CH223040A - Verfahren zum Ausrichten und Verschweissen alter Schienenstösse mit abgebogenen Schienenenden im Gleis. - Google Patents

Verfahren zum Ausrichten und Verschweissen alter Schienenstösse mit abgebogenen Schienenenden im Gleis.

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CH223040A
CH223040A CH223040DA CH223040A CH 223040 A CH223040 A CH 223040A CH 223040D A CH223040D A CH 223040DA CH 223040 A CH223040 A CH 223040A
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    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01BPERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
    • E01B31/00Working rails, sleepers, baseplates, or the like, in or on the line; Machines, tools, or auxiliary devices specially designed therefor
    • E01B31/02Working rail or other metal track components on the spot
    • E01B31/18Reconditioning or repairing worn or damaged parts on the spot, e.g. applying inlays, building-up rails by welding; Heating or cooling of parts on the spot, e.g. for reducing joint gaps, for hardening rails

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Description


  Verfahren zum Ausrichten und Verschweissen alter Schienenstösse mit     abgebogenen     Schienenenden im Gleis.    Es ist bekannt, dass die bei     Eisenbahn-          und    Strassenbahngleisen angewandten me  chanischen Schienenverbindungen sich im  Betrieb trotz bester Wartung allmählich  lockern, indem die Verbindungslaschen und  die Schienenklammern durch Verschleiss und  Schlagwirkung ungenau werden. Durch die  Lockerung wird die Beanspruchung der  Stossteile beim Befahren schlagartig, und es  entstehen an den Stössen     Ausfahrungen    und  Schlaglöcher. Häufig werden die Schienen  enden durch die Schlagbeanspruchung auf  gewisse Entfernung vom Stoss nach unten  abgebogen.

   Ein Gleis, bei dem sich ein     sol-          eher    Zustand eingestellt hat, ist minderwer  tig und nur noch kurze Zeit betriebsfähig.  



  Es ist bekannt, derartig ausgefahrene  Schienenstösse durch     Schweissen,    insbeson  dere durch     aluminothermisehe        Verschwei-          ssung    der Schienenenden zu beseitigen. Für  die Durchführung dieser     Schweissungen     waren bisher besondere Pressen erforderlich,    mittels denen die abgebogenen Schienen  enden, nachdem sie von den Laschen befreit  sind, eingespannt, ausgerichtet und beim       aluminothermischen    Schweissen in .Abstand  voneinander gehalten werden. Das Ausrich  ten eines solchen Stosses mittels der Presse  ist mit Schwierigkeiten verknüpft, denn es  müssen beträchtliche Kräfte angewendet  werden, um die abgebogenen Schienenenden  gerade zu biegen.

   Nach dieser Arbeitsweise  gelingt das Ausrichten der     Schienen    nicht  immer einwandfrei, zumal dann, wenn die  abgebogenen Schienenenden sehr stark von  der Geraden abweichen.  



  Die Erfindung betrifft ein einfaches Ver  fahren zum Ausrichten und Verschweissen  alter, im Gleis befindlicher     Schienenstösse     mit abgebogenen     Schienenenden,    ohne Ver  wendung einer Schienenpresse und besteht  darin, dass die     Schienenenden    bei kaltblei  bendem Schienenfuss an der Stelle, wo die  Abbiegung     beginnt,    wenigstens am Kopfe      so erwärmt werden, dass sie nach dem Ab  kühlen gerade gerichtet sind, worauf die  Schienenenden     aluminothermisch    verschweisst  werden. Durch diese Wärmebehandlung  kommt das herabhängende     Schienenende     zwangsläufig hoch, so dass hierdurch wieder  eine vollkommen gerade Lage der Schienen  herbeigeführt werden kann.

   Die Wärme  behandlung wird zweckmässig so ausgeführt,  dass die Stelle der     Schienenenden,    wo die  Abbiegung beginnt Knickstelle), wenig  stens am     Schienenkopf    von oben und von  den Seiten mittels einer oder mehrerer Gas  brenner, autogener Schweissbrenner oder son  stiger     Wärmequallen    etwa     rotglühend    er  hitzt. Ist der     Knick    sehr stark, so wird stär  ker und ausser dem Schienenkopf auch noch  der obere Teil des Schienensteges erhitzt.

    Durch die Erhitzung ist der Werkstoff be  strebt, sich auszudehnen. .Hieran ist er da  durch gehindert,, dass der kalt bleibende Teil  des Steges     und    der     Schienenfuss,    die beide  zusammen     ein    grosses     Widerstandsmoment     gegen Biegung haben, nicht nachgeben. In  folgedessen wirkt, sich die     Erwärmung    des  Schienenkopfes an der Knickstelle als Selbst  stauchung des     Schienenkopfwerkstoffes    an  dieser Stelle aus. Beim Erkalten zieht sich  der bereits     gestauchte        Werkstoff    noch weiter  zusammen.

   Die dabei im Schienenkopf     bezw.     im     obern    Teil des Steges auftretenden       Schrumpfungskräfte    sind erfahrungsgemäss  so gross, dass von ihnen nunmehr das Wider  standsmoment des Schienenfusses und des  kalten Teils des Steges überwunden und die  gesamte Knickstelle gerade gebogen wird.  Je von der Art und Grösse der     Herabbiegung     des zu     richtenden        Schienenendes    hängt es ab,  ob und wie lange nur der Kopf oder auch  noch ein kleineres oder     grösseres    Stück des  Steges erhitzt wird.

   Nach dem auf diese  Weise bewirkten Ausrichten der Schienen  enden wird der Stoss in an sich bekannter  Weise     aluminothermisch    verschweisst. Für  die     aluminothermische        Verschweissung    wird  zweckmässig die     Zwischengussschweissung     verwendet, bei der eine Verschmelzung der  Schienenenden mit dem aus der alumino-    thermischen Schweissportion ausgeschiedenen  und dem Schienenwerkstoff metallurgisch  angepassten Stahl erfolgt.

   Nach der     Schwei-          ssung    folgt die     bekannte    Bearbeitung der       Schienenfahrfläche.    Die Gleisinstandsetzung  ist somit     schnell    und ohne grosse Störung  des Verkehrs ausführbar.     Durch'    das Verfah  ren gemäss der Erfindung ist es möglich,       Schweissungen    unter Aufrechterhaltung des  Verkehrs durchzuführen und die für die       Schweissung    erforderliche     Zeit,    auf ein Min  destmass herabzumindern.     :Dies    ist ganz be  sonders wertvoll, da es oft     ummöglich    ist,  den Verkehr abzulenken, z.

   B. auf einglei  sigen Strecken, wo bisher     Stossschweissungen     an alten Schienenstössen in der Nacht durch  geführt werden     mussten;    was sich auch auf  die Qualität der Arbeitsausführung ungün  stig auswirkte.  



  Zur Beschleunigung des erfindungsge  mässen     Ausrichtens    der abgebogenen Schie  nenenden wird     zweckmässig    auf die zu er  hitzende Stelle des Schienenendes eine Haube  gesetzt, die eine     bessere    wärmetechnische  Wirkung ergibt, indem sie die Wärmeaus  strahlung verhindert und auch eine Dosie  rung der Wärmezufuhr ermöglicht. Die  Haube kann ausserdem so ausgebildet sein,  dass sie die Erhitzung im Fuss verhindert,  oder dass sie 'zumindest verhütet, dass der  Fuss von der Heizflamme getroffen werden  kann und dadurch die technische Wirkung,  das heisst das     Ausrichten    der Schienenenden  beeinträchtigt wird.

   Die     Verwendung    der  Haube ergibt ferner die Möglichkeit, den  Fuss, falls erforderlich, zu kühlen, um so die  Wirkung des     Schienenrichtens    noch zu ver  grössern. Die Haube ist in ihrer Gestalt dem  jeweiligen Zweck angepasst. Sie kann bei  spielsweise aus Blech, Gusseisen oder der  gleichen bestehen und mit feuerfestem Stoff  ausgekleidet sein oder nur aus feuerfestem  Stoff bestehen. Sie kann einteilig sein oder  aus zwei oder mehreren Teilen bestehen, die  miteinander     verschraubbar    oder gelenkig  verbunden sind.  



  Auch bei Verwendung solcher Hauben  kann bei Gleisen, die sich     in.    Betrieb befin-      den und bei denen die Zugpause verhältnis  mässig kurz ist, fast     ununterbrochen    gear  beitet und so die Arbeitszeit vollständig  nutzbringend verwendet werden. Denn zum  Durchlassen des Zuges ist es gegebenenfalls  nur nötig, die Haube abzunehmen, was ohne  Schwierigkeiten geschehen kann.  



       Wie    bereits erwähnt, findet das     alumino-          thermische    Verschweissen der auf diese  Weise gerade gerichteten Schienen ohne Ver  wendung einer Presse zweckmässig nach dem       aluminothermischen        Zwischengussverfahren     statt, bei dem die an der Schweissstelle mit  einer Giessform umgebenen Schienenenden  in dem ganzen Querschnitt der Stosslücke  durch Zwischen- und     Umguss    aus     alumino-          thermischem    Stahl verschmolzen werden, der  vorzugsweise durch stahlbildende Zusätze  dem Schienenwerkstoff metallurgisch an  gepasst werden kann.

   Das Mindestmass der  Stosslücke richtet sich nach der Grösse der  zu schweissenden Schienenprofile. Wird die  ses Mindestmass unterschritten, so ergibt sich  ein poröser     Zwischenguss    und eine unvoll  kommene     Aufschmelzung    der Schienenenden.  Anderseits kann aber durch das beim erfin  dungsgemässen Ausrichten der Schienen  enden erfolgende Geradebiegen derselben die  Stosslücke in solchem Masse verkleinert wer  den, dass das für die     Zwischengusslücke    er  forderliche Mindestmass unterschritten wird.

    Hinzu kommt, dass durch die beim     alumiao-          thermischen    Schweissen unerlässliche     Vor-          wärmung    die     Zwischengusslücke    noch weiter  verkleinert wird.

   Um trotzdem ohne die  Verwendung einer Schienenpresse, welche  die beiden Schienenenden in dem für die       Zwischengusslücke    erforderlichen Abstand  hält, die notwendige Grösse der Zwischen  gusslücke zu gewährleisten, werden zweck  mässig in die Stosslücke an den Aussenkanten  der Schienenköpfe Abstandsstücke mit einem  dazwischen belassenen freien Raum einge  trieben, die in ihrer Dicke der für den     Zwi-          schenguss    erforderlichen Lücke entsprechen  den und durch den von oben in die Giessform  eingegossenen     aluminogenetischen    Stahl bis  zur Beendigung des     Auffüllens    der Zwi-         schengusslücke    aufgeschmolzen werden.

   Die  völlige     Aufschmelzung    der Abstandsstücke  wird beispielsweise dadurch ermöglicht, dass  sie unter dem     Eingusskanal    der Form an  geordnet sind. Da ihre gänzliche     Aufschmel-          zung    erst dann beendet ist, wenn die     Z-,vi-          schengusslücke    bereits mit     aluminogeneti-          schem    Stahl aufgefüllt ist, so wird die     Zwi-          schengusslücke    in ihrer vollen Grösse bis zum  Eintritt der vollständigen     Verschweissung     der Querschnitte aufrecht erhalten.

   Erst nach  diesem Zeitpunkt kann sich der durch das  Eintreiben der Abstandsstücke     bezw.    der  durch die Verhinderung der Ausdehnung  beim Vorwärmen aufgestapelte Schienen  längsdruck auslösen und sich in einer selbst  tätigen     Stauchung    der Schweissstelle auswir  ken. Diese     Selbststauchung    ist nützlich,     dz     sie einen Teil des Zwischengusses, nachdem  er seinen Zweck erfüllt hat, aus der Schweiss  stelle wieder     herauspresst,    den verbleibenden  Teil des Zwischengusses verdichtet und die       Schweisszone    verkleinert.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist  auf beiliegender Zeichnung in einem Aus  führungsbeispiel veranschaulicht.  



       Fig.    1 zeigt das eine Schienenende eines  Schienenstosses, wobei das     im    Laufe des Be  triebes     herabgebogene    Ende in übertrieben  verzerrtem Massstab dargestellt ist;       Fig.    2 ist ein Querschnitt nach Linie       A-A    der     Fig.    1;       Fig.    ss ist eine     Stirnansicht    von links  auf     Fig.    1;       Fig.    4 ist ein Querschnitt durch den  Schienenstoss mit angesetzter Giessform;

         Fig.    5 stellt den Schienenstoss in Seiten  ansicht mit einer     Formenhälfte    dar, und       Fig.    6 ist eine Aufsicht auf den Schienen  stoss.  



  In     Fig.    1 befindet sich der Knick des im  Betrieb     herabgebogenen    Endes der Schiene     a     bei A-A. Die zum Zwecke der Erwärmung  des Schienenkopfes und des     obern    Teils des  Steges anzusetzende Haube oder Muffel b  ist in     Fig.    1 gestrichelt dargestellt. Sie kann  oben durch einen mit Abzugsöffnungen h     ver-          sehenen    Deckel b' verschlossen sein     (Fig.    2).      An den Seiten ist sie mit     Öffnungen    k zum  Einblasen von Gasflammen versehen. Die  Erwärmung kann auch durch     irgendwelche     andern Wärmequellen erfolgen.

   Gemäss       Fig.    2 und 3 ist die Muffel     h    im vorliegen  den     Fall    zweiteilig ausgebildet. Sie kann  auch eine andere, den jeweiligen Verhältnis  sen     angepasste    Form haben. Nachdem die  Form angesetzt worden ist, werden durch  einen oder mehrere Gasbrenner, autogene  Schweissbrenner oder dergleichen Gasflam  men in die Muffel eingeblasen, welche im  vorliegenden Fall den Kopf und den obern  Teil des Steges der Schiene an der Knick  stelle etwa bis zur Rotglut erhitzen. Die Er  hitzung wird so lange fortgesetzt, dass die  Schiene nach ihrer Abkühlung gerade gerich  tet ist.  



  Nach dein Ausrichten der Schienenenden  werden gemäss     Fig.    4 bis 6 zwischen die  Köpfe der Schienen a des Schienenstosses an  den Aussenkanten der     Stossfuge    zwei Ab  standsstücke e mit einem dazwischen belas  senen freien     Raum    hineingetrieben, so dass  sie unter     Druckspannung    die Schienenenden  mit einer für den     aluminothermischen    Zwi  schen- oder     Schmelzguss    ausreichenden Lücke  auseinanderhalten. Die Abstandsstücke be  stehen     beispielsweise    aus Eisen oder Stahl  ohne oder mit besonderen Zusätzen wie Man  gan oder Chrom. Sie besitzen je nach Form  und Schwere des Schienenprofils zweck  mässig eine Dicke von 5 bis 8 mm.

   Bei klei  neren Schienen wird eine geringere, bei grö  sseren Schienen eine grössere Stärke der Ab  standsstücke gewählt. Nach dem Eintreiben  der Abstandsstücke wird der Schienenstoss  mit der Giessform f umsetzt, die mit einem  obern     Einguss        g    versehen ist. Der     alumino-          genetische    Stahl fliesst aus einem Tiegel, der  in der Zeichnung nicht dargestellt ist, auf  die Sandbrücke c der Giessform und von da  in Richtung der Pfeile durch zwei Kanäle  in den Hohlraum der Form.

   Dabei werden    die Abstandsstücke e an den Aussenkanten  des Kopfes der     Schienen        aa    von dem einflie  ssenden     aluminogenetischen    Stahl unmittel  bar bespült, so dass der     Aufschmelzvorgang     der Abstandsstücke sowie der Schienenenden  sofort beginnt. Die Stärke der Abstands  stücke e ist für jedes Schienenprofil so er  mittelt, dass ihre     Aufschmelzung    im wesent  lichen erst bei beendetem     Einguss    des     alu-          minogenetischen    Stahls vollständig ist:

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Ausrichten und Ver schweissen alter Schienenstösse mit abgebo genen Schienenenden im Gleis ohne Verwen dung einer Schienenpresse, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schienenenden bei kaltblei bendem Schienenfuss an der Stelle, wo die Abbiegung beginnt, wenigstens am Kopf so erwärmt werden, dass sie nach dem Abküh len gerade gerichtet sind; worauf die Schie nenenden aluminothermisch verschweisst wer den. UNTERANSPRü CHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass während des Richtens auf die zu erwärmende Stelle des Schienenendes eine Haube gesetzt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, wo bei die aluminothermische Schweissung der Schienenenden durch Zwischenguss erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass in die Stoss lücke an den Aussenkanten der Schienen köpfe Abstandsstücke mit einem dazwischen belassenen freien Raum angetrieben werden, die in ihrer Dicke der für den Zwischenguss erforderlichen Lücke entsprechen und durch den von oben in die Giessform eingegossenen aluminothermischen Stahl bis zur Beendi gung des Auffüllens der Zwischengusslücke aufgeschmolzen werden.
CH223040D 1940-12-16 1941-11-17 Verfahren zum Ausrichten und Verschweissen alter Schienenstösse mit abgebogenen Schienenenden im Gleis. CH223040A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2743319A1 (fr) * 1996-01-05 1997-07-11 Railtech Int Moule de soudure et dispositif de prechauffage destine a cooperer avec celui-ci
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