kann auf richtige  Weise     formiert    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: 1. Elektrische Entladungsröhre mit einer mit einem Alkalioxyd überzogenen Elektrode, sowie mindestens einer aus Silber bestehen den Elektrode, dadurch gekennzeichnet, dass diese Elektrode mit einer äusserst dünnen Schicht aus einem Siliziumoxyd überzogen ist. 11. Verfahren zur Herstellung der elektri schen Entladungsröhre nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Silber bestehende Elektrode mit einer Lösung von Äthylorthosilikatester überdeckt und dieser Stoff bei etwa 100 C getrocknet und zer setzt wird.
    UNTERANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Siliziumoxydschicht nicht grösser als 0,01 Mikron ist.
CH222638D 1939-08-24 1941-02-18 Elektrische Entladungsröhre und Verfahren zu deren Herstellung. CH222638A (de)

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GB546583A (en) 1942-07-20
DK61570C (da) 1943-11-15
BE440589A (de) 1941-03-31

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