Schaltungsanordnung für Leitungswähler in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen. Um in steuerschalterlosen Leitungswäh lern, bei welchen alle Schaltvorgänge aus schliesslich durch Relais und einige Wähler kontakte eingeleitet werden, die Zahl der Re- lais herabzusetzen, ist es bekannt, dieselben Relais zum Einleiten oder Durchführen meh rerer Schaltvorgänge heranzuziehen, Sollen über derart geschaltete Leitungs wähler nicht nur unmittelbar angeschlossene Teilnehmer erreicht, sondern auch. Verbin dungen zu Teilnehmern hergestellt werden,
die zu Gruppen zusammengefasst über an die Leitungswähler angeschlossene Verbindungs leitungen und .den Leitungswählern nachge ordnete Nummernstromstossempfänger, die sich beispielsweise in einem Unteramt befin den können, erreichbar sind, so treten eine ganze Anzahl besonderer Betriebsbedinü zn- gen auf. Bei einer solchen Verbindung ist nach Beendigung der Einstellung des Lei- tungswählers durch Nummernstromstösse die Aussendung von Rufstrom zu unterbinden.
Nummernstromstösse müssen über die Schalt arme des Leitungswählers weitergegeben wer den. Eine freie .der zu der Gruppe von Teil nehmern führenden Verbindungsleitungen ist in freier Wahl zu suchen, was mit hoher Schrittgeschwindigkeit des Leitungswählers erfolgen muss. Die hohe Schrittgeschwindig keit des Leitungswählers bei der Auswahl einer Verbindungsleitung ist erforderlich, um die Fehlverbindungen zu vermeiden, die ein treten, wenn vor Bereitstellen eines dem Lei tungswähler im Verbindungswege nachgeord neten Nummernstromstossempfängers die zu dessen Einstellung ausgesandten Nummern- stromst6sse im Leitungswähler aufgenommen werden.
Die Verzögerung des Prüfens einer gewählten, unmittelbar am Leitungswähler angeschlossenen Teilnehmerleitung, welche einen Anruf, also eine Belästigung des ge wählten Teilnehmers verhindert, falls der an rufende Teilnehmer nach -der Nummernwahl auf die Verbindung verzichtet, darf bei Wahl einer Verkehrsrichtung, in welcher Verbin dungen über dem Leitungswähler nachgeord nete Nummernstromstossempfänger verlaufen, nicht eintreten. Sind die den Leitungswäh lern nachgeordneten Wähler nicht mit einer Rufeinrichtung ausgerüstet, dann ist des weiteren nach beendeter Nummernwahl Ruf strom im Leitungswähler anzulegen.
Diese besonderen Betriebsbedingungen erfordern einen Mehraufwand an Schaltmit teln, besonders an Relais im Leitungswähler. Sie wären verhältnismässig einfach zu .erfül len, wenn für jede der besonderen Betriebs bedingungen besondere Steuerrelais verwen det werden könnten, was aber aus betriebs technischen Gründen in den meisten Fällen nicht durchführbar ist. Die erhebliche Zahl der besonderen Relais würde einen solchen Raum im Relaissatz beanspruchen, dass für die Leitungswähler besondere Gestelle ver wendet werden müssten, in denen die Wähler einen solchen Abstand voneinander haben, dass genügend Platz für die erheblich mehr Raum beanspruchenden Relaissätze vorhan den ist.
Ein Mehraufwand an Vielfachkabeln und ein grösserer Raumbedarf der I.eitungs- wählergestelle wäre die Folge. Letzteres fällt besonders in grösseren Wählervermittlungs stellen ins Gewicht, da es dann öfter erfor derlich werden dürfte, die Leitungswähler- gestelle in mehr Reihen anzuordnen, als die Gestelle mit Leitungswählern, über die nur unmittelbar angeschlossene Teilnehmer er reichbar sind.
Der Mehraufwand .der beson deren Schaltmittel, die anormale Grösse der Gestelle, der Kabelmehrbedarf und der grö ssere Platz verteuern aber die Anlage erheb lich -und wirken sich dadurch auch ungünstig auf die Wirtschaftlichkeit aus. Zu beachten ist des weiteren, dass, je grösser,die Zahl der Steuerrelais eines Leitungswählers ist, auch die Überwachung schwieriger und die Zahl der möglichen Störquellen vergrössert wird.
Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, die Zahl der zusätzlichen Schaltmittel, beson ders an Relais, so klein als nur irgend möz- lich zu halten, wenn über steuerschalterlose Leitungswähler nicht nur unmittelbar ange schlossene Teilnehmer, sondern auch Grup pen von Teilnehmern erreicht werden, die über einige Verbindungsleitungen an die Leitungs wähler angeschlossen sind, den Leitungs- wählern in den Verbindungswegen also noch Nummernstromstossempfänger nachgeordnet sind.
Die Erfindung ermöglicht nun, die Zahl der zusätzlichen Schaltmittel dadurch klein zu halten, dass Betriebsbedingungen bei Ver bindungen zu unmittelbar an den Leitungs wähler angeschlossenen Teilnehmern erfül lende Relais auch zur Erfüllung besonderer Betriebsbedingungen bei Verbindungen über einen dem Leitungswähler nachgeordneten Nummernstromstossempfänger mit herangezo gen werden.
Ermöglicht wird dieses dadurch, dass ein Teil von nach Einstellen eines Lei tungswählers auf eine Verbindungsleitung wirksam werdenden Schaltmitteln ein nach Wahl eines unmittelbar an den Leitungswäh ler angeschlossenen Teilnehmers den Prüf stromkreis verzögert schliessendes Relais un verzüglich zur Wirkung bringt und ein ande rer Teil jener Schaltmittel das Relais, welches bei einer Verbindung zu dem genannten Teil nehmer infolge verzögerten Ankerabfalles die Prüfzeit bestimmt, sowie den ersten Ruf si chert, iderart beeinflusst, dass dieses Relais bereits nach einer Zeit abfällt,
die nur die Prüfung der erreichten Verbindungsleitung ermöglicht, und bei deren Sperrung, ohne An kerabfall arbeitend, die Weiterschaltung des Leitungswählers auf eine andere Verbin dungsleitung mit einer Schrittgeschwindig keit veranlasst, die höher ist als diejenige, die durch Nummernstromstösse bewirkt wird.
Bei besonderer Ausgestaltung der Erfin dung kann das Relais, welches bei einer Ver bindung zu einem unmittelbar an den Lei tungswähler angeschlossenen Teilnehmer den ersten Ruf sichert, auch bei einer Verbindung, die über mindestens einen; dem Leitungs- wähler nachgeordneten Nummern8tromstoss- empfänger verläuft, den ersten Ruf herbei führen.
Die Abfallzeit des Relais, welches bei einer Verbindung zu einem unmittelbar an den Leitungswähler angeschlossenen Teil nehmer die Prüfzeit bestimmt, kann durch das Relais beeinflusst werden, dass die Über tragung von Nummernstromstössen über den Leitungswähler ermöglicht.
Wenn das bei einer Verbindung zu einem unmittelbar an den Leitungswähler ange schlossenen Teilnehmer die Prüfzeit bestim mende und den ersten Ruf sichernde Relais als Stromstosserzeugungsrelais benutzt wird, wird die Anwendung eines besonderen Strom stosserzeugers für die schnelle Fortschaltung des .Leitungswählers vermieden. Wirkt das genannte Relais auch bei der Auswahl einer freien Mehrfachanschlussleitung und der Ein stellung des Leitungswählers in die Ruhelage ebenfalls durch Erzeugung der Stromstösse für die selbsttätige Fortschaltung des Lei tungswählers mit,
so sind besondere Schalt mittel zur lokalen Erzeugung von Strom stössen, oder mehreren Leitungswählern ge meinsame Stromstosserzeuger überhaupt nicht erforderlich. Bei der Auswahl einer freien Mehrfachanschlussleitung, während welcher eine sehr schnelle Fortschaltung des Leitungs wählers nicht erforderlich ist, weil nachge ordnete Nummernstromstossempfänger nicht einzustellen sind, kann das Steuerrelais mit Ab fallverzögerung arbeiten.
Es kann dann nach Belegen einer freien Mehrfachanschlussleitung in derselben Weise wie nach Wahl eines Ein zelleitungsteilnehmers die Aussendung des ersten Rufes sichern.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungs beispiel der Erfindung, auf welches diese je doch nicht beschränkt ist. Im einzelnen kann die Steuerung der bei einer Verbindung zu einem unmittelbar an den Leitungswähler an geschlossenen Teilnehmer, sei es nun ein Ein zelteilnehmer oder ein Mehrfachanschlussteil- nehmer, Betriebsbedingungen erfüllenden Re lais, um diese zur Erfüllung besonderer Be triebsbedingungen bei einer Verbindung, die über mindestens einen, dem Leitungswähler nachgeordneten Nummernstromstossempfän- ger verläuft, heranziehen zu können, auch in anderer Weise erfolgen.
Um zu erläutern, wie besondere Betriebs- b < >dingungen bei einer Verbindung, welche über mindestens einen, dem Leitungswähler nachgeordneten Nummernstromstossempfänger verläuft, unter Heranziehung von Relais er füllt werden. die bei einer Verbindung zu einem unmittelbar an den Leitungswähler an geschlossenen Teilnehmer ,andere Betriebsbe dingungen erfüllen, wird nachstehend die Herstellung folgender Verbindungen beschrie ben: 1. Verbindung zu einem Einzelleitungs- teilnehmer, 2.
Verbindung zu einem Mehrfachan- schlussteilnehmer, 3. Verbindung zu einem Teilnehmer, der über einen dem Leitungswähler nachgeord netere Nummernstromstossempfänger erreicht wird.
Der dem Leitungswähler nachgeordnete 1\Tummernstromstossempfänger kann in demsel ben Amt wie der Leitungswähler, oder in einem andern Amt, z. B. einem Unteramt, angeordnet sein. <I>1.</I> Irerbindung <I>mit dem</I> unmittelbar <I>an den</I> Leitungsmähler LTIr1 angeschlossenen <I>Teilnehmer</I> Tn1.
Beim Belegen .des Leitungswählers LW1 durch einen,diesem vorgeordneten, nicht ge zeigten 'Gruppenwähler wird ,das Belegungs- relais Cl erregt: -I- in ,dem belegenden Gruppenwähler, Prüfrelais, Schaltarm und Kontakt des 'letzteren Kontakte 1c1, 21c (Kopfkontakt von LW1), Wicklung I des Relais Cl, -.
Das Relais Cl öffnet unter anderem den Kontakt lcl und schliesst den Kontakt 3c1. Die Wicklung I des Relais Cl liegt jetzt unabhängig vom Kopfkontakt 21c an der ankommenden Belebgungsader.
Zur Einstellung des Leitungswählers LWl wird an einer diesem vorgeordneten Stegle des Verbindungsweges bei der Über tragung jedes Strometosses -i- an die obere Sprechader angelegt und dadurch das Strom- stossempfangsrela.is El erregt: -f- an der vor geordneten Stelle ,des Verbindungsweges, obere Sprechader, Kontakt 6g1, Relais E1, Wicklung I, -.
Das Relais El überträgt diese Stromstösse auf den Hubmagneten Hlzvl: -f-, Kontakt 7e1, Wicklung I des Relais Y1, Kontakte 80, 9nal, 101v (Wellen kontakt des LIV1), Hubmagnet Hluil,
<I>-.</I> Der Leitungswähler LWl wird entsprechend den wirksam werdenden Stromstössen vor eine Kontaktgruppe gehoben. Während dieser Einstellung hält das Relais V1 seinen Anker angezogen, da es durch Schliessen des Kontaktes 11-v1 seine Wicklung<B>111</B> kurz schliesst:
-E-, Kontakte 11v1, 1291, Wick lung III des Relais Y1, -f-. Das Relais V1 erhält somit Abfallverzögerung.
Nach Beendigung der Gruppemwahl und längerem Öffnen des Kontaktes 7e1 fällt das Relais 1r'1 ab. Das Umsteuerrelais (TI spricht an: -f-, Kontakte 13k (beim 1. Hubschritt des Leitungswählers geschlossen), 14e1, 151v, 16v1, Relais LTl, Wicklung I, -.
Durch Öffnen des Kontaktas 8,u1 wird der Hub magnet Hlwl ausgeschaltet und dafür am Kontakt 171c1 der Drehmagnet Mull unter den Einfluss des Strom@stosskontaktes 7e1 ge bracht.
Nach Aufnahme dets ersten Strom stosses der nächsten Reihe und Öffnen der Kontakt < ." 157v und 16v1 wird das Relais (TI über seine Wicklung 1I erregt gehalten: -i-, Kontakte 13k, 14e1, 180, 1.9s1, Wicklung II des Relais (T1, Widerstand, 20, -.
Nach Beendigung der Stroinstossg@al)r#@ fällt, das Relais YI ab. Die Schliessung des Prüfstromkreises im Leitunggswähler wird eine kurze Zeit verzögert, um einen Anruf & s gewählten Teilnehmers Tzzl zii ve:
rmci- den, falls der anrufende Teilnehmer unmit- telba.r nach der NummernA,ahl (seinen Hand- apparat auflegen @sollte. Einige Zeit; nach Schliessen des Kontaktes 16v1 erhält das Re lais G1 vom Langsamunterbrecher LIT I einen Stromstoss:
+, Langsamunterbrccher LU1, Wicklung I des Relais G1, Kontakt.(, 2281, 23e1, 241v, 16v1, Wicklung 3 des Re lais U1, -.
Das Relais G1 öffnet unter an- derein den Kontakt 4g1 und legt dadurch seine eigene Wieklung 1I und die Wicklung II des Relais<B>81</B> in Reihe mit der Wicklung I des Relais Cl in die ankommende Bele- gungs@ader. Das Relais S1 spricht an. Das Relais <B>GI</B> wird gehalten.
Am Kontakt 22s1 wird der Erregerstromkreie über die Wick lung I des Relais G1 unterbrochen. Am Kontakt 25s1 wird der Prüfstromkreia ge schlossen, am Kontakt 19s1 erfolgt das Öffnen des Iladtestromkreisce für das Relais U1, dessen Wicklung 1I gleichzeitig am Kontakt 26s1 kurzg schlossen wird.
Das Re- lais U1 erhält durch diesen Kurzschluss eine starke Abfallverzögerung.
Bei Freisein der gewählten Teilnehmer leitung spricht das Prüfrelais PI an: -I-, Kontakte 18k, 14c1, 18u,1, 25s1, Wicklun gen I und II des Relais P1, Prüfarm und Prüfkontakt des lieitung8wählers, Trenn- retais T, -.
Das Relais P1 sperrt die ge wählte Leitung durch Schliessen seines Kon taktes 28p1. An den Kontakten 35p1 und 36p1 werden die Sprechadern durchge schaltet.
Die Abfdllverzögerung des Relais<B>UI</B> ist :so stark, dass sich sein Anker noch nach An sprechen des Relais P1 in der Arl).eitgla.ge befindet. Dadurch wird die Aussendung des ersten Rufes nach dem Freiprüfer ohne Auf- wendung eines besonderen Relais ermöglicht.
Das Relais E1 erhält vom Langsamunter- brecher LLT2 einen Stromstoss: -I-, Langsam- unterbrecher LU2, Wicklung III des B,e- lais 17l, Kontakt 35u1, Wicklung 1I des Relais E1, Kontakte 36x1, 37n1, 38a1_, <B>3991,</B> 40p1,
Drehmagnet Dlwl, -. Der Dreh- magnet Dlzvl wird in diesem Strom kreis nicht erregt. Der Kontakt 41e1 wird geöffnet und der Kontakt 42e1 wird gcscli@ossen. Über letztgenannten Kontakt wird die Rufstromduelle an,die obere Sprech ader angelegt.
Nach Beendigung des Stromstosses vom Langsamunterbrecher LU2 fallen die Relais El und TTl nacheinander ab. Durch Schliessen des Kontaktes 43u1 wird die Wicklung 1I des Rcilais El an die zum Rufschalter RS führende Ader angeschaltet. Der Rufschal ter RS legt in bestimmten Zeitabständen, z.
B. alle fünf oder zehn Sekunden + an die Wicklung 1I des Relais El an, so dass dieses Relais ansprechen und die Auseen:dung von Rufstrom veranlassen kann.
Meldet sich der Teilnehmer Tnl, so spricht,da.s Brückenrrelais Al im Mikrophon speisestromkreis an. Es unterbricht am Kon takt 38a1 den Stromkreis der Wicklung I1 des Relais E1, schaltet an den Kontakten 43a1 und 79a1 die Sprechadern durch und schliesst am Kontakt 45a1 einen Stromkreis über die Wicklung III .des: Relais V1. Durch Öffnen;
des Kontaktes 37v1 wird der Strom kreis über die Wicklung II des Relais El nochmals unterbrochen. Da dass. Relais V1 durch Überbrücken des Kontaktes:
45a.1 mit tels des Kontaktes 46v1 bis nach Abfall des Belegungsrelais C1 .gehalten wird, ist nach Schlussmiehengabe des Teilnehmers Tnl .die Anschaltung der Rufstromquellle verhindert.
Wenn nach Schluss der Verbindung der Teilnehmer<I>Tal</I> seinen Handapparat auflegt, fällt das Relais. A1 ,ab. Die Sprechadern werden aufgetrennt. Der Kontakt 38a1 im Stromkreis der Wicklung Il des, Relais EI wird geschlossen, was aber, wie eben erläu tert, ohne Bedeutung ist. Die Auslösung des Leitungswählers erfolgt nach Abschaltung des -f- Potentvä!ls von der ankommenden Be- legungsade,r. Es fahlen dann die Relais Cl, <B>GI</B> und S 1 ab.
Die Wicklung III des Relais V1 wird ausgeschaltet. Die Wicklung II des Prüfrelais P1 wird kurzgeschlossen. Das Relais All wird über seine Wicklung I ein geschaltet: -f-, Kontakte 48k, 49c1, Relais Ml, Wicklung I, -.
Das Relais M1 bereitet am Kontakt 50m1 den Stromkreis des Dreh magneten Dlwl vor. Dieser Stromkreis wird aber erst geschlossen, wenn das Relais P1 in Auswirkung des Kurzschlusses seiner Wicklung II :am Kontakt 52c1 abfällt und den Kontakt 21p1 schliesst:
-i--, Kontakte 50m.1, 53u1, 21p1, Drehmagnet Dlivl, <I>-.</I> Am Kontakt 54dlw1 wird die Wicklung I des Relais Z11 eingeschaltet, welches durch Öffnen des Kontaktes: 53u1 den eben erläu- terten Erregenstromkreie für den Dreh magneten Dlwl öffnet.
Das Relais U1 wird ausgeschaltet und ssehlliesst wieder den Strom kreis des Drehmagneten Dlwl. Die gegen seitige Aus- und Einschaltung von U1 und Dlwl wiederholt sich so lange, bis nach Überfahren der Kontaktreihe der Leitungs wähler in seine Ruhelage zurückbewegt wird, da sich dann ,
der Kontakt<I>487c</I> öffnet und das Relais Ml ausschaltet. Dass Relais U1 ar beitet während der Auslösebewegung des Leitungswählers LWl ohne verzögerten An kerabfall. Die Fortschaltung .des Leitungs wählers erfolgt also mit hoher Schritt geschwindigkeit. <I>2. Verbindung</I> mit <I>einem</I> Mehrfachanschluss- teilnehmer.
Wird der Leitungswähler auf den ersten Kontakt einer Kontaktgruppe eingestellt, an welche Anschlussleitungen eines Mehrfach anschlussteilnehmers angeschlossen sind, so. ist der Sammelkontakt skm geschlossen. Nach Abfall des während, .der Nummernwahl er regten Relais V1 wird das Relais Ml über seine Wicklung I erregt: -I-, Kontakte 67v1, skm, Relais M1, Wicklung I, -.
Am Kon takt 50m,1 wird der Stromkreis. des Dreh magneten Dlwl vorbereitet. Das Relais G1 wird durch einen Stromstoss vom Langsam unterbreehar LUl erregt: +, LUl, Relais G1, Wicklung I, Kontakte 22s1, 23c1, 24w, 16v1, Relais U1, Wicklung I, -.
Es öffnet unter anderem ,den Kontakt 4g1. Die Wick lungen II der Relais GI und S1 werden in die ankommende Belegungsader eingeschal- tet. Das Relais S1 schliesst am Kontakt 25s1 den Prüfstromkreis,
öffnet am Kontakt 22s1 den Stromkreis über die Wicklung I des Relais G1 sowie die Wicklung I des Relais U1. Die Wicklung Il .des Relais U1 wird am Kontakt 19s1 ;aabgeschaltet und am Kontakt<B>2681</B> kurzgeschlros-sen. Das Relais UZ erhält dadurch eine starke Abfall verzögerung.
Ist,die -gewählte erste Leitung des Mehr- fachanschlussteilnehmers ,gesperrt, so kann .das Prüfrelais PI nicht ansprechen,. Nach Abfall des Relais U1 ist der Stromkreis des Drehmagneten Dlwl geschlossen:
-I-, Kon takte 507n1, 53-u1, 21p1, Drehmagnet Dlavl, -. Am Kontakt 54d1w1 wird die Wicklung - I des Relais U1 eingeschaltet, welches den Stromkreis des Drehmagneten Dlull am Kon takt 53u1 öffnet.
Der Drehmagnet fällt ab und schaltet das Relais (T1 aus, das, da seine Wicklung Il kurzgeselilossen ist, ver- zögert abfällt und dann den Stromkreis des Drehmagneten erneut schliesst.
Das Zusam- menarbeiten des Drehmagneten Dl^avl init dem Steuerrelais U1 dauert so lange, bis eine freie Mehrfaehanschlussleitung gefunden worden ist, das Prüfrelais P1 anspricht und den Stromkreis des Dreliniagneten Dlw'1 am Kontakt 21p1 öffnet.
Der Prüfstromkreis wird bei jedem Schritt des Leitungswählers an den Kontakten 68dlu@l und 18u1 ge schlossen.
Da während der Auswahl einer freien Mehrfachansühlussleitung die Wicklung 11 des Relais U'1 über die Kontakte 26s1 und <I>27x1</I> kurzgeschlossen ist, das Relais U1 dem nach eine starke Abfa1ilverzögerung hat, er folgt nach dem Belegen einer freien Mehr- fachansclilussleiturig "die Vollendung der Vc@r- bindung in dersellben Weise wie nach der Wahl einer Einzelteilnehmerleitung.
3. I% erbindung <I>mit dem an das</I> Unteramt <B><I>(TA</I></B> <I>angeschlossenen</I> Teilnehmer Tn2. Nach EinsteNung des Leitungswählers LWl auf den ersten Kontakt einer Kontakt gruppe, an welche Verbindungsleitungen zu einem Unteramt UA angeschlossen sind, ist der Sammelkontakt sku geschlossen.
Fällt das Relais Y1 nach Beendigung der Stromstoss- gabe ab und schliesst den Kontakt 67v1, so ist folgender Stromkreis hergestellt: -f-, Kon takte 67v1, sku, Wicklung Il des Relais 311, Kontakt 70-u1, Wicklung I des Relais<B>81,</B> Relais X1, Kontakte 71g1, 33c1., Wider stand 34, -.
Das Relais Ml schliesst den parallel zum Kontakt 702c1 'liegenden Kontakt 72m1 und bereitet am Kontakt 50m1 den Stromkreis des Drehmagneten Dlrvl vor.
Das Relais S1, welches nach der Wahl des Teilnehmers Tn'1 oder eines Mehrfach- anschlussteilhehmers den Prüfstromkreis erst nach einer Karenzzeit schliesst, in ,der sich ein Verzicht auf die Verbindung seitens des anrufenden Teilnehmers auswirken kann, schliesst unverzügilich nach der Wahl der Kennziffer des Unteramtes UA am Kontakt 25s1 den Prüfstromkreie. Es,
schliesst ferner am Kontakt 26s1 .die Wicklung II des Re lais<B>UI</B> kurz und öffnet den über diese Wick lung verlaufenden Haltestromkreis am Kon takt 19s1.
Das Relais X1, welches Ansprechver- zügerun,g hat, öffnet an seinem Kontakt 27x1 den Kurz@schluss@ der Wicklung II des Relais 1T1, so dass dieses zwar verzögert, aber be reits nach einer nur zur Prüfung der Ver bindungsleitung VL'1 erforderlichen Zeit ab fällt und anschliessend, falls die Verbin dungsleitung YLI. gesperrt ist,
bei der Aus wahl einer freien Veibindungsleitlmg zu einem Unteramt als unverzögert arbeitendes Relais mitwirkt.
Am Kontakt 73x1 wird ein eigener Halte stromkreis und am Kontakt 115x1 ein Stroni- kreis über die Wicklung III des Relais U1 vorbereitet. An den Kontakten 75x1 und 76x1 werden beide Wicklungen des Brücken relais A 1 abgeschaltet. Am Kontakt 77x1 wird der @Stromstosskontakt 78e1 an die un tere Sprechader angeschaltet.
Ist die erste der zum Unteramt (T,1 ab gehenden Verbindungsleitungen gesperrt, so kann das Prüfrelais P1 nicht ansprechen. Nach Abfallli des Relais UI wird der Lei tungswähler mit grosser Schrittgeschwin- digkeit, d. h. mit einer @Sehritt.g"eschwindig- keit, die höher ist als diejenige, die durch Nummernstromstösse bewirkt wird, so lange fortgeschaltet, bis er eine freie Verbindungs leitung erreicht.
Diese schnelle Fortschaltung ist erforderlich, weil noch eine Stromstoss- reihe zur Einstellung des Leitungswählers LW2 im Unteramt zu diesem übertragen werden muss, und bei langsamer Fortschal- tung die Gefahr besteht, dass der erste Strom stoss dieser Reihe wirksam wird, bevor eine freie Verbindungsleitung erreicht und. belegt worden ist.
Würde dieser Fall eintreten, so wäre eine Fehlverbindung die Folge, wenn nicht besondere Vo=rkehrungen, wie Anord nung eines Strom-stossspeichers, getroffen sind, die aber, lediglich für diesen Fall an gewendet, unwirtschaftlich sein würden.
Das Relais U1 kann abfallen, da die Stromkreise über seine Wicklungen I, 1I, III an den Kontakten 22s'1, <B>1981</B> bezw. 40p1 offen sind.
Der Stromkreis des. Drehmagneten Dlu,l ist geschlossen: -f-, Kontakte 50m1, 53u1, 21p1, Drehmagnet Dlwl, <I>-.</I> Am Kontakt 54d1-wl wird die Wicklung I ,des Relais 1T1 eingeschaltet und am Kontakt 68d1-w-l des Prüfstromkreis geschlossen. Das Relais.
t% 1 öffnet am Kontakt 53-u1 den Stromkreis des Drehmagneten und schliesst am Kontakt 18u1 ebenfalls den Prüfstromkreis. Der Dreh magnet Dlwl fällt ab und schal=tet das Re lais U1 aus, welches schnell abfällt und den Drehmagneten Dlwl einschaltet.
Kommen -die Schaltarme des Leitungs- wählers LW-1 auf die Kontakte der freien Verbindungsleitung YLl,
so spricht das Prüfrelais P'1 an und öffnet am Kontakt 21p1 den Stromkreis des Drehmagneten Dlwl. Am Kontakt 28p1 wird die belegte Verbindungsleitung VL1 gesperrt und an den Kontakten 35p1 und 36p1 erfolgt die Durchschaltung der Spreehadern. Am Kon takt 30p11 wird der am Kontakt 73x1 vor bereitete Haltestromkreis für das Relais XI geschlossen:
-i-, Kontakte 30p1, 73x1, Wi derstand 74, Relais, X1, Kontakte 71g1, 33c1, Widerstand 34, -.
Die Ausrüstung des abgehenden Endes der Verbindungsleitung VL1 und des Un teramtes. UA interessiert im vorliegenden Falle im einzelnen nicht. Es sind an.
der Verbindungsleitung nur das Stromstossüber- tragungsrelais B und im Unteramt der Dreh magnet D1w2 gezeigt. Die Kontakte 93p2, 113p2 werden von einem am abgehenden Ende der Verbindungsleitung VL1 angeord neten, denn Belebungszustand der im Unter amt gewählten Leitung feststellenden Prüf- relais gesteuert. Diese Prüfung findet im Hauptamt<I>HA</I> über einen gleichzeitig mit dem Leitungswähler LW2 einzustellenden,
am abgehenden Ende der Verbindungsleitung T'Ll angeordneten Mitläufer :statt.
Sendet der anrufende Teilnehmer die der Einstellung des Leitungswählers LW2 im Unteramt UA dienende Nummernstromstoss reihe aus, so überträgt das Relais El ,diese Stromstösse auf das Relais, B an der Ver bindungsleitung: +, Kontakte 78e1, <I>77x,1,</I> 36p1, Schaltarm 91, Kontakte 92, 98p2, Re lais B, -.
Gleichzeitig wird auch das Relais Trl im Leitungswähler erregt: +, Kontakt 7e1, Wicklungen I und II des Relais T'1, Kontakt 94x1, Hubmagnet Hlwl, <I>-.</I> Der Hubmagnet spricht in diesem Stromkreis nicht an. Durch Öffnendes Kontaktes 67v1 fallen im Leitungswähler die Relais. 1V11 und 81 ab.
Das Relais S1 bereitet durcb Schliessen des Kontaktes 22s1 das Wieder erregen des Relais<B>UI</B> über dessen Wicklung III nach später erfolgendem Ansprechen des Relais G1 und Schliessen ,des Kontaktes 39g1 vor, damit das Relais U1 auch bei dieser Ver bindung den ersten Ruf veranlassen kann. Das Relais XI hält sich im Stromkreis: -I-, Kontakte 30p1, 73x1, Widerstand 74, Relais XI, Kontakte 71g1, 33e1, Widerstand 34, -.
Das Relais B an der Verbindungsleitung VLl überträgt :die :aufgenommenen Strom stöss-o zudem Drehmagneten DM: -, Kon takt 97b, untere Sprechader, Drehmagnet D1w2, -f-.
Nach Beendigung der Stromstossgabe wird bei Freisein der gewählten Teilnehmer- leitung der Kontakt 93p2 geöffnet und der Kontakt 113p2 geschlossen.
Im Leitungswähler LW1 fällt infolge dauernden Öffnens des Kontaktes, 7e1 das Relais T'1 ,ab und schliesst am Kontakt 16v1 den Stromkreis über das Relais GI Wick lung I und .das Relais U1 Wicklung I.
Nach einer Karenzzeit, während welcher sich ein Verzicht des anrufenden Teilnehmers auf die durch die Nummernwahl eingeleitete Verbindung durch Abschalten von + von der Belebungsader im vorgeordneten Wähler auswirken kann, wird + durch den Lang samunterbrecher LL71 angelegt. Es spricht nur das Relais G1 an, aber nicht das Relais <B>UI,</B> da die Wicklung I des Relais G1 einen zu hohen Widerstand hat. Das Relais<B>GI</B> schaltet seine eigene Wicklung II und die.
Wicklung II des Relais S"1 durch Offnen des Kontaktes 4g1. in Reihe mit .der Wick lung 1 des Belegungsrelais Cl. Am Kontakt 71g1 wird der Haltestromkreis des mit ,star ker Ankerabfallverzögerung ausgestatteten Relais X1 geöffnet.
Am Kontakt 39g1 wird der Stromkreis des Relais Ul. bergerstellt: Langsamunterbrecher LU2, Wicklung III des Relais U1, Kontakte 115x1, 37r1, 38a1, 39g1, 40p1, Drehmagnet Dlzul, <I>-.</I> Der Drehmagnet Dlu?l. spricht nicht an.
Das Relais<B>UI</B> bereitet durch Schliessen des Kon taktes 35u1 die Erregung ,des Relais E1 über seine Wicklung II durch einen Stromstoss aus dem Langsamunte rbrecher LTT2 vor. Fällt das Relais XI ab, so spricht das Relais El an. Der erste Ruf wird ausgesendet.
Er wähnt sei noch, dass die Stromstösse von den Langsa.munterbrechern LUI und LIT <B>2</B> nach einander herausgehen, so,dass die Erdanschal- tung durch LU2 erst. dann erfolgt, wenn der Kontakt 39g1 geschlossen ist.
Die Abfall zeit des Relais X1 ist nun so bemessen, dass es nach Schliessen des Kontaktes 35u1 ab fällt, und zwar zu einem Zeitpunkt., an dem die Erde zur Erregung des Relais IT1 am Langsamunterbrecher noch angeschaltet ist, so dass das Relais EI anspricht.
Fällt das Relais U1 ab, so wird .das Relais EI in bestimmten Zeitabständen durch Anlegen von -I- über den Rufschalter ES erregt und 'legt die Rufstromquelle an die Sprechleitung.
Meldet sich der gewünschte Teilnehmer, so spricht wie bei einem unmittelbar über den Leitungswähler LIFI erreichbaren Teil nehmer das Relais A1 an. Die weitere Ruf stromsendung wird unterbunden.
Zur Beeinflussung der Abfallzeit des Relais U1 ist bei dem dargestellten Aus führungsbeispiel dasjenige Relais verwendet, welches bei der Umschaltung des Leitungs wählers zur 1)urchführun@," .der besonderen Betriebsbedingungen bei der aufzubauenden Verbindung die Stromstossübertragung über die Schaltarme des Leitungswählers ermög licht.
Es könnte hierzu aber auch ein anderes Relais verwendet werden, beispielsweise das nach der Richtungswahl die selbsttätige Einstellung ,des Leitungswählers auf eine freie abgehende Verbindungsleitung einlei tende Relais M1. , Bei dem :gezeigten Ausführungsbeispiel isst dem Leitungswähler in einer Verbindung nur ein Nummernstromstossempfänger nach geordnet.
An den Leitungswähler können jedoch auch Verbindungsleitungen angc- schl.ossen sein, über welche zum Herstellen von Verbindungen mehrere hintereinander- liegende, dem Leitungswähler nachgeord nete Nummernstromstossempfänger einzustel len sind.