Schutzvorrichtung an Bandsägen. Wenn Rundholz, sogenannte "Rugel", welche als Abfall zur Verarbeitung als Gas holz dienen, mittels einer Bandsäge zer schnitten werden, besteht die Gefahr des Drehens des Holzstückes, wobei öfters Un fälle (Zerquetschen von Fingerspitzen) vor kommen:. Das Gefahrenmoment nimmt zu, je kürzer das noch zu zerschneidende Holzstück wird. Da. solche Stücke für die Verwendung als Gasholz in Längen von 5-7 cm zer schnitten werden, ist besonders beim letzten Schnitt die Gefahr derart gross, dass sogar geübte Arbeiter sich weigern, solches Holz bis zum letzten Rest zu zerschneiden.
Die vorliegende Erfindung hilft diesen Übelständen ab und bezweckt, dem Arbei ter volle Sicherheit gegen die vorbeschriebe nen Unfälle zu gewähren. Die erfindungs gemässe Schutzvorrichtung an Bandsägen weist einen auf der einen Seite des Säge blattes angeordneten Rolltisch mit daran an gebrachten Anschlägen für das zu zersägende Holzstück auf, wobei diese Anschläge derart ausgebildet sind, dass sie ein Drehen des Holzstückes unter dem Einfluss des Säge blattes verhindern.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar in Fig. 1 in einer Ansicht von der Bedie nungsseite aus gesehen, in Fig. 2 eino solche gemäss Fig. 1 von links, also von der Sägeblattseite aus gesehen, wo bei die Anfangsstellung des Rolltisches, d. h. die Stellung vor dem Schnittbeginn, in vollen Linien und die Endstellung, d. h. die Stel lung nach dem Schnitt, gestrichelt angedeu tet ist.
Fig. 3 ist eine Draufsicht.
In den Fig. 1 und 2 ist je ein Teil ge schnitten gezeichnet. Der vom Sägeblatt 1 durchfahrene Sägetisch besteht aus einer Platte 2 mit einem Rahmen 3. Auf der Platte 2 sind Geleise 4 für den auf Rollen 5 gleitenden Rolltisch 6 aufgesetzt. Es wäre selbstverständlich nicht notwendig, die Tisch platte 2 unter dem Rolltisch durchzuführen. Als Abstützungen für die Rahmen und die Geleise \würden auch entsprechend angeord nete Traversen genügen. Der Rolltisch 6 ist so bemessen, dass er in der Ruhelage auf der Bedienungsseite am Rahmen 3 anliegt, während in dieser Lage die gegenüberlie gende hintere Kante hinter dem Rücken des Sägeblattes 1 liegt.
Unter dem Rolltisch ist an demselben mittels eines über eine Rollee 7 geführten Seils 8 ein Gewicht 9 befestigt, welches den Rolltisch in Ruhelage gegen den vordern Teil des Rahmens 3 stösst, wie es in Fig. 2 und 3 dargestellt ist.
Auf dem Rolltisch sind in der Nähe der hintern Kante zwei Anschläge 10 montiert. Jeder derselben besteht ans einem mit der flachen Seite in der Richtung der Tisch bewegung hochgestellten Flacheisen, welches auf der Vorderseite eine nach oben gerichtete Zähnung 11 aufweist. Diese Zähnung dient dazu, um in das zu zersägende Holzstück ein zugreifen, wenn dasselbe gegen die Anschläge gehalten wird. Durch dieses Eingreifen der Zähne ins Holz entgegen der vom Sägeblatt erzeugten Drehrichtung wird verhindert, dass das Holzstück beim Sägen sich unter dem Einfluss des Sägeblattes drehen kann.
Über der Platte des Rolltisches ist dieses Flacheisen nach hinten, d. h. in Vorschub richtung des Rolltisches, abgekröpft und in der Abkröpfung durch ein winkelförmig ab gebogenes Bandeisen 12 versteift. In der Ruhestellung des Rolltisches liegen die Zähnungen 11 der Anschläge 10 etwa 5 bis 10 mm vor den Zahnspitzen des Sägeblattes und die Abkröpfungen der Anschläge reichen über den Rücken des Sägeblattes hinaus. Dies ist insbesondere beim Anschlag, welcher neben dem Sägeblatt angeordnet ist, wichtig.
Da nicht nur Rundholz, sondern auch Spähen zersägt werden, welche sehr oft Splitter und Späne aufweisen, kommt es vor, dass sich letztere zwischen Anschlag und Sägeblatt verfangen. Durch eine Schiefstellung solcher Splitter gelangen dieselben bei der Rück führung des Rolltisches in die Ruhelage hinter den Sägeblattrücken und werden durch den Anschlag gegen denselben gedrückt, wo durch ,das Sägeblatt nach vorn gestossen wer- den kann. Durch die nach hinten reichende Abkröpfung bleiben aber solche Splitter hinter dem Sägeblatt liegen, so dass eine Ver klemmung nicht stattfinden kann.
Die Distanz zwischen den beiden An schlägen ist so gross; dass der Arbeiter mit mindestens einer Hand das Holzstück zwi schen denselben erfassen kann. Wird nun das Holzstück so kurz, dass es nicht mehr an beiden Anschlägen abgestützt werden kann, so dient zum Halten de=sselben neben dem dem Sägeblatt nächstliegenclen Anschlag eine Vorrichtung, bestehend aus einem unmittel bar neben diesem Anschlag stehenden, an der Rolltischplatte befestigten Support 13 aus einem hochgestellten Bandeisen,
welches mit Langlöchern 14 versehen ist. Je nach dem Querschnitt des zu zersägenden Holz stückes wird in das eine oder das andere dieser Langlöcher mittels eines Hakens 1 5 e#in Hebel 16 eingehängt, dessen Unterseite, da wo sie auf das Holzstück aufzuliegen kommt, mit Zähnen 17 bewehrt ist. Am freien Ende ist der Hebel 16 mit einem Griff 18 versehen.
Sobald das Holzstück 19 zu kurz gewor den ist, um es noch gefahrlos und mit Sicher heit mit den Händen halten zu können, wird der Hebel 16 mit dem Haken 15 in eines der Langlöcher eingehängt, am Handgriff her- untergepresst und damit, das Holzstück gegen die Rolltischplatte geklemmt, wobei es gleich zeitig auch am Anschlag anliegt.
Ist das Holzstück so kurz, dass es nicht mehr an beide Anschläge angestützt; immerhin aber noch von Hand gut geha=lten werden kann, so dient. zur Abstütztung noch eine zwischen den beiden Anschlägen angeordnete Traverse 20, welche gleichzeitig mit dem Holzstück mit der Hand gefasst werden kann.
Auf der dem Rolltisch entgegengesetzten Seite des Sägeblattes ist eine Führungs schiene 21 über die ganze Länge des Säge tisches in der Schnittrichtung angeordnet, derart, dass deren Oberkante die Platte des Rolltisches um 1-2 mm überragt. Beim Sägen ;gleitet das Holz auf dieser Führungs- schiene und diese dient damit zur Entlastung des Rolltisches. Die Schiene 21 ist an der Tischplatte 2 dadurch befestigt, dass an .den beiden Enden der Schiene Schraubenbolzen ?2 angeschweisst sind, welche durch Muttern 23 unter- und oberhalb der Tischplatte 2 an dieser festgeklemmt sind.
Diese Muttern er lauben auch eine Höhenverstellung der Schiene.
Um ein seitliches Ausweichen des Säge blattes 1 zu verhindern, was vorkommen kann, wenn sich Äste im Holz befinden, sind beid seitig des Blattes Holzfutter vorgesehen. Das eine Futter, 24, erstreckt sich über die ganze Länge der dem Sägeblatt gegenüberliegenden Seite des Rolltisches und ist an diesem be festigt, während -das andere, 25, an der Füh rungsschiene befestigte nur so lange ist, um dem Sägeblatt eine gute Führung zu sichern.
Die feststehende Tischplatte 2 ist tiefer als die Platte des Rolltisches, damit das ab gesägte Holzstück kippen und damit sofort aus dem Bereich des Sägeblattes fortkommen kann.
Vorteilhafterweise wird man dieser fest stehenden Tischplatte von der Bedienungs seite aus gesehen eine Neigung nach abwärts nach der entgegengesetzten Seite geben, da mit die beim Sägen von Rundholz entstehen- den Walzen dorthin abrollen können, oder wenigstens aus dem Arbeitsbereich heraus kommen.
Statt die Anschläge an der hintern Roll- tischseite, d. h. so anzuordnen, dass das zu verarbeitende Holzstück vor dieselben zu liegen kommt, könnten sie auch an der Vor derkante des Rolltisches angeordnet sein, wobei dann die Zähne der Anschläge nach abwärts gerichtet sein müssen, um ein Ver drehen des Holzstückes beim Sägen zu ver hindern.
Der Rolltisch kann auch auf der linken Seite (von der Bedienungsseite aus gesehen) des Sägeblattes angeordnet sein. Es ist ferner möglich, die Tischkonstruktion so zu gestal ten, dass nach Wahl der Rolltisch von der einen Sägeblattseite auf die andere umstell bar ist.