CH224205A - Verfahren zur Herstellung von Desoxycorticosteronestern. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Desoxycorticosteronestern.

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CH224205A
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    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
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Description


  verfahren zur Herstellung von     Desoxycorticosteronestern.       In der Zeitschrift     Helvetica        chimica    acta,       Bd.    20, S. 1164 (1937) wird von 31. Steiger  und I.     Reichstein    ein Verfahren zur Darstel  lung von     Desoxycorticosteron    und seinen  Derivaten, wie     Estern,    beschrieben, welches  darin besteht, dass     3-Acetoxy-ätio-cholensäure     in Form ihres     Chlorides    mit     Diazomethan        7.u     einem     Diazoketon    umgesetzt wird,

   worauf  das     Diazoketon    nach     Verseifung    der     Acetyl-          gruppe    mit Essigsäure zum     21-Acetat    des       21-Oxy-pregnenol-3-on-20        acetolys-iert    wird,  das durch Oxydation in das Acetat des     21-          Oxy-pregnendion-3,20    übergeführt wird.     Da.s          21-Oxy-pregnendion-3,20    wird als     Desoxy-          corticosteron    bezeichnet.  



  Es wurde nun gefunden, dass die von       Reichstein        beschriebene    Darstellung des     Des-          oxycorticosterons    und seiner Derivate in  mehrfacher Hinsicht erheblich verbessert  werden kann.  



  So hat es sich gezeigt,     dass    die Herstel  lung des     Säurehalogenides    durch Behandlung    der     3-Oxy-ätio-cholensäure,    deren     Hydroxyl-          gruppe    durch     Acylierung    geschützt     ist,    mit       Halo;genierungsmitteln,        wie    z.     B.        Thionyl-          chlorid,    vorteilhaft bei niedriger Temperatur  (Verlängerung der Reaktionszeit) und ohne  Lösungsmittel vorgenommen wird.

   Man er  reicht dabei, wie Versuche ergaben, ohne  weiteres     ebenso    hohe oder höhere Ausbeuten  wie nach dem von     Reichstein        vorbeschriebe-          nen    Verfahren und hat gleichzeitig den Vor  teil, den in der     genannten        Veröffentlichung          erwähnten    Zufälligkeiten, die bei der ange  gebenen Arbeitsweise störend in die Erschei  nung treten, nicht     ausgesetzt    zu sein.  



  Weiterhin wird gemäss der Veröffentli  chung ein verhältnismässig grosser Überschuss  von     Diazomethan    zur Herstellung des     Diazo-          ketons    zur Anwendung gebracht. Dies er  scheint im Hinblick darauf     notwendig,    dass  bei der Reaktion des     Säurechlorides    mit     Di-          azomethan    Salzsäure in Freiheit gesetzt  wird, die durch     einen    Überschuss von     Diazo-          methan    abgefangen werden muss.

        Überraschenderweise hat sich nun er  geben, dass     eine        Verminderung    des     Diazo-          methan-Überschusses    bei dieser Reaktion  keine Beeinträchtigung der Ausbeuten an       Diazoketon    zur Folge hat, sondern dass im  Gegenteil die     Ausbeuten    an     Diazoketon    an  steigen.

   Das Maximum der Ausbeute wird,  wie sich     zeigte,    bei Verwendung von etwa  4     Mol.        Diazomethan    erreicht; es liegt dabei  oberhalb<B>90%.</B> In der Veröffentlichung von  Steiger     und        Reichstein    werden demgegen  über 24     Mol.    verwendet und eine     Ausbeute     von<B>61%</B> angegeben.  



  Es wurde weiterhin gefunden, dass die       Isolierung    des     Diazoketons    aus der Re  aktionslösung besonders vorteilhaft mit Hilfe  des     chromatographischen        Adsorptionsverfah-          rens    vor sieh geht. So erreicht man z.

   B. bei  der Verwendung von Aluminiumoxyd als       Adsorptionsmittel    und Äther als Lösungs  mittel beim einmaligen Durchlaufen eine       rasche        Zersetzung    des in der Reaktions  lösung noch enthaltenen     Diazomethans    und  eine vollständige     Adsorption    der geringen  Mengen höher molekularer, harziger     Re-          aktionsprodukte,    so dass das Filtrat aus der  Säule beim Einengen ein     ausserordentlich     reines     Diazoketon    in der oben genannten Aus  beute liefert.  



  Bei dem bekannten Verfahren zur     Her-          stellung    von     Desoxycorticosteron    aus     3-Acyl-          oxy-ätio-ehollensäure    wird der     21-Ester    des  21-     Oxy    -     pregnenol    - 3 - an - 20 mit Hilfe von       Chromsäure.,        unter    Schutz der Doppelbindung  mit Brom,     oxydiert.    Die von den     Autoren    er  haltene Ausbeute an     1)esoxycorticosteron-          ester    ist nicht angegeben;

   jedoch hat sich bei  der     Nacharbeitung    der Beschreibung die  Ausbeute nicht über<B>50%</B> steigern     lassen.     



  Es wurde nun gefunden, dass eine ganz  wesentlich     höhere    Ausbeute zu erzielen ist, wo  bei     gleichzeitig        eine        Vereinfachung    des     Ver-          fahrens    durch Fortfall der     Bromierun,g    und       Entbromierungsreaktion    und eine     von    Zufäl  len     unabhängige        Arbeitsweise    erreicht wird,  wenn man die in     21-Stellung        veresterten          Oxy-pregnenol-one    mittels     Metallalkoholaten,

       wie den Aluminium- oder Magnesium-äthyl-         alkoholaten    oder in     Gegenwart    der     Magne-          sium-    und     Aluminiumverbindungen    anderer  Alkohole, wie     Isopropyl,        tertiärer        Butyl-          alkohol    usw., mit     einem        Überschuss        eines          Ketons,    wie z. B.     Cyelohexanon,        Aceton    und       dergleichen,    behandelt.  



  Die Oxydation kann mit     , dem    beliebigen  Ester     de.e        21-Oxy-pregnenolions    ausgeführt  werden, z. B. unter     Verwendung        des        Aceta-          tes,        Benzoates,        Palmitates    und     dergleir,    en.  Aus den hierbei     erhaltenen    Estern des       oxycorticosterons    kann das     freie        Desoxy-          cortieosteron    nach an     sich    bekannten Verfah  ren z.

   B.     durch        Hydrolyse    dargestellt wer  den.  



       Beispiel:     10 g reinste     3-Aoetoxy-ätio-cholensäure     wird mit 50 cm'     eisgekühltem        Thionylchlo-          rid        überschichtet        und        über    Nacht bei 0    stehen     gelässen.    Nachdem     das        Cholensäure-          chloriid    gebildet ist, wird mit 100 cm"     Benzol          versetzt,

      im Vakuum     abgedampft    und     der          Rückstand    einige Stunden im     Vakuen,"    neben       Ätznatron        getrocknet.    Das     kiistalli-          sierte    Produkt     isst    fast reibe     f-Acetoxy-ätio-          cholensäurechlorid        und        kann    ohne     weitere     Reinigung zur     Herstellung    des     Diazoketons     verwendet werden.

      Das     aus,    10 g     3-Acetoxy-ätio-cholensäure     erhaltene Säurechlorid wird in 750 cm'     absol.     Äther     gelöst    und zu 750     em$    einer - 20    kalten, trockenen     ätherischen        Lösung    von 100  bis 120     Millimol        Diazomethan    zugegeben,  die aus 20     g        Nitros@omethylharnstoff    herge  stellt werden können.

   Nach     einigen    Stunden  lässt man die     Reaktionslösung    auf Zimmer  temperatur kommen und     nach    weiteren 10  Stunden filtriert man die     Lösung        durch     eine     Aluminiumoxydschicht        (Aluminiumoyd          Merek,    nach     Brockmann    stand.),     deren    Höhe  10 cm und Durchmesser 5 cm     beträgt,

      wäscht  mit 500 cm' Äther nach und engt die ver  einigten Lösungen nach Zusatz von 100 cm'       Hexan        ungeachtet        beginnender        Kristallisation     weitgehend bis zur Entfernung fast des ge  samten Äthers ein. Nach     Absaugen    erhält       man    aus der     Mutterlauge        durch    Einengen      noch weitere Kristallisationen, so dass .das  reine, sehr schön kristallisierte     Diazoketon     vom     Sehmp.    145-147       (unkarrigiert)    in  einer Ausbeute von     insgesamt    9,41 g erhalten  wird.  



  8,9 g des     beschriebenen        Diazoketons    wer  den mit 260 cm' Methanol     überschichtet,    in  welchem zuvor 2,6 g     Kaliumacetat    zur Lö  sung gebracht worden sind.     Unter        Umschüt-          teln    wird 130     cm'        methylalkoholische    Kali  lauge zugefügt. Die Kalilauge enthält 50     g          KOH    auf 1 Liter Methanol. Unter Rühren  und Kühlung wird über Nacht stehen gelas  sen, dann mit Wasser gefällt, abgesaugt und  mit Wasser gewaschen und schliesslich im       Vakuumtrockens.chrank    getrocknet.

   Die Aus  beute beträgt 8,6 g     21-Diazo-pregnenol-3-on-          20,    welches bei     147-148'    schmilzt. 8,6 g  des     Verseifungsproduktes    werden mit 50     cm3     wasserfreiem Eisessig ungefähr 30 Min. auf  95   bis zur Beendigung der Gasentwicklung  erwärmt. Beim     Erkaltenlassen        entsteht    ein       Kristallbrei,    der abgesaugt     21-Acetoxy-gre-          gnenol-3-on-20    in einer Ausbeute von 7,2 g,  Schmelzpunkt 176-179   ergibt.  



  340 mg     21-Acetoxy    -     pregnenol    - 3 - an - 20  wird in 10 cm'     Toluol    und 1     cm'        Cyclo-          hexanon    gelöst. Nach Zugabe von 160 mg       Aluminiumtertiär-butylat    wird etwa 5 Stun  den lang am     Rückflusskühler    zum Sieden er  hitzt. Darauf wird mit Äther verdünnt, mit  verdünnter Salzsäure und Wasser ausge  schüttelt und die ätherische Lösung zur Ent  fernung der Lösungsmittel einer Wasser  dampfdestillation unterworfen.

   Der Rück  stand wird in Äther aufgenommen und über       MagnesiumsulTat,    zuletzt über wenig     Ka-          liumearbonat    getrocknet, durch eine     Alumi-          niumoxydsäule    (Aluminiumoxyd     Merck,    nach       Brockmann    stand., Höhe     =:    5 cm, Durch  messer = 2 cm) filtriert, mit 200     cm,        absol.     Äther nachgewaschen und bis zur Kristalli  sation     eingeengt.    Nach Absaugen sind aus  der     Mutterlauge    noch weitere Kristallisatio  nen zu erhalten.

   Insgesamt beträgt die Aus  beute 263 mg reines     Desoxycorticosteron-          acetat    (78 % der Theorie) vom     Schmp.    155    bis 156       (unkorrigiert).    Das Produkt kann,  wie in     Helv.    20 (1937) S. 1178 beschrieben,  zum     Desoxycorticosteron    verseift werden.  



  Zur Oxydation am     Kohlenstoffatom    3  kann an Stelle der     21-Acetogyverbindung     auch .die     21-Benzoxy-        bezw.    die     21-Palmit-          oxyverbindung        hergestellt    werden, wobei man  sodann z.

   B. wie folgt oxydieren kann:  a) 434 mg     21-Benzoxy-pregnenolon    wer  den in     einem    Gemisch von 10 cm'     Toluol    und  1 cm'     Cyclohexanon    gelöst und nach Zugabe  von 156 mg     Aluminium-iso-propylat    wäh  rend 4     Stunden        unter        Rückflusskühlung    zum  Sieden gebracht.

   Die Aufbereitung erfolgt  analog, wie im Beispiel für das Acetat an  gegeben ist. .Erhalten werden 331 mg 21  Benzoxy -     pregnendion        (Desoxycorticosteron-          benzoat)    vom     Schmp.    201-203       (unkorri-          giert)    (76 % der Theorie).  



  b) 570 mg     21-Palinitoxy-pregnenolon,    ge  löst in einem Gemisch von 10 cm'     Toluol    und  1 cm'     Cyclohexanon,    werden mit 235 mg       Aluminium-isopropylat    versetzt und 4 Stun  den unter     Rückflusskühlung    zum Sieden er  hitzt. Die Aufbereitung erfolgt analog, wie  im Beispiel für das Acetat     angegeben    ist. Es  werden 456 mg     Desoxycorticosteron-palmitat     vom     Schmp.   <B>55-58',</B> also in<B>80%</B> Ausbeute  erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Desoxy- corticosteronestern durch Behandlung von 3- Oxy-ätio-cholensäure, .deren Hydroxylgruppe durch Acylierung geschützt ist, mit Halo genierungsmitteln,
    Einwirkung von Diazo- methan und Überführung .des enstandenen Di- azoketons in einen 21-Ester des 21-Oxy-pre- gnenol-3-on-20-3-acyiats unter nachfolgender Verseifung der am Kohl@nstoffatom-3 be findlichen Acylgruppe und Oxydation der entstandenen Hydroxylgruppe, gekennzeich net durch nachstehende Massnahmen:
    a) Halogenierung der 3-Acoxy-ätio-cholen- säure mit einem Halogenierungsmittel bei niedriger Temperatur ohne Lösungsmittel, b) Anwendung von etwa 4 Mol. Diazo- methan auf 1 Mol. Säurechlorid, c) Chromatographieren des durch Umset zung des Acoxy - ätio - cholensäurehalogenids mit Diazomethan erhaltenen Diazoketons,
    d) Oxydation des 21-Esters des 21-Oxy- pregnenol-3-on-20 mittels Metallalkoholaten und einem Überschuss eines Betons. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Oxydation ein Aluminiumalkoholat und Cyclohexanon ver wendet.
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