CH224242A - Prüfverfahren zur Feststellung von Lunkern und ähnlichen Fehlern in Gussstücken aus Leichmetall-Legierungen, insbesondere Magnesiumlegierungen. - Google Patents

Prüfverfahren zur Feststellung von Lunkern und ähnlichen Fehlern in Gussstücken aus Leichmetall-Legierungen, insbesondere Magnesiumlegierungen.

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CH224242A
CH224242A CH224242DA CH224242A CH 224242 A CH224242 A CH 224242A CH 224242D A CH224242D A CH 224242DA CH 224242 A CH224242 A CH 224242A
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dependent
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • G01N21/84Systems specially adapted for particular applications
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Description


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 Prüfverfahren zur Feststellung von Lunkern und ähnlichen Fehlern in Gussstücken aus Leichtmetall-Legierungen, insbesondere Magnesiumlegierungen. Als zerstörungsfreies Untersuchungsverfahren zur Prüfung auf Lunker in Gussstücken aus Magnesiumlegierungen bedient man sich der sogeuannten Ölkochprobe. Diese Prüfung wird in der Weise durchgeführt, dass die Gussstücke kurze Zeit in heisses Maschinenöl von etwa 150   C getaucht und hinterher sandgestrahlt werden. Sehr häufig zeigen sieh dann Feinlunker, Risse und ähnliche Gussfehler durch Ölflecke an der Gussoberfläche. Die austretenden Ölmengen kriechen jedoch rasch auseinander, so dass eine zweifelsfreie Erkennung der Ausdehnung der Lunker schwierig und unsicher ist. 



  Der vorliegenden Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Sichtbarmachung von Lunkern in Gussstücken aus    Leichtmetall-      legierungen,   insbesondere Magnesiumlegierungen, dadureh zu bewerkstelligen, dass man als Kriterium für Fehlstellen Ausblühungen von gefärbten Stoffen dadurch hervorruft, dass man die Gussstücke mindestens 15 Minuten in Lösungen von gefärbten Stoffen behandelt und darauf die Oberfläche der Gussstücke abspült und trocknet. Bei Verwendung von wässrigen und alkoholischen Lösungen organischer Farbstoffe, wie z. B.

   Nigrosin und Zaponeclltschwarz M, können gute Ergebnisse erzielt werden, wenn die Gussstücke mindestens 15 Minuten, vorzugsweise etwa 30 Minuten, in die erwärmte Lösung eingetaucht, dann gut abgespült und schliesslich bei erhöhter Temperaturgetrocknet werden, wonach die Farbstofflösung an den lunkerigen Stellen gut sichtbar austritt. 



  Eingehende    Untersuchungen      haben   nun weiter zu der Festellung geführt, dass man eine besonders gute einwandfreie    SiclAbar-      machung   von lunkerigen Stellen in Gussstücken aus Leichtmetall-Legierungen, insbesondere Magnesiumlegierungen, bewerkstelligen kann,    wenn:      man:      die      Gusssstücke      mit   

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 chromathaltigen Lösungen behandelt, darauf mit kaltem Wasser abspült und beispielsweise durch kurzes Eintauchen in heisses Wasser oder Anblasen mit heisser Luft trocknet. Innerhalb einiger Minuten nach der Trocknung tritt dann aus den Poren gelbes Chromat aus, welches sich von der weissen, gelblichweissen oder grauen Oberfläche der Gussstücke gut abhebt.

   Die gelben    Aus-      blühungen   verstärken sich meist noch innerhalb einiger Stunden, kommen aber nach etwa 12 Stunden völlig zur Ruhe. Das ausgetretene Chromat erzeugt keine Korrosionsgefahr. Es sitzt locker an der Oberfläche und kann durch Abbürsten leicht entfernt werden. Die Konzentration der Lösungen an Chromat kann weiten Schwankungen unterworfen sein. Sie beträgt zweckmässig mindestens 3% und kann bis zur Sättigungsgrenze gesteigert werden. Aus wirtschaftlichen Gründen wird vorzugsweise eine Konzentration von etwa 8 % verwendet. 



  Die Temperatur der chromathaltigen Bäder    beträgt      vorzugsweise      zwecks   Einhaltung einer tragbaren Behandlungsdauer der Gussstücke mindestens 40' C und kann bis zum Siedepunkte der Lösungen gesteigert werden; zweckmässig werden Badtemperaturen zwischen 70 und 80' C verwendet. 



  Auch die Behandlungszeit der Gussstücke in den chromathaltigen Bädern kann, besonders unter Berücksichtigung verschiedener Badtemperaturen, schwanken, soll aber mindestens 15 Minuten betragen. 



  Durch bestimmte Zusätze zu den    chro-      mathaltigen   Lösungen kann die Ausbildung der Ausblühungen, d. h. der Austritt des nach der Behandlung in den Poren zurückbleibenden Chromau, beschleunigt werden. Als geeignete Zusätze haben sich einerseits flüssige organische Verbindungen, wie z. B. Butyl- und Amylalkohol, erwiesen, deren Siedepunkte wenig über dem des Wassers liegen, und anderseits solche Stoffe, wie z. B. Ammonacetat, deren infolge einer Reaktion mit dem Gussstück gebildete Zersetzungsprodukte gleichfalls während der Trocknung aus den Poren austreten.

   Die Konzentration auch dieser Zusätze kann in weiten Grenzen schwanken, jedoch wird mit steigendem Gehalt an diesen Zusätzen die Menge des aus den Poren austretenden Chromats vergrössert, so dass die Empfindlichkeit der Lunkeranzeige nach Wunsch eingestallt werden kann. 



  Zur besseren Sichtbarmachung und Erkennung der gelben Chromatausblühungen können dieselben in dunkler geNrbte Chromverbindungen überigeführt werden. Ale geeignet hat sich hierfür beispielsweise eine Behandlung mit Schwefligsäuregas erwiesen. 



  Es hat sich ferner als zweckmässig erwiesen, die Gussstücke auch bei dem vorliegenden Prüfverfahren, wie bei der    Ölkoch-      probe,   nach der üblichen Reinigung der Oberfläche durch Sandstrablen zunächst zwecks Öffnung der Poren einer kurzzeitigen Beizbehandlung mit verdünnter Salpetersäure zu unterwerfen. Beispiel: Ein Gussstück aus siner Magnesiumlegierung mit 6% Aluminium und 3% Zink wurde nach Sandstrahlung zur weiteren Öffnung der Poren etwa 15-20 Sek. in einer 5%igen Salpetersäure gebeizt und mit kaltem Wasser gründlich abgespült. Darauf wurde das Gussstück in einer Aluminiumwanne etwa 30 Minuten in einer auf etwa 70 bis 80   C erwärmten Lösung gehalten, die 8 kg Kaliumbichromat und 1,5 kg    Ammon-      aoetat   in 100 Litern Wasser enthielt.

   Hierauf wurde das Gussstück kurz mit kaltem Wasser abgespült und durch kurzzeitiges Eintauchen in heisses Wasser getrocknet. Schon etwa 5 Minuten nach der Trocknung traten an den porösen Stellen Ausblühungen eines gelben Salzes auf, die sich im Laufe    einiger      Stunden      mooh      Akten:.   



     Das      vorstehend      beerahruebene   Verfahren lässt    ,sich      mit   gleich    gutem   Erfolg    sowohl   zur Feststellung von    Fern   und    ähnlichen      Fehlern      in      @Gttssetücken   aus    Legierungen   auf    Magnesium-      wie   auf    Aluminiumbasis      an-      wenden.   

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Prüfverfahren zur Feststellung von Lun- kern und ähnlichen Fehlern in Gussstücken aus Leichtmetall-Legierungen, insbesondere Magnesiumlegierungen, dadurch gekennzeichnet, dass als Kriterium für Fehlstellen Aus- Mühungen von gefärbten Stoffen dadurch hervorgerufen werden, dass man die Gussstücke mindestens 15 Minuten in Lösungen von gefärbten Stoffen behandelt und darauf die Oberfläche der Gussstücke abspült und trocknet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiohnet, dass man die Gussstücke mit chromathaltigen Lösungen behandelt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Gussstücke bei Temperaturen zwischen 40 C und dem Siedepunkte der Lösungen mit den chromathaltigen Lösungen behandelt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gussstücke zunächst sandgestrahlt werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gussstücke nach der Behandlung durch Sandstrahlen einer kurz zeitigen Behandlung mit verdünnter Salpetersäure unterworfen werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 biss 4, dadurch gekennzeichnet, dass den chromathaltigen Lösungen flüssige organische Verbindungen zugesetzt werden, deren Siedepunkte wenig über dem des Wassers liegen. 6.
    Verfahren nach Patentansprueh und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass den chromathaltigen Lösungen Butylalkohol zugesetzt wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass den chromathaltigen Lösungen Amylalkohol zugesetzt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass den chromathaltigen Lösungen solche Stoffe zugesetzt werden, deren infolge seiner Reaktion mit dem Gussstück gebildete Zersetzungsprodukte während der Trocknung aus den Poren mitaustreten. 9. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass man den chromathalti- gen Lösungen Ammonacetat zusetzt. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass gelbe Chromatausblühun- gen in dunkler gefärbte Chromverbindungen umgewandelt werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umwandlung der gelben Chromatausblühungen durch Behandlung mit SO2-Gas erfolgt. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 4, 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gussstücke während etwa 30 Minuten bei 70 bis 80 C in einer wäss:rigen, etwa 8 % Kaliumbschro- mat und 1,5% Ammonaeetat enthaltenden Lösung behandelt werden.
CH224242D 1940-11-06 1941-09-30 Prüfverfahren zur Feststellung von Lunkern und ähnlichen Fehlern in Gussstücken aus Leichmetall-Legierungen, insbesondere Magnesiumlegierungen. CH224242A (de)

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NL (1) NL55969C (de)

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2636127A (en) * 1949-03-14 1953-04-21 Magnaflux Corp Method of detecting cracks in porous surfaces
US2667070A (en) * 1949-03-26 1954-01-26 Northrop Aircraft Inc Dye solution flaw inspection method
US2839918A (en) * 1949-04-06 1958-06-24 Robert C Switzer Flaw detection
US2959471A (en) * 1957-12-04 1960-11-08 United Aircraft Corp Acid etch inspection process
DE1109918B (de) * 1955-02-01 1961-06-29 Siemens Ag Verfahren zum Sichtbarmachen von bis zur Oberflaeche durchgehenden Rissen oder Spalten in Metallstuecken
US4665738A (en) * 1985-09-12 1987-05-19 United Technologies Automotive, Inc. Accelerated solvent resistivity test

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