CH223603A - Aufladegruppe. - Google Patents
Aufladegruppe.Info
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- F02C6/04—Gas-turbine plants providing heated or pressurised working fluid for other apparatus, e.g. without mechanical power output
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Description
Aufladegruppe. Die Erfindung bezieht sich auf eine Auf ladegruppe, welche aus einer Abgasturbine und einem von dieser angetriebenen Lader be steht.
Es liegt im Wesen des Betriebes einer Gasturbine, dass der Laufschaufelträger eine grosse Wärmemenge aufnimmt, von der ein beträchtlicher Teil auf die Turbinenwelle übertragen wird. Um diese Wärme, die zu einer unzulässigen Erhöhung -der Wellentem peratur führt, wieder abzuführen, wurde be reits vorgeschlagen, die Turbinenwelle hohl auszuführen und von einem flüssigen oder gasförmigen Kühlmittel durchströmen zu lassen. Es wurde auch schon versucht, zwi schen Läufer und Lager ein Gebläse anzu ordnen, das eine zusätzliche Kühlung des Turbinenläufers ermöglichen sollte.
Es ist ferner bekannt, zwischen Läufer und Wellen lager einen besonderen Wellenkühlraum an zuordnen; die Welle wird an :der Stelle des Kühlraumes mit geringem Spiel von einer Buchse umgeben, in welche Druckwasser ein gefügt wird, wodurch die von der Welle auf genommene Wärme abgeleitet werden soll. Aus dem Bau von radial durchströmten Gas turbinen ist es bekannt, das Laufrad mit einer Scheibe aus wärmebeständigem Werk stoff zu schützen.
Eine solche Scheibe stellt jedoch nur einen Oberflächenschutz des Lauf rades gegen Verzunderung infolge der hohen Treibmitteltemperaturen dar und ist wegen ihrer guten Wärmeleitfähigkeit nicht dazu geeignet, auch den Wärmeübergang vom Treibmihei auf das Laufrad zu verhindern.. Aber trotz dieser Massnahmen gelang es Biss- her nicht, die schädliche Wärme aus der Tur binenwelle restlos zu entfernen,
das heisst die Turbinenwelle genügend kühl zu halten, so dass Wellenbrüche infolge zu grosser Tempe raturerhöhungen der Turbinenwelle und Klemmen der Welle in den Lagern immer wieder auftreten.
Diese Schwierigkeiten werden bei .der Aufladegruppe gemäss der Erfindunä da durch beseitigt, dass Mittel vorgesehen sind, durch welche der direkte \X'ärmeiibergang vom Laufschaufelträger auf die Turbinen welle und mit dieser im Zusammenhang stehende Maschinenteile vermindert wird. Das geschieht vorteilhaft durch eine zwischem dem Laufschaufelträger und der Turbinen welle angeordnete Buchse aus einem Werk stoff mit einer Wärmeleitzahl kleiner als 9.
Ferner können zwischen Gasturbinenge- häuse einerseits und den Lagern anderseits Strahlungsschutzringe mit schirmartigen Flanschen angeordnet sein, die ebenfalls aus einem Werkstoff mit einer Wärmeleitzahl kleiner als 9 bestehen.
Die Übertragung .des Drehmomentes vom Laufschaufelträger auf die Turbinenwelle kann, solange es keinen wärmeisolierenden Werkstoff gibt, der fest genug ist, um das Drehmoment aufzunehmen und weiterzulei ten, nicht durch die Buchse selbst erfolgen. Zur Überwindung dieser Schwierigkeit wird beispielsweise vorgeschlagen, eine seitlich des Schaufelträgers angeordnete, auf der Turbi nenwelle urdrehbar befestigte Muffe vorzu sehen, die mit der Nabe des Schaufelträgers drehmomentübertragend in Verbindung steht.
Das kann beispielsweise dadurch geschehen, dass die Muffe einerseits durch eine seitlich an ihr angeordnete Stirnverzahnung mit. einer an der entsprechenden Seite der Nabe des Schaufelträgers angeordneten Stirnverzah nung urdrehbar in Eingriff steht und ander seits über eine auf der Welle aussen ange brachte Aussenkerbverzahnung und eine in der Muffe angeordnete Innenkerbverzahnung mit der Turbinenwelle uridrehbar verbunden ist.
Das Drehmoment der Turbinenwelle kann in üblicher Weise durch Verlängerung der Turbinenwelle der Verbrauchsmaschine zuge leitet werden. In weiterer Ausgestaltung der Aufladegruppe ist es aber auch möglich, die Turbinenwelle nicht zur Übertragung des Drehmomentes heranzuziehen, sondern sie be sonders leicht auszuführen.
Das kann da- durch geschehen, dass die hohl ausgebildete Turbinenwelle in dem Teil, an welchem sich aussen die Kerbverzahnung befindet, eine Innenkerbverzahnung zur Verbindung mit einer das Drehmoment weiterleitenden Ar- beitswelle besitzt. Die Hohlwelle überträgt also das Drehmoment nicht in Richtung der Längsachse, sondern nur radial, und zwar nur durch den Teil der Welle hindurch, der durch die Aussen- und Innenkerbverzahnun- gen verstärkt ist.
Eine besonders vorteilhafte Lösung wird dadurch erreicht, dass die an ihrem einen Ende über eine Kerbverzahnung mit der Tur binenwelle gekuppelte. zweckmässig als Tor sionswelle ausgebildete Arbeitswelle mit ihrem andern Ende ebenfalls über eine Kerb- verzahnung urdrehbar mit dem Läufer des Verdichters verbunden ist.
Der Vorteil liegt in der Erhöhung der Betriebssicherheit der Aufladegruppe. Durch die Anordnung von wärmeisolierenden Ein richtungen gelingt es, die sowohl durch Wirmeleittxng als auch durch Wärmestrah lung hervorgerufene unzulässige Erwärmung der Turbinenwelle zu unterbinden.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass es möglich ist, die Turbinenwelle hohl auszuführen, wobei die Wandstärke der Hohlwelle erheb lich unter den üblichen Abmessungen liegen kann, weil die Turbinenwelle nicht zur tber- tragung des Drehmomentes herangezogen wird.
Insbesondere in dem Falle, wo die Gas turbine den Lader eines Flugmotors antreibt, ergibt sich bei den jetzt üblichen hohen La derleistungeneine erhebliche Gewiehtserspar- nis, wobei der Imstand besonders vorteilhaft ins Gewicht fällt, dass die im Innern der Hohlwelle angeordnete, die Leistung über tragende Torsionswelle gut vor Wärmebe- anepruehungen geschützt ist.
Es ist zwar bekannt, das Drehmoment einer Turbine auf eine als Sperrvorrichtung ausgebildete Hohlwelle zu übertragen, die an ihrem Ende mit einer Innenverzahnung und etwa in der Mitte ihrer Erstreckung mit einer Aussenverzahnung versehen ist. Eine solche Hohl"velle ist jedoch im vorliegenden Fall nicht geeignet, da die beiden Verzahnungen in einem das Drehmoment in Längsrichtung weiterleitenden Abstand voneinander ange ordnet sind.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes, und zwar den Mittellängsschnitt durch eine Auflade- giaippe dar. Auf der Turbinenwelle 1 ist der Laufsehaufelträger \? unter Zwischenschal- tunder aus einem die Wärme schlecht lei tenden Werkstoff, das heisst einem solchen mit einer Wärmeleitzahl kleiner als 9, z. B.
Graphitkohle, bestehenden Buchse 3 drehbar befestigt. Zur Übertragung des Drehmomen tes vom Schaufelträger \? auf die Turbinen welle 1 ist eine Muffe 4 angeordnet, die einer seits durch eine seitlich an ihr angeordnete Stirnverzahnung 6a mit einer an der entspre- ehenden Seite der Läufernabe 2a vorgesehe nen Stirnverzahnung 6b uridrehbar in Ein- .o riff steht,
und anderseits über eine auf der -IffSlle aussen angebrachte Aussenkerbverzah- nung äca und eine in der Muffe 4 angeordnete Innenkerbverzahnung 5b mit der Turbinen welle uridrehbar verbunden ist. Die Turbi nenwelle 1 ist bei 7 und 8 gelagert.
Das Ge häuse der Gasturbine ist durch die Ringdich tungen 10 nach aussen abgedichtet. Zwischen diesen Ringdichtungen 10 und den Lagern 7 und 3 sind Strahlungssehutzringe 11 aus einem Werkstoff schlechten Wärmeleitver- mögens, das heisst einer Wärmeleitzahl klei ner als 9, z. B. Graphitkohle, angeordnet. Je der dieser Ringe 11 weist einen an seine Innenseitenfläche sich stumpfvainklig an schliessenden schirmartigen Fortsatz 15 auf.
Statt stumpfwinklig könnte dieser Fortsatz sich auch spitzwinklig an die Innenseiten fläche des Ringes 11 anschliessen.
Die hohle Turbinenwelle 1 ist in dem Teil, an welchem sich aussen die Kerbverzahnung 5a. befindet, mit einer Innenkerbverzahnung 5c versehen. In diese Kerbverzahnung greift die Aussenkerbverzahnung 5d einer das Dreh mament übertragenden Torsionswelle 9 ein.
Die Torsionswelle 9 besitzt an ihrem dem Laufrad des Laders 12 zugekehrten Ende eine Kerbverzahnung 12a. welche mit einer in der Bohrung 14 des Verdichter-Laufrades 12 angeordneten Kerbverzahnung 12b eben falls in Eingriff steht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Aufladegruppe, bestehend aus einer Ab gasturbine und einem von dieser angetriebe nen Lader, dadurch gekennzeichnet, sass Mit tel vorgesehen sind, durch welche der di rekte Wärmeübergang vom Laufschaufel träger auf die Turbinenwelle und mit dieser im Zusammenhang stehende Maschinenteile vermindert wird. UN TERANSPRüCHE 1. Aufladegruppe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Schaufelträger (2) und der Turbinenwelle (1) eine Buchse (3) .aus einem Werkstoff mit einer ZSTärmeleitzahl kleiner als 9 angeordnet ist.2. Aufladegruppe nach Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch eine seitlich des Läu fers (2) angeordnete, auf der Turbinenwelle uridrehbar befestigte Muffe (4), die mit der Nabe (2a) des Schaufelträgers (2) dreh momentübertragend in Verbindung steht.3. Aufladegruppe nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, sass die Muffe (4) einerseits durch eine seitlich an ihr angeord nete Stirnverzahnung (6a) mit einer an der entsprechenden Seite der Nabe des Schaufel trägers angeordneten Stirnverzahnung (6b) uridrehbar in Eingriff steht und anderseits über eine auf der Welle (1) aussen ange brachte Aussenkerbverzahnung (5a) und eine in der Muffe (4) angeordnete Innenkerbver- zahnung (5b) mit der Turbinenwelle (1) uri- drehbar verbunden ist.4. Aufladegruppe nach Unteranspruch 3 mit hohler Turbinenwelle, dadurch gekenn zeichnet, sass .die Turbinenwelle in dem glei chen Wellenabschnitt, in dem sich aussen die Verzahnung (5a) befindet, innen mit einer Verzahnung (5c) versehen ist, derart, sass das @@Tellendrehmoment nur innerhalb der durch die beiden Verzahnungen (5a und 5e) be grenzten Zone der Turbinenwelle übertragen wird.5. Aufladegruppe nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in die Innen verzahnung (5c) der Turbinenwelle (1), die nicht mit dem Laufrad des Laders (12) ver bunden ist das eine mit einer Aussenverzah nung (5d) versehene Ende einer Arbeitswelle (9) eingreift, die mit ihrem andern Ende mit dem Laufrad des Laders in Wirkverbindung steht.6. Aufladegruppe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Turbinengehäuse und den Lagern (7, 8) Strahlungsschutzringe (11) aus einem Werk stoff mit einer Wärmeleitzahl kleiner als 9 angeordnet sind, von denen jeder einen an seine Innenseitenfläche sich anschliessenden schirmartigen Fortsatz (15) hat.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE223603X | 1940-04-13 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE873185C (de) * | 1948-03-22 | 1953-04-13 | Napier & Son Ltd | Kolben, insbesondere fuer Brennkraftmaschinen |
-
1941
- 1941-04-15 CH CH223603D patent/CH223603A/de unknown
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| DE873185C (de) * | 1948-03-22 | 1953-04-13 | Napier & Son Ltd | Kolben, insbesondere fuer Brennkraftmaschinen |
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