CH224050A - Kontaktgerät für Stromumformung. - Google Patents
Kontaktgerät für Stromumformung.Info
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Description
Kontaktgerät für Stromumformung. Bekanntlich kann man metallische Druck kontakte bei Kontaktgeräten für Strom umformung (Umformer, Stromrichter oder dergl,.) verwenden, wenn durch .geeignete Mittel, z. B. durch Ventile auf der Primär seite der Umspanner oder durch Schalt drosseln, die Kontakte während des bffnens und Schliessens von Strom und Spannung weitgehend entlastet werden. Der Vorteil dieser mechanischen Umformer oder Strom richter ist unter anderem ihr grosser Wir kungsgrad, welcher auch bei kleinen Span nungen erhalten bleibt. Bei solchen kleinen Spannungen sind bei gegebener Leistung die Ströme besonders gross.
Daher entsteht die Aufgabe, Kontaktgeräte für sehr hohe Strom stärken, beispielsweise 10 000 bis 20 000 A, in einem System zu bauen. Da der Wirkungs grad der mechanischen Stromrichter im Ge gensatz zu gewissen Ventilstromrichtern mit wachsender Grösse des Stromes nicht ab nimmt, sondern eher zunimmt, und da ausser- dem die Geräte verhältnismässig klein und leicht ausfallen, so steht der Verwendung sehr grosser Einheiten, welche die Anlagen vereinfachen und verbilligen, grundsätzlich kein Hindernis im Wege.
Die extrem grossen Stromstärken bringen, aber eine Reihe von Aufgaben beim Bau des Kontaktgerätes mit sich. So bedeutet der Ausfall eines Gerätes grosser Stromstärke für den Betrieb eine grosse Störung, und es ist daher, besonders bei extrem grossen Um formergeräten, notwendig, die Konstruktion so zu wählen, dass alle der Gefahr der Be schädigung ausgesetzten Teile in kürzester Zeit auswechselbar sind. Gemäss der Erfin dung wird dies dadurch erreicht, dass jeder Kontakt mit seinem Antrieb eine von den übrigen Kontakten getrennt auswechselbare Einheit bildet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in h'ig. 1 und 2 dargestellt. Ein Gehäuse 1 aus Leichtmetall ist an vier Stellen durch verhältnismässig grosse Deckel 13, 30, 31 und 32 zu öffnen. Daher ist sowohl der Schienen- als auch der Getrieberaum gut zugänglich. Die einzelnen Stromschienen 2...8 sind nebeneinander und unabhängig voneinander jede für sich im Gehäuse mittels der Stütz schrauben 23 befestigt, so dass jede einzelne ausgewechselt werden kann, ohne die übrigen zu lösen.
Damit die ausgewechselte Schiene genau in die richtige Lage kommt, sind die Schienen nach Lehren anzufertigen, oder es ist eine Schraubeinrichtung vorzusehen. Die je nach der verwendeten Schaltung notwen digen elektrischen Querverbindungen 9 und 10 sind ausserhalb des Gehäuses angebracht. Die Kontakte 11 arbeiten auf dem frei tragenden Kopfende 12 der Schienen. Da durch werden sie nach Entfernen des Deckels 13 aus nächster Nähe zugänglich.
Die festen Kontaktstücke 14 sind mit einer einzigen Schraubverbindung oder einer Drucktatze be- festigt, und zwar dient jedes Kontaktstück gleichzeitig als Auflage für zwei benach barte Kontaktstellen. Die einzelnen Teile des Getriebes sind so zueinander angeordnet, dassder Getriebekasten 15 schmal gehalten wer den kann und ein Knie mit dem Schienen kasten bildet, so dass jede Stelle des Getrie bes von beiden Seiten zugänglich ist. Die Lager 16<B>...</B> 20 des Exzenters liegen (in der Zeichenebene) auf einem Rechteck, dessen eine lange Seite die Verlängerung des Stössels bildet. Jeder Kontakt wird durch einen eigenen Exzenter, z. B. 28, angetrieben.
Alle Lagerschalen sind geteilt, so dass jeder Ge triebeteil ohne Ausbau der übrigen ausge- wechselt werden kann, d. h. auch die an der Stelle 16 senkrecht durchgehende Hauptwelle 21 und die an der Stelle 19 senkrecht durch gehende Steuerwelle 22. Die Wellen gehen beiderseits durch das Gehäuse, um das Kon taktgerät mit andern bequem kuppeln zu können. Öl- und Wasserpumpe sind ausser halb des Gerätes für sich der Wartung zu gänglich aufgestellt und versorgen eventuell gleichzeitig mehrere Kontaktgeräte.
Die Schienen sind an ihrer Oberseite in Höhe der Kontaktflächen an einer gemein- samen Grundplatte 33 befestigt, so dass Wärmedehnungen der Schienen .die Ober kante der Schienen und damit die Kontakt zeit nicht beeinflussen.
Unter Umständen ist es notwendig, die Befestigungsstellen sogar über die Kontaktebene zu legen oder die mit den ,Stützschrauben 23 verbundenen isolierenden Distanzstücke bezw. beigelegte Unterlagen aus einem Material herzustellen, welches einen vollkommenen Ausgleich noch vorhandener Kontaktzeitänderungen durch Wärmedehnung ermöglicht.
Die Schienen werden beispielsweise mit Hilfe von Flüssig keiten gekühlt, für die die Öffnungen in den Schienen 2 . . : 8 vorgesehen sind. Diese Öffnungen sind zweckmässig am untern, der Befestigung entgegengesetzten Teil der Schiene angebracht, um möglichst nur ein Temperaturgefälle quer zur Schienen achse zu erhalten.
Je nach der Stromstärke können Schienen verschiedener Höhe in ein entsprechend hoch vorhandenes Gehäuse an gebracht werden: Ihre Breite wählt man, um eine zuverlässige Befestigung allein auf der Oberseite zu ermöglichen, zweckmässig nicht unter 30 mm.
Bei sehr .grossem 'Strom ist es notwendig, Mehrfachkontakte zu verwenden, welche von einem entsprechend breiten Stösselkopf ge meinsam betätigt werden. Dieser erfordert eine sichere Stösselführung 24, welche gege benenfalls durch in der Zeichnung nicht dar- gestellte Aussparungen in den Schienen bis nahe an die Kontaktstelle geführt werden kann.
Auch gegen Verdrehungen ist der Stössel besonders sorgfältig, d. h. an einem Hebelarm 27 von mindestens der zweifachen Länge der bewegten Kontaktteller, zu sichern.
Von seitlichem Druck ist die Stössel führun.g entlastet, indem die Kraft mit .einer in einem Nadellager 20 im Exzenterhebel 25 gelagerten Rolle auf den Stössel übertragen wird. Die Einstellung der Kontaktzeiten er folgt für alle Kontakte genfeinsam durch Drehen 'der Welle 22; für jeden einzelnen durch Verdrehen des Hebels 26 auf der Welle 22. Da 26 still'steht, kann diese Ein Stellung auch während des Laufes vorgenom- men werden.
Wie aus Fig. 2 zu entnehmen ist, sind Antriebs- und Verstellhebel auf einem Rechteck angeordnet, dessen eine lange Seite angenähert die Verlängerung der Stösselachse bildet.
Die grosse Stromstärke erfordert Kontakt drücke von 50 bis 100 kg oder mehr. Um die Beanspruchung von Getriebe- und Gehäuse teilen durch diese Kräfte möglichst klein zu halten, ist der Kraftschluss der Kontakt federn auf kleinstem Wege vorgenommen, nämlich bei geschlossenem Kontakt auf dem Wege<I>a, b,</I> e, <I>d,</I> bei geöffnetem Kontakt auf dem Wege<I>a, b', c', d.</I> Der Winkelträger 34 ist für jeden einzelnen Kontakt getrennt an der Grundplatte 33 befestigt.
Der Rück s,chluss der Kraft auf dem Wege c', d erfolgt unmittelbar neben dem Stössel und wird durch Rippen des Gehäuses direkt über tragen. Auf diese Weise werden auch Ge häuseschwingungen vermieden, welche das Geräusch des Kontaktgerätes im Lauf ver stärken würden. Eine weitere Geräusch dämpfung lässt sich durch Verrippun,g des übrigen Gehäuses und der Deckel erzielen. Dem gleichen Zweck ist es dienlich, die Lager der Hauptwellen nicht in den Aussen wänden, sondern, innerhalb des Getriebe gehäuses anzubringen und nach Möglichkeit Gleitlager an Stelle von Wälzlagern zu ver wenden.
In Fig. 3 ist gezeigt, wie man bei grossen Strömen, besonders bei Umformern .mit Schaltdrosseln und kleiner Nennspannung, die Induktivität der Stromschienen klein halten kann. Zu diesem Zweck werden sie so nahe wie möglich zusammengelegt und zwi schen den Drehstromschienen -au, v, w jeweils nur eine Gleichstromschiene -f- bezw. - an geordnet, so dass zwischen je zwei Schienen ein Stössel C arbeitet.
Da alle Stössel in einer Reihe nebeneinander angeordnet sind, stützt sich auf jede Schiene je eine Seite von zwei benachbarten Kontaktstücken 11. Durch Ausfüllen des Raumes zwischen den Schienen mit leitendem aber unmabmnetischem Material lässt sich die Induktivität weiter verringern.
Die Drehstromschienen können, falls es die Schaltung erfordert, in zwei voneinander iso lierte, aber konstruktiv miteinander fest ver bundene Hälften<I>A</I> und<I>B</I> aufgeteilt wenden, welche bei einer Beschädigung gemeinsam ausgewechselt werden.
Durch Anwendung der beschriebenen Mittel gelingt es, Kontaktgeräte für sehr grosse Ströme bis zu 20 000 A und mehr in einer Einheit herzustellen. Diese können für Umformer und Stromrichter aller Art, z. B. in Reihe oder parallel zu Ventilen oder mit Schaltdrosseln, mit wesentlichen Vorteilen gegenüber Anlagen mit kleineren Einheiten Verwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kontaktgerät für Stromumformung, ins besondere für sehr grosse Stromstärken, da durch gekennzeichnet, dass jeder Kontakt mit seinem. Antrieb eine von den übrigen Kon takten getrennt auswechselbare Einheit bildet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte in einer Reihe nebeneinander am freitragenden Ende .der Stromschienen befestigt sind. 2.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftschluss -der Federkräfte in geöffnetem und -geschlossenem Zustand des Kontaktes auf kürzestem Wege und im wesentlichen für jeden Kontakt in einer Ebene erfolgt. 3. Gerät nach Patentanspruch, dadurch. gekennzeichnet, dass jeder Kontakt durch einen eigenen Exzenter (28) angetrieben und die Antriebs- und Verstellhebel auf einem Rechteck angeordnet sind, dessen eine lange Seite angenähert die Verlängerung der Stösselachse bildet. 4.Gerät nach Patentanspruch und U n- teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Getriebekasten auf beiden Längsseiten des Rechteckes zu öffnen ist. 5. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schienenkasten und Ge triebekasten miteinander ein rechtwinkliges Knie bilden. 6. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Schienen unabhängig voneinander im Gehäuse be festigt sind. 7. Gerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Schienen nach dem Einbau in ihrer Höhenlage genau einstellbar sind. B.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die je nach der elek trischen Schaltung notwendigen Querverbin dungen zwischen den Schienen ausserhalb des Gehäusekastens angebracht sind. 9. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerschalen der Ge triebeteile geteilt sind. 10. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Antriebs- und Steuer wrllen zwecks Kupplung mit andern Geräten auf beiden Seiten aus dem Gehäuse heraus geführt sind. 11. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Pumpen und Kühler für Schmieröl und Kühlmittel ausserhalb des Ge triebekastens angebracht und für mehrere Geräte gemeinsam benutzt werden. 12.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienen einzeln an einer über ihnen liegenden Grundplatte iso liert befestigt sind. 13. Gerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktflächen in Höhe der Befesti gungsebene liegen. 14. Gerät nach Patentanspruch und Un- teranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsebene über der Ebene der Kontakte liegt. 15. Crerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung ein Material verwendet wird, welches die Wärmedehnungen so kompen siert, dass keine Änderungen der Kontakt zeiten auftreten. 16.Gerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlung mittels Flüssigkeiten am untern, der Befestigungsebene 'entgegengesetzten Teil der Schiene erfolgt: 17: Gerät nach Patentanspruch und Un- teranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse Platz für Schienen verschiedener Höhe vorgesehen ist. 18.Gerät nach Patentanspruch und Un- teran8pruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Schienen grösser als 30 mm ist: 19. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss auf einem Stössel meh- rege Kontakte in Richtung der Schienenachse nebeneinander angeordnet sind. 20.Gerät nach Patentarpruch und Un- teranspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Stösselführung durch Aussparungen in den Schienen bis nahe an den Kontakt ge- f ührt ist. 21.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Verdrehungssiche- rung für den Stössel ein mit ihm fest verbun denen Hebel von mindestens der zweifachen Länge der bewegten Kontaktteller verwendet wird. 22. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Stössel durch eine im Ezzenterhebel befestigte Rolle angetrie ben wird.23. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB ,die gemeinsame Verstel lung der Kontaktzeiten durch Drehen einer Welle erzeugt wird. 24.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzeleinstellung der Kontaktzeiten .an einen während des Laufes stillstehenden Getriebeteil vorgenom men wird. 25. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Lager für die Haupt welle nicht in der Gehäusewand, sondern im Innern des Gehäusekastens angebracht sind.26. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen je zwei Wech- selstromsehienen eine Gleichstromschiene von abwech -And positiver und negativer Polari tät angebracht ist. 27. Gerät nach Patentanspruch und Un- teranspruch <B>26,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromanschlüsse in gleicher Ebene mit den Drehstromanschlüssen und rechts und links von ihnen angeordnet sind. 28.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verringerung der Induktivität der Stromschienen Kurzschluss kreise aus unmagnetischem Material in ihrer Umgebung angebracht sind. 29. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass je ein feststehendes Kontaktstück für zwei benachbarte Kontakte benutzt wird. 30.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss jede Drehstromschiene in zwei voneinander isolierte, jedoch kon struktiv fest miteinander verbundene Teile g o etrennt ist. 31. Gerät nach Patentanspruch, dadurch glekenuzeichnet, dass ein verripptes Gehäuse aus Leichtmetall verwendet wird. 32.Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Stösselführung zwecks Erleichterung des Auswechselns der Stössel geteilt ausgeführt ist. 33. Gerät nach Patentanspruch und Un teranspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen je zwei Schienen ein Stössel ange ordnet ist.
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