CH223863A - Schaltung für Stromrichteranlagen. - Google Patents
Schaltung für Stromrichteranlagen.Info
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Description
Schaltung für Stromrichteranlagen. Es ist bekannt, dass bei Lichtbogen- Gleichrichtern und dergleichen unmittelbar nach dem Löschen einer Anode ein senkrech ter Anstieg der Spannung zwischen Anode und Kathode auftritt. Es wurde vorgeschla gen, diesen Spannungssprung durch Parallel schaltung eines Kondensators zwischen Anode und Kathode zu verlangsamen.
Da aber die Induktivität des Stromkreises, in welchem die Ablösung der Anode erfolgt, sehr klein ist, sind für eine merkliche Verlangsamung des Spannungsanstieges verhältnismässig grosse Kapazitäten erforderlich. Diese Kapa zitäten können kleiner bemessen werden, wenn in die Anodenleitung zwischen dem Transformator und der Anode eine Induk- tivität eingeschaltet wird. Mit Rücksicht auf die damit verbundene Erhöhung des Spannungsabfalles und Verschlechterung des Leistungsfaktors ist aber die Grösse dieser Induktivität auf enge Grenzen beschränkt.
Es ist ferner bekannt, dass sich in Licht bogen-Gleichrichtern die parallelen Anoden derselben Transformatorphase nicht ohne weiteres parallelschalten lassen, weil infolge der fallenden Lichtbogencharakteristik die Stromverteilung zwischen den unmittelbar parallelgeschalteten Anoden labil ist, das heisst praktisch würde der Strom nur durch eine einzige der parallelgeschalteten Anoden fliessen.
Dieser Erscheinung wurde bis dahin in der Weise begegnet, dass die einzelnen Anoden von getrennten Transformatorwick- lungen aus gespeist wurden, wobei infolge der in diesen Wicklungen auftretenden Spau- nungsabfälle der Strom gleichförmig auf die parallelarbeitenden Anoden aufgeteilt-wurde. Dies führt zu einem verwickelten Aufbau der Transformatoren.
Eine andere Möglichkeit der Verteilung des Stromes einer Transfor- matorwicklung auf mehrere parallelgeschal tete Anoden besteht darin, in die einzelnen Anodenleitungen Drosselspulen einzubauen, deren Spannungsabfälle wiederum zu einer stabilen Stromverteilung führen.
Neuere Un-. tersuchungen haben. nun gezeigt, dass sowohl die Kondensatoren zur Verlangsamung des Spannungsanstieges als auch die zur stabilen Stromverteilung auf parallelgeschaltete An oden verwendeten Drosselspulen bedeutend kleiner gebaut werden können, wenn die Drosselspulen in den Anodenleitungen ohne Luftspalt und mit einer Vormagnetisierungs- wicklung ausgeführt werden, welche das Ei sen in der dem Hauptstrom entgegengesetzten Richtung vormagnetisiert.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schal tung für Stromrichteranlagen zur Verlang samung des negativen Spannungssprunges zwischen den Anoden und der Kathode, bei welcher erfindungsgemäss in die Anodenlei tungen Drosselspulen ohne Luftspalt einge baut sind, welche durch eine Vormagnetisie- rungswicklung dauernd in der dem Haupt strom entgegengesetzten Richtung vormagne tisiert sind, und bei welcher die Anoden über Kondensatoren mit Elektroden von Hilfsent- ladungsstrecken verbunden sind,
deren Zünd- spannung geringer als die Rückzündungs- spannung der Hauptanoden ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung schematisch darge stellt.
In der Abbildung bedeuten 1 und 2 die Sekundärwicklungen des Transformators, 3 und 4 die in den Anodenleitungen liegenden Drosselspulen mit den Hauptwicklungen 3a und 4a und den Vormagnetisierungswicklun- gen 3b und 4b. Mit 5 und 6 sind die mit Steuergittern versehenen Hauptanoden und mit 7, 8 die Hilfselektroden des Gleichrich ters 9 bezeichnet. Die Kondensatoren 10 und 11 dienen zur Aufnahme des negativen Span nungssprunges.
Bei Fehlen der Kondensatoren 10 bezw. 11 würde beim Löschen der Hauptanoden 5 bezw. 6 zwischen ihr und der Kathode des Gleichrichters 9 ein senkrechter Spannungs anstieg auftreten, welcher leicht zu Rückzün dungen führt. Infolge der negativen Vor magnetisierung der Drosselspulen 3 bezw. 4 durch die Wicklungen 3b und 4b ist nun bei s luftspaltfreiem, magnetischem Kreis dieser Drosselspulen die Induktivität dieser Drossel spulen sehr gross, so dass die Stromänderung in der Nähe des Nulldurchganges sehr klein ist.
Steigt nach dem Löschen der Haupt anode 5 die Spannung zwischen ihr und der Kathode, so zündet an der Hilfselektrode 7 ein Kathodenfleck, über welchen ein Strom nach dem Kondensator 10 und über (lie Wicklung 3a fliesst. Dieser Strom nimmt entsprechend der Aufladung des Konden- sators 10 langsam bis zu Null ab und ver hindert so das Entstehen eines zu steilen Spannungsanstieges an der Hauptanode. Die auf dem Kondensator 10 entstehende Ladung fliesst bei der nächsten Zündung der Haupt anode über die Hilfselektrode 7 ab, so dass der Kondensator 10 jeweils am Ende der Brenndauer der Hauptanode 5 entladen ist.
Durch diese Verlangsamung des Spannungs anstieges an der Hauptanode wird in be kannter Weise die Rückzündungsgefahr her abgesetzt. Ohne die Drosselspulen 3 bezw. 4 würde die Aufladung des Kondensators und damit auch der Spannungsanstieg an der Hauptanode bedeutend rascher erfolgen, so dass sich also die Drosselspule 3 und der Kon densator 10 in ihrer Rückwirkung auf den Spannungsanstieg an der Hauptanode 5 ge genseitig unterstützen, sofern die Drossel spule 3 in der angeführten Weise vor magnetisiert ist.
In der Darstellung ist die Hilfselektrode 7 in Form eines der Hauptanode 5 vorgelager ten Gitters eingetragen. Die Hilfselektrode kann aber sowohl ausserhalb des Gleichrich ters 9 als Teil einer besonderen Entladungs strecke als auch innerhalb des Gleichrichters 9 in Form einer besonderen Hilfsanode aus geführt werden.
Die Einrichtung bringt in den Fällen ganz besondere Vorteile, wo die natürliche oder künstliche Kommutierung zwischen auf einanderfolgenden Anoden durch Wendekon densatoren 12 erfolgt. Bei dieser Kommutie- rung ist die Überlappung im allgemeinen sehr kurz, und wenn der Zündpunkt der Anoden gegenüber dem natürlichen Zündpunkt stark vor- oder rückwärtsverschoben ist, so kann der ungünstige Einfluss der Nachionisation an den Anoden und damit auch die Rückzün- dungsgefahr sehr gross werden.
Durch die Einrichtung gemäss der Erfindung kann die Rückzündungsgefahr stark herabgesetzt wer den.
Die in den Anodenzuleitungen angebrach ten Drosselspulen 3 bezw. 4 können gleich zeitig ohne weiteres auch zur gleichmässigen Verteilung des Stromes auf mehrere parallel arbeitende Anoden dienen. Infolge der mit der Vormagnetisierung der Drosselspulen durch die Wicklungen 3b bezw. 4b verbun denen erhöhten Induktivität bei der Zündung der Hauptanode kann bei dieser Anordnung die Drosselspule die Form eines über die Anodenleitung geschobenen Stabstromwand- lers erhalten, dessen Eisenkörper aus einem Paket über die Anodenleitung geschobener, geschlossener Eisenblechringe besteht.
Hier bei ist es vorteilhaft, eine Eisensorte mit grosser Anfangspermeabilität und einem mög lichst scharfen Sättigungsknie zu verwenden. In Hochstromanlagen ist es oft erwünscht, den bei einer Rückzündung auftretenden Kurzschlussstrom auf möglichst geringe Werte zu begrenzen. Es sind Anodenbau arbeiten bekannt, welche dieses Ziel in der Weise erreichen, dass auf die Anodenstirn flächen Rohrbündel aus isolierendem Werk stoff aufgesetzt werden, welche bewirken, dass der Rückzündungsstrom, welcher im all gemeinen nur durch einen einzigen Kanal dieses Rohrbündels fliesst, durch den Licht bogenwiderstand dieses Kanals auf einem ge ringen Wert gehalten wird.
Dieser Anoden aufbau lässt sich nun in vorteilhafter Weise mit dem Erfindungsgegenstand vereinigen. Führt man die Hauptanoden 5, 6 in dieser Weise aus, so können die Sekundärwicklun gen 1 und 2 des Haupttransformators auch bei Speisung mehrerer paralleler Anoden durch jede Wicklung trotzdem als gewöhn liche einfache Wicklungen ausgeführt wer den, ohne dass eine Unterteilung in mehrere getrennte Parallelzweige notwendig ist, wo bei trotzdem durch die Wirkung der den Anoden vorgelagerten Rohrbündel der Kurz schlussstrom bei Rückzündung auf unschäd liche Werte begrenzt wird, so dass sich ein sehr einfacher Aufbau des Transformators ergibt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltung für Stromrichteranlagen zur Verlangsamung des negativen Spannungs sprunges zwischen den Anoden und der Ka thode, dadurch gekennzeichnet, dass in die An odenleitungen Drosselspulen ohne Luftspalt eingebaut sind, welche durch eine Vormagneti- sierungswicklung dauernd in der dem Haupt strom entgegengesetzten Richtung vormagne tisiert sind, sowie dass die Anoden über Kon densatoren mit Elektroden von Hilfsentla- dungsstrecken verbunden sind,deren Zünd- spannung geringer als die Rückzündungs- spannung der Hauptanoden ist. UNTERANSPRtrCHE 1. Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen den vom Transformator zu den Drosselspulen führen den Verbindungsleitungen je zweier sich ab lösender Anoden Wendekondensatoren ge schaltet sind, welche die natürliche oder künstliche gommutierung der Anoden ströme bewirken.2. Schaltung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Hilfsentla- dungsstrecken ausserhalb des Stromrichter gehäuses liegen. 3. Schaltung nach Unteranspruch 1, da durch. gekennzeichnet, dass die Hilfsentla- dungsstrecken innerhalb des Stromrichterge- häuses liegen. 4.Schaltung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass mit den Haupt anoden über Kondensatoren verbundene Elek troden von Hilfsentladungsstrecken den Ano den vorgelagert sind und zwischen den letz teren und den Elektroden Steuergitter liegen. 5. Schaltung nach Unteranspruch 4, für Stromrichter mit mehreren parallelarbeiten den Anoden gleicher Phase, dadurch gekenn zeichnet, dass jeder Hauptanode eine Drossel spule und eine Hilfsentladungsstrecke zuge ordnet ist, 6. Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Drosselspulen die Form von über die Anodenleitungen ge schobenen Stabstromwandlern besitzen. 7.Schaltung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass den Hauptanoden Mittel zugeordnet sind, welche bei Rückzün dungen den Kurzschlussstrom auf einen un schädlichen Wert begrenzen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH223863T | 1942-03-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH223863A true CH223863A (de) | 1942-10-15 |
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|---|---|---|---|
| CH223863D CH223863A (de) | 1942-03-26 | 1941-11-04 | Schaltung für Stromrichteranlagen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH223863A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE947007C (de) * | 1943-05-01 | 1956-08-09 | Siemens Ag | Schaltanordnung fuer einanodige Dampfentladungsgefaesse mit Dauererregung |
-
1941
- 1941-11-04 CH CH223863D patent/CH223863A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE947007C (de) * | 1943-05-01 | 1956-08-09 | Siemens Ag | Schaltanordnung fuer einanodige Dampfentladungsgefaesse mit Dauererregung |
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