CH223864A - Schaltanordnung für den funkenfreien Betrieb von Kontaktstromrichtern. - Google Patents
Schaltanordnung für den funkenfreien Betrieb von Kontaktstromrichtern.Info
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Description
Schaltanordnung für den funkenfreien Betrieb von Kontaktstromrichtern. Kontaktstromrichter (Synchronschaltein- riehtungen) haben gegenüber den rein stati schen Stromrichtern den Vorteil eines we sentlich kleineren Spannungsabfalles.
Die funkenfreie Unterbrechung wird dadurch zu erreichen versucht, dass in die periodisch zu unterbrechenden Stromkreise Drosselspulen geschaltet werden, welche so bemessen sind, dass sie den zu unterbrechenden Strom wäh rend des für den Schaltvorgang bestimmten Intervalles auf kleinen Werten halten, wäh rend sie anderseits gesättigt und unwirksam werden, sobald der über den Kontakt flie ssende Strom einen Momentanwert von der Grösse eines Bruchteils der Normallast er reicht hat.
Diese Einrichtung hat aber den Nachteil, den Leistungsfaktor zu verschlech tern und erfordert relativ grosse Drosselspu len, da dieselben einerseits vom ganzen zu schaltenden Strom durchflossen werden, während anderseits an diesen Drosselspulen zeitweise die volle Sperrspannung des Strom richters auftritt. Um diese Mängel zu be lieben, hat man angegeben, parallel zum Kon- taktstromrichter einen statischen Stromrich ter und in Reihe mit dem letzteren eine Hilfsspannungsquelle zu schalten.
Bei be kannten Einrichtungen dieser Art wird wohl die Funkenbildung beim Öffnen der Kon takte des Kontaktstromrichters verhindert, nicht aber beim Schliessen der Kontakte, wo vor der Kontaktberührung über den Schlie ssungslichtbogen Strom fliessen kann, weil die Überbrückung durch den statischen Stromrichter noch nicht hergestellt ist, wo durch die Kontakte zerstört werden.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schaltanordnung für den funkenfreien Be trieb von Kontaktstromrichtern mit zeitweise parallelliegender statischer Stromrichter anordnung und in Reihe mit letzterer liegen der Hilfsspannungsquelle, bei welcher dieser Mangel dadurch behoben wird, dass erfin dungsgemäss für die Ablösung der Phasen am Kontaktstromrichter (Kommutierung) eine statische Stromrichteranordnung mit zwei Entladungswegen dient,
von welchen je eine wechselweise zu Beginn und Ende der Kontaktdauer wirksam ist. Auf diese Weise wird erreicht, dass nicht nur die Bildung von Offnungs-, sondern auch von Schliessungs lichtbögen an den Kontakten von Kontakt stromrichtern unterbunden ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele der Erfindung schematisch an Kon- taktstromrichtern in Saugdrosselschaltung mit zweischenkliger Saugdrossel dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 die Verwendung eines Kontaktstromrichters in Form einer Walze mit Schleifbürsten und Fig. 3 die Verwen dung eines Kontaktstromrichters mit perio disch gegeneinander beweglichen Hammer kontakten. Die Fig. 2 und 4 zeigen in zu gehörigen Diagrammen die Arbeitsweise der Anordnungen nach Fig. 1 und 3.
In Fig. 1 ist mit 1 der Stromrichtert.rans- formator mit den Phasenwicklungen I bis VI in Sternschaltung mit Saugdrossel 5 bezeich net. Der Kontaktstromrichter 2 besitzt zwei Sätze auf einer Walze diametral gegenüber liegend angebrachter Kontaktlamellen 6, 7. 8 und 6', 7', 8' sowie Schleifringe 9, 10, 11.
Auf den Lamellen des Kontaktstromrichters schleifen Bürsten Ia bis VIa, die in unter einander gleichen Abständen am Umfang der Schaltwalze verteilt angeordnet und mit den Enden der Phasenwicklungen I bis VI ver bunden sind. Zwischen den als Auflauflamel len dienenden Lamellen 6, 6' und den als Ablauflamellen dienenden Lamellen 8, 8' lie gen die Hauptlamellen 7, 9', deren Kontakt dauer ein Vielfaches derjenigen der andern Lamellen ist.
Die Lamellen 6, 6' und 8, 8' sind über die Schleifringe 9, 10 mit den, Anoden 3a, <I>3b</I> des statischen Stromrichters 3 mit Dampfentladungsst,recke verbunden. Die Kontaktlamellen 7, 7' sind über den Schleif ring 11 einerseits mit dem einen Pol des Gleichstromnetzes und anderseits über eine Hilfsspannungsquelle 4 mit der Kathode des Stromrichters 3 verbunden.
Die Beriihrungs- zeiten der Auflauflamellen 6, 6' und der Ab lauflamellen 8, 8' mit den Bürsten müssen so, gewählt. sein, dass der statische Stromrich ter mindestens während der grössten vorkom- menden Überlappungsdauer zweier sich ab lösender Anoden eingeschaltet ist.
Die Schaltvorgänge bei der Anordnung nach Fig. 1 spielen sich gemäss Fig. 2 wie folgt ab: In Fig. 2 stellt a die Strom- und b die Spannungskurve dar. Die Auflauf lamelle 6 (Fig. l) läuf t im Zeitpunkt A (Fig. 2) unter die mit der Phase I verbundene Bür ste Ia, und zwar stromlos; da die Bürste Ia noch nicht positiv und die Anode nicht lei tend geworden ist.
Erst im Zeitpunkt B (Fig. 2), also erst wenn zwischen Lamelle 6 und Bürste Ia bereits eine genügend grosse Kontaktfläche besteht, ist die Spannung an Bürste Ia genügend positiv, um den Licht bogenfall der Anode 3a des Stromrichters 3 zu decken, so dass Strom über Lamelle 6 und Anode 3a fliessen kann.
Mit dem Einsetzen des Stromflusses über Anode 3a wird der vorher aus Phase Y über Lamelle 8 und Anode 3b fliessende Strom abgelöst; der zur Zeit C den Nullwert erreicht. Die Überiap- pung der Ströme ist mit u bezeichnet. Nach dem der über Lamelle 8 und Anode 3b flie ssende Strom Null geworden ist, läuft La melle 8 von Bürste Va weg, so dass nun Phase V abgeschaltet ist:
Im Zeitpunkt D tritt Lamelle 7 unter die Bürste Ia, wodurch die Phase I unter Umgehung des Stromrich ters 3 unmittelbar mit dem positiven Pol des Gleichstromnetzes verbunden ist. Dieser Zu stand stellt die Hauptarbeitsperiode von Phase I dar, wo der Spannungsabfall des Systems sehr klein ist; weil er nur aus Bür stenverlusten besteht.
Diese Ilauptarbeits- periode dauert, solange die Lamelle 7 unter der Bürste Ia hinweggleitet: Darauf tritt im Zeitmoment E die Lamelle 8 unter die- Bür ste Ia, während noch 4ie Lamelle 7 unter der Bürste Ia sich befindet.
Beim Wegglei ten der Lamelle 7 von der Bürste Ia kann für die Ablösung der Phasenstrom I über La melle 8 und Anode 3b fliessen. Dabei tritt im Zeitpunkt F zwischen beiden der am Strom richter bestehende Spannungsabfall von ca. 20 V. auf, der aber durch die Hilfsspan nungsquelle 4 kompensiert werden kann. Kurz nach dem Weggleiten der Lamelle 7 von Bürste Ia im Zeitmoment A1 kommt Lamelle 6 unter Bürste Ma, wodurch sich der zwischen Phase V und Phase I beschrie bene Ablösungsprozess mit den Phasen I und III wiederholt.
Die Brenndauer jeder Phase beträgt 120' plus Überlappung.
In gleicher Weise, wie für die Phasen I, III, V des einen Dreiphasensystems beschrie ben, erfolgt die Ablösung der Phasen II, IV, VI des andern Dreiphasensystems, wobei dieser Vorgang dadurch eingeleitet wird, da,ss die von der Bürste Ia ablaufende La melle 6 vor dem Auflaufen auf die Bürste IIIa zu der dazwischen gelegenen Bürste Ha gelangt, so dass sich für diese Phasenfolge das Spiel entsprechend Fig. 2 vom Zeitpunkt A an wiederholt.
An Stelle des beim Beispiel benutzten zweianodigen Stromrichters 3 können ebenso gut zwei Einanodenventile Verwendung fin den, bezw. ein statischer Stromrichter mit zwei Anodengruppen, wobei jede Anoden gruppe zwei oder mehr parallel arbeitende Anoden besitzt. Der statische Stromrichter kann für die Spannungsregulierung mit Steuergittern versehen sein. Für die Gitter steuerung kann ein mit dem Kontaktstrom- richter gekuppelter Verteiler dienen. Eine zur Kompensation des Spannungsabfalles im statischen Stromrichter dienende Hilfsspan nungsquelle kann anstatt auf der Kathoden seite auch ebensogut auf der Anodenseite des statischen Stromrichters vorgesehen sein.
Beim Beispiel nach Fig. 3 ist ein Kon- taktstromrichter 2 mit periodisch, z. B. mit Hilfe von Kurvenscheiben betätigten Ham merkontakten, angenommen. Als Hilfsspan nungsquelle für die Kompensation des Span nungsabfalles im statischen Stromrichter 3 wird vorteilhaft ein Hilfstransformator 12 auf der Anodenseite des Stromrichters ver wendet, dessen Sekundärwicklungen in Reihe mit den Sekundärwicklungen des Stromrich- tertransformators 1 liegen. Gegenüber der Verwendung einer Gleichstrommaschine auf der Kathodenseite hat diese Anordnung den Vorteil, dass die bei dieser auftretenden, stö renden Funken am Kollektor vermieden sind.
Der Kontaktstromrichter 2a besitzt achtzehn Kontakte in sechs Gruppen von je drei Kontakten 6a,<I>7a,</I> 8a, bis<I>6f, 7f,</I> 8f. Die Kontakte 6a bis 6f werden mit der Anode 3a, die Kontakte 8a bis 8f mit der Anode 3b, und die Kontakte 7a bis 7 f mit der Kathode des statischen Stromrichters 3 bezw. dem einen Pol des Gleichstromnetzes verbunden.
Die Arbeitsweise der Anordnung nach Fig. 3 ist grundsätzlich die gleiche wie für Fig. 1 beschrieben. Die Kontakte 6a usw. sind die Auflaufkontakte, die Kontakte 8a die Ablaufkontakte, und die Kontakte 7a führen den Strom während der Hauptarbeits- periode des Stromrichters. Die Arbeitszeiten der Kontakte für die Ablösung der Phasen V, I und III des Stromrichtertransformators 1 ergeben sich aus dem Diagramm Fig. 4.
Der Stromrichter 3 braucht bei Betrieb mit zweischenkliger Saugdrosselspule nur für zirka einen Viertel der vollen Leistung der Anlage bemessen zu werden, bei Betrieb mit dreischenkliger Saugdrosselspule sogar nur für einen Sechstel der vollen Leistung. .
Die Lichtbogenabfallverluste können bei Betrieb mit dreischenkliger Saugdrosselspule bei der vorliegenden Schaltung angenähert auf einen Fünftel gegenüber einem Betrieb mit gewöhnlichem Quecksilberdampfgleich- richter herabgesetzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schaltanordnung für den funkenfreien Betrieb von Kontaktstromrichtern mit zeit weise parallelliegender, statischer Stromrich- teranordnung und in Reihe mit letzterer lie gender Hilfsspannungsquelle, dadurch ge kennzeichnet, dass für die Ablösung der Pha sen am Kontaktstromrichter (Kommutie- rung) eine statische Stromrichteranordnung mit zwei Entladungswegen dient, von wel chen je eine wechselweise zu Beginn und Ende der Kontaktdauer wirksam ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die statische Stromrichteranordnung ein Zweianodenventil ist. 2. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die statische Stromrichteranordnung ein Ventil mit zwei, Anodengruppen ist, wobei jede Anoden gruppe mindestens zwei parallel arbeitende Anoden besitzt. 3. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als statische Stromrichteranordnung zwei Einanodenven- tile dienen. 4.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die statische Stromrichteranordnung mit Gittersteuerung für die Spannungsregelung versehen ist. 5. Anordnung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass für die Gitter steuerung der statischen Stromrichteranord- nung ein mit dem Kontaktstromrichter ge kuppelter Verteiler dient. 6.Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf einer Schalt walze mindestens ein Satz Kontaktlamellen angebracht ist, auf welchen am Umfang der Schaltwalze in gleichen Abständen verteilte Kontaktbürsten schleifen, die mit den Pha senenden des Stromrichtertransformators ver bunden sind, dass von den Lamellen eine als Auflauflamelle und eine andere als Ablauf lamelle dient, welche beide über je einen Schleifring mit Anoden der statischen Strom- richteranordnung so verbunden sind, dass zwei getrennte Entladungswege vorhanden sind, sowie dass zwischen der Auflauf- und der Ablauflamelle die eigentliche Arbeits lamelle liegt;welche über einen besonderen Schleifring mit dem einen Pol des Gleich stromnetzes verbunden ist. 7. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Hilfsspan nungsquelle für die Kompensation des Span-, nungsabfalles in der statischen Stromrichter anordnung auf der Kathodenseite derselben angeordnet ist. B. Anordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Hilfsspan nungsquelle für die Kompensation des Span nungsabfalles in der statischen Stromrichter anordnung auf der Anodenseite derselben an geordnet ist. 9.Anordnung nach Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem einen Pol des Gleichstromnetzes verbun dene Schleifring über die zur Kompensation des Spannungsabfalles in der statischem Stromrichteranordnung dienende Hilfsspan- nungsquelle mit der Kathodenseite der sta tischen Stromrichteranordnung verbunden ist. 10.Anordnung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass als Hilfsspan nungsquelle ein Hilfstransformator dient, dessen Sekundärwicklungen in Reihe mit den sekundären Phasenwicklungen des Strom richtertransformators liegen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH223864T | 1941-12-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH223864A true CH223864A (de) | 1942-10-15 |
Family
ID=4453235
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH223864D CH223864A (de) | 1941-12-22 | 1941-12-22 | Schaltanordnung für den funkenfreien Betrieb von Kontaktstromrichtern. |
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| Country | Link |
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| CH (1) | CH223864A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE954718C (de) * | 1951-10-22 | 1956-12-20 | August Schilling | Stromrichter mit Rollelektroden, der Kontaktbahnen und Gegenkontaktbahnen aufweist |
| DE1012678B (de) * | 1953-04-01 | 1957-07-25 | Bbc Brown Boveri & Cie | Schaltanordnung fuer mehrphasige Hochstrom-Kontaktstromrichter |
| DE1105982B (de) * | 1952-06-30 | 1961-05-04 | Emag Elek Zitaets Ges M B H | Mechanischer Stromrichter mit Schaltdrosseln und mit parallel zur Trennstrecke liegenden steuerbaren Zusatzstromrichtern |
-
1941
- 1941-12-22 CH CH223864D patent/CH223864A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE954718C (de) * | 1951-10-22 | 1956-12-20 | August Schilling | Stromrichter mit Rollelektroden, der Kontaktbahnen und Gegenkontaktbahnen aufweist |
| DE1105982B (de) * | 1952-06-30 | 1961-05-04 | Emag Elek Zitaets Ges M B H | Mechanischer Stromrichter mit Schaltdrosseln und mit parallel zur Trennstrecke liegenden steuerbaren Zusatzstromrichtern |
| DE1012678B (de) * | 1953-04-01 | 1957-07-25 | Bbc Brown Boveri & Cie | Schaltanordnung fuer mehrphasige Hochstrom-Kontaktstromrichter |
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