CH222880A - Vorrichtung mit einer vakuum- und gasdichten Einschmelzung und Verfahren zur Herstellung dieser Vorrichtung. - Google Patents
Vorrichtung mit einer vakuum- und gasdichten Einschmelzung und Verfahren zur Herstellung dieser Vorrichtung.Info
- Publication number
- CH222880A CH222880A CH222880DA CH222880A CH 222880 A CH222880 A CH 222880A CH 222880D A CH222880D A CH 222880DA CH 222880 A CH222880 A CH 222880A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- glass
- dependent
- melted
- power supply
- tube
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 14
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 11
- 239000011521 glass Substances 0.000 claims description 58
- 239000004020 conductor Substances 0.000 claims description 21
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 18
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 18
- 239000000843 powder Substances 0.000 claims description 18
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 14
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 12
- 238000002844 melting Methods 0.000 claims description 10
- 230000008018 melting Effects 0.000 claims description 10
- 239000000155 melt Substances 0.000 claims description 8
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims description 7
- 239000005355 lead glass Substances 0.000 claims description 6
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 claims description 5
- 239000012212 insulator Substances 0.000 claims description 4
- 239000005394 sealing glass Substances 0.000 claims description 4
- 239000011230 binding agent Substances 0.000 claims description 3
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims description 2
- 239000000289 melt material Substances 0.000 claims description 2
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims description 2
- 239000007858 starting material Substances 0.000 claims description 2
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 18
- 240000007594 Oryza sativa Species 0.000 claims 1
- 235000007164 Oryza sativa Nutrition 0.000 claims 1
- 229910010293 ceramic material Inorganic materials 0.000 claims 1
- 235000009566 rice Nutrition 0.000 claims 1
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 description 3
- 239000000919 ceramic Substances 0.000 description 3
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
- 230000004927 fusion Effects 0.000 description 3
- 239000003566 sealing material Substances 0.000 description 3
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 2
- PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N Nickel Chemical compound [Ni] PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 2
- VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N Chromium Chemical compound [Cr] VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- ZOKXTWBITQBERF-UHFFFAOYSA-N Molybdenum Chemical compound [Mo] ZOKXTWBITQBERF-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L calcium sulfate Inorganic materials [Ca+2].[O-]S([O-])(=O)=O OSGAYBCDTDRGGQ-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 1
- ZOMBKNNSYQHRCA-UHFFFAOYSA-J calcium sulfate hemihydrate Chemical compound O.[Ca+2].[Ca+2].[O-]S([O-])(=O)=O.[O-]S([O-])(=O)=O ZOMBKNNSYQHRCA-UHFFFAOYSA-J 0.000 description 1
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N carbonic acid Chemical compound OC(O)=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000002826 coolant Substances 0.000 description 1
- 230000007797 corrosion Effects 0.000 description 1
- 238000005260 corrosion Methods 0.000 description 1
- 210000003608 fece Anatomy 0.000 description 1
- 239000011507 gypsum plaster Substances 0.000 description 1
- 238000000265 homogenisation Methods 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 239000010871 livestock manure Substances 0.000 description 1
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 1
- 229910052750 molybdenum Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011733 molybdenum Substances 0.000 description 1
- 229910052759 nickel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000003647 oxidation Effects 0.000 description 1
- 238000007254 oxidation reaction Methods 0.000 description 1
- 239000012188 paraffin wax Substances 0.000 description 1
- 239000011049 pearl Substances 0.000 description 1
- 239000005401 pressed glass Substances 0.000 description 1
- 239000010453 quartz Substances 0.000 description 1
- VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N silicon dioxide Inorganic materials O=[Si]=O VYPSYNLAJGMNEJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 230000008719 thickening Effects 0.000 description 1
- 230000000007 visual effect Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)
Description
Vorrichtung mit einer vakuum- und gasdichten Einschmelzung und Verfahren zur Herstellung dieser Vorrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor richtung mit einer vakuum- und gasdichten Einschmelzung, z. B. eine entlüftete oder gasgefüllte Entladungsröhre, Glühlampe, oder sonst ein in einer vakuumdichten Um hüllung eingeschlossenes elektrisches Gerät, bei der mindestens ein Organ in einen aus Glas bestehenden Körper eingeschmolzen ist. Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellunb einer solchen Vor richtung.
Seit lange stellte die Anfertigung der artiger vakuumdichter Durchführungen ein technisches Problem dar, insbesondere bei grösseren Stromstärken. Man hat versucht, hierbei auftretende Schwierigkeiten zu über winden, sei es dadurch, dass der Zuführungs leiter und -das umgebende Material (Glas, Quarz oder Keramik) mit Sorgfalt von gleichem oder nahezu bleichem Ausdehnungs koeffizienten ausgewählt werden, so dass un zulässige Spannungen bei Temperaturände- rungen der Einschmelzung vermieden wer den, sei es durch die Verwendung von sehr dünnwandigen Metallteilen,
deren Ausdeh nungskoeffizient zwar merklich von dem des Einschmelzmaterials verschieden war, aber die infolge ihrer geringen Metallstärke nicht imstande waren, schädliche Spannungen im umgebenden Material herbeizuführen.
Ein Beispiel des ersteren Falles stellt die bekannte Chromeiseneinschmelzung dar, und diese Kategorie kennzeichnet sieh durch eine ziemlich grosse Freiheit in der Wahl der Form und der Abmessungen der einzuschmel zenden Teile, verpflichtet aber den Fachmann zur Verwendung bestimmter Kombinationen von Materialien.
Ein Beispiel des letzteren Falles bildet die Einschmelzung mit einem sich zuspitzen den Messingrand, der in Glas von merklich geringerem Ausdehnungskoeffizienten einge schmolzen ist. In diesem Falle liegt die Schwierigkeit in den weniger gewünschten Eigenschaften von sehr dünnen Metallteilen, die vielfach eine geringe mechanische Wider standsfähigkeit W sitzen. dass sie infolge der wiederholten Deformierungsarbeit bei Tem peraturänderungen Ermüdungserscheinungen aufzuweisen anfangen und auch in erhöhtem -Masse der Gefahr der Leckage durch Oxyda tion oder Anfressung ausgesetzt sind.
Von den beiden obenbeschriebenen Ein schmelzungen kann gesagt werden. dass sie kostspielig sind, sei es wegen des verwende ten Materials, sei es dadurch, dass sie schwer zu bearbeiten sind.
Die obengenannten Nachteile sind nun lxi der erfindungsgemässen Vorrichtung auf sehr einfache Weise behoben durch Verwen dung einer Eiirscbmelzung, bei welcher das das eingeschmolzene Organ umgebende Ein- schmelzmaterial aus einem Glaskörper be steht, der eine vakuumdichte Struktur auf weist, die für wenigstens 5 % aus fein ver teilten, nicht miteinander in Verbindung stehenden Höhlungen besteht, und der ein spezifisches Gewicht besitzt,
das wenigstens 5 % niedriger als das des in diesem Körper vorhandenen Glases im homogenen und prak tisch gasfreien Zustand ist. Hierdurch wird es möglich. Metalle und Glasmaterialien von sehr verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten auf billige und einfache Weise gas- und vakuumdicht zusammenzuschmelzen, ohne dass dabei die Gefahr entsteht, dass die Einschmel zung durch Sprung beschädigt wird.
Es hat sich überraschenderweise ergehen. dass ein solches Einschmelzmaterial ausser ordentlich frei von schädlichen Spannungen ist und sogar in jenen Fällen sprungfrei bleibt, in denen ein grosser Unterschied zwi schen den Ausdehnungskoeffizienten des Durchführungsleiters und des umgebenden Glases besteht. vorausgesetzt. dass der Aus- delinungskoeffizient des Glases kleiner als der des Metaller ist.
Besondere Bauarten sind dabei nicht erforderlich und da keine durch laufenden Verbindungen zwischen den frag lichen feinverteilten Höhlungen bestehen, ist Vakuumdichtheit ohne die Verwendung von Deckschichten aus Glas oder Glasur ver- sichert. Man könnte sagen, dass in diesem Falle eine poröse und zu gleicher Zeit va kuumdichte Struktur vorhanden ist.
Es hat sich z. B. als möglich erwiesen, Eisen mit einem Ausdehnungskoeffizienten von 120 X 1" in Bleiglas mit. einem Aus dehnungskoeffizienten von 88 >C 1" ein zuschmelzen, was die technische Möglichkeit illustriert, Zuführungsleiter aus einem will kürlichen Material, z. B. Nickel, Messing, Molybdän usw., mit einer reichen Auswahl von Glassorten von verschiedenen Ausdeh nungskoeffizienten zu kombinieren.
Eine besonders grosse Freiheit von sehäd- li.chen Spannungen kann durch eine solche Ausführung der Einschmelzung erhalten -erden, dass 10% des Volumens des Ein- schmelzmateria'ls durch Höhlungen gebildet wird, bezw. dass das spezifische Gewicht 10 % niedriger als das des im' Körper vorliaa- denen Glases im homogenen und praktisch gasfreien Zustand ist.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungs möglichkeit für die Erfindung bilden kleine und kompakte Vakuumentladungsröhren, z. B. Empfangs- oder Verstä.rkerröhren für Radiozwecke, bei denen der die Zuführungs leiter tragende Röhrenboden auf die oben umschriebene Weise aus Glas mit fein verteilten Höhlungen besteht und an den Kolben angeschmölzen wird.
Die Vorteile eines solchen Glaskörpers kommen auch darin zum Ausdruck, dass man praktisch in der Wahl des Kolbenmaterials ganz frei ist. So kann ein Kolben aus Metall, z. B. Eisen, an einen Boden aus Bleiglas, aber ebensogut ein keramischer Kolben an einen aus Glas be stehenden Boden angeschmolzen werden.
Bei dem Herstellungsverfahren wird vorzugsweise von einem Glaspulver aus gegangen, das beim Einschmelzen derart be handelt wird, dass ein mit fein verteilten Höhlungen durchsetzter, jedoch v akuuni- dichter Körper entsteht.
Es ist an sich bekannt, den Unterteil einer Entladungsröhre, z. B. einer Empfangs röhre, aus Glaspulver anzufertigen. Auch andere Unterteile, z. B. von Glühlampen, wurden bereits aus Glaspulver gepresst, wie z. B. die Perlen, durch welche die Strom- zuführungsleiter in kleinen Glühlampen von einander getrennt gehalten werden.
In allen diesen Fällen wird jedoch auf bewusste Weise die Erhaltung eines homogenen und klaren Glaskörpers angestrebt, vielfach sogar durch die Anwendung eines hohen Pressdruckes. Diese Homogenisation hat sich nicht nur als überflüssig, sondern sogar als schädlich er wiesen, da. hierdurch auf unnötige Weise. Temperaturspannungen im Glas möglich ge macht werden. Zweekmässigerweise kann daher die Einschmelzung ohne Druck oder nur unter sehr leichtem Druck erfolgen, da sonst die Luft- bezw. Gaseinschlüsse ausge trieben werden und die poröse Natur der er haltenen Durchführung verloren geht.
'Gber- rasehenderweis.e ergibt sich dabei, dass, wenn ohne Druck oder nur unter sehr leichtem Druck gepresst wird, eine vakuum- bezw. ()@asdichte Strukturerhalten wird, bei der die feinverteilten Höhlungen nicht miteinander in Verbindung stehen.
Neben dem hier beschriebenen Verfahren, bei dem von Gaspulver ausgegangen wird, könnte ein Glaskörper der beschriebenen Struktur auch dadurch erhalten werden, dass im Ausgangsmaterial Stoffe verarbeitet werden, aus denen sich bei der Erhitzung ein Gas, z. B. Kohlensäure, entwickelt, so dass beim Schmelzen dieses Materials infolge dieser Gasentwicklung die gewünschte Struk tur entsteht.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann z. B. als Glühlampe ausgebildet sein. Es ist auf einfache Weise möglich, einen Ein schmelzkörper anzufertigen, der gleichzeitig als dient und zu diesem Zweck aus@vendig die Gestalt eines z. B. Schraub- oder Bajonettsockels@ aufweist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann nicht nur als Glühlampe oder als Va.kuum- entladungsröhre, wie Empfangsröhre, Ver- stärkerröhre, Senderöhre, Röntgenröhre, Ka- thodenstahlröhre, Leuchtröhre mit Gas- oder Dampffüllung oder Stromriehterröhre, son- dern auch als elektrisches Gerät ausgebildet sein, bei dem z. B. ein Kondensator oder ein Motor in einer verschlossenen Atmosphäre angebracht ist, der eine elektrische Verbin dung,- z. B, mit dem Lichtnetz, besitzen muss.
Dies ist unter anderem der Fall bei Hochspannungskondensatoren in einer Gas füllung unter Druck, mit oder ohne Zusatz einer @Ölisolation, und bei Einheiten mit Mo torantrieb für Kühlapparate, in welchen letzteren der Motor innerhalb des Gefässes montiert ist, in dem das Kühlmittel zir kuliert.
Bei den obengenannten Ausführungsfor men als Entladungsröhren, wie Empfangs und Verstärkerröhren, sind nun verschiedene Anfertigungsweisen möglich. Es kann da bei eine Anzahl Stromzuführungsleiter vor, zugsweise senkrecht zu einem scheiben förmigen Boden und auf einem konzen trischen Kreis in bezug auf die Mitte des selben liegend vakuumdicht eingeschmolzen werden.
Es ist in vielen Fällen vorteilhaft, das vollständige Elektrodensystem der Röhre bereits auf .den Stromzuführungsleitern zu montieren, bevor diese in die Glasmasse ein geschmolzen werden, so dass ein Gebilde er halten wird, das nur noch auf die übliche Weise mit einem Kolben versehen zu werden braucht zur Erhaltung der vollständigen Ent ladungsröhre.
Es ist aber auch möglich, den Kolben gleichfalls vor der Formierung des Glas bodens in seine endgültige Stellung in bezug auf das Innere und die Glaspulvermasse zu bringen, und ihn gleichzeitig mit den Strom zuführungsleitungen vakuumdicht mit letz teren zu verschmelzen. Auf diese Weise wird das Anfertigungsverfahren der Röhre in einer einzigen Bearbeitung kombiniert und braucht nur einmal erhitzt und verschmolzen zu werden.
Die ausserordentlich grosse Sprungfreiheit des Einschmelzmaterials macht es aber mög lich, noch einen Schritt weiterzugehen und auch einen Sockel oder eine Platte, der oder die z. B. zum mechanischen und/oder elek- trisehen Schutz oder zur Führung der Röhre dient. und zu letzterem Zweck einen zentra len Fiihrungsstift besitzen kann, gleich zeitig mit den Stromzufuhrleitungen und/oder dem Kolben mit der mit Bläschen durch setzten Glasmasse zu verschmelzen. Dadurch braucht die Röhre nur noch entlüftet zu werden und kommt die Bearbeitung des ge trennten Anbringens eines Sockels, z. B.
mittels Gips oder Kitt, in Fortfall. Vielfach kann dies noch zu weiterem Gewinn führen. was die Kompaktheit der Röhrenkonstruktion betrifft. Wird in diesem Falle ein Sockel oder eine Platte aus Metall benutzt, so wird eine Entladungsröhre mit einem Metallboden erhalten, der mit Öffnungen versehen ist, durch welche die Stromzufuhrleitungen durchgeführt sind und die durch das Ein schmelzglas aufgefüllt sind. Die einge schmolzenen Stromzufuhrleitungen können gleichzeitige als Kontaktorgane ausgebildet sein.
Statt einer Bauart, bei der die Strom- ze.führungsleiter auf die obenbeschriebene @Vei#e quer durch eine Scheibe oder Platte des mit Bläschen suspendierten Glasmaterials stecken, kann in einigen Fällen auch vor teilhaft eine. Bauart gewählt werden, bei der das Glaspulver zu der Form eines abge platteten Körpers verschmolzen wird, in dem die Stromzufuhrleitungen in der Richtung der grössten Abmessung angebracht sind. während dieser Körper an das Ende eines rohrförmigen, z.
B. aus Glas bestehenden 5 Teils des elektrischen Apparates derart an geschmolzen ist, dass das eine Ende jedes der Durchführungsleiter innerhalb der Röhre und das andere Ende ausserhalb der Röhre vorspringt, so dass eine flache, quetsch- förmige Einschmelzung erhalten wird. Dies ist eine Bauart, die in der Praxis mit "Aussenquetschungen" bezeichnet wird und sich besonders zur Anwendung bei Leucht röhren länglicher Struktur eignet.
c Das Glaspulver kann als solches lose in eine Form geschüttet werden, in der z. B. die Zufuhrleiter bereits in der gewünschten Stellung angebracht sind. Es ist aber bis- weilen angebracht, das Glaspulver von vorn herein, vorzugsweise mittels eines Binde mittels, das bei hoher Temperatur zersetzt wird, zu einem festen Körper zu gestalten, der nahezu die endgültige Form aufweist, gegebenenfalls bereits die Stromzufuhrleitun- gen enthält und mit letzteren vakuumdicht verbunden wird.
Ausführungsbeispiele der Vorrichtung und des Verfahrens nach der Erfindung sind an Hand der beiliegenden Zeichnung im folgen den näher erläutert: Die Fig. 1 und 2 zeigen Ausführungsbei spiele der Art, auf welche eine Radioemp- fangsrohre angefertigt werden kann, Die Fig. 3 zeigt eine Glühlampe, und Fig. 4 stellt einen Teil einer Leuchtröhre mit Glühkathode .dar.
In Fig. 1 ist eine Form 6 abgebildet, die eine Menge von Glaspulver 3 enthält und in der eine Anzahl Stromzufuhrleiter \? mit einem auf ihnen montierten Elektroden system 1 angebracht sind. Auf dem Glas- pulver 3 ist ein Kolben 4 aus Glas, Metall oder Keramik aufgestellt, der mit einem Ab schmelzkapillarrohr 5 versehen ist.
In der Glaamasse 3 und der Form 6 ist punktiert angegeben, wie .der Boden derart formiert werden kann, dass ein Glas- oder Metallpumpröhrchen während der Verschmel zung oder in einer .späteren Bearbeitung mit dem Boden statt mit dem Oberende der Röhre verbunden -erden kann. Im ersteren Falle muB dieses Pumpröhrchen von vornherein in die Form gestellt werden.
Die Form 6 kann auf die übliche Weise in einem Ofen oder induktiv mittels der Hochfrequenzspule 7 erhitzt werden. Nach dem die erforderliche Temperatur erreicht ist, schmilzt das Glaspulver und bildet eine vakuumdichte Verbindung sowohl mit dem Kolben als auch mit den S;romzufuhr- leitungen.
In Fig. 2 ist dargestellt, wie ein gleiches Verfahren anwendbar ist, wenn die Glas messe 11 aus einem Glaspulver gebildet wird, das von einem Bindemittel zusammengehalten wird, das bei hoher Temperatur zersetzt und verflüchtigt, wie z. B. Paraffin, und die er haltene Tablette in einem Metallboden 8 an gebracht ist, der mit einem zentralen, Füh- rungsstift 9 mit keilförmiger Verdickung 10 s versehen ist. Die Form 12, die auf ähnliche Weise wie in Fig. 1 erhitzt werden kann, ist nur in punktierter Linie dargestellt.
In Fig. 3 ist eine Glühlampe für grosse Stromstärke veranschaulicht, deren Strom- zufuhrleiter 15 für -den Glühfaden 18 bei 14 eingeschmolzen sind, und zwar in rohrförmige Vorsprünge 13 des aus Glas gepressten Un terteils 16, der auf normale Weise in .den Kolben 17 eingeschmolzen ist.
Auf diese Weise befindet sich bei 14 eine Scheibe aus mit Bläschen suspendierten Glas mit vakuum dichter Struktur, so dass es möglich ist, bei geeigneter Wahl des Metalles des Strom zufuhrleiters 15 und des Einschmelzglases bei 14 eine sprungfreie und gut vakuum dichte Verbindung zu erhalten. Es hat sich z.
B. als möglich erwiesen, Eisenröhrchen von 3 bis 4 mm Durchmesser und 0,25 bis 0,50 mm Wandstärke in Bleiglas einzuschmelzen, wo s bei beachtet werden soll, dass der Aus dehnungskoeffizient von Eisen 120 X 10-6 und der von Bleiglas 88 X 10--6 beträgt. Fig. 4 zeigt das Ende 19 einer Leucht röhre mit einer Glühkathode 22 und einer Anode 23, bei der die Stromzufuhrleitungen 20 und 21 in einen flachen Körper 24 aus mit feinverteilten Höhlungen versehenen Glas eingeschmolzen sind, welcher Körper seiner seits mit dem Ende 19 der Röhre verschmol zen ist.
Es ist möglich, G'la.smetallverschmelzun- gen von sehr verschiedener Art sprung- und leckfrei anzufertigen, bei denen insbesondere an die Möglichkeit gedacht werden soll, Durchführungsisolatoren von elektrischen Apparaten, wie z. B. die bereits im vorstehen den erwähnten Kondensatoren unter Druck, a.uf diese Weise auszuführen. Der ganze Isolator kann dann aus dem mit Bläschen suspendierten, vakuumdichten Glas gebildet sein, während es möglich ist, auch Durch führungsleiter von ziemlich grosser Stärke in einen Isolator einzuschmelzen, ohne dass da durch Gefahr von Sprung oder Leck entsteht.
Die Struktur des Einschmelzglases kenn zeichnet sich durch fein verteilte Höhlungen, die z. B. eine Abmessung von der Grössen ordnung von 0,1 mm besitzen können. und untereinander nicht verbunden sind. Dies ist unter dem Mikroskop gut wahrnehmbar und macht das Glas mehr oder weniger undurch sichtig.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Vorrichtung mit einer vakuum- und gasdichten Einschmelzung, bei der min destens ein Organ in einen aus Glas be stehenden Körper eingeschmolzen ist, da durch gekennzeichnet, dass dieser Körper eine vakuumdichte Struktur aufweist, von der wenigstens 5 % von feinverteilten, nicht mit einander in Verbindung stehenden Höhlungen eingenommen ist, und der ein spezifisches Gewicht besitzt, das wenigstens 5 o' niedri ger als das des in diesem Körper vorhandenen Glases im homogenen: und praktisch gasfreien Zustand ist.II. Verfahren zur Herstellung der Vor richtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial für den Glaskörper derart behandelt wird, dass eine vakuumdichte Struktur erhalten wird, von der mindestens 5 % von fein ver teilten Höhlungen eingenommen wird, so dass das spezifische Gewicht des erhaltenen Ein schmelzmaterials wenigstens 5 % niedriger als das des in diesem Körper enthaltenden Glases im homogenen und praktisch gas freien Zustand ist. ÜNTERANSPRüCHE: 1.Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens 10 des Volumens des Einschmelzmaterials durch feinverteilte Höhlungen eingenommen wird, und das spezifische Gewicht des Materials wenigstens 10/'o niedriger als das des in diesem Körper vorhandenen Glases im homo genen und praktisch gasfreien Zustand ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch T, dadurch gekennzeichnet, dass sie als ein voll- ständig in einem vakuum- und gasdichten Gefäss eingeschlossenes elektrisches Gerät ausgebildet ist, dessen Zufuhrleiter durch die Einschmelzung hindurchgeführt sind. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Glüh lampe ausgebildet ist. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Ent ladungsröhre ausgebildet ist. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschmel zung als Durchführisolator mindestens einer elektrischen Verbindung mit einem in einem verschlossenen Raum aufgestellten elektri schen Apparat dient. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschmel zung die Form eines scheibenförmigen Bodens besitzt, in den die Stromzuführungs- leiter eingeschmolzen sind. 7.Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpröhr- chen sich gleichfalls in dem scheibenförmigen Boden befindet. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Pump röhrchen aus Metall besteht. 9. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschmel zung mit einem aus Metall bestehenden Bo denteil zu einem einzigen Körper verschmol zen ist. 10. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschmel zung mit einem aus Metall bestehenden Sockel zu einem einzigen Körper verschmol zen ist.11. Vorrichtung nach Unteranspruch \2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschmel zung gleichzeitig den Sockel bildet, und die eingeschmolzenen Stromzuführungsdrähte gleichzeitig als Kontaktorgane ausgebildet sind. 12. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschmelz körper als Schraubsockel ausgebildet ist. 13. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschmelz körper als Bajonettsockel ausgebildet ist. 14. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eingeschmol zenen Leiter eine Stärke von 2-3 mm be sitzen. 15.Vorrichtung nach Unteransprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, dass die Ein echmelzung äus einem aus Bleiglas verfer tigten Glasteil und aus Eisen bestehenden Leitern zusammengesetzt ist. 16. Vorrichtung nach Unteransprüchen 4. 6 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass als Einschmelzglas Bleiglas verwendet ist, das an einem aus Metall bestehenden Kolben an geschmolzen ist. 17. Vorrichtung nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der 3Letall- kolben aus Eisen besteht. 18. Vorrichtung nach Unteransprüchen 4, 6 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben aus keramischem Material besteht. 19. Vorrichtung nach Unteransprüchen 1.und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Glas teil der Einschmelzung als Quetschung aus gebildet ist, in die die Stromzuführungs- leiter eingeschmolzen sind. 20. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Anfer tigung der Einschmelzung von Glaspulver ausgegangen wird, das ohne besondere I)rtiek < tnwendung zum Einschmelzkörper ge- staltet wird. 21.Verfahren nach Unteranspruch 20, dadurch gekennzeichnet, .dass Glaspulver in eine Form gebracht wird, die Metalleiter in Bohrungen der Form gestellt werden und letztere so lange und auf eine solche Tempe ratur erhitzt wird, dass die erforderliche Struktur des Einschmelzglases erhalten wird. 22.Verfahren nach Patentanspruch 11 zur Herstellung einer Entladungsröhre, da durch gekennzeichnet, dass die Einschmelzung durch das Verschmelzen von Glaspulver, in Form eines scheibenförmigen Röhrenbodens hergestellt wird, und die Stromzuführungs- leiter senkrecht zum Röhrenboden und auf einem :reis, konzenirisch in hezug auf die Mitte desselben, angeordnet werden.<B>23.</B> Verfahren nach Patentanspruch Ir zur Herstellung einer Entladungsröhre, da durch gekennzeichnet, dass die vollständige Elektrodenkonstruktion der Röhre auf den Stromzuführungsleitern montiert wird und danach diese letzteren in die durch Ver schmelzen von Glaspulver entstehende Glas masse eingeschmolzen werden. 24.Verfahren nach Unteranspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass auch der Kol ben vor der Formierung des Glasbodens in :seine endgültige Stellung in bezug auf das Innere und die Glasmasse gebracht wird und gleichzeitig mit den S'tromzuführungsleitun- gen vakuumdicht verschmolzen wird. 25. Verfahren nach Unteranspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasmasse gleichzeitig mit den Stromzuführungsdräh- ten, dem Kolben und einem Bodenteil der Röhre, der zum Abschluss und Schutz der Röhre dient, verschmolzen wird.<B>26.</B> Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Glaspulver zu vier Vorm eines abgeplatteten Körpers vet- schmolzen wird, in dem die Stromzufüh- rungsleitungen in der Richtung der grössten Abmessung angebracht sind, welcher Körper an das Ende eines rohrförmigen Gefässteils des elektrischen Gerätes derart angeschmol- zen wird, dass das eine Ende jedes der Strom zuführungsleiter innerhalb des Gefässes und das andere Ende ausserhalb des Gefässes vor springt,so dass die Einschmelzung die Form einer flachen,, quetschförmigen Einschmel zung erhält. 27. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Glaspulver mit Hilfe eines Bindemittels, .das bei hoher Tem peratur zersetzt, zu einem festen Körper ge- staltet wird, der nahezu die endgültige Form der Einschmelzung aufweist und der bereits die Stromzuführungsleiter enthält und mit diesen vakuum- und gasdicht verbunden wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL222880X | 1940-03-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH222880A true CH222880A (de) | 1942-08-15 |
Family
ID=19779471
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH222880D CH222880A (de) | 1940-03-27 | 1941-03-25 | Vorrichtung mit einer vakuum- und gasdichten Einschmelzung und Verfahren zur Herstellung dieser Vorrichtung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH222880A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1034280B (de) * | 1953-11-28 | 1958-07-17 | Siemens Ag | Elektronenroehre fuer sehr kurze Wellen |
| DE1085262B (de) * | 1957-04-24 | 1960-07-14 | Philco Corp | Verfahren zur Herstellung von mit vakuumdichten Einschmelzungen versehenen Sinterkoerpern, die als Sockel fuer elektrische Anordnungen, insbesondere Halbleiteranordnungen dienen |
-
1941
- 1941-03-25 CH CH222880D patent/CH222880A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1034280B (de) * | 1953-11-28 | 1958-07-17 | Siemens Ag | Elektronenroehre fuer sehr kurze Wellen |
| DE1085262B (de) * | 1957-04-24 | 1960-07-14 | Philco Corp | Verfahren zur Herstellung von mit vakuumdichten Einschmelzungen versehenen Sinterkoerpern, die als Sockel fuer elektrische Anordnungen, insbesondere Halbleiteranordnungen dienen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69804192T2 (de) | Hochdruckentladungslampe mit uv-verstärker | |
| DE69600960T2 (de) | Hochdruckentladungslampe | |
| DE69318226T2 (de) | Hochdruckgasentladungslampe | |
| DE2641880C2 (de) | ||
| DE2437774C2 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Elektrodeneinführung für eine Hochdruck-Entladungslampe und mittels dieses Verfahrens hergestellte Elektrodeneinführungen | |
| DE2307192C3 (de) | Hochdruckentladungslampe | |
| DE69008957T2 (de) | Elektrische Lampe. | |
| DE69604039T2 (de) | Beleuchtungseinheit und elektrodenlose niederdruckentladungslampe, und entladungsgefäss zur verwendung in einer solchen beleuchtungseinheit | |
| DE2550661C3 (de) | Quecksilberdampf - Hochdrucklampe | |
| DE2713702C3 (de) | ||
| CH222880A (de) | Vorrichtung mit einer vakuum- und gasdichten Einschmelzung und Verfahren zur Herstellung dieser Vorrichtung. | |
| DE452346C (de) | Elektrische Entladeroehre, deren Aussenwandung teilweise aus Metall besteht | |
| DE1539443C3 (de) | Zeichenanzeigende Kathodenglimmlichtröhre | |
| DE2734099A1 (de) | Gasentladungslampe, insbesondere blitzroehre | |
| DE2821162A1 (de) | Elektrische lampe | |
| DE1421869B2 (de) | Entglasungsfester quarzglaskoerper | |
| DE68906174T2 (de) | Ungesättigte Hochdrucknatriumdampfentladungslampe. | |
| DE2152888A1 (de) | Bogenentladungs-Rohrkörper und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| AT119228B (de) | Stromzuleitungen für Gefäße aus Glas, insbesondere aus Quarzglas. | |
| DE2209868C3 (de) | Verfahren zur Herstellung einer elektrischen Metalldampfentladungslampe | |
| DE1075224B (de) | Vakuum- oder gasdichte Einschmelzung von Korpern m elektrische Gerate und Verfahren zum Herstellen solcher Ein Schmelzungen | |
| DE727343C (de) | Verfahren zum Herstellen einer vakuumdichten Stromleiterdurchfuehrung durch Quarzglas | |
| DE902758C (de) | Verfahren zur Herstellung vakuumdichter Durchfuehrungen | |
| DE664703C (de) | Elektrische Lichtquelle kleinster Abmessungen | |
| DE860248C (de) | Verfahren zur Herstellung von Glaskoerpern mit einem rohrfoermigen Glasteil |